Archiv für die Kategorie ‘La Liga’

Das Traumpaar

Rrr am Sonntag den 31. Oktober 2004

Das ist das neue Traumpaar des spanischen Fussballs: Michael Owen und Ronaldo führen Real Madrid mit ihren Toren aus der Krise. Beim 2:0 gegen Getafe traf Owen zum vierten Mal in Folge, der Assist kam einmal mehr von Ronaldo. Das zweite Tor besorgte der Brasilianer dann im Alleingang.

Das Comeback des Jahres

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 28. Oktober 2004

Das ist Dr. Socrates. Älteren Weblog-LeserInnen vergeht dieser Name heute noch wie Butter auf der Zunge. Socrates war in den 80-er Jahren ein begnadeter Spieler im Dienste der brasilianischen Nationalmannschaft. Unvergessen das Spiel an der WM 1982 in Spanien zwischen Brasilien und Italien: Die Azzurri gewannen das Zwischenrundenspiel 2:3, die Torfolge lautete: 0:1 Rossi (5.), 1:1 Socrates (12.), 1:2 Rossi (25.), 2:2 Falcao (68.), 2:3 Rossi (74.). Warum wir dies erzählen? Nun, Socrates, heute 50 Jahre alt, will wieder die Fussballschuhe schnüren. Er hat beim englischen Club Garforth Town einen Monatsvertrag unterschrieben und wird erstmals im Meisterschaftsspiel der Northern Counties East League, Division One, gegen Tadcaster Albion auflaufen. Simon Clifford, der Besitzer von Garforth Town, betont, Socrates gehe es nicht ums Geld, er werde nämlich überhaupt nichts verdienen. Nächste Saison will der umtriebige Clifford auch die brasilianischen Legenden Careca und Zico anheuern. Sie alle brennen darauf, gegen illustre Gegner wie Gedling Town, Lincoln Moorlands, Staveley Miners Welfare, die Winterton Rangers oder gar die Pontefract Collieries antreten zu dürfen.

Bye Bye Barça

Rrr am Donnerstag den 28. Oktober 2004

Geld schiesst keine Tore: Diese schmerzliche Erfahrung hat der FC Barcelona einmal mehr gemacht. Der schwerreiche Klub, der seit 1999 keinen Blumentopf mehr gewonnen hat, blamierte sich im spanischen Cup bis auf die Knochen.

Das Starensemble – Wert des Kaders: 212 Millionen Euro – verlor beim katalanischen Drittligisten Atletico Gramanet mit 0:1. Ein satter Rechtsschuss von der Strafraumgrenze reichte den Amateuren, um das grosse Barça zu bodigen.

Auch Valencia und Saragossa sind bereits ausgeschieden. Die Ehre der Grossen rettete mal wieder Real Madrid – trotz Abwesenheit der grossen Stars reichte es zum 2:1-Sieg bei Leganes.

Gut gemacht, Ruud!

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 27. Oktober 2004

Früher, als wir noch brave Schulbuben waren, fanden wir gelegentlich Ausreden, wie wir uns eine Auszeit vom verhassten Unterricht erschwindeln konnten. Wir manipulierten geschickt den Fiebermesser oder spielten glaubhaft eine plötzliche Magenverstimmung vor. Was aber macht ein Profifussballer, wenn er sich eine Auszeit von der ewigen Aufdemgrünenrasenherumrennerei nehmen will? Ganz einfach: er provoziert eine Spielsperre. Dieses Vorhaben wäre Ruud van Nistelrooy, dem holländischen Topstürmer bei Manchester United, beinahe misslungen. Sein rüder Angriff auf das Schienbein von Arsenal-Spieler Ashley Cole (unser Bild) wurde nämlich vom Schiedsrichter glatt übersehen. Zum Glück für ihn gibt es auf der Insel den Fernsehbeweis. Dank diesem sahen sich die Herren des englischen Verband doch noch genötigt, den Holländer für drei Spiele zu sperren. Viel Spass auf der Tribüne, Ruud!

Happy birthday to you!

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 27. Oktober 2004

Elton John trägt eine, Demi Moore und Robin Williams sowieso, von Beckham ganz zu schweigen. Und US-Präsident Bush hat eine von Italo-Präsident Berlusconi geschenkt bekommen. Wir reden von den bei Promis total angesagten Luxusuhren der Firma Franck Muller. Seit dem letzten Wochenende gehört auch der ManU-Spieler Wayne Rooney (19) zum exklusiven Club der Franck Muller Tragenden. Kurz vor dem Spiel gegen Arsenal (2:0 Sieg ManU) hat ihm Freundin Coleen McLoughlin (18) zum Geburtstag eine Designeruhr aus dem Genfer Hause geschenkt. Kostenpunkt: 15’000 englische Pfund. Damit hat sich die möchtegern Schauspielerin etwas revanchieren können für die Geschenke, die sie von Jungstar Rooney schon erhalten hat: darunter einen BMW X5 (55’000 Pfund), einen Mercedes SLK 200 (32’000 Pfund) und Juwelen im Wert von 70’000 Pfund. Das beste aber kommt für die beiden noch: Weihnachten steht vor der Tür!


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Coleen und Wayne.

Zidane und ich

Dr. Eichenberger am Montag den 25. Oktober 2004

In der Stadt Bern tobt der Wahlkampf. Am 28. November entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wen sie in den Gemeinderat delegieren wollen. Da zählt jede Stimme, auch die des Fussballfans. Das hat die amtierende Vorsteherin der Direktion für Bildung, Umwelt und Integration, Edith Olibet (SP), erkannt. Auf ihrer Website macht sich die bekennende Bewunderin von Real-Star Zinédine Zidane bedenkenswerte Gedanken über den Fussball: «Eine Mannschaft ist stark, wenn alle in die gleiche Richtung kicken. Eigentore sind im Fussball wie in der Politik kontraproduktiv.» Dem ist nichts beizufügen. Ausser, dass Edith Olibet, wie sie im Interview beteuert, auch schon ein Spiel in Barcelona besucht habe, «weil damals Zidane noch bei diesem katalanischen Spitzenverein spielte». Wir klären auf:

Zidane: gestern bei Barcelona, heute bei Real Madrid.

Nachfolger für Zubi gefunden!

Dr. Eichenberger am Freitag den 22. Oktober 2004

Der FC Basel, seit langem auf der Suche nach einer Verstärkung auf dem Torhüterposten, ist endlich fündig geworden. Ihr Talentspäher hat einen Spieler gefunden, der gemäss gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen bereits unter Vertrag genommen wurde. Der Neue soll schon am Sonntag im Cupspiel in Meyrin das Basler Tor hüten.

Totti geh Du voran

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 21. Oktober 2004


Blamiert bis auf die Knochen haben sich die Roma-Stars am Dienstag in der Champions League. Nach der 3:1 Schlappe in Leverkusen schickte Roma-Trainer Del Neri seine Stars zur Strafe in den Unterhosen auf eine «Ehrenrunde».

Nä, des nid ä no!

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 20. Oktober 2004

Bayern-Torhüter Oliver Kahn wird von Ungemach verfolgt: Heim-Niederlage in der Bundesliga gegen Schalke 04, gestern Niederlage in Turin gegen die Juve. Doch nicht genug: Jetzt will sich auch noch seine Frau Simone von ihm scheiden lassen und verlangt via Scheidungsanwalt 2,5 Millionen Euro Abfindung. Darüber berichtet ein hier nicht namentlich genanntes Qualitätsblatt so: «Simone Kahn (34), Noch-Gattin von Olli „Titan“ Kahn (35), parkt ihre schwarze Mercedes-M-Klasse. Sie telefoniert. Brille auf der Nase, den zarten Körper gehüllt in einen giftgrünen Kuschel-Rolli und Jeans. Ihr Haar frisch blondiert, mit neuen Extensions (künstliche Haarverlängerungen). Eine Stunde verbringt Simone in der Kanzlei ihres Anwalts Harro Graf von Luxburg (62). Der Beginn der Scheidungsschlacht!» So ein Luder!

Die Hand Ollis

Dr. Eichenberger am Dienstag den 19. Oktober 2004

Für Oliver Neuville hat sein Handtor gegen den 1. FC Kaiserslautern ein Nachspiel. Der derzeit treffsicherste Bundesligaprofi wurde vom DFB mit einer Sperre von zwei Partien belegt. Dumm gelaufen, auch diesmal gilt: das Original bleibt unerreicht. «Die Hand Gottes» bugsierte 1986 in Mexiko England aus dem Wettbewerb und feierte anschliessend den WM-Titel. Üben!

Stadion zu verkaufen

Rrr am Montag den 11. Oktober 2004

Der hochverschuldete spanische Erstligist Atletico Madrid will sein Stadion verkaufen. Für schlappe 220 Millionen Euro ist das Teil zu haben, wie die Wirtschaftszeitung “Espansion” berichtet.

Na, Herr Ledergerber, vielleicht wäre das eine Lösung für Zürich? Man müsste dann bloss noch eine Shuttle-Verbindung einrichten!

Nun spricht er

Dr. Eichenberger am Sonntag den 3. Oktober 2004

Er spuckt nicht mehr, er spricht. Francesco Totti nahm erstmals öffentlich Stellung zu seiner Spuckattacke beim EM-Spiel Italien-Dänemark in Portugal. «Ich habe mich nicht entschuldigt, weil ich in diesem Moment nicht ich selber war», sagt er heute. Wer sonst er war, verriet Totti leider nicht. Aber schon spuckt er wieder grosse Töne: «Bei der Nati werde ich nie mehr mit einem Journalisten sprechen», verspricht er. Schade!