Archiv für die Kategorie ‘Schalungstafeln’

Oha lätz (XXVI)

Herr Noz am Sonntag den 7. November 2010

LIVE: Xamax-YB 2:4
(11. Jemal, 33. Besle, 45. Costanzo/FP, 53. Degen, 55. Christian Schneuwly, 65. Page)

In unserer Serie “Oha lätz – Wer findet die 5 Unterschiede?” präsentieren wir Ihnen heute zwei Matchberichte.

Links vor Annahme der Ausschaffungsinitiative, rechts nach Annahme der Ausschaffungsinitiative.

yb-fcz-forfait

Zeit für den Psychiater

Frans am Montag den 4. Oktober 2010

Gestern hat Nigel de Jong sämtlichen allenfalls noch irgendwo vorhandenen Kredit verspielt – auch und gerade in den Niederlanden.

De Jong Ben ArfaMit einem ungestümen Tackling brach der Mittelfeldspieler von Manchester City kurz nach Spielbeginn das Schien- und Wadenbein von Newcastle-Spieler Hatem Ben Arfa.  Ben Arfa musste auf dem Platz mit Sauerstoff versorgt werden und wurde direkt ins Spital transportiert.

De Jongs Einsteigen wurde vom Ref offenbar als in England übliche Härte eingestuft und hatte nicht einmal eine gelbe Karte zur Folge. Manchester City beschönigte die Aktion als eher ungeschickt denn bösartig. Zumindest in der holländischen Heimat hat de Jong seinen eh schon ramponierten Ruf aber nachhaltig ruiniert.  Journalist Hugo Borst beschimpfte ihn im holländischen Fernsehen als Kriminellen und als Schande für den holländischen Fussball.  Hollands Nationaltrainer Bert van Marwijk (Schwiegervater des wenig zimperlichen Oranje-Captains van Bommel) erklärte:

Das war ein wildes und unnötiges Foul. Er tut das meines Erachtens nicht bewusst, doch er steigt viel zu hart ein. Das ist schade, denn er hat dies nicht nötig. Das Verrückte ist, dass der Schiedsrichter dafür nicht einmal gelb zeigt. Es gelten dort offenbar andere Normen. Ich habe aber Mühe damit, dass Nigel unnötig die Grenzen abtastet. Ich werde ihn in den nächsten Tagen darauf ansprechen.

Der Trainer von Sparta Rotterdam, Jan Everse,  äusserte sich im Fernsehen weniger zurückhaltend:

De Jong wird zur Hypothek für das holländische Nationalteam. Schiedsrichter werden mit einem Vorurteil gegen die Niederlande ins Spiel gehen und ihn genau beobachten. Hat er selber gesagt, es bestehe kein Problem? Dann muss er wirklich zum Psychiater. Dann ist es wirklich Zeit für eine Therapie.

Tanga und Bier in Katar

Val der Ama am Freitag den 17. September 2010

Eine sechsköpfige FIFA-Delegation tourt seit zwei Wochen um die Welt und wird noch bis Ende Woche alle Kandidaten für Austragung der Fussball Weltmeisterschaften 2018 und 2022 unter die Lupe nehmen. Ein Kandidat gibt sich ganz besonders Mühe.

Hassan Al-Thawadi und FIFA-FunktionäreKatar bewirbt sich um die WM 2022. Und wie: Zwölf neue WM-Stadien sollen für vier Milliarden Dollar aus dem Wüstensand gestampft werden.  Futuristisch, gigantisch, grössenwahnsinnig. Die Bilder ersehen Sie bitte irgendeinem Archiblog.

Jetzt ist es gerade in der Gegend um Doha im Sommer recht heiss. Aber die sommerliche Hitze wird Spielern und Zuschauern nicht den Spass am Spiel verderben, weil mit umweltfreundlicher Energie betriebene Klimaanlagen „der zweiten Generation“ werden dann sämtliche Stadien, Trainigsgelände und Fanzonen von 41 Grad Celsius (Durchschnittstemperatur in den Monaten Juni, Juli und August) auf 27 Grad abkühlen.

Und was ist mit Komasaufen vor Ort nach dem Vorrundenaussscheiden, gerade in Katar ist doch das nicht legal? Kein Problem, ausnahms- und flexiblerweise. In den WM-Fanzonen soll der Konsum von Alkohol erlaubt sein. Kampagnenchef Al-Thawadi sieht „keine kulturellen Unvereinbarkeiten“, man werde fremde Vorlieben und Gewohnheiten so weit wie möglich akzeptieren. Und: an den Hotelpools soll dann ausnahmsweise auch knappere Bademode erlaubt sein. Bleibt zu hoffen, dass im Fall einer Zusage dem Land das Öl erst nach 2022 ausgeht.

Für 2022 bringt sich Katar ins Spiel.

CRon-Os

Val der Ama am Montag den 13. September 2010

Das ist Cristiano Ronaldo. Er stellt in Madrid die neue Time Force Kollektion vor.

CRon UhrAber das ist im Fall noch grad überhaupt nichts im Vergleich zum Werbespot. Was für ein Werbespot, so erotisch.

Hier der Inhalt: Viele rennen rum und schauen und sind nur nachlässig gekleidet und Cristiano  Ronaldo liegt erotisch auf einem Bett und dann kommt Elsa Pataky, die Sie alle aus einem Asterix-Film oder auch nicht kennen,  und die schwebt über Cristiano Ronaldo, scheint ihn zu verhexen – hat aber wohl nur eines im Sinn: Die schöne Time-Force-Uhr an seinem Handgelenk. Sehr erotisch. “Me quedaré con todo lo tuyo” (Mir gehört alles von dir) haucht die Dame  dem portuguiesischen Fussballstar erotisch ins Ohr.

Doch dann wacht der Star von Real Madrid auf. Er hat alles nur erotisch geträumt.

Es ist so erotisch. Schauen Sie sich diesem Film mehrmals an. Guten Morgen und schöne Woche allerseits.

Last Minute

Val der Ama am Dienstag den 7. September 2010

David Nugent hat keine Ahnung von Mobiltelefonie

Vor 3 Jahren sorgte das Bild rechts für Belustigung und zwar so: Nugent wollte einer neu akquirierten Freundin mit Bild vom Blog von der FrauBeinem selbst gemachten Handyföteli eine Freude machen, und die machte dann ihrerseits mit dem umgehenden  Weiterversand des Bildes ihren Freundinnen eine Freude. Das freute dann auch die Presse (FrauB berichtete).

Was Herr Nugent wahrscheinlich nicht weiss: die meisten Mobiltelefone haben nicht nur Kameras, sondern auch ganz brauchbare Telefonierapplikationen. Warum das hier erwähnt wird? Blackpool Manager Ian Holloway hätte drum den Spieler gerne von Portsmouth übernommen und eigentlich schien alles klar und erledigt. Eine kleine Unterschrift noch, schnell bevor das Transferfenster sich wieder schliesst. Doch Herr Nugent war nicht erreichbar, no deal.

Holloway dazu: “Wir hatten noch 20 Minuten, um eine Unterschrift von Nugent zu besorgen, aber niemand konnte ihn finden. So ist er uns halt durch die Maschen gegangen, aber das passiert halt.”

Reise zum Rebberg

Val der Ama am Sonntag den 29. August 2010

Tagesprogramm der heutigen RLLR: Bern ab um 09.07 Uhr, 10.30 in Salgesch. Apéro, dann 2.5 Std. Wanderung nach Siders dem Rebweg entlang.  Zmittag aus dem Rucksack, anschl. Sitten vs. YB.

Schöner Schal auf saurem Wein

Und voilà:  “Eine wunderbare Zugreise, nettestmögliche Begleitung, apartes Apéro und schmackhafte Leckereien aus dem Rucksack,” meldete ein enthusiastischer Herr Natischer grad kurz vor dem Spiel.

Mittlerweile ist seine und die Stimmung des ehem. lustigen Reisegrüpplis vielleicht eventuell ein wenig getrübt ziemlich angepisst, weil nach einem erneut sackschwachen Spiel und ohne grosse Gegenwehr verlieren die Berner Young Boys mit 0:2. YB zeigt heute ganz deutlich: ein Spiel ohne Torchancen ausgeglichen zu gestalten ist recht schwierig und wenn dann noch ein geschenkter Penalty kläglich verschossen wird und der Gegner zudem zwei Tore macht, dann reichts unmöglich zum Sieg.

Ganz klar kein Tor!

Natischer am Freitag den 27. August 2010

Kein-TorAus unserer brandneuen Serie “Das Verkaufsgespräch beim Ticketverkäufer hätt ich doch auf englisch führen sollen” präsentieren wir Ihnen heute ein belgisches Schmankerl.

Im Sektor A6 des Jules-Otten-Stadion in Gent sind Tore nicht so wichtig.

Denn schon demnächst soll die alte Hütte – in der übrigens an den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen einige Fussballspiele ausgetragen wurden – zu Gunsten des Neubaus Artevelde-Stadion ersetzt werden.

Soll, denn die Investoren sind sich nämlich grad nicht mehr so einig.

Das kommt mir spanisch vor :-)

Lars: L am Freitag den 16. Juli 2010

WM-Fan Heinz bleibt uns weiterhin erhalten.

Heinz_spa1«Liebe Freunde, wisst ihr noch, was heute vor genau einem Monat passiert ist? Röfe hats mir gesagt, und es stimmt!! Nämlich: Vor einem Monat hat die Schweiz gegen Spanien gewonnen, das grande Spania! Ich bin immer noch stolz, wenn ich an das Tor von Kufo denke.

Und moderiert hat ja damals mein Lieblingsmoderator Sascha Ruefer. Jetzt gibts also ein Song, in der Schopf-Bar läuft er schon auf Hifi-Rotation!!!! Und der Beat ist aber sicher hammergeil. Und Sascha auch. Meine Meinung!

Da unten könnt ihr den Song hören, aber passt auf, dass nicht gleich das ganze Büro mittanzt..! ;-)) Also de, bis bald und Hopp Contador! Euer Hene.»

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Traktorenduell (6)

Herr Noz am Dienstag den 22. Juni 2010

Willkommen zur sechsten Folge unserer epochalen Serie über die Traktoren der WM-Teilnehmer.

Heute lassen wir einen irischen auf einen südafrikanischen Traktor los. Öh? Warum jetzt Irland?, werden Sie einwenden. Massey-Ferguson ist doch eine nordamerikanische Firma! Und damit haben Sie natürlich recht. Henry George Ferguson indes, Erfinder der Dreipunkthydraulik und Gründer der legendären Ferguson-Motorenwerke, war Ire. Der erste Ire übrigens, der ein eigenes Flugzeug pilotierte. Und auch sonst ein ziemlicher Tausendsassa.

FRA-RSA

Wie auch immer: der hier abgebildete Ferguson TO35 von 1955 ist ein solider und robuster Traktor, der zwar nicht mit überragenden technischen Werten beeindrucken kann, der aber über die volle Erntezeit seine Leistung bringt. Der südafrikanische Herausforderer, der Dezzi H90T, hat 4 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge und eine revolutionäre Aussenplanetenachse. Da schnalzt der Kenner mit der Zunge.

Agroexperte Dr. Noz sagt: «Der südafrikanische Traktor mag kantig und hölzern wirken, aber er ist technisch ausgereift und belastbar. In der direkten Begegnung hat er Vorteile, wenn er mit dem Gelände vertraut ist. Das irische Modell ist grundsolide und integer. Probleme mit der Steuerung und dem Antrieb sind nicht überliefert. Alle Ventile und Zylinder arbeiten stets auf ein gemeinsames Ziel hin.»

Traktorenduell (3)

Herr Noz am Mittwoch den 16. Juni 2010

Auch heute kommt es zu einem Traktorenduell – dem dritten in unserer bereits sehr beliebten Reihe.

ESP-SUI

Die heutige Begegnung lautet Spanien vs. Schweiz – beide Länder haben ihren farblich schönsten Traktor hervorgeholt und säuberlich herausgeputzt. Die iberische Rattermaschine Ebro 470 verfügt über 67 Pferdestärken, 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge sowie einen schicken seitlichen Kaminauspuff. Das Schweizer Produkt ist in allen Punkten unterlegen: seine 55 PS reichen knapp den Hügel rauf, und die Gänge (4+1) sind Zwischenkriegsstandard. Kein Zufall, denn der Bührer DD4 wurde für die Schweizer Armee gebaut. Das wiederum erklärt allenfalls die Tauchschmierung, darf aber keine Entschuldigung sein.

Experte Dr. agr. Noz erklärt: «Der iberische Traktor liegt im direkten Vergleich zwar in allen Punkten vorne, zum Verhängnis werden könnte ihm indes der fahrige Unterhalt. Wenn der Ebro nämlich erst einmal in seine Einzelteile zerfällt, schlägt die Stunde des technisch zweitklassigen, aber solid gewarteten Bührer.»

Erfahrener Ersatz

Svon Hetz am Montag den 19. April 2010

Im Letzigrund ist seit kurzem eine Stelle frei. Das Runde Leder hat soeben aus vertrauenswürdiger Quelle erfahren, wer der neue starke Mann sein soll.

Egli drilltKein geringerer als Andy Egli, kopfballstarker ehemaliger Schweizer Internationaler, profunder Kenner sämtlicher Sportgazetten, Championsleague-Analysegott und aber auch vielfacher Vater, soll in der preisgekrönten Sportstätte neu das Szepter schwingen.

Egli ist als Schleifer bekannt, als einer der drillen kann. Jetzt wird ihm offenbar zugetraut, der Baumeister des neuen Erfolgs zu werden. Inwiefern es ihm auch gelingen wird, wichtige neue Verträge zu schmieden, wird sich jedoch erst noch weisen. Skeptiker werfen auch schon ein, dass eine solide Stütze allein angesichts der vielen Baustellen nicht ausreichen wird. Zu tief sei der Riss an der Badenerstrasse. Es bleibt der ganzen Stadt Zürich aber zu wünschen, dass er endlich wieder ins Lot bringen kann, was schon vor einiger Zeit aus den Fugen geraten ist.

Eindelijk!

Frans am Mittwoch den 14. April 2010

BREAKING NEWS: Einzelrichter bestätigt 3 Sperren gegen Dudar – Xamax feuert Schürmann

Endlich: 5 Monate nach einer unheimlichen Begegnung mit einem Eisenfuss darf Robin van Persie heute sein Comeback geben.  Arsenal liegt (bei einem Spiel weniger) 6 Punkte hinter Leader Chelsea. Werden Meisterträume wahr?

58913244Van Persies Knöchel hatte in einem “Freundschafts”-Spiel gegen Italien dem von Juve-Verteidiger Giorgio Chiellini durchgeführten Belastungstest suboptimal standgehalten.

Beim heutigen Meisterschaftsspiel gegen Tottenham darf der Holländer immerhin auf der Arsenal-Ersatzbank Platz nehmen. Für Arsenal-Trainer Arène Wenger sind schon dies gute News:

“Er ist unglaublich wichtig für den Club. Frei Van Persie gibt dem Team Vertrauen, kann Tore schiessen, den letzten Pass und stehende Bälle grossartig spielen. Ich bin überzeugt, dass ein fitter Van Persie in einem Atemzug  mit Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Wayne Rooney genannt würde.”