Archiv für die Kategorie ‘Schalungstafeln’

To be schalungstafeled!

Natischer am Donnerstag den 12. Februar 2009

Match-AttaxMan muss die Kuh melken, wenn sie Milch gibt, wie wir Bergbauern und Tourismusexperten fachzusimpeln pflegen. Und der Krug geht zur Schalungstafel, bis er bricht.

Panini-Bilder gehören zum Fussball wie Schiri-Fehlentscheide, Kunstrasen und Blogs. Generationen von Jung-Fans tausch(t)en die Dinger auf den Pausenplätzen dieser Welt. Ein interessanter Markt, zweifellos. Von diesem Kuchen würden sich auch andere gern ein Stück abschneiden.

Match Attax versucht nun auch, Kindern das Geld aus der Tasche zu ziehen: Man soll Karten seiner Lieblingstschutter sammeln, ein Album damit füllen und dann mit seinen FreundInnen ein zimmli hanebüchenes Spiel spielen – eine Mischung aus ‘Ciao Sepp‘ und diesen Quartettspielen, bei denen z.B. ein Auto ein anderes angrund der Anzahl PS schlägt.

Die Redaktion stimmte mit 10 zu 0,5 Stimmen dafür, dass solcher Nepp subito geschalungstafelt gehört.

To be schalungstafeled!

Natischer am Donnerstag den 5. Februar 2009

Der olle KöbiLäck, wie hat er uns gefehlt! Köbi Kuhn ist zurück! Der schalungstafeltgehörtestmögliche Trainer ever darf nun bei der Axpo kolumnen.

Der «Köbi Kuhn Corner» – Koni Duden notiert mindestens einen fehlenden Bindestrich – ist die nagelneue Kolumne von Herrn Kuhn. Weitere unnötige Anglizismen und v.a. ebensolches Gelaber vom im letzten Sommer dann doch endlich Zurückgetretenen können Sie hier bewundern. Sofern Sie das wollen.

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A propos Schalungstafeln…

Ausserdem sind wir Ihnen noch das amtliche Schlussresultat der Abstimmung über Herrn Hächler-Müllers Spezialauftrag schuldig. Trotz mehrerer Hundertausend eingegangener Stimmen musste schlussendlich das Los entscheiden:

Herr Hächler-Müller wird sich einige Freiwillige aus der RL-Redaktion auswählen und mit ihnen in fussballbezogener Verkleidung voraussichtlich am SA 28.02. die Berner Fasnacht erkunden. Herr Hächler-Müller geht also auch dorthin, wos weh tut. Wir dürfen uns auf einen Bericht in Wort und Bild freuen!

To be schalungstafeled!

Natischer am Donnerstag den 29. Januar 2009

Aus aktuellem Anlass machen wir heute eine kleine LeserInnenumfrage.

Die Redaktion und ihre Mitarbeitenden geben sich für einmal selbstkritisch:

Lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf, geschätze Leserschaft! Natürlich werden wir Ihre IP-Adressen tracken und je nach Ausgang der Wahl Massnahmen einleiten müssen.

Für den unterlegenen Redaktör oder Praktikant überlegt sich Herr Dokter Rüdisühli eine gerechte Strafe.

Nachtrag: Das amtliche Schlussresultat wird um Mitternacht erstellt. Über die gerechte Strafe werden Sie, geschätztestmögliche LeserInnen, natürlich rechtzeitig informiert.

To be schalungstafeled!

Natischer am Donnerstag den 22. Januar 2009

GCZ News: Testspiel FC Sochaux v GCZ 1:0; 14′ Privat

Schon vor der Einführung des Begriffs «verstrellern» wurden gute Möglichkeiten kläglich ausgelassen. Stellvertretend hierfür schalungstafeln wir heute u.a. Eduard Geyer.

Ede (Quelle: Spiegel.de)Der letzte Trainer der DDR-Nationalmannschaft – inkl. Stasi-Vergangenheit – verspielte die einmalige Chance, sein Betonkopf-Image zu verbessern während seiner Zeit als Trainer bei Energie Cottbus (1994-2004).

Sein Club hatte gerade den Bundesliga-Rekord aufgestellt, mit elf ausländischen Spielern anzutreten – was in einer Region wie der von Ausländerfeindlichkeit kontaminierten Lausitz als ein Zeichen hätte gedeutet werden können. Als jedoch ein wohlmeinender Reporter die Brücke zu Begriffen wie “Integration” oder “Abbau von Vorurteilen” bauen wollte, unterbrach in Geyer: «Alles Quatsch! Der einzige Grund ist, dass die Ausländer billiger sind. Deutsche Spieler können wir uns zurzeit einfach nicht leisten.»

Herr Geyer wurde letzten Sommer bei Dynamo Dresden gespickt und sucht zurzeit noch nach einer neuen Herausforderung. Dynamos Website ist übrigens die einzige auf der RL-Redaktion bekannte, in deren Navigation der Menüpunkt ‘AntiGewalt’ schon vor den ‘News’ kommt.

Mit dem überzeugenden neuen Rekordresultat von 10:0 verurteilt die RL-Redaktion heute geschlossen jegliche Ausländerfeindlichkeit. Nicht nur im Fussball.

Läck, war das ein pathetischer Schlusssatz! Tschuldigung, Ihr Herr Natischer

To be schalungstafeled!

Natischer am Donnerstag den 15. Januar 2009

Nicht viele Schiris dürfen sich in einem bestimmten Land ganz sicher nie wieder blicken lassen. Er hier sollte vielleicht besser nie nach Italien reisen: Byron Moreno.

Byron MorenoIm Achtelfinale der WM 2002 durfte der Ecuadorianer Byron Moreno seine letzte internationale Partie pfeifen. Das Schiri-Trio war indes durchs Band eher ungeschickt: Immer wieder wurde Offside angezeigt, wo keins war, es wurden Fouls gepfiffen, die keine waren, korrekte Tore nicht anerkannt, und dann war da noch diese unsägliche gelb-rote Karte gegen Francesco Totti. Herr Ahn schoss die Südkoreosen in der Verlängerung bekanntlich ins Glück.

In Ecuador durfte Byron Moreno weiterhin pfeifen. Als er aber bei der Partie Barcelona SC Guayaquil gegen Liga Deportiva Universitaria Quito zwölf(!) Minuten nachspielen liess, damit die Gäste in der 99. und 100. Minute noch zwei Treffer zum 4:3-Erfolg schiessen konnten, wurde er für 20 Spiele gesperrt. Das Pikante an der Begünstigung des Hauptstadtclubs: Moreno strebte in Quito eine politische Karriere an und wollte evtl. Wählenstimmen schinden. Erfolglos, wie sich später zeigte. Zwar brachte die Untersuchung des Verbandes keinen Beweis für Betrug, auch durfte Moreno nach der Sperre wieder pfeifen, doch es war vorbei. Egal, wie er nun in einem Spiel entschied, am Ende wurde er immer ausgepfiffen, bespuckt, verhöhnt. Sechs Monate hielt ers aus. Dann gab er seinen Rücktritt bekannt. Sein letztes grosses Spiel pfiff er am 8. Januar 2006: Guayas gewann 5:3 gegen Sucumbíos. Moreno verteilte acht gelbe Karten.

Die RL-Redaktion stimmte mit 3:0 (bei 6 Enthaltungen) dafür, dass Herr Moreno geschalungstafelt gehört. Der für diesen Beitrag zuständige Redaktör wurde zudem für die Gränni-Awards nominiert.

To be schalungstafeled!

Natischer am Donnerstag den 8. Januar 2009

In unserer brandneuen Serie erinnern wir an unhaltbare Zustände und Situationen, wo es zwar drin um Fussball geht, wo wir aber trotzdem etwas sonderbar finden oder fanden und wo drastisch bestraft gehörten.

Heute: Jung-Hwan Ahn und die WM 2002

Der südkoreanische Nationalspieler tat, was ein Profifussballer tun sollte, wenn er die Gelegenheit dazu hat: Er schoss ein Tor. Ein sehr wichtiges sogar. Nämlich das Golden Goal im WM-Achtelfinale zwischen dem Gastgeber und der Squadra Azzurra (bei 3:47 Min.).

Dass ihn dies dann seinen Job kosten würde, hätte er wohl nicht erwartet. Ahn spielte zu der Zeit nämlich bei der AC Perugia und dessen Präsident Luciano Gaucci schickte ihn aus falsch verstandenem Nationalstolz trotz laufendem Vertrag nach der WM in die Wüste.

Luciano Gaucci ist übrigens im Jahr 2005 vor den italienischen Behörden nach Santo Domingo geflüchtet, nachdem seine AC – evtl. leicht betrügerisch – pleite gegangen war. Letzten November durfte er nach Italien zurückkehren um seinen schwer kranken Bruder zu besuchen.

Die RL-Redaktion stimmte mit 7:2 dafür, dass Perugias damaliger Präsi geschalungstafelt gehört und nicht etwa Jung-Hwan Ahn.