Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Liegen lernen

Val der Ama am Dienstag den 1. März 2016

Heute mit einem engagierten Schauspieler und einem widerlichen Gränni.

gaal

Den Schauspieler kennen Sie. Und sicherlich haben Sie davon gehört, dass Louis van Gaal mit seiner “Schwalbe” am Spielfeldrand beim Topspiel der englischen Premier League gegen den FC Arsenal Fans und Medien gleichermassen erfreut hat. Van Gaal hatte sich über eine angebliche Schwalbe eines Arsenal-Spielers derart erzürnt, dass er die Szene vor dem Vierten Offiziellen in der 75. Minute nachstellte.

Wobei. Ein Vogel wars schon, aber keine Schwalbe, wenn Sie uns fragen. Unser Holland-Beauftragte Herr Frans hat eindrückliches Bildmaterial (ab 00:15).

Einen spektakulären Auftritt leistete sich dieses Wochenende Marius Șumudică, Trainer von Astra Giurgiu, beim 1:1 gegen Dinamo Bukarest.

Irgendwas an den Kopf gekriegt hat er, möchte man meinen. Und dann erst Unglauben, dann Schmerzen, möchte man glauben. Ach, schauen Sie selbst.

Farbenfroh

Briger am Montag den 22. Februar 2016

Galatasaray gegen Trabzonspor endet farbig.

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Höhepunkt war die vierte rote Karte. Salih Dursun zeigte Schiedsrichter Deniz Bitnel den roten Karton, nachdem dieser die Karte nachdem Platzverweis gegen Luis Cavanda fallen liess. Dursun durfte seinen Teamkollegen dann gleich unter die Dusche begleiten.

Foul oder nicht Foul? (IV)

Herr Maldini am Freitag den 15. Januar 2016

In nachfolgendem Bewegtbild sehen Sie Marcel Grosskreutz, Cousin von Ex-BVB-Profi Kevin Grosskreutz.

Nulltoleranz beim Vogeltanz

Herr Shearer am Donnerstag den 7. Januar 2016

Das Runde Leder, der führende Berner Ornithologiefachblog, befasst sich zwischendurch auch mit Themen aus dem Bereich Fussball.

Dafür benötigen wir dann aber externe Spezialisten. Heute: Wachtmeister Schärer, Hooliganismus-Experte bei der Kantonspolizei Bern.

scharer-rat-300x148“Es ist schön, feststellen zu dürfen, dass auch andernorts konsequent eine harte Linie gegen Gewalttäter im Fussball gefahren wird. Meine Kollegen von den nordirischen Ordnungskräften sind sich natürlich – historisch bedingt – andere Kaliber gewöhnt als unsere zeuselnden Teenager auf den Stehrampen. Und die Justiz kuschelt nicht lange rum, da steht dann so ein Pitch Invader rassig vor dem Richter! Im vorliegenden Fall war das auch dringend nötig, und es bleibt zu hoffen, dass dem Delinquenten die 750 Pfund Busse und die fünf Jahre Stadionverbot eine Lehre sein werden.

Leider müssen wir den Täter den hiesigen Gepflogenheiten entsprechend anonymisieren, obwohl man der angelsächsischen Presse ganz einfach entnehmen kann, dass es sich um Herrn James Burns, wohnhaft in Hydepark Manor in Newtownabbey, handelt. Item, der Ganove, nennen wir ihn einfach J., konnte es sich vergangenen November während eines Fussball-Freundschaftsspiels zwischen Nordirland und Lettland im Windsor Park in Belfast irgendwie Zutritt an den Spielfeldrand verschaffen, wo er zum Äussersten schritt und schamlos den Vogeltanz aufführte. Glücklicherweise ist man auf der Insel drüben nicht so heikel, wenn es um Videoüberwachung geht – die führt nicht nur dazu, dass sich die Menschen überall viel sicherer fühlen, sondern im gezeigten Fall auch zur Überführung von J. Also, bleiben Sie wachsam. Was, Sie kennen den Vogeltanz nicht? Seien Sie froh, das ist quasi Gnade der späten Geburt!”

 

Schädlicher Sermon

Val der Ama am Dienstag den 10. November 2015

Unzufrieden besser leise.

Connell

Aber von vorn: Oben rechts auf dem Bild sehen Sie Chelsea-Fan Clive O’Connell. Vergangenen Sonntag war das, gleich nach dem Spiel gegen Liverpool. Kenner erkennen, dass Herr O’Connell alles andere als gut gelaunt ist.

Nachvollziehbar, denn schliesslich hat sein Verein das Spiel verloren und also musste Herr O’Connell dem Interviewer erklären, warum Mourinho trotzdem der weltbeste Trainer ist. Dabei hat er leider die Scousers als Abschaum bezeichnet, als böse und schreckliche Menschen.

Die englischen Tabloids haben den Schimpfenden schnell als Anwalt einer bekannten Londoner Kanzlei identifiziert und also musste sich O’Connell öffentlich erklären: “Ich liess meinen Emotionen freien Lauf. Ich bedaure dies und jegliche Kränkung, die ich durch meine bedauerliche Reaktion ausgelöst habe.”

Ah, und schliesslich hat sich dann auch noch der Arbeitgeber gemeldet:

Widerlich wälzen

Val der Ama am Dienstag den 3. November 2015

Niemand leidet wie Bilal Başaçıkoğlu.

Bilal Başaçıkoğlu

Wir befinden uns in der 82. Minute des Spiels zwischen ADO Den Haag und Feyenoord Rotterdam. Nach einem Eigentor durch Sven van Beek steht es 1:0 und an der Aussenlinie streiten sich Edouard Duplan und eben der Bilal Başaçıkoğlu um den Ball. Başaçıkoğlu fällt, der Schiri zeigt Rot.

Wir wünschen dem Gefoulten gute Besserung und Herrn Duplan nicht gar viele Spielsperren.

Belehrungsresistenter Blaufahrer

Herr Shearer am Mittwoch den 16. September 2015

In unserer Reihe “bescheuerter Torjubel aus aller Welt” schauen wir heute nach Pilsen.

limbersky-bentleyDavid Limbersky, Spieler in Diensten des tschechischen Erstligisten Viktoria Pilsen, hatte wohl mehr als nur ein Glas der örtlichen Spezialität intus, als er neulich seinen Bentley um einen Laternenpfosten wickelte; jedenfalls versuchte er sich mit Flucht dem Zugriff der Polizei zu entziehen, was ihm allerdings nicht gelang. Ein Alkoholtest soll satte 1,5 Promille ergeben haben, liest man.

Konsequenz: Entzug der Captainbinde, eine saftige Busse vom Verein und ein hängiges Verfahren – sollte die Justiz die volle Härte walten lassen, dann drohen Limbersky bis zu drei Jahre Gefängnis.

Aber das ist jetzt alles schon ein paar Tage her, und David Limbersky ist inzwischen ausgenüchtert und spielt wieder. Am Wochenende ging es gegen Pribram ran, unser Blaufahrer schoss zwei Tore beim 4:0-Sieg. Und jetzt schauen Sie sich mal den Torjubel beim ersten an.

Ja, es ist unfassbar.

Beschädigter Pokal

Rrr am Montag den 7. September 2015

Live auf diesem Kanal ab 13:00 Uhr: YB-Pressekonferenz und Trainerpräsentation.

Skandal! Deutsche machen unseren Cup kaputt.

123Seit 1925 wird im Schweizer Cup die Sandoz-Trophäe vergeben. Der Pokal ist nach dem Lausanner Bankier Aurèle-Gilbert Sandoz benannt. Nur zwischen 2003 und 2008 gabs einen anderen Preis, den Swisscom Cup, seither wird wieder um das Original gekämpft.

Der Pokal befindet sich zurzeit auf Wanderschaft im Wallis, weil der FC Sion ja dieses Jahr den Cupfinal gewann (3:0 gegen den FC Basel in Basel). Die Trophäe wird an so ziemlich jedem Käferfest herumgereicht, und 128 Prozent aller Walliser haben die Gelegenheit bisher benutzt, den Pokal einmal persönlich in die Höhe zu stemmen.

Das wollte auch ein Deutscher tun, als er neulich in einem Festzelt in Pralong den Pokal erblickte. Der Mann sei “der Einzige gewesen, der den Pokal stilecht in die Hände nahm”, berichtet der Journalist Martin Wittmann. Dabei löste sich dummerweise der Boden des Cups vom Restkörper. “Besorgte Menschen eilten herbei, um dem Deutschen den Pokal wieder abzunehmen.”

Den Wallisern ist die Sache natürlich etwas peinlich. Umso besser, dass es hierzulande niemand mitbekommen hat. Nur die “Süddeutsche Zeitung” berichtete diese Woche verschämt im Vermischten über den Vorfall.

Fort mit dem Flitzer

Val der Ama am Montag den 24. August 2015

Mohammed Essoukhra wollte doch nur helfen.

Mohammed EssoukhraNoch 8 Minuten waren zu spielen, vergangenen Freitag in MarrokoMarokko. Im Spiel Maghreb Fès gegen AS Salé stand es 3:1 und da flitzte mal eben so ein nicht mal nackter Flitzer über den Platz.

Salés Goalie, der oben erwähnte Mohammed Essoukhra, machte, was normalerweise die Herren in den signalfarbigen Westen zu tun beabsichtigen: Er stoppte den flinken Invasoren und spedierte ihn vom Platz.

Und kassierte dafür die Rote Karte.

Seltsamer Entscheid, finden Sie? Wir nicht.

Haarsträubende Haifischattacke

Herr Shearer am Mittwoch den 15. Juli 2015

Flaschen? Messer? Petarden? Kinderkram!

Die Fangewalt nimmt immer schlimmere Ausmasse an, aber die Justiz greift glücklicherweise durch. Kenneth Meech, 51-jähriger Fan von Grimsby Town, kriegt jetzt die ganze Härte des Gesetzes zu spüren, nachdem er einen Steward beim Auswärtsspiel im Februar in Barnet sage und schreibe mit einem Haifisch angegriffen hatte. 700 Pfund plus Übernahme der Gerichtskosten lautet das Verdikt für diese perfide Attacke. Gut, es war ein aufblasbarer Haifisch, wie man ihn etwa Kleinkindern zum Planschen gibt, es gab ergo keine Verletzten, aber der klagende Steward fand, dass Meech das Spielzeug wie eine Axt geschwungen und ihn damit hart am Kopf getroffen habe.

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Bild: Herr Meech mit der Tatwaffe.

Der Verurteilte zeigte sich – natürlich, weil Fussballfan – nach dem Richterspruch uneinsichtig: “Bei mir ist ein bisschen die Luft draussen. Ich bin überrascht und schockiert vom Urteil, muss es aber akzeptieren. Aber wenn es nicht bei einem Fussballspiel passiert wäre, dann wäre ich heute nicht hier, da bin ich mir sicher”.

 

Schiri, bruchsch e Brüue???

Herr Maldini am Donnerstag den 9. Juli 2015

Mit einem schönen Dribbling und einer groben Unsportlichkeit verabschieden wir uns für heute.

Doppelter Treffer

Val der Ama am Samstag den 13. Juni 2015

Es kann schon frustrierend sein, so in der zweiten Mannschaft.

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Zum Beispiel hier eine Szene aus dem Spiel der Reserveteams der Seattle Sounders gegen L.A. Galaxy.

Der Herr unten auf dem Boden heisst Sergio Mota und hat für seinen Ausbruch eine Rote Karte erhalten. Den Empfänger kennen wir nicht, wir sind uns aber sicher, dass das Spiel kaum etwas gegen sein Unbefriedigtsein genutzt hat.