Archiv für die Kategorie ‘Unsere Helden’

Weiss gibt heiss

Rrr am Montag den 11. Januar 2021

Fitnesstraining der unfreiwilligen Art für Getafes Spieler.

Spanien versinkt derzeit im Schnee. Ein Mannschaftsbus ist da rasch mal überfordert. Deshalb schickte die Liga Uber-Taxis zum FC Getafe, um das Team zum Flughafen zu bringen.

Dummerweise handelte es sich um Fahrzeuge ohne Winterreifen. Auf unserem Bild sehen Sie Verteidiger Cabaco und Flügelstürmer Portillo beim Anschieben eines nur bedingt wintertauglichen Uber-Gefährts. Hoffentlich reicht die Kondition noch, um heute abend beim Spiel in Elche zu bestehen.

Auch andere Teams hatten ihre Schwierigkeiten mit der weissen Pracht. Real Madrid zum Beispiel, das am Samstag im Schneetreiben bloss 0:0 bei Osasuna spielte. Schlimmer noch: Die Königlichen sassen tagelang in Pamplona fest, weil der Flugverkehr im Baskenland eingestellt war. Erst heute konnten sie abreisen – direkt nach Malaga zum Supercup. In Andalusien ist es tagsüber gemütliche 13 Grad warm.

Das (im Umbau befindliche) Bernabeu in Madrid ist derweil ganz in Weiss getaucht.

Provokation für Panathinaikos

Briger am Montag den 11. Januar 2021

Didier Lamkel Zé schreibt die nächste Episode im Kapitel “Fussballer, die unbedingt und gerade jetzt den Verein wechseln möchten.”

Der Kameruner ist nicht der erste (und wohl auch nicht der letzte), der unbedingt seinen Abgang provozieren möchte. Es gibt die Geschichten von streikenden Fussballspielern, die nicht mehr zum Training erscheinen (z.B. Dembélé, Neymar, Nsame) oder natürlich der legendäre Auftritt von Peter Odemwingie, der 2013 am Deadline-Day kurzerhand von Birmingham nach London fuhr, um sich gleich selbst bei den Queens Park Rangers anzubieten. Der Transfer scheiterte dasmals zwar, immerhin entstand daraus ein toller Fan-Song:

Hey, my name is Peter
Odemwingie
i’m in your car park
so sign me maybe.

Nun aber zurück zu Didier Lamkel Zé, der 24-jährige Kameruner, ausgebildet bei Lille und seit 2018 bei Royal Antwerp unter Vertrag möchte gerne zu Panathinaikos wechseln. Dort ist mit László Bölöni seit zwei Monaten der Mann trainer, der Lamkel Zé nach Belgien holte. Um der ganzen Forderung Nachdruck zu verleihen, erschien er am letzten Montag im Shirt von Rivale RSC Anderlecht auf dem Gelände des Clubs, ihm wurde aber der Zutritt verweigert.

Bilder via @Copa90

Auf Instagram drohte er daraufhin, am Dienstag im Shirt von Stadtrivale K Beerschot VA aufzutauchen. Doch dazu kam es nicht. Auf den Social-Media-Kanälen des Clubs entschuldigte sich Lamkel Zé: “Ich möchte mich beim Club und den Fans von Antwerpen entschuldigen. Sie sind grossartig und wunderbar. Ich habe mich so verhalten, weil mein Kopf an einem anderen Ort war. Es war nicht einfach für mich. Ich möchte mich wirklich, wirklich entschuldigen für diese Geste.”

Bei der 0:3-Niederlage in Mechelen stand Lamkel Zé wie immer seit Oktober nicht im Kader von Royal Antwerp. Auch bei Panathinaikos hat er Stand Sonntagabend nicht unterschrieben.

Attraktive Aussicht

Rrr am Sonntag den 10. Januar 2021

Das Geisterspiel vor Ort geniessen? Kein Problem.

Zwei Fans des englischen Sechstligisten Chorley besorgten sich einen Lastwagen mit Teleskop-Hebebühne und konnten so einen historischen Triumph miterleben – den 2:0-Heimsieg ihrer Amateurtruppe im FA-Cup gegen das (coronageschwächte) Derby County aus der zweithöchsten Liga.

Damit ist Chorley erstmals in der 138-jährigen Klubgeschichte in der Runde der letzten 32.

Chorley hat in dieser Saison bereits so viele Cupspiele gewonnen wie zuvor in der ganzen Vereinsgeschichte: Drei. Und jedes Mal singen die Spieler danach in der Garderobe das eigentlich sehr traurige Someone Like You von Adele in einer absolut hinreissenden Version.

Wenn auch Sie wieder mal YB live geniessen möchten: Hier finden Sie sicher etwas Passendes, natürlich auch in den korrekten Farben.

1000 Mal Maldini

Val der Ama am Donnerstag den 7. Januar 2021

Machen Sie das mal bitte nach.

2918 Spiele hat Milan in der Serie absolviert, bei jedem dritten war ein Maldini mit dabei. 7 Mal konnte Milan die Champions League gewinnen, 6 Mal hat ein Maldini mitgespielt. Milan ist 122 Jahre alt, 37 Jahre davon mit einem Maldini im Kader der ersten Mannschaft.

Und gestern, anlässlich der Niederlage gegen Juventus (1:3), da wurde in der 81. Minute Daniel Maldini eingewechselt und damit die Tonne vollgemacht. Stand heute kommen Paolo (647), Cesare (347) und Daniel (6) auf insgesamt 1000 Spiele für Milan.

Unser Herr Maldini, übrigens, steht bei 436 Beiträgen hier – auch nicht schlecht.

(Bild: @OptaPaolo)

Fussball in Nicht-Fussball-Büchern

Briger am Montag den 4. Januar 2021

Heute: Italien.

András Kuttik, 1932/33. Foto via wikimedia.

“Gehen Sie ruhig, Lardi, Ihre Frau wird unruhig”, hörte Zappacosta den Direktor sagen.
“Nein, wir bringen das jetzt zu Ende”, entgegnete Franco Lardi, “noch zwanzig Scheine.”
Was für Scheine?, fragte sich Zappacosta.
“Zwanzig Scheine!”
“Eine gute Woche.”
“Dem Ungarn sei Dank.”
“Ob alle Osteuropäer so geschickt sind?”
“Der Ungar ist ein Genie. Genies sind immer Ausnahmen.”
Ah! Die beiden sprachen von Wettscheinen. Der Ungar war der neue Trainer des AC Bari, dank ihm spielte der Verein in der Serie A, anders als die Leccesen, die in der Serie B festhingen, ein Trauerspiel. Was aber hatten Wettscheine in einer Bank zu suchen?

(aus: Zora del Buono “Die Marschallin” C.H. Beck, 2020)

Mit dem Hinweis auf das Jahr, des Dialogs, 1948, wird Ihnen natürlich nun klar, dass es sich beim “Ungar” nur um András Kuttik handeln kann und zwar bei seinem vierten Auftritt als Trainer in Bari. Bereits 1935/36, 1939/40, 1941/42 und dann von 1946-1948 war Kuttik Übungsleiter in Apulien. (Je nach Quelle hatte er sogar sechs Auftritte, denn zwischen 1946 und 48 gab es offenbar noch andere Trainer, die sich versuchen durften). Der gebürtige Budapester, der 1970 in Agno im Tessin verstarb, war übrigens nicht der einzige Ungar der an der Seitenlinie in Bari stand. Zwischen 1928 und 1950 versuchte sich nicht weniger als 21 x ein ungarischer Trainer (die meisten mehrfach). Zwischen 1928 und dem 10. Spieltag der Saison 1939/40 trainierte immer ein Trainer aus Österreich oder Ungarn den aktuellen Serie C-Club. Nach dem Abgang von György Sárosi 1950 trainierten nur noch vier nicht italienische Trainer den Mitropacupsieger von 1990. Das es sich dabei um die Argentinier Luis Carniglia (9.-34. Spieltag, 1960/61, Hugo Lamanna (35. Spieltag, 1964/65- 26. Spieltag, 1965-66), den Polen Zbigniew Boniek (6.-34. Spieltag, 1991/92) und den Brasilianer Sebastião Lazaroni (1.-18. Spieltag 1992/93) handelte, wussten Sie bestimmt. Auf Lazaroni folgte ein gewisser Giuseppe Materazzi, dessen Sohn Ihnen ein Begriff sein wird.

Tipptoppe Tipper

Herr Maldini am Donnerstag den 17. Dezember 2020

Wir haben einen Gewinner!

Also eigentlich sind es zwei. Sie erinnern sich vielleicht: Gestern wollte das Runde Leder von Ihnen wissen, wie oft im Buch “Guillaume Hoarau – Bern im Sturm erobert” das Wort Zigarette vorkommt. Die richtige Antwort lautet: Dreimal.

Raucher sind Sieger. Bildausschnitt: Keystone.

Und wenn ihm danach nach einer Zigarette war, so rauchte er halt auf der Strasse vor dem Restaurant. (S. 94)

H0arau ist in den Tagen zuvor mal wieder mit Zigarette gesichtet worden, es gibt schlechte Presse und offenbar Fans, die sich gemeldet haben. (S. 116)

Dass sein Zigarettenkonsum ein Thema in der Öffentlichkeit ist, hat ihn immer erstaunt. (S. 180)

Bei den beiden löblichen Lesern, die richtig lagen, handelt es sich um Herr Dienstbier und Herr oder Frau Wankdorf B8. Herzliche Gratulation! Melden Sie sich bitte mit Ihren Kontaktangaben unter herr [punkt] maldini [at] gmail [punkt] com.

Sie gingen leider leer aus? Erwerben Sie das fantastische Werk im weltweiten Internet oder im Stauffacher, dem Bücherladen ihres Herzens (dort im Onlineshop leider nicht verfügbar).

Quietschfideles Quiz

Herr Maldini am Mittwoch den 16. Dezember 2020

Kurzzeitig zurück: Das Rundes-Leder-Mittwochmittagsquiz.

Ältere Leserinnen und Leser erinnern sich: Der Fussballer Guillaume Hoarau, stammend aus La Réunion und wohnhaft im Rhonetal, war während der goldenen 10er-Jahre des BSC Young Boys eine prägende Figur des Clubs. Mit drei Meistertiteln, einem Cupsieg und vielen schönen Erinnerungen hinterliess er in Bern tiefe Spuren.

Der Journalist und Autor Moritz Marthaler begleitete Hoarau durch sein letztes Jahr bei YB und zeichnete seinen Weg nach. Daraus entstand das Buch “Guillaume Hoarau – Bern im Sturm erobert”.

Gewinnen Sie das Werk hier und jetzt, indem Sie folgende Frage beantworten:

Wie oft kommt im Buch “Guillaume Hoarau – Bern im Sturm erobert” das Wort Zigarette vor?

Schreiben Sie die korrekte Zahl in die Kommentare. Bei mehreren korrekt eingegangenen Antworten entscheidet das Los. Einsendeschluss ist heute Mittwoch, 16. Dezember 2020 um 18 Uhr.

Aktuell weilt Herr Hoarau übrigens in Sion. Er erhält demnächst einen neuen Übungsleiter, was wiederum zu gewissen Unstimmigkeiten führen wird, so dass er seinen Vertrag noch im Frühling frühzeitig auflösen wird (nicht ganz freiwillig, aber es hatte ihm sowieso zu viel Nebel). Im Mai, nach Ablauf der Spielzeit 2020/21, wird er bei den Young Boys als neuer Juniorenstürmertrainer vorgestellt und Botschafter des Clubs. Aufgrund seines Abstechers nach Sion hat er noch während Wochen ein schlechtes Gewissen.

Abrupter Abgang

Herr Maldini am Dienstag den 15. Dezember 2020

Wir schreiben einen kühlen Novemberabend im Jahr 2003.

Aber beginnen wir von vorn. Herr Maldini hatte seine Liebe für die Young Boys an irgendeinem trümmligen Nati-B-Spiel im alten Wankdorfstadion entdeckt. Die Erinnerungen sind verschwommen, der Gegner hiess wohl Thun, aber das ist Egal – die Gefühle waren noch nicht sehr stark.

Richtig ernst wurde es erst später im Stadion Neufeld, da, wo YB ein zu Hause fand – der Gems-Schal mit diesem Spruch drauf wird bis heute feinsäuberlich aufbewahrt. Ein Spiel blieb dabei besonders in Erinnerung: YB gegen Servette am Sonntag, 23. November 2003. Für YB ging es darum, “den zweiten Tabellenplatz abzusichern, Trainer Hanspeter Zaugg verlangte von seinem Team ‘jetzt noch einen Endspurt'”, wie die Zeitung “Der Bund” schrieb.

YB gegen Servette war aber auch das Abschiedsspiel des grossen Joël Descloux, es ging einfach nicht mehr – die Hüfte! Die Nr. 11 der Young Boys gab am Vortag noch ein grosses Interview, so richtig emotional wurde es aber erst gegen Schluss des Spiels an jenem Sonntag, wie “Der Bund” berichtete:

BZ-Titelseite vom 24. November 2003.

Vor, während und nach der Partie spielten sich auf dem Neufeld ergreifende Szenen ab – mit Joël Descloux in der Hauptrolle. Der YB-Spieler, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten muss, wurde stilvoll verabschiedet. In der Nachspielzeit wurde der Freiburger gar noch eingewechselt und verzeichnete einige Ballkontakte.

Auf dem Feld gab es anschliessend Tränen bei und Blumen für Descloux (zumindest in der maldinischen Erinnerung) – Momente, die die starken Gefühle für YB bekräftigten. Das ging – mit einigen Auf und Abs – bis Anfang 2020 so.

Aktuell ist es schwierig, es gibt da Leute, die nicht möchten, dass sich Maldini und YB regelmässig treffen.

Wunderbarer Weltpokal

Herr Shearer am Mittwoch den 2. Dezember 2020

Advent, Advent, Chappi rennt!

2. Dezember 1997, Nationalstadion in Tokyo. Champions League-Sieger Borussia Dortmund trifft im Finale des Intercontinental Cups auf Cruzeiro Belo Horizonte aus Brasilien, ihrerseits Titelträger der Copa Libertadores. Dem BVB kam dieses Spiel alles andere als gelegen; nach dem Titelgewinn hatten die Schwarz-Gelben Mühe, in der Meisterschaft den Tritt zu finden. Auf dem 11. Platz liegend, hatte das Team von Nevio Scala wohl kaum grosse Lust, die lange Reise nach Japan anzutreten. Das merkte man gleich nach Anpfiff:  die Brasilianer nahmen das Heft in die Hand und erspielten sich mehrere gute Chancen. Mit der Zeit kamen auch die Borussen ins Spiel und gingen in der 34. Minute durch Michael Zorc – inzwischen Sportdirektor in Dortmund – in Führung. Heiko Herrlich, jetzt Trainer in Augsburg, sicherte mit dem zweiten und letzten Treffer der Partie den Weltpokal für den BVB und sorgte für einen doch noch gelungenen Betriebsausflug nach Fernost. Beim BVB spielte übrigens über die ganze Länge auch Stéphane Chapuisat mit. Beachten Sie ebenfalls die Aufstellung von Cruzeiro, in der sie durchaus auch einige bekannte Namen erspähen können, etwa Dida im Kasten und Bebeto im Sturm.

Sie sitzen im Homeoffice? Perfekt, dann verpuffen Sie doch schnell zehn Minuten Arbeitszeit und geniessen Sie die Höhepunkte dieser Begegnung auf Zelluloid.

Wo wir es gerade von Jahrestagen haben – heute vor genau zehn Jahren gab die FIFA die Austragungsorte der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bekannt. Wie die Zeit doch rennt…

Adios, Dios

Rrr am Mittwoch den 25. November 2020

Diego Armando Maradona ist mit 60 Jahren verstorben.

Bevor sie fragen: Der Trauerflor ist obligatorisch.

Der Fussballgott gab übrigens auch mehrmals dem Kanton Bern die Ehre. So 1990, als sich Argentinien im Berner Oberland auf die WM vorbereitete (Hotel in Merligen, Trainings im Thuner Lachen) und in einem Testspiel gegen die Schweiz antrat. Maradona vor 22’000 Zuschauern im Wankdorf! Am 8. Mai 1990, Sie erinnern sich.

1996 kam er nochmals im Kanton Bern vorbei, als er sein Kokainproblem von der Psychiatrischen Klinik Bellelay im Berner Jura behandeln liess.

Gute Reise, Dieguito.

Löblicher Lesezirkel

Herr Shearer am Donnerstag den 19. November 2020

Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein.

Foto: Premier Sports Network

Das weiss auch Marcus Rashford. Manchester Uniteds Stürmer ist schon im Frühjahr aufgefallen, als er seinen Prominenten-Status dafür einsetzte, dass die britische Regierung auch während der Schulschliessungen im ersten Lockdown das Schulessen für Kinder aus einkommensschwachen Familien weiter bezahlen mussten. Die Tory-Regierung hätte gerne etwas Geld gespart, machte die Rechnung aber ohne Rashford, der selber aus sehr einfachen Verhältnissen stammt.

Lesen und schreiben können, das ist aber auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Darum engagiert sich der Stürmer nun auch dafür, dass alle Kinder Zugang zu Literatur erhalten. Dafür hat er sich mit dem Macmillan-Verlag zusammengetan. Dort soll demnächst auch ein tolles Motivationsbuch, gespickt mit Ratschlägen aus Rashfords noch jungem Leben, herauskommen. So sollen Kinder aus allen sozio-ökonomischen Bereichen zum Lesen animiert werden. “Ich habe erst mit 17 Jahren mit Lesen angefangen, und es hat meinen Horizont und meine Mentalität verändert”, so Rashford. “Ich wünschte mir, ich hätte mich schon als Kind damit beschäftigt, aber meine Eltern hatten kein Geld für Bücher übrig, sie mussten vor allem das Essen auf den Tisch bringen”.

Die meisten Redaktöre dieses Fachforums haben natürlich sämtliche Bezahl-Sportsender abonniert und deswegen seit Jahren weder Zeit noch Grund, zu einem Buch zu greifen. Eigentlich schade. Übrigens: vom Werk, wo Sie oben auf dem Foto sehen, sagt auch Alan Shearer, dass es “sehr, sehr gut” sei. Und der war ja auch ein Super-Fussballer und muss das also wissen.

Zufriedene Zwergstaatenvertreter

Briger am Montag den 16. November 2020

San Marino im Glück.

Screenshot Twittervideo

Nach einem 0:0 in Vaduz im Oktober erreichten die Kicker aus dem Kleinstaat am Samstag in Seravalle gegen Gibraltar erneut ein 0:0. Zum ersten Mal in der 34-jährigen Länderspielgeschichte schaffte es San Marion somit in zwei Pflichtspielen hintereinander ohne Niederlage vom Platz zu gehen, am Samstag sogar trotz langer Unterzahl, Verteidiger Simoncini wurde in der 49. Minute zum Duschen geschickt.

Bei 720 Gegentoren in 170 Länderspielen eine beachtliche Leistung, auch wenn das Testspiel gegen Lettland letzte Woche mit 0:3 verloren ging, war die Freude ob der Leistung in der Nations League bei den Spielern des drittkleinsten europäischen Landes gross. Der gebürtige Argentinier, Dante Rossi, der am 5. September sein Debüt für das Heimatland seines Urgrossvaters gab, sagte mit Tränen in den Augen dem Reporter von San Marino RTV:

Meine Familie ist glücklich, meine Frau auch. Danke an meine Mitspieler und den Staff. Ich widme dieses 0:0 dem ganzen Land, welches klein ist, aber ein grosses Herz hat, meiner Familie, meiner Frau und meinen Kollegen.”

Eine Übersicht über sämtliche Länderspiele San Marinos finden Sie hier. Wir sind sicher, irgendwann werden die Titani dem Sieg gegen Liechtenstein vom 28. April 2004 einen zweiten folgen lassen.