Archiv für die Kategorie ‘Süper League’

Die Tabelle auf die Schnelle (3)

Rrr am Montag den 19. Oktober 2020

Überraschungen kommen oft unerwartet, sagt Herr Rrr.

Das gilt auch und gerade für die Super League.

Meisterrennen. Der Konkurrenz bleibt die Spucke weg: St. Gallen immer noch ganz oben! Da görtelt der innere Zeidler wie weiland Hüppis Susi.

Erste Verfolger. Doch auch für YB gibt es noch Hoffnung: Wenn die Berner weiterhin jedes Heimspiel gewinnen und auswärts stets Unentschieden spielen, beenden sie die Saison mit 72 Punkten. Das hätte letzte Saison zum Titel gereicht. Das Prinzip gilt natürlich auch für Lausanne.

Mittelfeld. Der FC Basel feierte unter der Woche ausgiebig den Titel des Transfermeisters. Jetzt kommt für ihn eine ruhigere Phase. Servette hat wie Vaduz schon die drei Besten der letzten Saison und damit das Gröbste hinter sich, Sion wie immer vor sich. Luzern kann einfach nicht gewinnen – vielleicht klappt’s nächsten Sonntag?

Abstiegskampf. Die Tabelle ist irreführend. Hätte der FCZ gestern gespielt, würde er vielleicht gewonnen haben und läge dann schon kurz vor den Europacup-Plätzen.

So viel für heute, in einer Woche schauen wir weiter.

Immer am Montag:
ZWISCHENSTAND RL-TOTO

1. dres, 35; 2. gavagai, 34; 3. Dr_Wu, Tippsieger, 33; 17. SwissFootyBot, 27; 40. Herr der Ama, 23; 52. Herr Rrr, 21; 53. Herr Maldini, 21; 58. Herr Briger, 20; 76. Herr Shearer, 17; 96. Herr Winfried, 7;  TipperIn der Runde: gavgai, Herr Rrr.

Die Tabelle auf die Schnelle (2)

Rrr am Montag den 5. Oktober 2020

Die Spreu trennt sich vom Weizen, sagt Herr Rrr.

Und der muss es wissen, sein Grossvater war Landwirt.

Meisterrennen. Punktemaximum für Grüewiss. Und fast genau so wichtig: Die Null steht hinten beim FCSG – auch ohne Captain Hefti! Das wird Hüppis Zeidler suttern.

Verfolger. Lausanne wie einst Kaiserslautern? Denken Sie darüber nach. Dahinter die Young Boys, über die Vaduz-Trainer Frick gestern sagte: “YB war mit Abstand die beste Mannschaft, gegen die wir bisher spielten.” (Die anderen beiden waren St. Gallen und Basel.)

Ferner spielten: Lugano sollte Penaltyschiessen üben, aber nicht die Stürmer, sondern der Goalie. Basel nähert sich seinem natürlichen Lebensraum, den Plätzen 2 und 3. Aufkommende Unruhe in Sion und Luzern, aber die Trainer erreichen ihre Mannschaften noch (wahrscheinlich).

Abstieg. Auf Platz 10 täuscht sich die Tabelle, denn der FCZ ist ein Spitzenklub.

So viel für heute, in einer Woche schauen wir weiter.

Die aktuelle Tabelle auf die Schnelle

Rrr am Montag den 28. September 2020

Neue Erfolgsserie!

Herr Rrr erklärt Ihnen fortan jeden Montag die Lage der Liga.

Meisterrennen. Der FCSG hat es jetzt in den eigenen Händen: Wenn er die verbleibenden 34 Spiele ebenfalls gewinnt, ist er ganz sicher Meister, Schiris hin oder her. Das Team ist richtig, richtig, richtig heiss! Und Hand aufs Herz: Wer von Ihnen würde den Ostschweizern den Titel nicht gönnen?

Conference-League-Plätze. Zwar hat YB die Leichtigkeit verloren, das habe ich in der Zeitung gelesen. Ausserdem habe es in Sion grundlegende Irritationen geben. Wenn das alles stimmt, und das tut es natürlich, sonst stünde es nicht in der Zeitung – item, dann wird der Griff nach dem Titel natürlich schwierig, zumal der FCSG richtig, richtig, richtig heiss ist! Platz 2 oder 3 ist für YB aber im Moment sicher noch im Bereich des Möglichen – und dann steht der Qualifikation zur UEFA Europa Conference League™ nichts mehr im Weg.

Und ausserdem: Tessin und Romandie unverhofft stark, c’est bellisimo! Zürich endlich mal nicht Siebter, sondern Ex-Aequo-Sechster.

Barrage. Basel und Vaduz auf Augenhöhe. Spannender Zweikampf, gerne weiter so!

Abstieg. Armer Gui. Hoffentlich darf er schon im Winter gehen.

So viel für heute, in einer Woche schauen wir weiter.

Erste Erkenntnisse

Rrr am Sonntag den 20. September 2020

Die Corona-Polizei teilt mit: Saisonstart so weit geglückt, aber es gibt Verbesserungspotenzial.

Überbordender Jubel ist bekanntlich ab sofort verboten, das teilrevidierte SFL-Schutzkonzept Covid-19 für den Trainings- und Spielbetrieb sagt es in Artikel 10.19 auf Seite 20 klar: “Beim Torjubel sind intime Berührungen wie Umarmungen oder Küsse, Shakehands oder das Abklatschen mit offener Hand untersagt. Ein Körperkontakt kann mit der Faust, dem Ellenbogen oder mit den Füssen erfolgen.”

Die Young Boys haben das schon gut im Griff, beim FCZ gibt es noch etwas Luft nach oben. Bei Lugano auch, wohingegen die Luzerner löblicherweise die Jubelrudelbildung ganz unterliessen – wobei es sich auch nur um ein Ehrentor in der Nachspielzeit handelte.

  • YB nach dem Ausgleich

  • YB nach dem 2:1

  • FCZ nach dem Führungstor

  • Luganos Jubel nach dem 1:0

Die Maskenpflicht im Stadion wurde in Bern im Grossen und Ganzen ebenfalls gut eingehalten. Im Cornaredo könnten eventuell noch kleine Piktogramme hilfreich sein, die das korrekte Maskentragen auf einfach verständliche Art und Weise erläutern.

Und zu guter Letzt: Die Pflicht für Ultras, das Stadion nicht zu betreten, wurde im Wankdorf und im Cornaredo konsequent befolgt. Wobei die Tessiner Fans deswegen nicht auf den Matchbesuch verzichteten. Sie versammelten sich einfach hinter der eigenen Fankurve – ausserhalb des Stadions. Vom Match sahen sie laut Teleclub nicht viel, aber sie machten viel Stimmung.

(Fotos: Thomas Hodel, Keystone-SDA, Teleclub)

Safer Fussi

Rrr am Dienstag den 8. September 2020

Der Stadionbesuch ab Oktober: Ein ganz neues Erlebnis.

Um die Vorgaben des Bundes zu erfüllen, ist ein umfassendes Regelwerk nötig. Die Swiss Football League hat deshalb heute einen 13-seitigen Leitfaden publiziert.

Einige der neuen Vorschriften sind schon bekannt (keine Gästefans, keine Stehplätze, Maskenpflicht). Manche logistische Fragen (An- und Abreise der Fans, Lenkung der Personenflüsse, Eingangskontrolle, Tracing) muss jeder Klub selber regeln, zumal da der jeweilige Standortkanton noch seinen Senf dazu gibt.

Aber einige interessante Punkte sind dem Leitfaden durchaus zu entnehmen. Wir haben für Sie die wichtigsten Neuerungen in einer Slide-Show zusammengestellt. Wir könnten es auch einfach als Kurztext bringen, aber bei einer Slide-Show müssen Sie sich durch die Bilder klicken, und das bringt uns dann eine vollfette Klickprämie. Item, los gehts:

  • Choreos sind unerwünscht. (Bild: Thomas Hodel)

  • Plastikflachmann ok, aber natürlich nur, wenn wirklich Desinfektionsmittel drin ist. (Bild: RL)

  • Die Wurst wird auf dem Sitzplatz verzehrt, nirgendwo sonst. (Bild: Thomas Hodel)

  • Platzsturm ebenfalls verboten, auch bei Meistertiteln und Cupsiege. (Bild: Manuel Zingg)

  • Und nur zur Erinnerung: Immer Maske tragen! (Bild: Dr. Rüdisühli)

Und zum Schluss noch dies: Wenn Ihnen im Stadion plötzlich auffällt, dass Sie stark husten und Fieber haben – kein Problem:

Wobei: Wenn das Bier im Wankdorf nach nichts schmeckt, muss das nicht unbedingt ein Corona-Symptom sein. So viel für heute, und den Rest erfahren Sie dann gelegentlich vom Verein Ihres Herzens. Besten Dank für die Aufmerksamkeit.

Verkehrte Welt

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 5. August 2020

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Dr. Rüdisühli, kann es sein, dass bei der Pokalübergabe Claudius Schäfer die Maske falsch getragen hat (innen war aussen)? Falls ja, ist er der richtige Mann, der das Schutzkonzept für den Schweizer Fussball entwickelt? Danke meisterlich, wahliassinho

Lieber Herr wahiliassinho, unsere Rückfrage bei Medizinalpersonen legen den Schluss nahe, dass der CEO Herr Schäfer die Maske tatsächlich falsch trug: Er verwechselte offensichtlich hinten und vorne.

Immerhin hatte er entgegen unseren ersten Befürchtungen oben und unten im Griff. Sie erkennen das an den Falten der Maske, die leider verkehrt rum sind (vgl. den Liga-Präsidenten Herrn Schifferle nebenan). Hätte er auch oben und unten verwechselt, wären die Falten wiederum richtig.

Ein Statement oder ein Fauxpas, Herr Schäfer? Unsere Medienanfrage blieb leider unbeantwortet. Vielleicht hat der CEO einfach keine Zeit, weil er gerade am Schutzkonzept ab September arbeitet. Und das muss ja dann absolut sicher sein. Stellen Sie sich vor, die Fans dürfen wieder ins Stadion und alle tragen die Maske verkehrt. Ein Albtraum! Mit besten Grüssen, Dr. Rüdisühli

Maskenpflicht in Sicht

Rrr am Mittwoch den 29. Juli 2020

Mit Maske ins Stadion. Keine Gästefans. Nur Sitzplätze.

Mit diesen und weiteren Massnahmen will die Swiss Football League dafür sorgen, dass die Stadien in der neuen Saison wenigstens wieder halbvoll sein dürfen. Über die Eckpfeiler des Schutzkonzepts informierte sie am Mittwoch.

Ob der Bundesrat auf den Vorschlag einsteigt, wird sich zeigen. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass er eine Verlängerung der 1000er-Begrenzung bis kommenden Frühling erwägt. In Klubkreisen herrscht verbreitet die Befürchtung, dass dies den Tod des Schweizer Profisports bedeuten würde. Auch YB-Chef Wanja Greuel sieht es so, wie er im Interview mit der “Berner Zeitung” sagt (Abo+). Er hofft, dass der Vorschlag der Liga auf Gehör stösst. 16’000 Zuschauer im Wankdorf wären aus seiner Sicht möglich – und “wir würden mit den Heimspielen zumindest wieder etwas verdienen.”

Denkbar ist für den Bundesrat auch, gewisse Dinge die Kantone regeln zu lassen. Das wiederum findet die Swiss Football League nur eine mässig gute Idee – wegen Wettbewerbsverzerrung.

Wie auch immer: Die Saison 2020/21 soll am 11. September beginnen.

Zahlen, bitte

Dr. Rüdisühli am Montag den 20. Juli 2020

Wie immer am Montag: Rundes Länder Statistikparty!

Heute mit Kanterniederlagen, Topskorern und differenzierten Differenzlern. Bitte sehr:

Der FC Thun ist die Nummer 1 bei den Kanterniederlagen. Seit dem Start der Super League 2003 verloren die Berner Oberländer 24 Spiele mit mindestens 4 Toren Differenz. Besser ist nur Aarau (26), aber der FCA ist ja leider nicht mehr Super League.

Der FCZ ging schon 22mal richtig unter, wobei er in 21 Fällen nicht aus der Quarantäne kam. Zum Vergleich: YB leistete sich elf Mega-Pleiten, St. Gallen 19, Basel nur gerade fünf.

Früher oder später kommt der Hanspeter. Und zwar immer: Jean-Pierre Nsame kam in 28 Saisonspielen zum Einsatz und traf 28-mal. Das gibt einen Schnitt von 1,0 Toren pro Spiel, wie unsere statistische Abteilung errechnete. Nach Einsatzminuten betrachtet netzt Nsame alle 79 Minuten ein.

Vom Kurs abgekommen ist derweil der Espen-Experte des St. Galler Tagblatts. Fredi Kurth rechnete vor Wochenfrist vor, wie der FCSG schon vor der letzten Runde den Titel feiern kann. Nach den jüngsten Resultaten müssen wir feststellen: Beim FCSG angesagt 6, gemacht 3, bei YB 4, gemacht 6. Differenz 5. Aber die Saison ist ja noch lang.

Und damit zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

Spielzeit für die Ewigkeit

Rrr am Sonntag den 19. Juli 2020

Heute vor einem Jahr begann die Superleague-Saison 2019/20.

Sion empfing Basel. “Historisch!” riefen die Kommentatoren, als der VAR in der 41. Minute erstmals in der Super League zum Einsatz kam (und Sion um einen Penalty brachte).

Historisch wurde dann die ganze Saison. Wegen dem VAR? Nein, wegen Corona.

365 Tage sind seit Sion-Basel verstrichen, und noch immer fehlen 24 Spiele. Die Super-League-Saison dauert länger als die Spielzeiten anderswo in Westeuropa. So war die Bundesliga nach 316 Tagen fertig, Italien braucht 344 Tage, England 352 und Spanien 338.

Und die Schweiz? Wenn Sie wissen wollen wie’s weitergeht, klicken Sie einfach auf das gelbe Absperrband. Aber Vorsicht: Spoiler!

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Valable Varianten

Rrr am Samstag den 11. Juli 2020

Wird das Meisterrennen am grünen Tisch entschieden? Ein Fall fürs Runde Leder!

Dass die Saison nach den Corona-Erkrankungen beim FCZ noch regulär zu Ende gespielt werden kann, scheint fraglich: Zu viele Nachholspiele, zu wenige Termine.

Und wer soll jetzt Meister werden? Auf RL3 läuft seit heute früh die grosse Volksabstimmung.
Klicken Sie aufs Bild und geben Sie Ihre Stimme bis 18.00 Uhr ab.

Sion-Präsident Christian Constantin hat sich bereits festgelegt: Er ist für Variante 2, wie er dem Blick verriet: “Die Meisterschaft ist per sofort zu beenden und die Rangliste nach der 29. Runde als Schlussrangliste zu nehmen.”

Wobei es genau genommen natürlich mehr als drei Varianten gibt. Man denke nur an das Spanien-Modell: Bei Punktgleichheit entscheiden dort die direkten Begegnungen, wer Meister wird. YB und St. Gallen liegen zurzeit gleichauf, die Direktbegegnungen endeten 3:2, 4:3 und 3:3. Wobei zweimal in St. Gallen nur einmal in Bern gespielt wurde, aber Schwamm drüber.

Fans aus St. Gallen trommeln derweil für eine andere Lösung: Ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden! In Zürich vielleicht, im wunderschönen Letzi? Oder in Basel? Affaire a suivre.

Pechvögel

Briger am Montag den 6. Juli 2020

Eloge Yao trifft als erster Super-League-Spieler in einem Spiel zweimal ins eigene Tor.

Peter Klaunzer/Keystone

Aber der Ivorer ist nicht der einzige in der Geschichte des Schweizer Fussballs, dem dies gelungen ist. 1985, ältere FCZ-Fans erinnern sich, gelang dieses Kunststück am 15. Juni Heinz Lüdi beim 3:3 gegen Wettingen. Damals beim FCZ dabei u.a. Urs Fischer und „Longo“ Schönenberger. Ebenfalls zweimal ins eigene Tor traf Raymond Städelin 1960. Am 6. November verlor Lausanne auch durch die beiden Eigentore gegen YF Zürich mit 1:3.

In der ewigen Eigentorstatistik der Schweiz (zumindest so weit die Daten vorliegen) liegt Yao mit nun 3 Eigentoren auf Rang 12. Der Ivorer traf bereits am 21. Juni bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ins eigene Netz. Mit diesen drei Toren zieht er mit Milan Vilotic gleich, dem in der Saison 2017/18 ebenfalls drei Eigentore in einer Saison unterliefen (gegen YB, Basel und Thun). Vilotic hält mit fünf Eigentoren den Super-League-Rekord. Schweizer-Rekordhalter sind Frank Verlaat (Lausanne) und YBs Tinu Weber mit je sechs Eigentoren. Verlaat benötigte mit 104 Spielen aber deutlich weniger Partien als Weber (460). Diesen Beitrag weiterlesen »

Fanfreie Fussiphase

Rrr am Mittwoch den 29. April 2020

Hurra, die Super League kehrt zurück.

Einfach ohne Zuschauer. Der Bundesrat erlaubt Geisterspiele ab 8. Juni.

Wir haben erste Reaktionen aus der RL-Redaktion.

Herr Rrr: “Gäng das, hett ds Müüsli gseit.”

Herr der Ama: “Super Sache. Ich schaue die Spiele sowieso lieber zuhause an, da kann ich Fish and Chips essen statt die ewige YB-Wurst.”

Herr Briger: “Da oben auf dem Foto, das ist gar kein Geist, das ist ein verkleideter Student aus Aachen im Spiel 2004 gegen Köln.”

Herr Winfried: “Ich bin gerade aufgestanden. Um was geht es?”

Herr Shearer: “Ich bin schon im Bett, was war die Frage?”

Unser Chef Herr Maldini war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.