Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Der Bobo, der ein DJ ist

Val der Ama am Freitag den 16. November 2018

Der neue René Baumann heisst Christian Vieri.

Nicht alle Exfussballer langweilen sich. Der Christian Vieri zum Beispiel, der tut allerlei. Zum Beispiel hat er ein Modelabel. Und er organisiert so ein Beachsoccerturnier. Und dann sieht man ihn tanzend in TV-Shows, als Fussballkommentator und sogar in Filmen. Reicht alles nicht, jetzt noch Musik DJ-Zeugs.

Seit seinem Debut am 27. Oktober kann man “Bobo DJ” buchen und wenn Sie den buchen, dann kommt der Bobo gleich noch mit Kollege, Sängerin und Trompeter. ” Unsere Show ist anders. Wir machen Musik, die wir alle mögen. Ich mixe Barry White und ABBA und dazu ein wenig 70er Musik und dazu aktuelle Sounds,” warnt Bobo. Knapp 90 Minuten dauert so ein Set und Bobo meint, das DJ-Sein sei ganz schön hart, weil da müsse man unheimlich viel üben. Und das tut er denn auch – seit August.

Henu. Wenn Sie mögen, dann schauen Sie sich sein Instagramprofil an, buchen den Bobo und berichten uns, wie’s war. Besten Dank.

Neuster Nepp

Herr Shearer am Donnerstag den 20. September 2018

Als hätte der moderne Fussball nicht schon genug Probleme – jetzt auch noch das!

Auf eine besonders dreiste Methode, aus der Champions League-Hysterie Profit zu schlagen, ist die Redaktion des Runden Leders vor einigen Tagen durch Quellen gestossen, die aus verständlichen Gründen anonym bleiben wollen und deren Wunsch wir hier auch respektieren.

Fast tausend Fussballfans sind gestern denn auch auf den billigen Trick hereingefallen und haben je zehn Franken Eintritt bezahlt, um eine offensichtlich gefälschte Champions League-Partie zu sehen, wie unser Fernsehsender RL TV berichtet:

Die UEFA und die Stadt wollten keine Stellung nehmen – wir bleiben dran!

Dreiste Diebe

Rrr am Samstag den 21. April 2018

Und plötzlich war er weg, der schöne Europa League Pokal.

Gestohlen, als er auf Promo-Tour durch Mittelamerika war. Fragen Sie jetzt nicht, warum die UEFA einen Pokal auf Promo-Tour durch Mittelamerika schickt, es ist einfach so. Irgendwie gings um Sponsor FedEx, aber egal. In Leon (Bundesstaat Guanajuato) befand sich der Pokal in einem Auto, als er vom Erdboden verschwand.

Die Polizei wurde eingeschaltet, es herrschte grosse Aufregung. Also in Mittelamerika. Bis Europa drang die Geschichte nicht. Aber item, der Fall endete so mysteriös wie er begonnen hatte: In der Hauptstadt tauchte der Pokal wieder auf, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Die Hintergründe liegen im Dunkeln. Es gibt Vermutungen, dass es um einen ganz gewöhnlichen Autodiebstahl handelte. Nebenbei entdeckten die Diebe den 15 Kilogramm Pokal, der sie aber nicht gross zu interessieren schien. Den meisten europäischen Fussballklubs geht es ja auch so. Warfen die Diebe den schönen Europa League Pokal schnöd in eine Mülltonne, oder deponierten sie ihn des Nachts reuevoll am Sitz der Generalstaatsanwaltschaft, als ihnen durch die Medienberichte bewusst geworden war, was für ein Schatz der Fussballgeschichte sie da ungewollt behändigt hatten? Wir wissen es nicht.

Klar ist nur eins: Wenn Sie am 16. Mai den Captain von Marseille, Red Bull, Arsenal oder Atlético den Europa League Pokal in die Höhe stemmen sehen, freuen Sie sich oder ärgern Sie sich – aber seien Sie einfach gewahr, was dieser Pokal in letzter Zeit alles durchgemacht hat.

So ein Seich

Briger am Mittwoch den 28. März 2018

Erneute Pinkelposse in der Serie D.

Foto via: oe24 sport

Ältere Leser werden sich erinnern. In dieser Saison wurde mit Giovanni Liberti bereits einmal ein Spieler der Serie D bestraft, weil er seine menschlichen Bedürfnisse nicht unter Kontrolle gehabt haben soll. Armando Prisco, der Ersatztorwart von Messina kam im Serie D-Derby zwischen der Associazione Sportiva Dilettantistica Igea Virtus Barcellona und der Associazione Calcio Rilancio Messina Società Sportiva Dilettantistica a r.l zum Einsatz. Im regendurchnässten Stadio Carlo Stagno d’Alcontres musste der Torwart dann in der 85. Minute mal kurz für kleine Jungs. Das Spiel fand gerade vor dem anderen Tor statt und da war die Gelegenheit günstig, dachte zumindest Prisco. Er hatte die Rechnung ohne den Schiedsrichter der Partie gemacht, der ihn bemerkte und sofort vom Platz stellte.

Zu sehen ist die rote Karte bei 00:39, die Pinkelszene wurde leider nicht übermittelt.

Nach dem Spiel äusserte sich der Torwart des früheren Serie A Clubs, der seit dem Abstieg 2007 bereits zweimal Konkurs ging, wie folgt:
“Ich machte eine Geste, die so aussehen sollte, als würde ich mich dehnen. Ich wusste, da waren Leute um mich und ich wollte nicht, dass man denkt, ich würde urinieren. Er (der Schiedsrichter) nahm es etwas zu persönlich. Ich war ehrlich genug, zu beichten, was ich getan hatte. Ich denke nicht, dass es sonst wer bemerkte. Ich werde es nicht mehr tun. Ich werde versuchen das Bedürfnis zu unterdrücken. Ich bin 21 und nicht inkontinent.” Der Innenverteidiger, der anschliessend ins Tor musste, hielt seinen Kasten sauber und so konnte Messina zumindest einen Punkt nach Hause nehmen. Prisco schaut die nächsten drei Spiele von der Tribüne aus zu.

Fiche für Fans

Rrr am Montag den 8. Januar 2018

Das historische Bild zum Wochenstart.

Heute: Inserat im “Kicker-Sportmagazin”, 1980er-Jahre.

Mehr zu Ehevermittler Menger und seinem Gewerbe im Spiegel 38/1983. Seine Firma ist längst aus dem Handelsregister gelöscht, der Menschenhandel wird heute diskreter abgewickelt.

Das Thema aufgegriffen hat auch der Kabarettist Gerhard Polt.

(Foto: twitter.com/iljabehnisch)

Torwarttölpel

Briger am Montag den 13. November 2017

Katars U19-Nationalelf qualifiziert sich trotz Fehlverhalten des eigenen Schlussmannes für die AFC-Meisterschaft 2018.

(Foto via dailymail.co.uk)

Letzte Woche fanden in Doha die Qualifikationsspiele der Gruppe C statt. Nachdem im Startspiel der Libanon vor 50 Zuschauern gegen den Irak mit 0:2 verlor, gewann Katar zwei Tage später vor 2’500 Zuschauern mit demselben Resultat gegen den Libanon. Nun stand das alles entscheidende dritte Qualifikationsspiel zwischen dem Irak und Katar auf dem Programm. Vor 3’100 Zuschauern im Grand Hamad Stadium in Doha, trennten sich die beiden Teams mit 1:1. Da aufgrund der unterschiedlichen Gruppengrössen nur die fünf besten Gruppenzweiten ans Turnier nach Indonesien im nächsten Herbst fahren durften, musste eine Entscheidung in Form eines Elfmeterschiessens her.

Nach vier Schützen führten die Katari mit 3:2, als Muntadhir Mohammed zum fünften Penalty für die Iraker antrat. Torwart Shehab Mamdouh parierte, die Freude bei den Jungen aus dem Emirat am persischen Golf kannte keine Grenzen. Doch einer hatte etwas dagegen, Schiedsrichter Aziz Asimov aus Usbekistan ahndete zu recht das zu frühe von der Linie springen des Torwarts. Dummerweise hatte der während des Spiels schon gelb gesehen und folglich durfte er jetzt mit warem Wasser duschen. Katars Kapitän Nasser Abdulsalam Al Alahrak musste für seinen Kollegen einspringen. Natürlich kam es, wie es kommen musste, Al Alahrak brachte irgendwie einen Fuss hinter den Ball und so war Katar Gruppensieger. Aber auch der Irak konnte sich freuen, als einer der fünf besten Gruppenzweiten fahren auch die Iraker nächsten Herbst nach Indonesien.
Sterng genommen, hätte auch dieser Penalty nochmals wiederholt werden müssen, denn der “Spielertorwart” trug noch sein Feldspielertrikot. Geniessen Sie nun nochmals die entscheidende Szene des Penaltyschiessens in Bewegtbildern:

Quatsch mit Sauce

Herr Shearer am Donnerstag den 19. Oktober 2017

Immer Ärger mit Maskottchen!

Aus Australien erreicht uns ein weiterer Fall von ausfällig gewordenen Werbefiguren. Eine Barbecuesaucen-Flasche ist zusammen mit ihrem Kollegen Ketchup für die Bespassung bei den Central Coast Mariners zuständig. Beim letzten Spiel – ausgerechnet in einem Derby – setzte es für diese eine böse 1:5-Heimpleite gegen die Newcastle Jets ab. Auf die Sprechgesänge (“Who Are You?”) der Gästefans blieb Ketchup cool, Barbecue allerdings lüpfte es den Deckel. Sie zeigte den mitereisten Anhängern aus Newcastle den Stinkefinger – gut, dass jemand diese Untat mit seinem Telefon festhielt. Etwas blöder allerdings für die fiese Flasche. Sponsor MasterFoods (dessen tolle Produkte wie Mars, Milky Way und Raider Sie sicher kennen und lieben) fand die Aktion nicht so toll und bediente die lokale Presse mit folgendem Statement:

“Während die Saucenflaschen-Maskottchen für die A-League-Spiele an der Central Coast stehen, steht das Verhalten der Barbecuesaucen-Flasche nicht für das familienfreundliche Verständnis von MasterFoods. Wir werden die Flasche am nächsten Spiel in anständigerer Form sehen. Nach seiner gelben Karte weiss sie, dass eine weitere eine Weile auf der Bank für sie bedeuten und dass sie damit ihren Platz in der Startaufstellung auch an die Senfflasche verlieren könnte”.

Ach ja: wenn Sie auch noch Ihren Senf zu dieser Geschichte abgeben möchten, können Sie das wie immer in der Kommentarspalte tun.

Foto: Screenshot Twitter

Doppelschwalbelumme

Briger am Montag den 29. Mai 2017

In Schottland spielten Dundee United und Hamilton Academical um den letzten Platz in der Premier League.

Beim Hinspiel in Dundee schaffte es Simon Murray gleich zwei Mal eine gelbe Karte für eine Schwalbe Lumme zu erhalten. Zuerst ging er in der ersten Hälfte in einem Zweikampf mit Massimo Donati zu Boden, in der 77. Minute wurde er dann von Schiedsrichter Steven McLean unter die Dusche geschickt, nach dem er von Scott McMann gefoult wurde, aber etwas gar theatralisch abhob.


Simon Murray Red Card Scotland Premiership… von kivancyildirim791

Dundee legte nach dem Spiel Protest ein, weshalb Murray beim Rückspiel gestern trotzdem antreten durfte. Die Hamilton Academicals gewannen dennoch 1:0 und bleiben in der Premier League, Dundee muss ein weiteres Jahr in der 2. Liga spielen. Die ganze Geschichte dürfte ein Vorgeschmack darauf sein, was nächste Saison in der englischen Premier League Wochenende für Wochenende für Diskussionen sorgen dürfte, nach dem die Liga beschloss, zukünftig härter gegen Schwalben Lummen vorzugehen.

Grosse Gefühle

Harvest am Mittwoch den 3. Mai 2017

Fussballer sind feinfühlige Geschöpfe und Unfairness verabscheuen sie aufs Tiefste.

So auch Nikola Antic. Der serbische Verteidiger in Diensten von Vojvodina Novi Sad, der mit seinen Teamkollegen am Wochenende in Belgrad gegen Roter Stern antreten musste. In der 69. Minute wurde er vom Schiedsrichter mit der (direkten) roten Karte in die Kabine geschickt. Weshalb? Sehen Sie selbst:

Ausser Srdan Obradovic, der die Partie leitete, wusste niemand, welches Vergehen Antic begangen haben soll. Dieser wurde der ungeheuerlichen Ungerechtigkeit wegen, die er über sich ergehen lassen musste, von den Gefühlen übermannt und weinte bittere Tränen.

Der Schiedsrichter hat auch nach dem Spiel keine Stellung dazu genommen. Gerüchteweise soll er die Mutter des Unparteiischen beleidigt haben. Wie das unbemerkt aus dieser Distanz geschehen konnte, könnte wohl auch nur Obradovic erklären.

Seis wies sei, nach der roten Karte erzielte Roter Stern Belgrad noch zwei Tore und gewann das Spiel mit 2-0. Damit grüssen sie auch weiterhin von der Spitze der Tabelle, allerdings punktgleich mit den ungeliebten Partisanen.

Hupende Integrationsverweigerer

Harvest am Sonntag den 19. Juni 2016

Euro endlos! Unser Kolumnist hat das Wort.

wale_brust“Alle Fans lieben ihre Nation und ihr Team. Das ist super! Aber, Freunde, ich habe einen Wermutstropfen.

Gewinnen die Kroaten, die Italiener oder die Spanier ein Spiel, so fahren die Secondos los in ihren Protzwagen, die sie mit unseren Steuergeldern via Sozialhilfe bezahlt haben. Bei den Albanern braucht es nicht einmal einen Sieg dafür. Sie fahren also los in langen Konvois und hupen ununterbrochen, und das zu nachtschlafender Stunde und mitten in Wohngebieten. 

Rosmarie kommt im Moment auch ohne hupende Autos kaum zu Schlaf, und das in einer Zeit, in der sie eigentlich Energie braucht, um für die Kleine zu sorgen. Ich bin kein Rassist, aber wir leben hier in der Schweiz und wer sich niederlassen will, soll sich gefälligst integrieren. Wir Schweizer feiern einen Sieg traditionell mit einem Bier in der gemütlichen Stube oder mit Freunden bei einem Bätzi in der Bar.

Und was macht die Polizei dagegen? Nichts! Lieber verteilt sie Bussen für Falschparker und geringfügige Geschwindigkeitsübertretungen. Wissen Sie, womit sie das begründen? Sie wollen diese spontane Freude nicht unterdrücken. Pha, dass ich nicht lache! Mit spontan hat das überhaupt nichts zu tun. Die verabreden sich schon vor dem Spiel und danach geht es nur noch ums Hupen und überhaupt nicht mehr um die Freude.

Jetzt wurde ich doch noch etwas emotional, das liegt sicher am wenigen Schlaf. Die Kleine hält uns ganz schön auf Trab, gestern hat sie gehustet und wir mussten mit ihr auf den Notfall der Insel. Zum Glück war es nichts, wahrscheinlich hat sie nur etwas in den falschen Hals bekommen. Aber das gehört nicht hierher, wo war ich stehen geblieben? Ah ja, für mich ist Integration nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Notwendigkeit. Und das fängt schon beim Bejubeln eines Sieges an.”

Krimineller Karim?

Briger am Freitag den 18. März 2016

Neuer Ärger für Karim Benzema.

Benzema

Eben noch konnte der Real-Star sich Hoffnungen machen, doch an der Euro im eigenen Land teilnehmen zu können, wurde doch das Kontaktverbot zu Mathieu Valbuena letzte Woche aufgehoben. Da mischte sich der Premieminister ein und gab gegenüber dem Sender RMC zu Protokoll: „Ein großer Sportler sollte ein Beispiel für die Jugend sein. Ich bin weder Präsident des Verbands noch Didier Deschamps. Aber ich denke, dass die Voraussetzungen für eine Rückkehr von Benzema nicht erfüllt werden.“

Seinem Ärger über den Premier machte Benzema, wie heute üblich, über Twitter Luft:

Gut, Monsieur Valls hat eventuell nicht das Verhalten auf dem Platz gemeint, aber egal. Nun veröffentlichte die Zeitung Libération aus Paris aber neue Vorwürfe gegen Benzema. Es geht um organisierte Kriminalität, um Geldwäsche und Drogenhandel. Benzema wurde als Zeuge vernommen, ob er selbst beteiligt war oder nur an falsche Freunde geraten ist, wird sich zeigen. Die Euro im eigenen Land rückt für ihn dadurch aber wohl wieder in weite Ferne.

Resolute Reaktion

Rrr am Samstag den 12. März 2016

Foul oder nicht Foul?

Auch heute präsentieren wir Ihnen eine knifflige Szene, diesmal aus der neunten italienischen Liga. Castel San Niccolò empfing das Team von Fortis Arezzo, es waren noch etwa 20 Minuten zu spielen, als ein Spieler der Gastgeber rot sah.

Genauer noch: Er sah Rot.

Bemerkenswert ist sicher die Standfestigkeit des Schiedsrichters.

Wie auch immer: Castel San Niccolò lag zum Zeitpunkt des Spielabbruchs 0:4 hinten. Das Team bleibt Tabellenletzter mit 1 Punkt aus 22 Spielen.