Archiv für die Kategorie ‘Schalungstafeln’

Oha lätz (LXVI)

Rrr am Sonntag den 20. Oktober 2013

In unserer Serie “Oha lätz! Wer findet die 5 Unterschiede?” geht es heute um Dichtung und Wahrheit.

Links die Original-Agenturmeldung, die unter Berufung auf ein spanisches Online-Portal über das angebliches Job-Angebot an den früheren Newcastle-Stürmer Fausto Asprilla berichtet. Asprilla hat das dubiose Angebot nicht einmal kommentiert. Rechts die Zusammenfassung des Themas im “Blick”.

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Wenn Balotelli pennt

Val der Ama am Donnerstag den 12. September 2013

Mario Balotelli weiss: Ein guter Schlaf ist wirklich wichtig.

Balotelli

Der Stürmer der AC Milan und ein paar Nationalmannschaftskollegen sind diese Woche von Cécile Kyenge, immerhin Italiens Ministerin für Integration, zu einem Gespräch über Rassismus eingeladen worden. Balotelli hatte ja in der Vergangenheit ab und zu Ärger mit Fremdenhassern und kündigte unlängst an, künftig sofort das Feld zu verlassen, sollte er erneut wegen seiner Hautfarbe beleidigt werden.

Also, da war eben dieses Treffen mit der Ministerin und die eingeladenen Nationalmannschaftskollegen, die sind erschienen. Der Balotelli allerdings nicht. Wegen dem Wecker, der habe nicht geweckt.

Auf Nachfrage einer italienischen Tageszeitung dann allerdings, schilderte Frau Ministerin die Gegebenheit ein wenig anders: “Balotelli erklärte, warum er nicht erschienen ist (er wollte lieber schlafen, weil das Treffen ja freiwillig gewesen sei) und also müssen wir seine Transparenz respektieren. Ich hätte ihn gerne gesehen.”

Ruefer-Bingo

Val der Ama am Freitag den 6. September 2013

Sie haben mal wieder Lust auf Länderspiel, empfangen jedoch nur SRF? Kein Problem dank Ruefer Bingo©®!

Bullshit

Trümmliges Tattoo (III)

Herr Shearer am Donnerstag den 5. September 2013

Sie möchten sich auch endlich so ein Tattoo stechen lassen, zögern aber noch?

Dann kann Ihnen dieses Bild vielleicht eine Entscheidungshilfe sein. Ein Fan des Liverpool FC hat es sich aus Freude am Transfer von Kolo Touré in den Fuss machen lassen.

kolotattoo

Dänische Gastfreundlichkeit

Herr Shearer am Sonntag den 1. September 2013

Dass die SVP noch nicht auf diese Idee gekommen ist!

Beim dänischen Meister FC Kopenhagen geht man auf Nummer sicher. Letzten Freitag wurden der Mannschaft Real Madrid, Juventus und Galatasaray als Gegner in der Champions League-Gruppenphase zugelost. Die Offiziellen hatten sogleich schwerste Sicherheitsbedenken: was, wenn sich im Vorverkauf gewaltbereite Italiener, Spanier und Türken die Tickets sichern würden und dann in den Heimsektoren Krawalle machten? Nun, beim Hauptstadtclub hatte man sofort eine passende Lösung parat, um diese Gefahr zu verhindern.

Wer keinen dänisch klingenden Namen hat, kann keine Tickets für die Champions League kaufen. Basta.

parken

Masou Barid ist so ein Fan des FC Kopenhagen, hat aber fälschlicherweise keinen klassischen dänischen Nachnamen. “Das ist die grösste Erniedrigung, die ich je erlebt habe”, äussert er sich gegenüber der dänischen Zeitung Exkstrabladet. Beim Club hat man natürlich nur die besten Absichten: “Sicherheit ist unser Hauptanliegen bei allen Veranstaltungen im Parken-Stadion. Wir wollen, dass die gegnerischen Fans ausschliesslich den Gästesektor benutzen”, sagt Daniel Rommedahl, der Klubsekretär. Selbstverständlich liesse man aber in gewissen Fällen mit sich reden, und wenn es sich zeige, dass der Kaufwillige wirklich kein ausländischer Krawallant sei, sei ein Kauf trotzdem möglich.

In der Schweiz wird derweil weiterhin ein Kuschelkurs im Ticketverkauf gefahren. Dem Verfasser dieser Zeilen sind Fälle bekannt, wo Saisonkarten für YB an Leute mit Nachnamen verkauft wurden, die eindeutig einen ausserkantonalen Einschlag hatten.

 

Militärisches Flugzeug aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um rohen oder geräucherten Fisch

Natischer am Freitag den 2. August 2013

Eine bekannte Schweizer «Zeitung» hat Doppeltorschütze Yuya Kubo einen schmissigen Kosenamen verpasst.

Ha ha, Sushi-Bomber! Generationen von Creative Directors beissen vor Neid in die Tischkante!

Nächste Woche folgt dann Michi Frey nach seinen zwei Toren beim FCZ als «Rösti-Kanone». Und in der Woche drauf Alexander Gerndt, der «IKEA-Abstauber». Soviel Fantasie ist schliesslich nicht jedermanns Sache!

Allenfalls schaffen es die Fans auch diesmal ganz ohne Hilfe diese «Zeitung»? Bitte schreiben Sie Ihren Vorschlag – gern auch grad mit dazugehörigem Lied – in die Kommentare.

Wie? Nein, Herr Baresi. Die Farben des Leibchens passten zwar ideal, aber dafür hat Kubo zuviele Haare und so brown ist er auch gar nicht.

Trümmlige Tätowierung

Val der Ama am Mittwoch den 3. Juli 2013

Schalkes Jungprofi Dennis Erdmann hat einen Knutschfleck.

Es ist ja jetzt wieder Trainingslager und da sehen sich die Spieler wieder und die Journalisten sehen die Spieler wieder und ab und zu gibts da Überraschungen, weil einzelne Spieler, die werden dicker, andere dünner oder wegen viel Sonne dunkler und so. Und dann gibts ab und zu auch neue Tattoos, wie zum Beispiel bei Nachwuchsspieler Dennis Erdmann.

Ja, das Ding da an seiner linken Halsseite, das ist echt und, so Erdmann: “Es sind die Lippen meiner Freundin Tanita. Ich finde es wirklich gelungen.” Weil Freundin Tanita hat dafür auch extra eine Vorlage erstellt: Ein Knutsch mit Lippenstift auf ein Blatt Papier.

Ui.

Schwindende Stellen

Herr Shearer am Montag den 10. Juni 2013

Das Zürcher Stimmvolk hat entschieden – dutzende Jobs im niederschwelligen Sektor verschwinden.

Nach der Zustimmung zum sogenannten Hooligan-Konkordat bangen Dutzende Zürcher Hooligans um ihren Job. De facto verbietet ihnen die Gesetzesrevision nämlich die Ausübung ihres Berufs. Das Runde Leder hat sich bereits gestern mit einem der Betroffenen unterhalten können. Er möchte anonym bleiben, wir nennen ihn im folgenden einfach “S.”.

Zum Runden Leder: Herr S, wie fühlen Sie sich nach dieser Abstimmung?

S., Berufshooligan: Schlecht, sehr schlecht. Hooliganismus liegt bei unserer Familie im Blut, schon mein Grossvater fiel früher oft negativ in Fussballstadien auf. Damals gab es beim Fussball noch richtiges Bier, sogar in Glasflaschen, stellen Sie sich das mal vor! Auch mein 80-jähriger Vater hat sich immer voll engagiert und den Virus auf mich übertragen. Auch für ihn ist heute ein schwarzer Tag, ausserdem hat er Zucker. Es belastet ihn sehr.

Haben Sie das Ende Ihres Berufsstandes kommen sehen?

Natürlich ist auch an uns nicht vorbeigegangen, dass das Berufsbild des Hooligans in letzter Zeit gelitten hat. Auch war es zunehmend schwierig, Nachwuchs zu rekrutieren. Die Jungen interessieren sich heute mehr fürs Dauersingen und Feuerwerkstechnik. Den harten, dreckigen Teil der Arbeit wollen die nicht mehr machen. Dabei ist es so eine schöne Tätigkeit, man ist draussen an der frischen Luft.

Im Nachhinein gesehen – haben Sie vielleicht auch Fehler gemacht?

Nun ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Allerdings sind wir natürlich in diesem Job in einem schwierigen Umfeld. Mit unserer Ausbildung kann man vielleicht noch im Security-Bereich unterkommen, aber sonst gibt es da nicht mehr viele Möglichkeiten. Lassen Sie es mich mit der Situation der Kohlekumpels im Ruhrpott vergleichen: die mussten sich nach der Schliessung der Zechen auch komplett neu orientieren oder landeten in der Arbeitslosigkeit.

Wie geht es für Sie nun weiter?

Schwierig zu sagen. Ich melde mich sicher möglichst rasch beim RAV, vielleicht können die mir noch helfen. Möglicherweise muss ich halt nach Basel ziehen. Dort sieht es derzeit noch am besten für unseren Berufsstand aus. Aber ob die dort darauf warten, dass die ehemalige Konkurrenz ihnen ihre Arbeitsplätze streitig macht? Andrerseits hat mich der Beruf des Hooligans auch eine gewisse Skrupellosigkeit gelehrt – von daher ergibt sich vielleicht etwas im Finanzsektor, dem geht es hier in Zürich zum Glück noch gerade so einigermassen gut. Es wird auf alle Fälle eine schwere Zeit für mich und die ganze Familie. Wir müssen jetzt halt schauen, wie wir uns durchschlagen können.

Herr S., wir wünschen Ihnen alles Gute auf der Suche nach einer neuen Stelle.

Gewaltproblem gelöst!

Rrr am Sonntag den 9. Juni 2013

Der Kanton Zürich sagt Ja zum verschärften Hooligan-Konkordat.

Nach einem hochstehenden Abstimmungskampf kam es heute zum Showdown an der Urne. Dabei behielten die Befürworter mit einem Stimmenanteil von 85,5 Prozent ganz knapp die Oberhand. Eine Nachzählung scheint uns nicht zwingend nötig.

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Unser Themenbild (8.6., Petach Tikwa): Eine Norwegerin zeigt an der U21-EM in Israel, wie es auch gehen könnte. Sie zündet keine Petarden, wirft keine Fackeln aufs Feld und hält sich von berauschenden Getränken fern. Norwegen gewann 3:1, England ist damit bereits ausgeschieden.

Motivationshilfe

Natischer am Freitag den 19. April 2013

Sind Sie schon so richtig heiss auf Sitten vs. YB vom Sonntag? Wir helfen nach!

Diese von den Urhebern offenbar als zeitlos eingeschätzte Zote stammt aus dem Hause «Wallisär Memes». Exklusiv drüben bei Facebook.

Sie haben weiterführende Fragen? Verpassen Sie auch keinesfalls das diesbezügliche Investigativ-Interview der RZ.

Ein Platz, zwei Blickwinkel

Svon Hetz am Freitag den 19. Oktober 2012

Der neue Wankdorfplatz: Ein Platz für alle.

Hühnerbrust

Val der Ama am Dienstag den 14. August 2012

Werder Bremen ist das Ei von heute lieber als das Huhn von morgen: Der Verein hat allen Protesten der eigenen Fans und Tierschützern zum Trotz den Geflügelfabrikanten “Wiesenhof” als neuen Hauptsponsor präsentiert und sich damit ein mächtiges Ei gelegt.

Wiesenhof hat in Deutschland einen sehr schlechten Ruf: Mangelnde Hygiene, schlechte Arbeitsbedingungen und dazu der Vorwurf der Tierquälerei. Und so ist bereits vor der offiziellen Bekanntgabe des Deals ein veritabler Shitstorm über Werder Bremen gezogen: Peta vor dem Stadion, Proteste in Foren, Politikerstatements, zahlreiche Leserbriefe, eine Protestaktion am “Tag der Fans” dieses Wochenende und jede Menge Kreativität. Auf der Facebookseite “Wiesenhof als Werder-Sponsor – Nein danke!” wurde der “Gefällt mir”-Button bis gestern mehr als 21.000 Mal angeklickt.

Doch der Protest manifestiert sich auch schmerzend für Werder: Der umstrittene Sponsor hat bereits zu Austritten einzelner Mitglieder geführt und plötzlich steht der vielgelobte Verein mit einem Imageverlust da und die Konzentration der bis anhin perfekten Saisonvorbereitung weicht der Betriebsamkeit eines Hühnerhaufens. Ach eben Hühnerhaufen: Ich freue mich in den kommenden zwei Jahren auf Ihre zahlreichen Wortspiele zum Thema Huhn.

Der böse Geflügelproduzent reagierte auf die Prosteste übrigens gelassen. “Was soll das für ein Protest-Sturm sein”, fragt Paul-Heinz Wesjohann, Seniorchef der PHW-Gruppe, zu der die Marke “Wiesenhof” gehört. “Werder hat fast 400.000 Fans. Aber es gibt doch höchstens 4.000 Protestler und davon ist noch die Hälfte Tierschützer”, wird er in den Medien zitiert.