Archiv für die Kategorie ‘YB for ever’

Minisieg auf der Maladière

Rrr am Donnerstag den 23. Juli 2020

YB macht einen grossen Schritt Richtung Titel-Hattrick.

1:0 siegten die Berner bei Xamax und liegen in der Tabelle nun 5 Punkte vor St. Gallen und 8 vor Basel. Für die Neuenburger ist der Abstieg kaum noch abwendbar.

Schon nach 8 Minuten traf Nsame zum Berner Siegestor, nach schöner Vorarbeit von Martins. Es war der 29. Saisontreffer des Kameruners. Danach entspann sich ein mässig interessantes Spiel, weil YB nicht mehr wollte und Xamax nicht mehr konnte. Die Neuenburger brachten in 90 Minuten nur einen einzigen – harmlosen – Schuss (von Kouassi) aufs gegnerische Tor.

Weiter geht es für YB am Sonntag daheim gegen Luzern. St. Gallen muss schon am Vorabend in Zürich siegen, ansonsten könnte der Sonntag bereits die Entscheidung im Titelrennen bleiben.

*** Schnapschat *** Xamax-YB 0:1*

Rrr am Donnerstag den 23. Juli 2020

Kein Antrieb, die gute Stube zu verlassen? Keine Freunde, die mit Ihnen Fussball schauen wollen? Dann ist der Rundes Leder-Schnapschat Ihre Heimat im Netz!

Die Young Boys sind zu Gast auf der Maladière und möchten ihren Vorsprung auf den FC St. Gallen ausbauen. Allerdings braucht auch Gegner Xamax dringend Punkte. Das mit Spannung erwartete Spiel wird um 20.30 Uhr MESZ angepfiffen, Radio Gelbschwarz und Teleclub berichten live.

Am Tresen empfängt Sie heute: Herr Rrr.

Heutiger Tagesschnaps: Absinth aus dem Val-de-Travers. Bevor Sie zulangen, zeigt Ihnen Herr Rrr, wie man das fachgerecht trinkt.

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99 Luftballons

Rrr am Donnerstag den 23. Juli 2020

Wirrkopf Walter hilft Wuschu.

“Amour fou oder Schluss machen? YB steht vor einer schweren Entscheidung. Das Instagram-Fachportal Welovefootball führte deshalb eine repräsentative Umfrage durch: Guillaume Hoarau Ja oder Nein?

Interessant, dass die wichtigen Fragen rund um YB neuerdings dem Volk vorgelegt werden. Früher hat die sportliche Leitung so Dinge im Alleingang entschieden. Dabei hat das Volk doch immer Recht!

Also fast immer. Hätte man gleich nach der Cup-Pleite 2017 gegen Winterthur über Adi Hütter abgestimmt, was hätte das Volk wohl entschieden? Daumen rauf, Guillotine runter? Und wen hätte das Volk 2018 zu Hütters Nachfolger gewählt? René Weiler vermutlich. Oder Pierluigi Tami. Oder beide.

Jetzt habe ich dummerweise vergessen, was das Resultat der jüngsten Umfrage war. Nun, dann muss es halt Wuschu regeln. Und er braucht dabei auch keine guten Ratschläge. Im Falle Hoarau empfehle ich ihm übrigens den Abschluss eines Einjahresvertrags mit stark leistungsbezogenem Einkommen. Na ja, wie auch immer, ich gehe jetzt wieder fischen und überlege mir eine Lösung für den Fall Sulejmani.”

SCHNAPSCHAT ab 17.00 Uhr: Xamax-Young Boys

Gala mit Goalflut

Herr Maldini am Samstag den 18. Juli 2020

YB siegt beim FCZ mühelos mit fünf zu null Toren.

Die Fussballer des amtierenden Schweizer Meisters BSC Young Boys gastierten äusserst erfolgreich im Leichtathletikstadion Letzigrund des FC Zürich. Der Berner Übungsleiter Gerardo Seoane veränderte die Aufstellung gegenüber der letzten Partie zuhause gegen Genf, neu spielten Saidy Janko, Michel Aebischer und Cédric Zesiger von Beginn weg.

Der FCZ konnte die vorangegangene Quarantäne nicht kaschieren, die Startphase gehörte deutlich YB. Meschack Elia und Jean-Pierre Nsame liessen hervorragende Gelegenheiten ungenutzt. Das erste Tor der Partie, die auf Radio Gelb-Schwarz von den äusserst sympathischen Herren der Ama und Rrr kommentiert wurde, gelang schliesslich Miralem Sulejmani, der sich langsam aber sehr sicher für eine Vertragsverlängerung aufdrängt (vielleicht lesen Sie ja mit, Herr Spycher). Er traf in der 33. Spielminute auf Pass von Nsame zum 1:0. Kurz darauf erzielte Nsame höchstpersönlich das 2:0 (42., auf Pass des überragenden Elia).

Nach dem Pausenisostar ging es gleich munter weiter: Nsame erzielte nach einem Corner und per Kopfball seinen Saisontreffer 27. Nummer 28 folgte sogleich: In der 59. Spielminute per Foulpenalty. Kurz vor der berühmten YB-Viertelstunde erhöhte der zuvor eingewechselte Marvin Spielmann per Hechtkopfball auf 5:0 (73.). In der 93. Spielminute erlöste der Unparteiische Adrien Jaccottet die Hausherren schliesslich mit dem Schlusspfiff.

Schön: In fünf Partien gegen den FCZ in der laufenden Saison (4x Meisterschaft, 1x Cup) erzielte YB 20 Tore und der FC Zürich deren zwei.

Was nehmen wir mit aus dieser Partie? Quarantäne und Training auf der Playstation haben sich zur Vorbereitung eines Spiels als suboptimal erwiesen. Und YB kann nach wie vor aus eigener Kraft Meister werden. Auch das ist schön. Weiter geht es für den BSC am Donnerstag bei Xamax.

Ledriger Letzi

Val der Ama am Samstag den 18. Juli 2020

Das Runde Leder übernimmt heute Radio Gelb-Schwarz.

Es ist nicht einfach mit dieser Super League. Da werden Spiele verschoben, Zuschauer vertröstet, Pläne geändert und ab und zu sogar Spieler auf Covid-19 gestestet.

Viel Stress auch für die Medien, die müssen ja über den ganzen Schlamassel berichten. Zum Beispiel Radio Gelb-Schwarz: Alle im Burnout sind sie, die feinen Herren. In den “Ferien”, Therapie oder was auch immer. Das heutige Spiel gegen den FCZ konnte oder wollte keiner kommentieren, es drohte Stille.

Das Runde Leder übernimmt Verantwortung, wenn andere nicht mehr können! Die zwei sympathischsten Redakteure dieses Fachforums kommentieren das Spiel im Letzi für Sie: Zum einen Herr der Ama (auf dem Foto der Vierte von links), zum anderen Herr Rrr, den die Älteren unter Ihnen noch als Chefredakteur des Runden Leders erlebt haben.

Herr Rrr freut sich enorm auf die grosse Aufgabe, wie er auf Anfrage sagte. “Bisschen Bier trinken und dazu über Fussi quatschen, das macht immer Spass. Zusätzlich bin ich für das musikalische Rahmenprogramm zuständig und habe alle meine vier Platten im Gepäck: Häbet nech am Bänkli von den Five Friends, Ä rächte Bärner Gieu von den Bärner Rohrspatze, La Nuit de Triomphe von Guillaume Hoarau und Trurigkeit isch xi von Bobby Märli & Bambu Löi. — YOUNG! — BOYS! — Wo ist mein Bier? Sind wir schon auf Sendung?”

RL live von Spiel FC Zürich – BSC Young Boys, heute ab 20 Uhr auf Radio Gelb-Schwarz

Ansehnlicher Arbeitssieg

Herr Shearer am Mittwoch den 15. Juli 2020

4:2 – YB siegt zum ersten Mal in dieser Saison gegen Servette.

Im erneut ausverkauften Wankdorf unternahmen die berühmten Berner Young Boys einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung. Die erste Hälfte verlief aber nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Heimmannschaft: schon nach etwas mehr als einer halben Stunde musste Gerardo Seoane den ersten Wechsel vornehmen und den verletzten Lefort durch Garcia ersetzen. Und nur gute acht Minuten später ging Lustenberger nach einem Luftkampf mit Servettes Kone zu Boden und musste das Feld blutend verlassen. Bürgy kam rein, und die die Gäste nutzten die leichte Unsicherheit nach der Umstellung aus – Kone traf in der 44. Minute zum 0:1. Immerhin – YB reagierte vehement. Der vermeintliche Ausgleich durch Nsame wurde vom Linienrichter als Abseits taxiert, doch der nächste Versuch sass – Fassnacht köpfte in der vierten Minute der Nachspielzeit nach Flanke Garcia ein.

Auch nach Wiederanpfiff meldeten die Genfer ihre Ambitionen an und spielten frech auf. Doch es waren die Hausherren, welche nach einem Corner durch Martins in Führung gingen und kurz danach mit Meschack Elia nachdoppelten. Servette zeigte sich aber wenig beeindruckt, Kyei verkürzte in der 68. Minute auf 3:2. Mit Elia musste dann auch der dritte gelbschwarze Spieler verletzt vom Platz. Bürgy traf die Latte, Servette drängte auf den Ausgleich – doch es waren die Berner, welche in der Nachspielzeit mit einem Penalty den Sack zumachen konnten. Nsame sorgte mit dem 4:2 für den Schlusspunkt unter einer animierten und mit harten Bandagen geführten Partie.

Heute wieder mal zu hören: das Lied vom Fünftliga-Schiri, welches der Unparteiische Clément Turpin aus Frankreich nicht verstanden haben wird. Immerhin – vor kurzem pfiff er in der Champions League noch Chelsea gegen Bayern, sämtliche Kritik an ihm muss also völlig unbegründet sein.

YB übernimmt damit wieder die Tabellenspitze, zumindest für eine Nacht. St. Gallen spielt morgen gegen den FC Luzern, vorbehältlich irgendwelcher Laborergebnisse.

Rundes Leder Tippspiel (XVI)

Rrr am Mittwoch den 15. Juli 2020

Gäste aus Genf im Wankdorf.

Die laufende “Meisterschaft” geht weiter mit einem brisanten Duell in Bern: Servette ist das einzige Team, das gegen YB in dieser Saison noch nicht verlor. Die Grenats möchten die Serie heute verlängern – der Tabellenzweite aus der Bundesstadt möchte sie natürlich beenden.

Wie endlos lange die Saison 2019/20 dauert, zeigt sich an diesem Beispiel: Die erste Auflage von YB-Servette gabs am 21. Juli 2019, also vor fast genau einem Jahr. Das Spiel endete 1:1. In Genf gabs im November 2019 ein 3:0 für Servette und im Juni 2020 erneut ein 1:1.

Und nun ahnen Sie sicher langsam, was wir Sie fragen möchten:

Wer trifft heute zu welchem Schlussresultat?

Ihre Antwort nehmen wir bis 20.29 Uhr entgegen. Die Siegerin erhält ein Geisterbier, Männer sind mitgemeint. Toi toi toi!

Versierte Vollstrecker

Rrr am Montag den 13. Juli 2020

Was haben diese drei Herren gemeinsam?

Richtig: Sie haben im YB-Dress in der Super League nie einen Penalty verschossen. Stéphane Chapuisat verwandelte in Gelbschwarz insgesamt 13 Elfmeter, Hakan Yakin 7, Christoph Spycher 6.

Eine 100-Prozent-Quote haben noch einige weitere Spieler, die aber nur wenige Elfmeter schossen. Thomas Häberli zum Beispiel, der drei Penaltys ausführen durfte und stets traf.

Die meisten Penalty-Tore hat natürlich Guillaume Hoarau geschossen: 25 Treffer in 28 Anläufen. Das ergibt eine Quote von 89,3 Prozent.

In der laufenden Meisterschaft bekamen die Young Boys bislang sechs Elfmeter zugesprochen. Miralem Sulejmani war am Samstag in Basel der erste, der die Chance liegen liess. Die fünf weiteren Penaltys verwandelten Nicolas Moumi Ngamaleu (gegen Thun und den FCZ), Sulejmani (gegen Thun), Guillaume Hoarau (in St. Gallen) und Jean-Pierre Nsame (in Luzern).

Behende in der Fremde

Rrr am Sonntag den 12. Juli 2020

YB-Fan Fredu erzählt von früher. Heute: Auswärtssiege.

“Die Jungen heute können sich das gar nicht mehr vorstellen, aber früher hat YB manchmal auch Spiele auswärts gewonnen. Ich erinnere mich noch gut, als dies das letzte Mal geschah, auch wenn seither viel Wasser die Rhone hinunterfloss. Die Rhone, genau! Am 24. November 2019 gewannen die Young Boys 4:3 in Sion.

Der Assalé Roger wars, der hat seinerzeit das goldene Tor gemacht. Und obwohl es ewig her ist, sehe ich die Ballstaffette noch immer vor mir: Aebischer, Ngamaleu, Aebischer, Hoarau, Fassnacht, wieder Aebischer – und dann der Assalé, zäck, drin!

231 Tage sind verstrichen. Und seither hagelte es Niederlagen, in Lugano, in Luzern, in Thun, was weiss ich wo überall. In Basel sogar zweimal hintereinander! Heute bin ich ein alter Mann, und ich denke mit etwas Wehmut an die Zeiten zurück, als unsere Young Boys in fremden Stadien noch unerschrocken, dominant, zweitkampfstark und effizient auftraten. Es war der Wahnsinn.

In der Meistersaison 2017/18 gab es gerade mal 3 Auswärtsniederlagen, in der darauffolgenden Spielzeit sogar nur 2. Jetzt sind wir schon bei 6, und die Saison ist noch lange nicht fertig. Wobei, vielleicht doch! Dieses Coronazeug gab es übrigens früher auch nicht. Wo ist eigentlich meine Schnabeltasse mit dem YB-Logo? Ich schaue mal im Aufenthaltsraum nach und warte dann aufs Zvieri. Tschou zäme.”

Anhaltende Auswärtsschwäche

Rrr am Samstag den 11. Juli 2020

YB erwacht in Basel zu spät.

2:3 verliert der Meister im Jakobpark, nach zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand. Erneut zeigten die Berner auswärts eine durchzogene Leistung. Immerhin war der Match gegen den FCB ein ziemliches Spektakel.

YB verpasste eine extrem frühe Führung – Fassnacht traf nach 36 Sekunden nur den Pfosten. Danach war der FCB die bessere, weil entschlossenere Mannschaft. Campos schönes Tor war der gerechte Lohn für die Basler.

Richtig in Fahrt kam die Partie nach der Pause. Weil YB komplett desorientiert vom Pausentee zurückkam, gelang Basel rasch zwei weitere Tore. Doch dann drehte der Meister auf und fand mit Treffern von Nsame und Fassnacht zurück ins nunmehr aufregende Spiel vor 1000 Nasen. Zu mehr reichte es leider nicht, zumal Sulejmani in der 95. Minute einen Foulpenalty leichtfertig verschoss.

Weiter gehts in der Super League vielleicht nicht mehr, und wenn doch, dann im Fall von YB am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Servette.

Blues in Bern

Rrr am Freitag den 10. Juli 2020

BREAKING NEWS: Swiss Football League droht Corona-Chaos – Spielabsagen bei FCZ und GC

Guillaume Hoarau hat Saisonende.

Der Franzose erlitt am Mittwoch gegen Thun einen Muskelbündelriss in der linken Wade und kann diese Saison nicht mehr spielen

Gute Besserung, lieber Gui. Und bis bald im Wankdorf.

Vier Tore für einen Dreier

Val der Ama am Mittwoch den 8. Juli 2020

YB isch, was jede weiss, im Stadion Wankdorf d’Nummer 1.

YB begann stark und dominierte das Spiel von Beginn an. Bereits nach ein paar Sekunden landete Fassnachts Kopfball nur knapp nicht im Tor. Ebenfalls erfolglos bleiben die Versuche von erneut Fassnacht, dann Bürgy, dann wieder Fassnacht und später aber auch Hoarau, bevor Aebischer in der 30. Minute nach schöner Trickeinlage von Ngamaleu alleine vor Faivre vergab.

Dann Tränen, weil ein paar Minuten später musste Hoarau verletzt (die Wade!) vom Platz. Für ihn kam Sulejmani und damit noch mehr Kreativität aber trotz weiter Chance um Chance musste der zu bedauernde Berichterstatter bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf ein Tor warten: Penalty Ngamaleu und endlich 1:0.

Kaum Halbzeit Zwei und schon wieder Elfmeter: Diesmal Sulejmani und also 2:0. Blöd zudem für Thun, dass Bandé wegen Gelbrot vom Platz musste. Der Rest? Einbahnfussball und dazu die Tore von Sulejmani (nach schöner Vorarbeit Elia) und zum Schluss noch Gaudino (wieder Elia).

YB bleibt im Stadion Wankdorf damit weiter ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 31.5.2000, damals gegen Winterthur (0:1). Wann und gegen wen weiter? Am Samstag, auswärts gegen den Tabellendritten.