Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Saftige Strafe

Natischer am Donnerstag den 6. September 2007

In unserer brandneuen, unregelmässigen Serie «Vereine mit eindrücklichen Vereinswappen» präsentieren wir Ihnen heute den rumänischen Spitzenclub FCU Politehnica Timisoara.

Der berühmteste Spieler des Teams hat es bereits vor kurzem schon mal ins Runde Leder geschafft: «Ein Mann sieht Rot!». Nun wurde die Strafe verkündet.

Viorel Ganea wurde vom rumänischen Sportgericht für 22 Spiele gesperrt. Zudem muss er € 4400.- Strafe zahlen.

Dabei kam ihm noch zugute, dass sich seine aktive Laufbahn dem Ende nähert: «Wir haben bedacht, dass Ganea vielleicht bald seine Karriere beenden wird und ihn deshalb nicht mit der maximalen Strafe belegt», erklärte der Chef der Disziplinarkommission des rumänischen Fussballverbandes.

Nicht überliefert ist, ob Ganea damals nicht vielleicht nur auf dem nassen Kunstrasen ausgerutscht ist.

Ein Mann sieht Rot …

Rrr am Dienstag den 28. August 2007

… und das zu Recht.

Das Spiel Poli Timisoara vs Rapid Bukarest ging beim Stand von 1:1 in die 69. Minute, als Poli-Stürmer Viorel Ganea hinterrücks einen Gegner foulte. Der Referee übersah die Szene, doch der Linienrichter erkannte das Foul und schwärzte Ganea beim Schiedsrichter an. Dieser zückte Gelb gegen Ganea, und weil er das schon zum zweiten Mal in diesem Spiel tat, wars ein Platzverweis.

Das wiederum brachte den ex-Stuttgart-Profi Ganea in Rage, der darauf den Linienrichter würgte. Szenen dieses unschönen Zwischenfalls sind im Internet dokumentiert.

Vier Polizisten waren nötig, um Ganea vom Platz zu bewegen.

Satellitensender?

Natischer am Montag den 16. Juli 2007

Definitive Liste:
– U1
– alle RTL
– Stade TV
– SF per se
– alle VIVA
– Tele Top und MDR
– alle Sender, die «Spongebob» und/oder «Bernd, das Brot» und/oder zu 50 Prozent Werbung und zu den anderen 50 Prozent irgendwelchen trümmligen Schicksalslaber-, Promianbet- und Gerichtsverhandlungsscheiss senden, werden auf die verbleibenden Sitze gepfercht.

Als Piloten fungieren heute Schawi Schawinski und Kurt Felix.

Gute Reise!

Den Final der Copa América gabs nächti tatsächlich ausschliesslich am Pay-TV. Der Erwerb der Übertragungsrechte scheiterte an Rosamunde Pilcher und Co.

Nicht nur darum, aber auch, bietet unsere bekannte GmbH heute einen dringend nötigen Transport an. Die Destination ist wie immer unbekannt, aber eines ist garantiert: Es gibt nur einen Hinflug.

Diese Rakete ist reserviert für TV-Sender.
Welche 11 dürfen auf den Flug?

Nennen Sie uns Ihre Nominierungen inkl. Begründung bis 17h15. Messi.

Warnung vor dem Fussballfan

xirah am Freitag den 6. Juli 2007

Fussballfans können echt mühsam sein und benehmen sich praktisch immer daneben.

Warum es keine gute Idee ist, die Fussballfreunde des Zukünftigen zur Hochzeit einzuladen, sehen Sie hier:

Ui ui ui!

Rrr am Montag den 28. Mai 2007

Aus dem Strafbulletin des Solothurner Kantonal-Fussballverbandes.

Atoubas Abgang

Rrr am Mittwoch den 6. Dezember 2006

Der Rundes Leder Bewegtbilderservice präsentiert: Atouba verlässt Hamburg.

Football Fashion

xirah am Donnerstag den 30. November 2006

Die englische Sonne will uns wieder mal ein X für ein U vormachen und hat dabei selber keine Ahnung weder von Insekten noch von Mode, von Fussball ganz zu schweigen.

Stingy Kate

«The Sun» behauptet doch allen Ernstes, dass die ansonsten sehr elegante Kate sich neuerdings an Wespen orientiere, wenn es um ihre Garderobe geht. Dabei sieht man auf den ersten Blick, dass Frau Moss ihre Sympathie für die berühmten Berner Young Boys kundtut, indem sie angemessene Pullover trägt.

Wenn denn schon Vergleiche mit der Fauna herhalten müssen, wäre Kate ja wohl eher eine Stabschrecke (nicht zu verwechseln mit Grasshüpfern übrigens!):

Stick insect

In diesem Sinne, frohes Einkaufen, aber achten Sie auf die richtige Farbenkombination!

Auswärts wieder dabei

xirah am Mittwoch den 22. November 2006

Julio GrondonaDie argentinischen Fussballfans dürfen sich freuen, denn ab sofort dürfen sie die Auswärtsspiele ihrer Klubs wieder besuchen. Da es im argentinischen Fussball immer wieder zu skandalösen Gewaltausbrüchen kommt, waren Julio Grondona und die AFA auf die Idee gekommen, nur noch Heimfans und Dauerkartenbesitzer des Gastklubs zu den Matches zuzulassen.
Diese Massnahme wurde aber weder von den Klubleitungen noch von den Fans, noch von den Spielern goutiert und überdauerte gerade mal eine Woche.

Die AFA will nun ihr Reglement endlich stärker durchsetzen, allem voran den Artikel 80, der besagt, dass der Mannschaft, die ihre Fans nicht im Griff hat, bis zu dreissig Punkte abgezogen werden können. Zudem können Bussen ausgesprochen und Partien forfait verloren gegeben werden. Bisher sei diese Regelung aus politischen Gründen nie durchgesetzt worden, bedauert Grondona.

Andere Massnahmen zur Gewaltbekämpfung sind der AFA noch nicht eingefallen. Man ist aber zuversichtlich, die Sache in den Griff zu bekommen. Erwartet wird, dass sich Sepp Blatter in den Problemlösungsprozess einschalten wird, doch der hatte gestern ja bekanntlich Besseres zu tun.


In eigener Sache: Herr pwei, wären Sie so freundlich, mir nochmals ein Mail zu schicken mit Ihren Angaben, damit Sie auch zu Ihrem CC-Preis kommen. Die böse Technik hat unerklärlicherweise Ihr erstes Mail verschluckt.

Hausräumung

xirah am Mittwoch den 15. November 2006

José Veiga, Director-geral do BenficaGestern Abend wurde José Veigas Haus leer geräumt. Dem Geschäftsführer der Benfica wurden persönliche Güter wie Bilder, Mobiltelefone, Teppiche und Plasma-TV abgenommen. Allerdings scheint die Angelegenheit rechtens zu sein, Herr Veiga wurde nicht Opfer eines gemeinen Einbruchs. Die beiden Herren, die sich in Veigas Haus bedienten, hätten sich zwar nicht ausgewiesen, scheinen aber Angehörige der Steuerbehörden zu sein.

Dies jedenfalls wird vermutet, nachdem Herr Veiga gestern in einem Fernseh-Interview überraschend seinen Posten bei der Benfica zur Verfügung gestellt hat. Er fühle sich als Opfer einer ungerechtfertigten Verfolgung und habe eine weisse Steuerweste.

Worüber beklagt sich der Mann eigentlich? Die Aktion kam doch genau zur richtigen Zeit, denn ohne Fernseher verpasst er die voraussichtlich peinliche Vorstellung der Selecção gegen Kasachstan. Heute Abend, 22 Uhr auf RTP.

Weitere Spiele am TV: 20.00 Zypern-Deutschland (ZDF). 20.30 Österreich-Trinidad&Tobago (ORF1), Schweiz-Brasilien (SF2 ). 20.45 Italien-Türkei (RAIUNO). 21.00 Frankreich-Griechenland (TF1).

Vorsicht, bissiger Stürmer!

Frau B am Dienstag den 24. Oktober 2006

Jermaine Defoe hat auf dem Fussballplatz einen Gegenspieler gebissen.

Der Zwischenfall passierte am Sonntag während des Premier-League-Matches Tottenham Hotspur gegen West Ham United. Defoe verübte dieses spezielle Revanche-Foul am Argentinier Javier Mascherano.

Der Tottenham-Stürmer sah für seine Attacke Gelb. Normalerweise schützt ihn dies vor allfälligen weiteren Strafen, denn was der Schiedsrichter geahndet hat, wird nicht nachträglich neu bewertet. Der Sprecher des englischen Fussballverbandes teilte zwar gestern mit, dass die FA diesen Fall als «aussergewöhnlich» einstufe und eine Intervention durchaus in Betracht ziehe, entschied sich aber dann doch dafür, keine weiteren Sanktionen auszusprechen.

Er habe ein bisschen übertrieben, räumte der Sünder ein, fand aber, der Angelegenheit werde eine viel zu grosse Bedeutung beigemessen. «Der Schiedsrichter stand direkt neben mir. Wenn seine Meinung gewesen wäre, ich hätte etwas Schlimmes getan, hätte er mich vom Platz gestellt.»

Kontrollverlust

Frau B am Mittwoch den 18. Oktober 2006

Liverpool und Everton haben nach einem Spiel zwischen ihren Reserveteams Bussen erhalten.

Das Derby fand am 10. Oktober im Halton Stadium statt. Es ging so lange gut, bis Liverpool-Keeper Jerzy Dudek die Nerven verlor, nachdem ihn der gegnerische Stürmer Victor Anichebe wiederholt provoziert hatte. Das Ganze endete in einem Tumult, in welchen Spieler beider Mannschaften involviert waren. Dudek wurde des Feldes verwiesen. Kurz darauf schoss Everton den 2:1-Siegtreffer.

Der 33-jährige Pole erhielt zuerst die übliche Sperre von drei Spielen für die Rote Karte. Nun hat aber der englische Fussballverband heute entschieden, dass Dudek sich zudem ungebührlich verhalten habe, weil er das Spielfeld nicht unmittelbar nach dem Platzverweis verliess. Das bedeutet eine zusätzliche Sperre für zwei Spiele. Ausserdem erhalten beide Clubs Bussen (Everton rund £20’000, Liverpool rund £10’000), weil sie es unterliessen, ihre Spieler zu kontrollieren. Bis zum 1. November haben die Beteiligten Zeit, Stellung zu nehmen.

Falls die Football Association die Sperre Dudeks durchsetzt, wird Liverpool für längere Zeit nur ein Ersatztorhüter zur Verfügung stehen (David Martin). Die beiden anderen (Scott Carson und Chris Kirkland) sind ausgeliehen und können frühestens im Januar zurückbeordert werden.

You’re not singing any more …

Frau B am Dienstag den 17. Oktober 2006

Ein Popduo wurde am letzten Samstag während seines Auftritts in der Halbzeitpause im Stadion verhaftet.

Die singenden Zwillinge durften in der Pause des Derbys zwischen Sheffield Wednesday und Barnsley ihre neue Single zum Besten geben. Francine und Nicola Gleadall haben eine Coverversion des Slade-Hits ‹Cum on Feel the Noize› aus dem Jahr 1970 aufgenommen.

Nicht alle der 28’687 Zuschauer waren von der Tatsache begeistert, dass die beiden 18-Jährigen aus Sheffield stammen. Die Auswärtsfans begannen sie schon auszubuhen und zu beleidigen, als der Stadionsprecher die eineiigen Zwillinge ankündigte. Das liessen die Mädchen nicht auf sich sitzen. Eine der Schwestern gab den rüden Fans durchs Mikrofon die Obszönitäten zurück, während die andere ihnen zwei Finger zeigte (das bedeutet auf gut Deutsch so viel wie ‹fuck off!›).

Natürlich wurden die Popzwillinge verhaftet und abgeführt. «Zwei 18-jährige einheimische Entertainerinnen wurden während eines Championship-Matches in Sheffield von der Polizei verhaftet. Beide erhielten Bussen von £80 wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses», erklärte eine Sprecherin der South Yorkshire Police.

Das Spiel ging ohne weitere Zwischenfälle zu Ende. Sheffield gewann 2:1.