Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Dramés Drama

Val der Ama am Donnerstag den 25. April 2013

Wie immer um Mitternacht: Wenns stimmt, dann gut erfunden.

Hier sehen Sie Lecces Teilzeitstürmer Ousmane Dramé und über ihn ist uns folgende Geschichte zugetragen worden: Herr Dramé hatte unlängst Lust auf ein wenig Sexy-Time, beispielsweise mit einer Prostituierten. Doch dann dort allerdings akute Frustrationsgefahr, denn der Franzose hatte kein Geld dabei. Dafür aber so ein neues iPhone 5.

Geht auch. Und es ist dann auch gegangen aber leider wohl nicht gut genug: Denn Dramé machte sich flugs darauf und undankbarerweise mit seinem, dem unlängst versprochenen Mobiltelefon aus dem Staub (jetzt hier fügen einige hinzu, es hätte  grad auch noch die Handtasche der Dame mitgemusst) und zwar mit einem zufällig anwesenden Fahrrad.

Absurd? Noch nicht vollständig, weil es geht ja erst richtig los! Und zwar: Die Tat wurde von einer transsexuellen Kollegin der Dirne beobachtet und diese erboste erst und alarmierte dann die Polizei und konnte den Täter nach Verfolgung gar stellen.

Nun ja, mehr Details wahrscheinlich in der heutigen Gratispresse. Sein Verein hat den Spieler derweil suspendiert.

Rassiger Rücktritt

Herr Shearer am Sonntag den 31. März 2013

Ein Trainer kommt, ein Vorstandsmitglied geht.

Wie soeben bekannt wurde, hat Paolo Di Canio das Traineramt beim Sunderland AFC übernommen, nachdem Martin O’Neill vor einigen Tagen seine sieben Sachen im Stadium of Light packen musste. Di Canio war zuletzt beim Swindon Town FC tätig, mit welchem er den Aufstieg in die League One schaffte; allerdings überwarf er sich dort mit den Verantwortlichen wegen Spielertransfers und der Zukunft des Vereins.

 

Einer war ob dieser Wahl besonders entsetzt: David Miliband (2. v.r.), ehemaliger Aussenminister Grossbritanniens und Abgeordneter im britischen Unterhaus, trat per sofort von seinem Amt im Vorstand der “Black Cats” zurück. Miliband ist jüdischer Abstammung. Di Canio seinerseits bezeichnete sich in der Vergangenheits selbst als Faschisten (allerdings sei er kein Rassist…) und rechtsradikal. 2005 wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt, nachdem er, damals in Diensten Lazios, in einem Derby gegen die AS Roma mit einem faschistischen Gruss in die Kurve gegrüsst hatte. Statt die Busse zu akzeptieren, wiederholte er diese Geste – ausgerechnet in Livorno, bei einem Club mit ausgesprochen linkem Anhang.

Miliband erklärte seinen Rücktritt unmittelbar nach Bekanntwerden des Trainerwechsels:

“Ich wünsche Sunderland alles Gute in Zukunft. Diese grossartige Institution leistet einen grossen Beitrag für den Nordosten und ich wünsche der Mannschaft alles Gute für die nächsten sieben extrem wichtigen Spiele. Im Angesicht der früheren politischen Äusserungen des neuen Trainers denke ich aber, dass es richtig ist, jetzt zurückzutreten.”

Immerhin können die Mackems, angesichts des ihnen nach Ansicht des zuständigen Redaktors ziemlich sicher bevorstehenden Abstieges, mit diesem Rücktritt eine stolze Stange Geld sparen.

Kalte Dusche

Rrr am Donnerstag den 28. März 2013

Argentiniens Polizei arbeitet mit Hochdruck am Hooligan-Problem.

Die Fans von Unión Villa Krause waren gestern ziemlich aufgebracht, als ihr Team im Cup-Heimspiel gegen Quilmes zur Pause schon 0:3 zurücklag. Als einige Ultras die Gitter zu demontieren begannen und den Rasen betreten wollten, setzte die Polizei mehrere Wasserwerfer ein.

Der Platzsturm blieb aus, das Spiel musste allerdings abgebrochen werden: Der Schiedsrichter beurteilte die Sicherheitslage als zu instabil.

Stupender Stepanenko

Rrr am Mittwoch den 27. März 2013

Stellen Sie sich vor, Sie sind Tara Stepanenko (1).

Sie führen mit der Ukraine 2:1 gegen Moldawien, die Nachspielzeit ist schon im Gang. Da kommt der Ball (2) in den Strafraum geflogen. Der moldawische Verteidiger (3) sieht das auch und nähert sich ebenfalls der Flugbahn des runden Leders.

Item, Sie sind Stepanenko. Was tun?

Richtig.

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Gelichtetes Gebiss

Herr Shearer am Mittwoch den 27. Februar 2013

Obacht bei Kopfbällen auf Kniehöhe!

Zhivko Milanov, bulgarischer Spieler in Diensten des rumänischen Erstligisten Vasluj, kann ein Lied davon pfeifen. Neuerdings sogar durch eine mächtige Zahnlücke, die ihm sein Gegenspieler Cadu im Spiel gegen CFR Cluj zufügte. Im Mittelkreis versuchte Milanov, einen Ball mit seinem Kopf zu erreichen, statt dessen kollidierte er aber mit dem Knie des ihm entgegenstürmenden Cluj-Spielers. Dieser sah für sein übermotiviertes Einsteigen gerechterweise direkt rot.

Bilanz: zwei Zähne waren direkt ausgeschlagen, drei weitere mussten Milanov im Spital entfernt werden. Viorel Hizo, Vaslujs Trainer, bezeichnete Cadus Foul anschliessend als Verbrechen. “Es ist nicht das erste Mal, dass er so einsteigt. Ich bin gespannt, wie hoch die Strafe für ihn nun ausfallen wird”.

Falls Sie unbedingt bewegte Bilder dieses Attentats auf ein gesundes Gebiss sehen wollen, schauen Sie halt hier.

Die Wiese-Krise

Val der Ama am Mittwoch den 13. Februar 2013

Für Tim Wiese ist der Karneval vorbei.

Wir erinnnern uns: Nach langem Hin und Her verliess er diesen Sommer den SV Werder Bremen, weil er erst mit Real Madrid, später dann halt mit Hoffenheim ganz vorne mitspielen wollte. Hoffenheim immerhin, weil europäisch und erfolgreich, so hoffte Wiese.

Aber erstens kommt es eben anders: Der langjährige Bremer Schlussmann wurde nach zum Teil miserablen Leistungen als einer der Verantwortlichen für die Krise der TSG bezeichnet und von Trainer Kurz erst als Kapitän entmachtet, dann auf die Ersatzbank verbannt und schliesslich – nach der Last-Minute-Verpflichtung des Brasilianers Heurelho Gomes aus der Premier League – vor zwei Wochen zur Nummer drei degradiert.

Und jetzt auch das noch: Gemeinsam mit Teamkollege Tobias Weis wurde er bei einer Karnevalsparty am Rosenmontag in Neckarsulm mit Hilfe der Polizei des Saales verwiesen. Wiese sei “auffällig” geworden, meinte ein Polizeisprecher. “Die Zwei wurden aus der Halle verwiesen. Das ganze Verhalten war unflätig. Wahrscheinlich war der Alkoholkonsum der beiden schuld. Aber es gibt keine Anzeige”.

Der Verein brummte den beiden Spielern umgehend eine Geldstrafe in unbekannter Höhe auf. Wiese zeigte sich im Nachhinein reumütig, entschuldigte sich beim Verein und den Mannschaftskollegen.

Und wie weiter? Theoretisch könnte Wiese in die Türkei oder nach Russland wechseln, dort ist das Transferfenster noch nicht geschlossen. Allein: Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2016, sein Jahresgehalt soll nach Medienberichten bei 3 Millionen Euro liegen.

Dreister Diebstahl (2)

Herr Maldini am Donnerstag den 20. Dezember 2012

Der Grinch war in London.

Dass Celtic Glasgow in dieser Saison keine Geschenke verteilt, musste schon der grosse FC Barcelona erfahren. An Weihnachten ist das natürlich anders.
Im Great Ormond Street Hospital in London wurden am Wochenende 20 Geschenke gestohlen. Gekauft hatte sie der Hospital Charity Found, bestimmt waren sie für kranke Kinder. Portable DVD Player, Nintendo DS Konsolen und noch viel mehr — alles weg.


Der Celtic Football Club reagierte laut einem Sprecher bestürzt auf dieses Ereignis und will nun in die Bresche springen. Wohltätigkeit habe in der Geschichte von Celtic schon immer eine Rolle gespielt, die Spieler hätten zum Beispiel gerade letzte Woche kranke Kinder in einem Spital in Glasgow besucht und im nächsten Jahr finde ein Hilfsprojekt in Kenia statt. Zudem vollbringe das Spital hervorragende Arbeit und habe schon vielen Kindern geholfen. Deshalb wollen die Celts nun sämtliche Geschenke ersetzen.
Die Redaktion des Runden Leders begrüsst dies mit 125 zu 0 Stimmen, findet aber, man könnte statt Unterhaltungselektronik Fussbälle schenken.

Der Übeltäter wird übrigens nach wie vor gesucht. Sollten Sie mehr wissen, melden Sie sich auf dem CID Büro in Holborn oder bei den Crimestoppers unter 0800 555 111.

Solitär und Kung Fu Master

Herr Maldini am Donnerstag den 29. November 2012

Heute reisen wir kurz nach Israel.

Vor einigen Wochen standen sich Hapoel Tel Aviv und Hapoel Be’er Sheva gegenüber. Das Spiel endete torlos und muss dermassen langweilig gewesen sein, dass der Anzeigetafel-Mensch die Zuschauer mit einer Partie Solitär unterhielt.

Das nachfolgende, bewegte Bild beweist aber, dass es in Israels Stadien auch anders zu und her gehen kann: Der Stürmer enteilt den langsamen Verteidigern auf eindrückliche Art und Weise. Hier hilft nur noch die sogenannte Blutgrätsche ohne Absicht (und Aussicht), den Ball zu treffen. Und da wir heute schon beim Thema Schiedsrichter und Karten sind: Diese Aktion muss konsequenterweise mit einem direkten Platzverweis geahndet werden.

Gewagte Gesichtsbehaarung

Rrr am Mittwoch den 21. November 2012

BREAKING NEWS: Chelsea feuert Di Matteo

Movember und seine Auswüchse.

Michael Bridges von den Newcastle Jets (Australien) kurz vor der Verhaftung durch die Schnauzpolizei.

Einbeinige Einlage

Rrr am Montag den 12. November 2012

Der Sicherheitsdienst der Corinthians ist nicht über alle Zweifel erhaben.

Beim Heimspiel gegen Coritiba (5:1) gelang es einem Gästefan, die Sicherheitsabschrankungen hinter dem Tor zu überwinden, zur Cornerflagge zu gelangen, sich von dort der Seitenlinie entlang zu bewegen und schliesslich das Spielfeld zu betreten und einen Spielunterbruch zu erwirken.

Das ist insofern erstaunlich, als der Mann nur ein Bein hat.

Der Verband kritisierte die lahme Security scharf und droht dem Verein nun mit bis zu drei Geisterspielen.

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Zwölfter Mann

Herr Maldini am Donnerstag den 8. November 2012

Sollte YB heute Abend in Rückstand geraten, versuchen Sie es mit einem gezielte(re)n Tackling.

6.11.12, Dynamo Kiew-FC Porto, 0-0. Leider unterbrach der Fan einen Angriff des eigenen Teams.

Bildmaterial von 101GG.

Karate Kid

Herr Shearer am Sonntag den 4. November 2012

Wir wenden uns kurz dem Kampfsport zu.

Zu den bekanntesten Elementen im Karate gehören die kräftigen Kicks, bei denen das Bein auf Kopfhöhe gehoben wird. Das sieht schwieriger aus, als es ist. Mit ein bisschen Übung können Sie das auch! Stellen Sie sich in Kampfstellung hin, den linken Fuss nach vorne und die Fäuste in Verteidigungshaltung. Die linke Faust sollte dabei über der rechten stehen. Stellen Sie sich vor, dass ihr Gegner eine Armlänge vor Ihnen steht. Stossen Sie nun mit dem rechten Bein ab und bringen Sie dabei das rechte Knie vor die Brust und so hoch wie möglich. Drehen Sie gleichzeitig den Ballen des linken Fusses bis sowohl Ballen wie Fuss in einem 90 Grad-Winkel stehen. Strecken Sie jetzt auch noch ihre rechte Faust nach vorne und danach gleich auch das rechte Bein, ohne die Körperhaltung zu verändern. Achten Sie darauf, dass die Endposition Ihres rechten Fusses in einer geraden Linie mit Ihrer Hüfte ist. Denken Sie bei dieser Übung auch stets an den imaginären Angreifer. Wenn Sie das einigermassen im Griff haben und sich bislang keine üble Muskelzerrung zugezogen haben, können Sie das ganze im Videostudium noch etwas vertiefen.

Das Geübte können Sie jederzeit in Strassenkämpfen oder bei Meinungsverschiedenheiten mit Türstehern und ähnlichen unangehmen Zeitgenossen anwenden. Sehen Sie aber davon ab, Karatetechniken beim Fussball anzuwenden. Dort müssen Sie sich nämlich dann nicht wundern, wenn Sie das Feld deswegen vorzeitig verlassen müssen, wie etwa Zlatan Ibrahimovic von Paris St-Germain. Der verwechselte gestern den Parc des Princes mit einem Kampfsportstudio. Das Video dazu finden Sie hier, wenn Sie das wirklich sehen wollen.