Archiv für die Kategorie ‘Volltreffer’

Superfund siegt verdient

Herr Noz am Montag den 12. September 2005

Unsere begehrte Auszeichnung “Tor der Woche” geht heute an Yüksel Sariyar vom FC Superfund Pasching.

Im hart umkämpften Spiel gegen Liebherr GAK zog Sariyar in der 75. Minute aus rund 19 Metern ab und erzielte dieses herrliche Tor. GAK vermochte nicht mehr zu reagieren, so dass Superfund nun hinter Austria Magna den zweiten Rang der T-Mobile Bundesliga belegt.


Keine Chance für Tormann Schranz: 1-0 für Superfund Pasching. Torschütze Sariyar. Minute 75.

„Allô, ici Jacques Chirac!“

Frau B am Montag den 12. September 2005

Die französische Nationalmannschaft kroch einem Komödianten auf den Leim, der sich als Präsident Chirac ausgab.

Stimmenimitator Gerald Dahan hatte keine Probleme, sich am letzten Dienstag mit Trainer Raymond Domenech im Teamhotel verbinden zu lassen. Anschliessend sprach er mit Zinedine Zidane. ‚Chirac’ wünschte, dass das Team beim Spiel am Mittwoch gegen die Iren während des Abspielens der französischen Nationalhymne die Hand aufs Herz legte. Domenech und Zidane stimmten unverzüglich zu, und so geschah es in Dublin dann auch.

Am Donnerstag wurde der Streich enthüllt und das Telefongespräch über einen Radiosender ausgestrahlt. Domenech machte gute Miene zum bösen Spiel: „Es war eine schöne Demonstration von Einheit und Solidarität und wir hätten auch selbst darauf kommen können. Dass wir von jemanden hereingelegt wurden, müssen wir akzeptieren.“

Torhüter Gregory Coupet hingegen war erzürnt: „Es ist ein Skandal. Ich finde es überhaupt nicht lustig, sich mit dem Präsidenten und dem Nationalteam einen solchen Scherz zu erlauben.“

Echte Männer

Rrr am Freitag den 9. September 2005

Es folgt eine Verlautbarung ausserhalb des redaktionellen Dienstes, verfasst von Frau Sirena, einer lieben Freundin von Weblog-Autor Herr Rrronaldo. Ich danke Ihnen.

“Endlich, heute beginnt die Meisterschaft der echten Männer !

Die Meisterschaft ohne theatralisches Auf-dem-Rasen-Gewälze bei der leisesten Berührung durch den Gegner.

Die Meisterschaft ohne übertriebener Torjubel, bei dem sich die Spieler schon vor Ende der Spielzeit ihres Leibchen entledigen.

Die Meisterschaft, in der Frauen nicht wegen haarigen Männerbeinen ins Stadion pilgern (müssen) sondern sich ihre Lieblinge daheim halbnackt an die Wand hängen können.

Die Meisterschaft, in der es neben dem Berner- auch noch das Zähringer-, das Zürcher-, das Tessiner- und das Westschweizerderby gibt.

Die Meisterschaft, die immer bis zum allerletzten Spiel spannend bleibt.

Die Meisterschaft, die keinen Winterschlaf kennt.

Die Meisterschaft, die auf orange Bälle verzichten kann.

Die Meisterschaft, in der Basel eine marginale Rolle spielen wird.

Die Meisterschaft, in der Spieler in der Nationalmannschaft auch mal feiern können.”

Das Runde Leder freut sich mit Frau Sirena und ermuntert seine Leser, auch einmal ein Eishockey-Spiel zu besuchen.

Gelungener Einstand

Dr. Eichenberger am Dienstag den 6. September 2005

Erfreuliche Nachricht aus dem Land der Beuteltiere: Der frühere österreichische Natispieler Richard Kitzbichler hat in der australischen Meisterschaft sein erstes Saisontor erzielt!

Der Tiroler in den Diensten von Melbourne Victory traf in der zweiten Runde zuhause beim 2:2 gegen Perth Glory in der elften Minute zur 1:0-Führung der Hausherren. Vor 17’960 Zuschauern im Olympic Park drehten die Gäste danach mit zwei Toren den Spiess um, doch ein Elfmeter von Kevin Muscat in der 86. Minute rettete Victory zumindest noch ein Remis. Kitzbichler wurde dann leider in der 74. Minute ausgewechselt. Er wechselte im Sommer von Austria Magna in die «A-League» nach Australien (das Runde Leder berichtete). Beim Eröffnungsspiel in Sydney war der Österreicher nur Ersatz. Das Spiel endete 1:1.

Der unsichtbare Ball

Rrr am Montag den 5. September 2005

Erich Burgener ist stocksauer.

“Eine Riesenfrechheit, dass die Medien von einem Zubi-Flop sprechen”, ereifert sich der Goalie-Trainer der Nationalmannschaft. “Ich habe die Bilder fünfmal gesehen und analysiert, Zubi konnte den Ball gar nicht kommen sehen.”

Wir haben die Bilder auch fünfmal angeschaut und haben die leise Befürchtung, dass uns da irgend jemand verarschen will.

Mattersburg überrascht

Herr Noz am Montag den 22. August 2005

Die Burgenländer besiegen Meister Rapid.

Der österreichische Meister Rapid Wien hat am Samstagabend die Generalprobe für das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation bestritten. Drei Tage vor dem Auswärtsmatch gegen Lokomotive Moskau erlitten die Hütteldorfer vor 13.200 Zuschauern im Hanappi-Stadion gegen den SV Bauwelt Koch Mattersburg eine peinliche 1:2-Niederlage.

Rapids Tormann Helge Payer kommentierte die Schlappe selbstkritisch: “Nach dem Wechsel ist uns das 1:0 aus einer Standardsituation geglückt, und normalerweise muß man von einem regierenden Meister verlangen können, eine Heimführung über die Zeit zu bringen wenn es spielerisch nicht so läuft. An diesem Abend waren wir aber nicht intelligent genug, und mußten so die zweite Heimniederlage in dieser Saison einstecken.”


Naumoski (*) zieht ab. Keine Chance für Torsteher Payer.

Sternstunde in Genf

Rrr am Freitag den 19. August 2005

Das Stade de Geneve, normalerweise Heimstätte eines serbelnden 1.Liga-Klubs, erlebt eine Sternstunde: Am 12. November spielt dort Argentinien gegen England.

Das gab der argentinische Verband AFA heute bekannt. Die beiden Nationen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten diverse Duelle geliefert, so 1986 an der WM in Mexiko, 2002 in Asien, oder auch 1982 beim Streit um die Malvinas-Inseln.

Gelernt ist gelernt

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 14. August 2005

Der Sonderkorrespondent des Runden Leders, Dr. Eichenberger, übermittelt uns soeben eindrückliche Bilder vom Spiel Lugano – Milan. Wir bitten um Nachsicht für die Verspätung: Der Doktor fiel nach dem grossartigen 7:0 Sieg der Rossoneri gegen das starke Lugano in ein mehrtägiges Delirium. Ich habe ihn zum Ausnüchtern in eine Spezialklinik gesteckt und wünsche ihm an dieser Stelle: gute Besserung.

Rui Costa schaut und flankt (1). Die Lugano-Abwehr will die Offside-Falle stellen, vergisst aber Altmeister Christian Vieri (Pfeil, 2). Dieser stoppt den Ball magistral mit der Brust (3) und: Rete!! (4). Gelernt ist gelernt.
(Bilder: Dr. E, Montage: Rrrr)

Grosse Fan-Aktion

Rrr am Donnerstag den 11. August 2005

Alle freuen sich mit dem FC Thun! Das “Runde Leder” startet die grosse Fan-Aktion.

Kaufen auch Sie bei uns exklusiv das trendige Fan-Shirt für nur 60 Franken und unterstützen Sie damit den FCT. Denn von jedem verkauften Trikot überweisen wir 5 Franken an die Junioren-Abteilung des FC Thun. Bestellen Sie jetzt!

Dumm gelaufen

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 27. Juli 2005

Im Extrazug zum Stade de Suisse? Gute Idee! Aber leider nicht möglich.

Wenn Tausende Basler (oder Zürcher) Fans in Extrazügen ins Wankdorf pilgern, wird ihr Zug nicht an der S-Bahn-Station Wankdorf anhalten, sondern im … Hauptbahnhof. Dort müssen die Fans in einen S-Bahn-Zug umsteigen und wieder retour bis Wankdorf fahren.

Grund: Die Station Wankdorf ist stark belastet, wie SBB-Sprecher Roland Binz gegenüber dem “Runden Leder” sagte. Täglich fahren hier rund 1000 Züge durch, davon halten 270 im Wankdorf an. Da sind die Zeitfenster für Extrazüge zu eng.

Ausserdem sind die Perrons bloss 220 Meter lang – zu kurz für Extrazüge. Hätte man die Perrons extrazug-gerecht gebaut, hätte dies laut Experten einen zusätzlichen Betrag im zweistelligen Millionenbereich gekostet.

Für die verblüffende Planung ist übrigens nicht die SBB zuständig, sondern der Kanton Bern, der beim Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf federführend ist.

Der Hauptbahnhof freut sich sicher sehr, dass er auch in Zukunft von den Fussballfreunden aus Basel aufgesucht wird. Und die Stadtpolizei auch.

Ein Titel für Tottenham

Frau B am Dienstag den 26. Juli 2005

Die neue Saison fängt gut an für die Spurs: Sie gewinnen in Seoul den Peace Cup.

Robbie Keane führte Tottenham Hotspur zum Titel. Er schoss beide Tore zum 2:1-Sieg gegen den französischen Meister Lyon bereits in der ersten Halbzeit. Gerard Houllier’s Truppe verkürzte kurz vor Schluss noch auf 2:1, konnte das Blatt aber nicht mehr wenden.

Der Peace Cup ist eine leicht seltsame Angelegenheit, denn er wird von der ‚Sun Moon Soccer Foundation’ organisiert, die von Reverend Sun Myung Moon gegründet wurde. Moon ist der Kopf der ‚Unification Church’, einer Sekte, deren Anhänger unter dem Namen ‚Moonies’ bekannt sind. Moon wurde 1995 die Einreise nach Grossbritannien gerichtlich untersagt, da seine Kirche nachweislich Gehirnwäsche anwandte und Familien spaltete.

Ein Sprecher von Tottenham verteidigte die Teilnahme seines Clubs am Turnier: „Der Peace Cup 2005 ist von der FIFA und der koreanischen FA anerkannt. Der Club ist voll und ganz zufrieden mit der professionellen Organisation des Turniers.“

"Er will nach vorne peitschen"

Frans am Montag den 25. Juli 2005

Giovanni Trapattoni hat in Stuttgart grosse Mühe, seine Fussballphilsophie anzuwenden.

Giovanni klagt Kicker Online sein Leid im Schwabenland:

“Die Spieler hatten Angst”, meint Trapattoni, was “ganz und gar nicht meine Mentalität ist”. Dabei hatte er versucht, “sie immer wieder nach vorne zu schicken. Aber sie waren sehr zurückhaltend”.

Nur Mut, lieber Giovanni, wir leiden mit Dir. Möge es Dir gelingen, Deine ängstlichen Stuttgarter innert nützlicher Frist auf furchtlosen Angriffsfussball italienischer Prägung umzustellen.