Archiv für die Kategorie ‘Zürich’

Halmagyi und Curthoys bei den Grasshoppers

Herr Pelocorto am Samstag den 23. November 2013

Der GC bereitet sich gegen den FC Aarau seriös vor. Wir konnten einen Blick hinter die Kulisse werfen.

Im körperlichen Bereich ist beim Schweizer Rekordmeister, beim aktuellen Cuptitelträger und Rekordcupsieger alles im grünen Bereich. Deshalb schenkt man der mentalen Stärkung noch mehr Aufmerksamkeit. Diese Woche standen Gedächtnistests und der Kopfimpulstest nach Halmagyi-Curthoys auf der Traktandenliste.

Beim Gedächtnistest wird geprüft, wie gut sich die Spieler an Abfolgen von Wörtern und Symbolen erinnern können:

Caio Durst

Stürmer Caio wird mitten im Test von unglaublichem Durst geplagt.

Toko Blau

Toko möchte lieber Blau machen

Beim Halmagyi-Curthoys-Kopfimpulstest wird der vestibulo-okuläre Reflex gemessen und das kompensatorische Sakkadenmuster beurteilt. Damit lassen sich potenzielle Läsionen am Vestibularapparat identifizieren. Mehr müssen Sie eigentlich nicht wissen.

Lang gc-lang-videokopfimpulstest

Lang nach der ersten Umdrehung beim Videokopfimpulstest

Aufgrund der exzellenten Testergebnisse dürfen wir zusammenfassend festhalten, dass dem FC Aarau morgen Nachmittag auf dem Brügglifeld Hören und Sehen vergehen sollten.

Die besten je gemessenen Werte im Fussball, sagt man.

Die besten je gemessenen Werte im Fussball, sagt man.

Elfmal die Sieben ab sechs

Rrr am Sonntag den 3. November 2013

Riesenspannung im Letzigrund – um 18 Uhr geht’s los!

20131103-090335.jpgZur Eröffnung der Woche der Religionen spielt der FC Religionen gegen den FC Gemeinderat.

Zum FCR gehören unter anderem der reformierte Kirchenratspräsident Michel Müller, Imam Muris Begovic, der Judaistik-Professor René Bloch und Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist. Neben weiteren Vertretern verschiedener Weltreligionen spielt auch FCZ-Präsident Ancillo Canepa mit, wenn man der Medienmitteilung Glauben schenken darf.

Gegründet wurde der FC Religionen als Initiative rund um die Euro 08. Sämtliche Spieler des Teams tragen die Nummer 7, weil diese Zahl in vielen Religionen heilig sei. Die Betonung von Gemeinsamkeiten und die Freude am Spiel stünden für einen gelebten interreligiösen Dialog.

Wie bei grossen Partien üblich, gibt es auch ein Vorspiel. Dieses bestreiten ab 16 Uhr zwei Auswahlmannschaften von Grasshoppers Zürich und Young Boys Bern.

Perfekte Peloparty

Rrr am Donnerstag den 3. Oktober 2013

Runder Geburtstag beim Runden Leder!

Der Champagner floss heute früh auf unserer Redaktion in Strömen. Happy Birthday Herr Pelocorto! (4.v.o.l.)

Die RL-Redaktion im Vollrausch

Unser GC-, Arsenal- und Real-Korrespondent war sichtlich gerührt, als er den Gabentisch neben dem Fernseher erblickte.

Herr Sartorius schenkte ihm ein Jahresabo für den “Hauptstädter”. Horr Hetz beglückte ihn mit einem FCZ-Shirt, unterschrieben von der gesamten ersten Mannschaft. Herr Baresi überreichte ihm die Gedenk-DVD “Cupfinal Wil-GC in Basel”. Und die übrigen Redakteure sammelten für ein Bahnbillet Zürich-Bern, für ein herzhaftes Meat&Beat beim nächsten YB-GC. Leider reicht das gesammelte Geld nur bis Olten, aber dort ist es auch schön.

Herr Rrr sagte in seiner zweistündigen Ansprache, die immer wieder von spontanen Umarmungen unterbrochen wurde: “Bester Herr Pelocorto, die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern: Sie sind der klügste und zweitschönste Redakteur des Runden Leders überhaupt! Ein Blog ohne Sie wäre wie YB ohne Titel! Wie Basel ohne Greenpeace! Wie Züri ohne Stadion! Schön, dass es Sie gibt!” (In diesem Augenblick musste Herr Rrr schon wieder weinen. Herr Frans nutzte die Gelegenheit und schenkte Champagner nach.) “Herr Pelocorto, möge die Sonne nie ohne eine Kunstmatinee aufgehen! Möge der GC in der Tabelle immer vor Basel stehen!” (räusper) “Und natürlich stets hinter YB. Herr Pelocorto, alles Gute, geniessen Sie den Augenblick, Sie haben frei bis 08.30 Uhr!”

Anschliessend nahm die Redaktion ihre Arbeit wieder auf.

Rundes Leder Tippspiel (V)

Rrr am Sonntag den 29. September 2013

YB will zurück auf den Leaderthron.

Dazu brauchen die Berner, die zuletzt viermal ohne Sieg blieben, mindestens ein 1:0 gegen den FC Zürich.

Aber Obacht, die Gäste aus der Leichtathletik-Hochburg sind auswärtsstark: 7 ihrer 11 Saisonpunkte holten sie in der Fremde.

Unsere Quiz-Frage ist ganz einfach:

Wie lautet das Schlussresultat vor wievielen Zuschauern?

Die richtige Antwort teilen Sie uns bitte bis 15.59 Uhr mit. Der Sieger kriegt eine YB-Wurst. Toi toi toi!

NACHTRAG: Das Tippspiel endet ohne Sieger. Die YB-Wurst wandert in den Kochtopf Jackpot.

Leader ohne Stadion

Rrr am Sonntag den 22. September 2013

Kein Fussballstadion in Zürich.

1372669950674Der Zürcher braucht so neumodisches Zeug nicht, wie die Stimmberechtigten heute beschlossen. 50,8 Prozent sagten Nein.

Der neue Leader GC und Zürich spielen damit weiterhin im Leichtathletik-Tempel Letzigrund.

Pflichtsiegspielsieg

Herr Shearer am Samstag den 14. September 2013

YB zieht den Kopf aus der Schlinge und im Cup in die nächste Runde ein.

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Der 4:2 Sieg gegen YF Juventus war alles andere als eine Glanzleistung; zur Pause lagen die Berner mit 1:2 gegen den Erstligisten zurück. Zwar brachte Marco Bürki YB bereits in der 8. Minute mit einer feinen Einzelleistung in Führung, doch Huber und Ndoy konnten die alles andere als souverän agierende Abwehr der Gäste in der 17. und 37. Minute düpieren. Auch in der zweiten Hälfte biss sich die YB-Offensivabteilung die Zähne an der massiert stehenden Verteidigung der Schwarz-Weissen aus.

Dann kam Costanzo, der schlenzte den Ball in die linke obere Ecke; darauf kam Kubo und schlenzte den Ball in die rechte obere Ecke. Haris Tabakovic machte in der Nachspielzeit alles klar.

Also: Berner Sieg in Zürich. Aber Nerven hat der gekostet, wenn man da so vor seinem Livestream sass…

Foto und Titel: Maldinipress

Assist von Alain

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 10. September 2013

Sensationell: Alain Sutter kommt zurück nach Bern.

20130909-102400.jpgEr präsentiert am 23. Oktober im Loeb sein neues Erfolgswerk “Stressfrei glücklich sein”. Aber Obacht, mahnt der Verlag: “Dieses Buch ist kein Ratgeber. Denn Sutter glaubt, dass niemand klug genug ist, anderen zu sagen, was sie in ihrem Leben zu tun haben. Sein Buch soll vielmehr eine Inspiration sein – ein Steilpass, um sich seine ganz persönlichen Gedanken zu seinem eigenen Leben zu machen.”

Der Steilpass kostet 15 Franken, wenn Sie an die Lesung im Loeb gehen, oder 37.90 Franken, wenn Sie das Buch kaufen.

Ob Sie das tun sollen, fragen Sie? Nun, wir denken, dass das eine wertvolle Erfahrung sein kann, wenn Sie sich ganz auf den Inhalt fokussieren und wenn Sie sich dabei aber auch bewusst werden, dass so ein Buch mehr ist als die Summe seiner Sätze, aber das bedeutet natürlich auch, dass sich die einzelnen Sätze sowohl einem Ganzen unterordnen müssen als auch das Ganze in den einzelnen Sätzen erkennen können, weil sonst werden Sie nicht stressfrei glücklich.

Gartenarbeiten im Letzigrund

Rrr am Donnerstag den 22. August 2013

GC gibt Gas.

Dass die Hoppers lange Jahre am Tropf eines Gärtners – Mäzen Werner H. Spross – hingen, merkt man beim Teaser fürs heutige Spiel gegen Fiorentina (21.00 Uhr) deutlich:

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Aus dem Text: “Hoppers, von diesem Spiel sollen noch Eure Kinder erzählen! Im Hinspiel der EL-Playoffs empfangen die Grasshoppers die ACF Fiorentina. GC will die Startruppe aus der Toskana abmelden.”

Da sind wir natürlich gespannt. SRF2 überträgt live. Im Vorprogramm gibt es ab 19.00 Uhr auch den Auftritt von St. Gallen gegen Spartak Moskau. Den Auftritt von Thun bei Partisan Belgrad (20.30) gibt’s live nur im Internet.

Zwischenfall in Pfunds

Rrr am Dienstag den 13. August 2013

Herr Rrr berichtet von seiner Tabellenführertour durchs Tirol.

20130812-181558.jpg“Liebe Zurückgebliebene, seit gestern früh um 5 Uhr beradle ich das schöne Tirol, um überall die frohe Botschaft zu verkünden: Der BSC Young Boys ist Tabellenführer! Die Menschen hier reagieren überrascht, wenn ich sie informiere, aber sie bedanken sich immer höflich.

Ganz konfliktfrei verläuft die Reise leider nicht. So musste ich in Pfunds feststellen, dass hier offenbar schon mein Redaktionskollege Herr Pelocorto vorbei gekommen ist. Diese Zürcher sind sich offensichtlich nicht zu schade, harmlose Wegweiser mit GC-Emblemen zu verschandeln!

Nun, ich konnte das notdürftig korrigieren. Es ist ganz wichtig, dass wir entschlossen in die Zweikämpfe gehen, denn das Spiel gegen GC ist das Wichtigste der Saison! Jetzt reise ich weiter nach Innsbruck. Bevor Sie fragen: UPC Tirol Liga, Platz 5. Servus, Ihr Rrr”

Pack die Badhose ein

Herr Pelocorto am Dienstag den 18. Juni 2013

Heiss? Sommer? Abkühlen? Limmatsprung und Aareschwumm? Gerne!

So, jetzt sind Sie aber reif für die Original-Rekordmeisterbadeshorts!

Duftes Double

Herr Pelocorto am Sonntag den 16. Juni 2013

«Ich habe meine Teams meistens besser gemacht.»

Heute Nachmittag stellte sich Michael Skibbe, der neue Trainer beim GC, der Presse vor. Er freut sich auf die Herausforderung, denn er weiss:
«Die Messlatte liegt hoch. Meine Aufgabe wird es sein, dies zu festigen und weiterzuentwickeln.» Dann strich er heraus, dass die von ihm trainierten Teams eigentlich immer besser wurden.

Für den Cupsieger 2013 und Meisterschaftszweiten 2012/2013 kann das nur etwas heissen: DAS NEUNTE DOUBLE KOMMT!

Falls Sie aus erster Hand erfahren möchten, wie die Hoppers das Double erobern werden, dann besuchen Sie doch morgen ab 18:30 Uhr die GC-Saisoneröffnungsparty im City Beach Zürich. Michael Skibbe und Johan Vonlanthen freuen sich, wenn sie Sie persönlich kennen lernen dürfen.

Schwindende Stellen

Herr Shearer am Montag den 10. Juni 2013

Das Zürcher Stimmvolk hat entschieden – dutzende Jobs im niederschwelligen Sektor verschwinden.

Nach der Zustimmung zum sogenannten Hooligan-Konkordat bangen Dutzende Zürcher Hooligans um ihren Job. De facto verbietet ihnen die Gesetzesrevision nämlich die Ausübung ihres Berufs. Das Runde Leder hat sich bereits gestern mit einem der Betroffenen unterhalten können. Er möchte anonym bleiben, wir nennen ihn im folgenden einfach “S.”.

Zum Runden Leder: Herr S, wie fühlen Sie sich nach dieser Abstimmung?

S., Berufshooligan: Schlecht, sehr schlecht. Hooliganismus liegt bei unserer Familie im Blut, schon mein Grossvater fiel früher oft negativ in Fussballstadien auf. Damals gab es beim Fussball noch richtiges Bier, sogar in Glasflaschen, stellen Sie sich das mal vor! Auch mein 80-jähriger Vater hat sich immer voll engagiert und den Virus auf mich übertragen. Auch für ihn ist heute ein schwarzer Tag, ausserdem hat er Zucker. Es belastet ihn sehr.

Haben Sie das Ende Ihres Berufsstandes kommen sehen?

Natürlich ist auch an uns nicht vorbeigegangen, dass das Berufsbild des Hooligans in letzter Zeit gelitten hat. Auch war es zunehmend schwierig, Nachwuchs zu rekrutieren. Die Jungen interessieren sich heute mehr fürs Dauersingen und Feuerwerkstechnik. Den harten, dreckigen Teil der Arbeit wollen die nicht mehr machen. Dabei ist es so eine schöne Tätigkeit, man ist draussen an der frischen Luft.

Im Nachhinein gesehen – haben Sie vielleicht auch Fehler gemacht?

Nun ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Allerdings sind wir natürlich in diesem Job in einem schwierigen Umfeld. Mit unserer Ausbildung kann man vielleicht noch im Security-Bereich unterkommen, aber sonst gibt es da nicht mehr viele Möglichkeiten. Lassen Sie es mich mit der Situation der Kohlekumpels im Ruhrpott vergleichen: die mussten sich nach der Schliessung der Zechen auch komplett neu orientieren oder landeten in der Arbeitslosigkeit.

Wie geht es für Sie nun weiter?

Schwierig zu sagen. Ich melde mich sicher möglichst rasch beim RAV, vielleicht können die mir noch helfen. Möglicherweise muss ich halt nach Basel ziehen. Dort sieht es derzeit noch am besten für unseren Berufsstand aus. Aber ob die dort darauf warten, dass die ehemalige Konkurrenz ihnen ihre Arbeitsplätze streitig macht? Andrerseits hat mich der Beruf des Hooligans auch eine gewisse Skrupellosigkeit gelehrt – von daher ergibt sich vielleicht etwas im Finanzsektor, dem geht es hier in Zürich zum Glück noch gerade so einigermassen gut. Es wird auf alle Fälle eine schwere Zeit für mich und die ganze Familie. Wir müssen jetzt halt schauen, wie wir uns durchschlagen können.

Herr S., wir wünschen Ihnen alles Gute auf der Suche nach einer neuen Stelle.