Archiv für die Kategorie ‘Schalungstafeln’

Oha lätz (LXVIII)

Herr Shearer am Dienstag den 23. Juni 2015

Wer findet die fünf Unterschiede?

Oben: das SVP-Sünneli. Unten: Kingsley, das neue Maskottchen des Partick Thistle FC.

SVPlogo

kingsley_ptfc

 

Ici c’est dommage

Rrr am Dienstag den 12. Mai 2015

Biel hat bald das schönste 1.-Liga-Stadion der Schweiz.

bienne

Im Sommer werden die Stades de Bienne eröffnet, für Eishockey (vorne) und Fussball (hinten mit den markanten Lichtmasten). Die Stadt Biel bezahlte 77 Millionen Franken für den Neubau und muss nun mit Entsetzen zuschauen, wie der FC Biel die Saison in der Challenge League in den Sand setzt. Nach dem 1:2 gegen Chiasso ist der Abstieg in die 1. Liga nah.

In einem Akt der Verzweiflung stellten die Bieler nun Sportchef Stefan Freiburghaus kalt und holten die Bieler Fussballerlegende Arturo Albanese zurück auf die Trainerbank – als Berater und als Motivator. Er soll das Team richtig heiss machen für die verbleibenden vier Spiele. Der begnadete Kommunikator Albanese ist topmotiviert und will alles, wirklich alles geben, allerdings nicht nächstes Wochenende in Wil, weil da ist er in den Ferien mit seiner Frau.

Das neue Bieler Fussballstadion hat 6000 Plätze. Gemäss Planungsunterlagen ist ein Ausbau auf 10’000 Plätze möglich, sobald der Klub in der Super League spielt.

Eierball

Herr Shearer am Sonntag den 1. Februar 2015

Sie mögen endlose Werbeblöcke, ständige Spielunterbrüche und vollverschalte Sportler? Sind Sie vielleicht deshalb immer noch wach?

Natürlich werden Sie jetzt nicht zugeben, dass Sie wegen dieser Super Bowl immer noch nicht im Bett sind. Dass Sie sich den Montagmorgen noch zusätzlich damit vermiesen, um während einer über vierstündigen Übertragung gerade mal vier Viertelstündchen lang Sport zu schauen, wobei in dieser Stunde der Ball tatsächlich gesamthaft nur ein paar Minuten gespielt wird. Nein, das würden Sie sich sicher nie und nimmer antun!

Harry Kane, aufsteigender Stern der Tottenham Hotspurs und grosse Hoffnung der Three Lions, sicher ebenfalls nicht.

Später Spott

Rrr am Mittwoch den 15. Oktober 2014

Wir sagen es ja immer: Man soll die Küken nicht zählen, bevor sie ausgebrütet sind.

Frankreichs U21-Verteidiger Layvin Kurzawa hat sich nicht an die Regel gehalten und ist nun die Lachnummer in Schweden.

Im Playoff-Rückspiel gelang Kurzawa in der 87. Minute das Tor zum 1:3, das die Franzosen an die EM gebracht hätte. Darauf verspottete er seinen Gegenspieler mit einer Geste, die in etwa die Botschaft “Na? Und wo seid Ihr jetzt?” beinhaltete:

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Sie ahnen bereits, was jetzt kommt: In der 90. Minute schoss Oscar Lewicki die Schweden mit dem vierten Tor ins Glück.

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Später feierte die ganze Mannschaft.

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Kroos macht den Häberli

Rrr am Mittwoch den 17. September 2014

Profifussballer freuen sich immer wieder, wenn sie mit dem Schweizer Fernsehen fachsimpeln können.

123Gestern war Toni Kroos von Real Madrid dieses Glück beschieden. Für den SRF-Reporter war es die Entdeckung des Abends, Kroos einmal auf der Sechser-Position zu sehen. Wie sah das der Spieler selber?

Ton ab:

Bewegte Bilder gibts hier (ab 00:58).

Ein Einzelfall? Nein, sagt Thomas Häberli (Juli 2008):

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Unsportliche Ungerechtigkeiten

Val der Ama am Mittwoch den 16. Juli 2014

An den Internetpranger mit den Schwalbenkönigen!

schwalben dive1 dive2 Fred Marcelo_2 Muller Robben_1 Robben_3

Besonders dann, wenn der Pranger ein origineller Welcher ist. Obige Gifs sind eine Weltmeisterschafts-Best-Of-Sammlung der Fachwebseite The Golden Dive.

Schauen Sie bei Gelegenheit mal vorbei und buhen Sie innerlich.

Selfidiotie

Val der Ama am Dienstag den 8. Juli 2014

Auch im Sport wird Selbstdarstellung immer bedeutender.

selfie

So zum Beispiel beim Radsport. Viele Fahrer der Tour de France beschweren sich über Zuschauer, die sich mit dem Rücken zur Fahrbahn stellen, um Selfies zu schiessen. Gefährlich natürlich und gelegentlich von Radfahrern sanktioniert: Ramunas Navardauskas vom Team Garmin-Sharp hat am Sonntag einem renitenten Zuschauer das Smartphone aus der Hand geschlagen.

Eine solche Szene werden Sie beim Fussball nie sehen, weil beim Fussball geht alles noch ein wenig selbstverliebter zu und her. Da werden lustige Tanzchoreographien gezeigt, tätowierte Oberkörper präsentiert oder – iöö – mit den Fingern so herzige Herzchen geformt. Oder, einen haben wir noch und passend zum ersten Absatz, statt Torjubel schiesst man genüsslich so ein Selfie.

Sie sehen oben den Eigenschnapschuss von Dom Dwyer, Spieler bei Sporting Kansas City, nach seinem Tor in der 33. Minute der MLS-Partie gegen Chicago. Der Schiedsrichter zeigte Gelb.

Engländer vermissen

Val der Ama am Dienstag den 24. Juni 2014

Die WM ist für England zu Ende.

Obama

Ein letztes Hoch die Tassen! auf die Englische Nationalmannschaft. Ich werde sie vermissen. Gut, vielleicht nicht unbedingt den Trainer, nicht unbedingt Team und Taktik, jedoch ganz bestimmt die berühmten und grossartigen Individualisten: Joe Hart, Frank Lampard, James Milner, Alex Oxlade-Chamberlain, Barack Obama, Jack Wilshere, Wayne Rooney, Daniel Sturridge, Danny Welbeck und auch Steven Gerrard. Schade, sind sie nicht mehr dabei.

Moment, Barack Obama? Aber ja.
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Gute Kroaten, schlechte Kroaten

Rrr am Donnerstag den 6. März 2014

rueferSascha Ruefer und die Secondos.

Ivan Rakitic ist schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Vor vielen Jahren hat er sich dafür entschieden, für Kroatien zu spielen. Das hat ihm seinerzeit viele erboste Reaktionen bis hin zu Morddrohungen aus der Schweiz eingetragen.

Gestern bestritt Rakitic sein 60. Länderspiel für Kroatien, die Geschichte mit der Nati-Wahl ist also ziemlich lange her. Für Sascha Ruefer kein Grund, nicht wieder einmal kräftig nachzutreten:

Min. 22 “Rakitic, der noch für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft gespielt hat, mittlerweile sich aber entschieden hat, für Kroatien zu spielen … unglaubliche Mode, die da im internationalen Fussball herrscht – dass man sich aussuchen kann, für welches Land man spielen wird oder möchte … ich dachte bisher immer, Nationalspieler sein ist eine Herzensangelegenheit – das scheint nicht allen Fällen der Fall zu sein.”

Josip Drmic ist ebenfalls schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Seine Eltern leben heute wieder in Kroatien, Drmic aber hat sich für die Schweiz entschieden. Das gefällt natürlich Sascha Ruefer.

Min. 34 “Drmic … Drmic .. mit links, jetzt vielleicht .. jaaaaaaaa! Drmic schiesst nach 34 Minuten die Schweiz mit 1:0 in Führung … Josip Drmic, in dessen Adern kroatisches Blut fliesst, schiesst sein erstes Länderspieltor gegen das Heimatland, gegen das Land seiner Eltern!”

Sascha Ruefer im Rausch! Und nach dem 2:1 gab es dann gar kein Halten mehr.

Min. 41 “Tooor für die Schweiz! Josip Drmic! Ein Spiel, das wieder Geschichten schreibt! Es ist die Geschichte von Josip Drmic, dem kroatisch-stämmigen Schweizer, der sein zweites Länderspieltor schiesst .. gegen Kroatien! (…) Gegen Kroatien treffen die Kroaten, hat man fast das Gefühl – Gavranovic, auch kroatisch-stämmig, hat auch zwei Tore geschossen neulich gegen Kroatien.”

Sicher ist sicher

Val der Ama am Freitag den 10. Januar 2014

Romas Security tut alles für die Sicherheit der Gästefans.

roma

Sie sehen die Fans von Sampdoria Genua gestern beim Cupspiel in Rom. Es ist glücklicherweise nichts passiert.

Ohne Mori

Val der Ama am Dienstag den 7. Januar 2014

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) lassen nicht alle rein.

moriZum Beispiel den Dan Mori nicht. Dieser ist israelischer Nationalspieler, spielt beim niederländischen Fussball-Erstligist Vitesse Arnheim und hätte eigentlich mit seinem Team nach Abu Dhabi ins Trainingslager reisen sollen. Ist er aber nicht, denn der Golfstaat hat ihm die Einreise verweigert. Weil die VAE erkennen den Staat Israel nicht an und wollen auch keine Israelis im Land.

Das liess sich Vitesse Arnheim bieten und reiste trotzdem gen Süden – gebucht ist gebucht. Nun tobt die Politik etwa so: “Vitesse ist ein Klub ohne Rückgrat, wenn er so etwas akzeptiert und einfach nach Abu Dhabi reist”, sagte der christlich-demokratische Abgeordnete Pieter Omzigt. Ja, gar das niederländische Parlament will sich in den nächsten Tagen mit dem Fall beschäftigen.

Eine Klubsprecherin erklärte im Radio, dass es eigentlich eine Einreisezusage für Mori gegeben habe. Diese sei jedoch kurzfristig zurückgezogen worden und daraufhin habe Mori sich selbst dafür ausgesprochen, dass sein Klub trotzdem reise. Er bleibt derweil in den Niederlanden und trainiert mit dem Nachwuchsteam.

Irritierendes Interview

Herr Shearer am Donnerstag den 31. Oktober 2013

Leider auch alle Jahre wieder: Halloween.

Aber so wüst sieht dieser Pirlo doch gar nicht aus, dass er diese Tarnung nötig hätte, oder?