Archiv für die Kategorie ‘La Liga’

Der Tag danach

Frans am Sonntag den 21. November 2004

Am Tag nach der Schlappe beim Erzrivalen Barcelona werden sie in Madrid machen, was sie in ihrer grenzenlosen Phantasielosigkeit immer tun: Überlegen, welchen etablierten Weltklassestürmer man als Nächstes kaufen könnte.
Wie wär’s mit Barcelonas Topskorer Eto’o? Warum haben sie den eigentlich nicht schon längst gekauft? Wir lesen in der Sonntagspresse: “Für Eto’o fanden die Madrilenen einst keine Verwendung und schoben ihn zu Mallorca ab.”
Tja.

Radi vor neuer Karriere?

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 18. November 2004

Der legendäre Torwart Petar Radenkovic will beim TSV 1860 München Sportdirektor werden. «Ich bin bereit, sofort Sportdirektor bei meinen Löwen zu werden», sagte der 70 Jahre alte Meistertorwart von 1966. Von Präsident Karl Auer verlangt er, sportlich alle Kompetenzen zu bekommen. Als erste Massnahme würde Radenkovic den Trainer entlassen. «Rudi Bommer muss weg. Er hat kein Konzept, er hat den Kader falsch zusammengestellt», sagte der Gastronom, der 215 Bundesligaspiele für den TSV 1860 bestritt.   
An gesundem Selbstbewusstsein hat es Radenkovic nie gefehlt. Mit dem Song «Bin i Radi, bin i König» trällerte sich der Torwart 1965 in die deutschen Charts. Der Jugoslawe war der erste Popstar der Bundesliga – nicht nur wegen seines Ausflugs ins Show-Business. Aufregender waren die Ausflüge des Löwen-Torstehers bis in den Strafraum des Gegners. «Er hat immer gesagt, er ist der beste Rechtsausen bei 1860», erinnert sich sein Mitspieler Alfred Heiss.


Petar Radenkovic nach seinem letzten Bundesligaspiel.

Pires und der falsche Puma

Frans am Dienstag den 16. November 2004

Eines schweren Vergehens hat sich Arsenal-Spieler Robert Pires schuldig gemacht. Statt im Dress des offiziellen Sponsors von Frankreichs Nationalteam (adidas) trat er bei einem Fernsehinterview in einem T-Shirt seines persönlichen Sponsors Puma auf.
Die nun fällige Busse von 50’000 Euros will Pires angeblich bereitwillig bezahlen. Was möglicherweise weniger über die Einsicht ins Unrecht seiner Untat aussagt als über die hübsche Summe, die Monsieur Pires üblicherweise von Puma kriegt.

Sex mit Becks

Rrr am Dienstag den 16. November 2004

David Beckham hat 1,8 Millionen Dollar für das teuerste Sex-Spielzeug der Welt ausgegeben, das er seiner schwangeren Frau Victoria schenkte. Beckham erwarb einen Platin-Vibrator, dessen Unterteil mit 10-karätigen Diamanten überzogen ist und an dem eine Kette aus 16-karätigen Diamanten hängt. Das Sex-Spielzeug wurde von einem Londoner Strip-Klubbesitzer kreiiert und ist eines von nur zehn Expemplaren auf der Welt.

Leider ist es uns nicht gelungen, ein Bild dieses seltenen Teils aufzutreiben; ersatzweise zeigen wir hier einen Dildo in Katzengold aus unserer eigenen Sammlung.

Gipfel in Barcelona

Rrr am Montag den 15. November 2004

Zidane und Ronaldo schauen optimistisch nach vorn: Sie sind gerüstet für das Gipfeltreffen Barcelona – Real Madrid vom nächsten Samstag. Bester Mann beim 6:1 gegen Albacete am Sonntag war Ronaldo mit zwei Toren und einem Assist.

Barcelona ist dagegen im dümmsten Moment in eine Krise geschlittert: 1:2-Niederlage bei Betis Sevilla. Jetzt flattern sie wieder, die Nerven.

Barça von hinten

Rrr am Donnerstag den 11. November 2004

Der stolze FC Barcelona verzichtet weiterhin auf Leibchenwerbung, wie wir an dieser Stelle bereits erwähnten. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit, sagt das Barça-Hausblatt “El Mundo Deportivo”:


Barça-Präsident Laporta mit Superstar Ronaldinho:
“Es ist uns nicht gelungen, ein Wettbüro auf unser Trikot zu locken …”

“… jetzt suchen wir nach neuen Wegen!”

Barça bleibt einzigartig

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 10. November 2004

Der Albtraum vieler Barça-Fans ist ausgeträumt. Der FC Barcelona hat eine Offerte der in Österreich ansässigen Firma Betandwin abgelehnt und wird – als einziger Grossklub Europas – weiter ohne Werbeaufschrift auf den Trikots auflaufen. Trotz des geplanten Deals arbeitet Betandwin mit dem FC Barcelona zusammen. Ab sofort sind die Österreicher offizieller Wettpartner der Katalanen. Betawin denkt auch an ein Persönlichkeits-Sponsoring von Superstar Ronaldinho.


Nur ein böser Traum: Die rot-blaue Brust bleibt werbefrei.

Vom Rasen auf die Leinwand

Dr. Eichenberger am Dienstag den 9. November 2004

Die Real-Stars David Beckham, Zinedine Zidane und Raul haben genug vom professionellen Fussballspielen: sie werden Schauspieler. Ihre erste Rolle spielen Sie alle gleichzeitig in dem dreiteiligen Film «Goal!». Das pikante daran: sie spielen sich selbst. Die Trilogie von Regisseur Danny Cannon soll 100 Millionen Dollar kosten und erzählt die Geschichte eines Fussballers aus einem armen Vorort von Los Angeles, der einen Vertrag beim englischen Premier-League-Klub Newcastle United unterschreibt. Der erste Teil des Films wird im August nächsten Jahres in den Kinos anlaufen, die Fortsetzung soll kurz vor der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erscheinen, der Abschluss des Dreiteilers wird dann während der WM gedreht. Der Hauptdarsteller Diego Luna hat bereits acht Wochen bei Newcastle trainiert, um sich auf seine Rolle vorzubereiten. «Es ist kein Geheimnis, dass ich nach meiner aktiven Karriere als Jugendtrainer arbeiten will. Ich denke, dass der Film eine positive Botschaft an alle Kinder dieser Welt enthält», erklärte Beckham seinen Wechsel vom Rasen auf die Leinwand. Nach dem Aderlass erscheint die Meldung, wonach der Real-Präsident Florentino Perez am Stürmer Cassano von der AS Roma interessiert ist, plötzlich in einem anderen Licht.


David Beckham (l.), Zinedine Zidane (r.) und Raul, als sie noch bei Real Madrid spielten.

Real Madrid auf Stümersuche

Dr. Eichenberger am Dienstag den 9. November 2004

Die Königlichen von Real Madrid haben ein Stürmerproblem. Das hat auch der Präsident Florentino Perez erkannt und offen sein Interesse an dem bei der AS Roma wegen unflätigem Benehmen in Ungnade gefallenen Jungstümer Cassano bekundet. Perez, dem ein gutes Verhältnis zu den Vereinsoberen der Roma und insbesondere zur Besitzerfamilie Sensi nachgesagt wird, denkt laut darüber nach, Cassano im nächsten Sommer zu verpflichten. Ans Real-Leibchen hätte sich Cassano schnell gewöhnt – jedenfalls ans schwarze Auswärtsdress. Und wegen mangelndem Selbstbewusstsein ist der Junge bisher auch nicht aufgefallen. Vor einem Jahr noch verriet er allen, die es hören wollten, sein nächstes Ziel: Weltfussballer zu werden.

Angriff auf Barças Brust

Dr. Eichenberger am Montag den 8. November 2004


Eigentlich könnte der FC Barcelona mit geschwellter Brust umher stolzieren. Der Club dominiert die spanische Liga und spielt in der Champions League vorn mit. Dennoch, es rumort im Verein, denn das letzte Tabu bei den Katalanen soll fallen: der Trikotsponsor. Den Angriff auf die werbefreie Brust lancierte die mit einer Wettlizenz ausgestattete Firma Betandwin. Sie bot 15 Millionen Euro pro Saison, um auf die blau-rot gestreiften Trikots Barças zu kommen. Der katalanische Renommierclub ist der einzige Top-Verein in Europa, der aus Regionalstolz bislang auf Trikotwerbung verzichtet hat. Insofern hätte der Abschluss eines Sponsoring-Vertrages eine nationalpolitische Bedeutung, die im Verein derart kontrovers diskutiert wird, dass es zu einer Spaltung kommen könnte.

Real muss sich warm anziehen

Dr. Eichenberger am Samstag den 6. November 2004

Die Spieler von Real Madrid haben sich schon mal warm angezogen. Am Sonntag geht es gegen Malaga, und da gibt es REAListischerweise für die Madrilenen kein Honiglecken. Unser Bild: Robert Carlos (links) und ein unbekannter Reservespieler der Madrilenen beim lockeren Lauftraining am Freitag.

Nur 20 Minuten für Socrates

Dr. Eichenberger am Dienstag den 2. November 2004

Der brasilianische Ex-Weltmeister Socrates (50) gibt doch kein Comeback beim englischen Verein Garforth Town. Simon Clifford, der Präsident des Klubs aus der Northern Counties East League, hat mit seiner Ankündigung, er habe Socrates für einen Monat unter Vertrag genommen, den Mund offenbar etwas zu voll genommen (es stand im eBund). Socrates selber hat nun verlauten lassen, er sei zu alt zum Fussballspielen. «Es reicht gerade noch für 20 Minuten.» Mindest für einen solchen Kurzeinsatz will er aber im November für Garforth Town noch einmal die Schuhe schnüren.


Nur ein Kurzeinsatz für Socrates im Stadion von Garforth Town.