Archiv für die Kategorie ‘Schöne Innerschweiz’

Haltlose Unterstellungen

Rrr am Montag den 7. November 2016

Wirrkopf Walter analysiert das Wochenende.

walter“Die Bombe platzte gestern kurz vor dem Anpfiff: Tomislav P., der Abwehrchef eines bekannten Schweizer Super-League-Klubs, wurde aus “disziplinarischen Gründen” auf die Tribüne verbannt (SRF2 berichtete).

Da fragt man sich natürlich spontan: Was genau für disziplinarische Gründe? Der betroffene Verein wollte dazu nichts sagen. Und hat damit hundertprozentig richtig gehandelt.

777Freunde, ich sage es immer wieder: In Krisensituationen ist bei der Kommunikation grösste Vorsicht geboten. Nur allzu rasch schiessen Gerüchte ins Kraut, die niemand hören will: Ging es um nächtliche Alkoholexzesse, geilen Gruppensex, kranken Sektenwahn? Ist der Hintergrund das berüchtigte Rotlicht-Milieu, waren Drogen im Spiel, ist der Fall vielleicht sogar nur die Spitze des Eisbergs? Das sind natürlich alles völlig haltlose Unterstellungen, auch mit Waffenschiebereien und Menschenhandel hat das garantiert nichts zu tun, aber schaffen Sie das aus der Welt, wenn es erst einmal im Internet steht.

Deshalb, völlig richtig: Keine näheren Angaben, sagte sich der FC Luzern, wir schreiben “disziplinarische Gründe” aufs Matchblatt, das muss reichen. Wahrscheinlich hatte Herr Puljic am Freitag einfach Kopfweh und kam deshalb zu spät ins Training, aber das muss man ja nicht gleich an die grosse Glocke hängen. Na egal, ich gehe jetzt wieder Kormorane jagen, im Fischerhäuschen eine Seventies-Disco im pinky Netzshirt feiern in der Restwassermenge von Mühleberg Dynamitfischen.

Nervige Nachspielzeit

Rrr am Sonntag den 6. November 2016

BREAKING NEWS: YB empfängt im Cup-Viertelfinal den FC Winterthur. Ausserdem: Basel-Zürich, Sion-Kriens, Aarau-Luzern

Schon wieder vergibt YB den Sieg in der Nachspielzeit. 

Wie  gegen St. Gallen traf YB auch in Luzern kurz vor Schluss zum vermeintlichen Siegestor, und erneut reichte es nicht zum Sieg. 2:2 hiess es am Schluss in der Swissporarena. Ungerecht ist das Resultat nicht. 

Die Berner waren vor der Pause nur die zweitbeste Mannschaft,  sie trafen zwar Pfosten und Latte, lagen aber 0:1 zurück. In der zweiten Halbzeit gelang Ravet rasch der Ausgleich, danach dominierten die Gäste das Spiel und erspielten sich eine Chance nach der anderen – doch der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Tor.

Yuya Kubo traf dann doch noch, wenn auch aus dem Abseits. In der 93. Minute glich Marco Schneuwly aus, nachdem er ein Kopfball-Duell gegen Guillaume Hoarau gewonnen hatte. 

YB bleibt Dritter. Nach der Länderspielpause gehts weiter mit dem Heimspiel gegen Sion. 

Gute Zeiten, schlechte Zeiten (III)

Harvest am Mittwoch den 1. Juni 2016

Der FC Zürich steigt ab und wird Cupsieger. Das erweckt Erinnerungen, denn wer hat’s erfunden? Der FC Luzern.

Im Jahr 1992 war der FC Luzern der erste Absteiger in der Geschichte des Schweizer Fussballs, der den Cup gewann. Und das, obwohl mit Semir Tuce der wohl beste Fussballer, der je im FCL-Dress spielte, im Kader stand. Darin fand man auch einen gewissen Martin Rueda oder Adrian Knup, doch ich greife vor.
FCLuzern19911992

Bereits in der Qualifikationsrunde lief es nicht nach Wunsch und der FC Luzern rutschte aufgrund des um zwei Tore schlechteren Torverhältnisses (als AUSGERECHNET der FCZ, was für eine Geschichte!) in die Auf-/Abstiegsrunde. Dort bekamen sie es mit Grössen wie Chur, Schodfo, Chiasso und Bulle zu tun. Im letzten Spiel gegen Grenchen reichte ein Unentschieden, um den Klassenerhalt zu sichern. Doch trotz drückender Überlegenheit (25! Corner für Luzern) ging das Spiel mit 2-1 verloren. Tragische Figur war Adrian Knup, der zu allem Übel auch noch einen Penalty verschoss. Nach seiner Karriere meinte er, auf dieses Spiel angesprochen: “So einen unglücklichen Match hat es in meiner Karriere nie mehr gegeben.” Aufgestiegen sind in der Gruppe B übrigens Bulle und Chiasso und dem FC Luzern hat es nur wegen des schlechteren Torverhältnisses nicht gereicht.

BeatMutterPokalZehn Tage nach diesem schrecklichen Tag durfte der FC Luzern in Bern im Cupfinal gegen Lugano (AUSGERECHNET Lugano, was für eine Geschichte!) antreten. In der ersten Halbzeit war Lugano (mit Dario Zuffi) besser und ging verdient in Führung (36.), die Luzern noch vor der Pause ausglich. Das Spiel ging in die Verlängerung und Knup bekam doch noch so etwas wie einen versöhnlichen Abschluss (vor seinem Wechsel zum VfB Stuttgart). Mit seinen zwei Toren machte er den FC Luzern zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte zum Cupsieger. Im Sportalbum finden Sie auch noch die Zusammenfassung zum Spiel und interessante Interviews.

Klein Harvest war mit Vater, Grossvater, Onkel und Brüder Harvest angereist und zur Feier des Tages gab es im Zug nach Luzern ein Bier aus der Minibar. Nicht für Klein Harvest, der musste sich mit einem Süssgetränk begnügen.

Aufwärtstrend in Luzern

Harvest am Sonntag den 28. Februar 2016

ZibungUnbändige Freude in Luzern!

David Zibung, seit 2003 Torhüter der ersten Mannschaft des FC Luzern, hat gestern in Sion bereits den zweiten Penalty dieser Saison gehalten.

Sie finden das vielleicht gar nicht erwähnenswert, doch es ist das erste Mal überhaupt in seiner Karriere, dass Zibung zwei Elfmeter in einer Saison pariert.

Das erste Mal erfolgreich war Zibung am 5. Dezember auf der Allmend gegen die Young Boys aus Bern, damals verschoss Sulejmani, das zweite Mal am Samstag im Tourbillon, wo er den Elfmeter von Carlitos hielt.

Das letzte elfmetertechnische Erfolgserlebnis vor dieser Saison hatte Zibung vor drei Jahren, am 17.11.2012 gegen Gavranovic.

Ebenfalls Penaltykiller waren in der aktuellen Saison Lopar (St.Gallen, 3), Faivre (Thun, 1), Vaclik (Basel, 1) und Vanins (Sion, 1).