Archiv für die Kategorie ‘Wohin man geht’

Interessante Bilder aus aller Welt (I)

Rrr am Montag den 11. Oktober 2021

Heute: Die U18 von Algerien.

Das anschliessende Testspiel gegen Frankreich verlor das Team mit 0:6.

Was macht eigentlich …

Rrr am Donnerstag den 7. Oktober 2021

… James Rodriguez?

Der Kolumbianer, der an der WM 2014 berühmt wurde und später sein Glück bei Real und den Bayern versuchte, ehe er bei Everton landete, wo er im Sommer das Coronavirus einfing, den Saisonstart verpasste und in der allgemeinen Irritation vergass, gegen wen sein Klub am nächsten Wochenende spielt (die Älteren im Publikum erinnern sich) – dieser James Rodriguez ist mit 30 Jahren in einem noch durchaus leistungsfähigen Fussballeralter, entschloss sich aber dennoch zum Wechsel ins Kicker-Altersheim in Katar, wo er bei Al-Rayyan anheuerte und guter Hoffnung ist, da schon bald erste Einsatzminuten zu bekommen, wobei er sich die Wartezeit im Fitnessraum verkürzt und dort gleich auch die neuen Mannschaftskollegen zum Essen eingeladen hat, natürlich mit dem katarischen Nationalgericht Machboos. Bon app!

Ballsicherer Bub

Herr Shearer am Freitag den 1. Oktober 2021

Das Runde Leder Scoutingteam auf Talentsuche in Ghana.

“Messi ist ja bald Geschichte, also ist es Zeit, sich auf die Suche nach dem nächsten Wunderkind zu machen. Eine heisse Spur führte uns kürzlich in die zweithöchste ghanaische Liga. Im Spiel zwischen dem Golden Kick FC und den Mobile Phone People ging es um den Aufstieg in die höchste Liga, dabei ist uns besonders die Nummer 2 des Heimteams aufgefallen. Dank seinem Ausgleichstor schaffte es Golden Kick in die Verlängerung und konnte danach das Penaltyschiessen für sich entscheiden. Und dieses Tor, das müssen Sie sich unbedingt anschauen:

Mizak Asante – so heisst der junge Mann – ist leider erst 15-jährig und darum konnten wir ihn nicht direkt nach Bern mitnehmen. Bis zur Volljährigkeit des Supertalents bitten wir Sie, dieses Video nicht zu teilen und diese Informationen diskret zu behandeln. Besten Dank!”

*** LIVEBLOG *** Atalanta-YB 1:0

Rrr am Mittwoch den 29. September 2021

Abpfiff! Keine Punkte für die Berner in Bergamo.

Atalanta siegte dank dem Tor von Matteo Pessina in der 68. Minute.

Geniessen Sie nun nochmals unseren Liveblog, der Sie durch den Tag führte.

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Ziemlich zügig am Ziel

Herr Winfried am Mittwoch den 29. September 2021

RL-LeserRandsportathlet Herr Röglic ist in Bergamo angekommen.

Heute Abend ist Sternenfussball und die Apérozeit hat bereits begonnen. Auch beim Auswärtsfahrer Herr Röglic, dessen Reise von Bern nach Bergamo nur gerade zwei Tage dauerte. Am Montagmorgen in Bern gestartet, ist er gestern Abend nach langem Kampf um 19 Uhr in Bergamo eingetroffen. Folgende Silben japste er ins Satellitentelefon:

«Um 7 Uhr durfte ich zum Frühstück im Feriendorf, dann ging es los die schattige und arschkalte Leventina hinunter. Schon früh am Tag wurden mir ideal gelegene Sanitäranlagen angeboten, keine Ahnung warum. Ich brauchte aber eher Stärkung und fand sie am Aufstieg zum Monte Ceneri. Es war keine leichte Aufgabe heute, die Route führte ab und an durch unwegsames Gelände. Zum Glück fand ich bald einen Wegweiser, der mich zum Stadion lotste. Jetzt esse ich mindestens eine Pizza, wahrscheinlich eher zwei. Over, und hopp YB.»

  • Navigationshilfe unterwegs: Röglics Richtung ist klar vorgegeben.

  • Toi Toi Toi, Herr Röglic!

  • Feld, Wald und Wiese.

  • Verpflegungsposten unterwegs, am Monte Ceneri.

  • Gut geklebert (III): Passhöhe des Monte Ceneri.

  • Neues Land, neue Währung. Herr Röglic bezieht €

  • Calcio gefunden, aber noch nicht der richtige. Fussiplatz in Sirone, Provinz Lecco.

  • Gelb-Schwarz ruft! Der Radler kommt dem Ziel näher.

  • Ortschaft des Tages.

  • Gleich wie in Bern: Auch in Bergamo wurden die Obi-Biber an den Stadtrand verdrängt.

  • Zielwasser für Herrn Röglic. Das Empfangskomitee serviert natürlich Moretti.

  • Die erste der beiden Pizzen. Und Bier.

Statistik des Tages: 185 km / 1672 hm

Ortschaft des Tages: Ambìer / Ambivere – Ortschaft in der Nähe von Bergamo, Provinz Bergamo. Mit der «Trattoria Visconti» und der Bar «Bello Isola delle Rose».

Kleber des Tages: YB-Logo mit Regenbogenfarben unterlegt. Klebt auf dem Monte Ceneri.

Soundtrack des Tages: 3WW von Alt-J

Mahlzeit des Tages: Pizza Burrata e Spinacci, gefolgt von Pizza Vegetariana – im Morso zu Bergamo. Anschliessend Tiramisú Cheesecake, weil Tiramisú ausverkauft war. Wobei, vielleicht auch die Cola-Dose vom Selecta-Automat am Bahnhof Mendrisio. Mindestens so wertvoll.

Empfangskomitee des Tages: Frau Tifosa (wo YB-Fan ist, versprochen!) und Herr Kadafi (wo mit dem ehemaligen libyischen Machthaber nichts zu tun hat, versprochen!).

Bilder: Herr Röglic / Frau Tifosa

Emissionsfrei im Europapokal

Herr Winfried am Dienstag den 28. September 2021

Viele Wege führen nach Bergamo.

Nur noch einmal schlafen, bis der BSC Young Boys als Tabellenführer der Gruppe F in Bergamo antritt. Die Auswärtsfahrer*innen benzinern den Gotthard hinunter oder sie nehmen den EuroCity. Oder aber sie bewegen sich komplett emissionsfrei per Velo, wie RL-Premiumleser Herr Röglic. Er ist gestern gestartet und wird uns fortan von seiner Reise berichten.

«Der Tag begann neblig um 7 Uhr morgens. Zuerst musste ich den Restalkohol vom Wochenende herausschwitzen, behutsam ging es der Aare entlang in Richtung Quelle. Irgendwann kam die Sonne, da musste ich am See pausieren und ein Käsesandwich essen. Das lag mir aber leider komisch auf dem Magen. Item, der Grimselpass war trotzdem gut und die Musik in den Ohren half gegen den Lärm der Blechkarosse. Oben auf dem Grimselpass habe ich zuerst alle Kleber vom Passschild geknübelt und dann sauber meine eigenen platziert; als gelernter Gestalter Werbetechnik EFZ weiss ich, wie das geht.

Beim Gommer-Träff in Ulrichen gab es zur Stärkung Pommes und Toast. Der Nufenenpass war nur noch Formsache. Zu klein war ich leider für das Passschild, das hing zu hoch. Letztlich bin ich gut in Quinto angekommen. Die Autobahn A2 ist kaum zu hören! Am Dienstag geht es weiter. Hier noch paar Bilder. LG»

  • Kaffee und Käsesandwiches: Bäckerei Feuz, Bönigen BE.

  • Pièce de résistance: der Grimselpass.

  • Gut geklebert: das Passschild dort, wo die Aare herkommt.

  • Gut geklebert (II): Passhöhe Nufenen.

  • Rastplatz 1: Feriendorf in Quinto TI

  • Blick hinunter ins Tal. Zwischen Quinto und Airolo ausnahmsweise kein Stau.

Zweirad des Tages: Cannondale Topstone Alu

Statistik des Tages: 179 km / 3’402 hm

Sanitäranlage des Tages: Gemeindeverwaltung Guttannen BE

Soundtrack des Tages: irgendwas von Imagine Dragons

Unterkunft des Tages: Villaggio di Vacanze, Quinto TI. Übernachtung inkl. Frühstück für 40.–

Auswärtssieg zum Apero

Rrr am Mittwoch den 22. September 2021

Die YB-Maschine läuft und läuft.

Beim 6:1 in Lausanne feierten die Young Boys den vierten Pflichtspielsieg in Serie. Die Berner dominierten das Spiel nach Belieben, die Tore schossen Garcia, Elia, Fassnacht (2), Siebatcheu und Kanga.

Transparent des Tages im Gästesektor. Was machen eigentlich die 300 mitgereisten YB-Fans beruflich?

Zahlen des Tages: 67 Prozent Ballbesitz für YB in Lausanne, 9:4 Schüsse aufs Tor. In den letzten vier Pflichtspielen hat YB 19 Tore erzielt.

Rückblick des Tages: YB feiert den ersten 6:1-Auswärtssieg in einem Meisterschaftsspiel seit 9. Oktober 1965 (damals bei GC). Den letzten Auswärtssieg mit fünf Toren Differenz gelang YB ebenfalls in Zürich, am 18. Juli 2020. (Statistik powered by Herr briger)

Young Boy des Tages: Wilfried Kanga mit seinem ersten Treffer in der Super League!

Weiter geht es am Samstag ab 18.00 Uhr mit dem nächsten Apero-Spiel, daheim gegen St. Gallen.

(Foto: Keystone)

Katalanischer Kracher

Rrr am Dienstag den 21. September 2021

In Cadaqués wurde gleich zu Beginn der Saison um die Trofeu Joan Canaleta gespielt.

Von unserem Sonderkorrespondenten Dr. Eichenberger

‪Was für eine Affiche! Die heimische Unió Esportiva Cadaqués duellierte sich mit dem Club Esportiu Llança um den schönen Pokal, gestiftet von einer gewissen Joan Canaleta. Höhepunkt und Lokalderby zugleich, liegt doch Llança nur einen Katzensprung nördlich von Cadaqués. Beide Teams spielen in der Tercera Division Catalana. Diese wurde vor zehn Jahren gegründet und in 17 (siebzehn!) Gruppen aufgeteilt. In Spanien entspricht dies der siebten Liga, aber Catalunya (dt: Katalonien, die Red.) gehört bekanntlich nicht zu Spanien. Hier sprechen sie auch nicht Spanisch, sondern eine Geheimsprache, die alle anderen nicht verstehen: Catala (Katalanisch, die Red.)

  • Nicht leicht zu finden: Das Stadion in Cadaqués.

    Nicht leicht zu finden: Das Stadion in Cadaqués.

  • Beste Wohnlage: Der Platz liegt mitten im Quartier.

    Beste Wohnlage: Der Platz liegt mitten im Quartier.

  • Schmucklose Architektur: Die Stadionbar.

    Schmucklose Architektur: Die Stadionbar.

  • Kümmerliches Angebot: Immerhin gibt es Bier vom Zapfhahn.

    Kümmerliches Angebot: Immerhin gibt es Bier vom Zapfhahn.

  • Geheimsprache: Wahrscheinlich eine Aufforderung ans Publikum, sich anständig zu benehmen.

    Geheimsprache: Wahrscheinlich eine Aufforderung ans Publikum, sich anständig zu benehmen.

  • Heimvorteil? Ein Spieler der Blauen testet den Kunstrasen.

    Heimvorteil? Ein Spieler der Blauen testet den Kunstrasen.

  • Tolle Trophäe: Um diesen Pokal wird gespielt.

    Tolle Trophäe: Um diesen Pokal wird gespielt.

  • Man kennt sich: Gruppenbild mit Anhang.

    Man kennt sich: Gruppenbild mit Anhang.

  • Auf gehts: Gelb-Rot hat Anstoss.

    Auf gehts: Gelb-Rot hat Anstoss.

  • Cupfight: Gekämpft wird mit vollem Einsatz.

    Cupfight: Gekämpft wird mit vollem Einsatz.

  • Chance versiebt: Dieser Schuss Spielers geht leider knapp daneben.

    Chance versiebt: Dieser Schuss Spielers geht leider knapp daneben.

  • Teufelskerl: Der blaue Torhüter pariert auch diesen Schuss.

    Teufelskerl: Der blaue Torhüter pariert auch diesen Schuss.

Das Spiel: Natürlich begrüsste der Stadionsprecher das Publikum auf Catala. Ich konnte seinen Ausführungen nicht folgen und verpasste es, mir die Namen der Spieler zu notieren. Auch erschloss es sich mir nicht, welches Team in Gelb-Rot und welches in Blau auflief. Ich beschloss spontan, die mit den gelb-rot gestreiften Leibchen zu unterstützen, diese sahen aus wie die katalanische Flagge. Aber ohalätz: Blau legte los wie die Feuerwehr, ging bald in Führung und schoss bis zur Halbzeit weitere Tore. Da verlor ich den Überblick, weil die digitale Anzeigetafel im Stadion nicht bedient wurde und neben mir keiner laut mitzählte – gut, verstanden hätte ich eh nichts.

Das Stadidon: Heimat der U.E. Cadaqués ist das Camp de Futbol Municipal mit einem schönen Kunstrasen. Leider haben es die Gemeindebehörden verpasst, das Stadion auf den Namen ihres berühmtesten Einwohners zu taufen: Salvador Dalí. Die kulturaffinen unter Ihnen heben jetzt den Daumen in die Höhe und rufen aus: «Das ist der Künstler mit dem lustigen Schnauz!» Sein Wohnhaus am Meer ist eine beliebte Tourismusattraktion, hier lebte und arbeitet Dalí …. aber das gehört jetzt nicht hierher.

Die Stimmung: Handgezählt neunundneunzig Personen verfolgten diese wichtige Partie ohne grosse Emotionen. Umso katalanischer ging es auf den Ersatzbänken zu und her, aber schauen Sie selbst:

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Dreiste Drohne

Val der Ama am Freitag den 3. September 2021

Schauen Sie ab und zu mal nach oben.

Sie haben dieses Nacht bestimmt das WM-Qualifikationsspiel zwischen Kanada und Honduras geschaut, aber haben vielleicht nicht mitbekommen, dass die Vorbereitung für Honduras alles andere als ideal war. Spionage! Honduras’ Trainer Fabián Coito brach am Dienstag eine Trainingseinheit ab, nachdem eine Drohne hoch über dem Spielfeld gesichtet worden war.

Kanadas Mannschaftskapitän John Herdman spielte die Spionagevorwürfe herunter: “Ich kann mir vorstellen, dass es in Kanada eine Menge Leute gibt, die Drohnen fliegen”, sagte er. “Und wenn ein grosses Team wie Honduras auftaucht, sind die Leute sicher daran interessiert.”

Drohnen sind in: Am Mittwochabend wurde der Anpfiff des WM-Qualifikationsspiels zwischen Österreich und Moldawien um fast eine halbe Stunde verschoben, als der Schiedsrichter eine Drohne entdeckte, die im Stadion über dem Spielfeld flog.

Derbe Darbietung im Darbi

Herr Winfried am Mittwoch den 1. September 2021

Mondäner Mittelklasse-Fussball statt Fünfte-Liga-Groundhopping!

Wiener*innen wissen, wie man es korrekt sagt. Sonntag war “Darbi” in Österreichs Hauptstadt, Austria gegen Rapid, aber das sagt keine*r wirklich so. Entweder ist man Violett oder Grün – wobei Letztere (also Rapid) in der Stadt klar das Sagen haben.

Diesmal war aber die Austria Gastgeberin. Vor der Dosengetränk-Ära bot das “Darbi” in Österreich oft auch die Kulisse für den Kampf um den Meistertitel – heuer sind beide eher mies gestartet. Violett gegen Grün, das hiess Letzter gegen Siebter. Tolle Aussichten!

  • 11'035 Zusehende wollten dabei sein. Kein phänomenaler Wert.

  • Begrüssung wie zuhause: HeRrr war auch in Wien.

  • Stärkung vor dem Spiel. Aus Sicherheitsgründen in der Innenstadt, nicht im Stadion.

  • DJ, für den sich keine*r interessiert. Spielt gerade David Guetta.

  • Die "Generali Arena" im 10. Bezirk. (bis 2010 Franz-Horr-Stadion)

  • Das "Darbi" war dem Austria-Ostblock eine Choreo wert.

Das Spiel endete 1:1. Im Rauchtopf-Pyro-Duell gewann Rapid nach Punkten, in Sachen Lautstärke behielt das Heimteam das bessere Ende für sich. Thorsten Schick (Fussballgott) kam bei Grün zur Pause rein, bei Violett spielte Marko Djuricin (neulich Absteiger mit GC) durch. Beide ohne Wirkung.

Randregionen-Faktor: gar nicht mal so tief. Wien ist zwar eine Millionenstadt. Die U-Bahn-Station heisst aber “Altes Landgut”.

Organisationsgrad der Fans: hoch. Ein dicklicher Mann mit Pullover-Aufschrift “Austria Wien Hooligans” sorgt vor dem Eingang für Einhalten der Kleiderordnung. Dies geht Hand in Hand mit einer Marketing-Offensive (“im Fanshop ist sonst grad sale auf alle Shirts”).

Kommerzialisierungsgrad: auch hoch. Flyer und Gratis-Müsterli wie am Bahnhof Bern, Gewinnspielfrequenz wie wenn Radio Energy von einem Festival sendet. Ausserdem seltsame Beschallung (siehe DJ-Foto).

Bier: “Schwechater Hopfenperle”, und leider nur dieses. Wässrig und uninteressant, keines Bildes wert.

Anteil Anti-Support: klar über 50 Prozent. Man wünscht sich gegenseitig sehr regelmässig den Tod, und noch ganz viel anderes.

Hütters Hinterlassenschaft

Rrr am Samstag den 14. August 2021

YB ist yberall. Auch in Frankfurt.

Das konnte der löbliche RL-Leser Herr Wankdorf B8 feststellen, als er neulich die Deutsche Bank Arena in Frankfurt besuchte.

Höhepunkt des Stadionrundgangs war selbstredend die Sitzschale mit dem YB-Kleber, wie uns Herr Wankdorf B8 verriet. “Vielleicht war das ein letzter Gruss von Adi Hütter, bevor er Frankfurt verliess.”

Wir wissen es nicht. Sicher ist aber, dass es sich auf dieser Schale besonders bequem sitzen lässt, wie das Funkbild rechts beweist.

Frankfurt startet heute (mit dem neuen Übungsleiter Oliver Glasner) in Dortmund in die Saison. Das erste Heimspiel in der Deutschen Bank Arena folgt am kommenden Samstag gegen Augsburg. Der legendäre YB-Trainer Adi Hütter begann sein hoffentlich segensreiches Wirken in Mönchengladbach gestern mit dem Auftaktspiel gegen Bayern München.

Wenn Sie die Bundesliga live am Fernsehen verfolgen möchten, können Sie das kostenpflichtig auf Sky tun (samstags mit deutschem Kommentar, freitags/Sonntags nur italienisch oder englisch). Und natürlich stets gratis beim russischen Ruckelstream.

Gelbschwarz im Gefängnis

Dr. Rüdisühli am Samstag den 7. August 2021

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Geehrter Dr. Rüdisühli, das Migros Magazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die US-Kleinstadt New Bern, quasi “das andere Bern”. Der Berner Fotograf Michael von Graffenried hat den Ort über 15 Jahre immer wieder besucht und das Buch Our Town veröffentlicht. Darin findet sich dieses bemerkenswerte Foto aus dem Gefängnis von New Bern. Geht man im anderen Bern nicht gelbschwarz ins Stadion, sondern gelbschwarz in den Knast? UAwg, Herr c., B.

Lieber Herr clamam, tatsächlich! Auf den ersten Blick wirkt es so, als werde in einem Berner Parelleluniversum gerade ein Fan von Vincent Sierro verhaftet. Wir haben das Bild unter die Lupe genommen und können nach umfassenden investigativen, fotoforenischen und sporthistorischen Abklärungen Entwarnung geben.

Zunächst können Sie unschwer feststellen, dass es sich nicht um ein YB-Trikot handelt. Das erkennen Sie an der Gestaltung der 8 und natürlich an der Beschaffenheit des textilen Materials. Ausserdem steht nicht “Sierro” über der Zahl, auch wenn der Text angeschnitten ist.

Das Poleyster-Meshgewebe mit den kleinen Ventilationslöchern führt uns zu des Rätsels Lösung. Es handelt sich um ein – natürlich ärmelloses – Vintage Fan Jersey von Kobe Bryant, der US-Basketballlegende der Los Angeles Lakers. In den Tiefen des Internets fanden wir das Teil. Nun gut, hier in Gold-Lila, aber Schwarz ist definitiv auch eine der Vereinsfarben.

Verstärkt wird der YB-Effekt durch den schwarzen Pullover mit den halblangen Ärmeln, die der Häftling offenkundig unter dem Bryant-Jersey trägt. Hoffen wir, dass er nicht allzu lange hinter Schweizer, äh, schwedischen Gardinen, also im US-Gefängnis schmoren muss, denn irgendwie ist er ja vielleicht doch einer von uns. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli