Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

Twitterdepp

Val der Ama am Donnerstag den 6. Januar 2011

Wegen unüberlegten Twitterns hat Marvin Morgan ziemlichen Ärger.

Marvin Morgan ist Stürmer beim Football League Two-Verein Aldershot Town. Und als solcher hat er am Montag beim Spiel gegen Hereford erfahren müssen, dass die eigenen Fans recht gemein sein können; die haben ihn nämlich bei seiner Auswechslung ausgepfiffen.Schlechter Twitterer

Das hat Herrn Morgan derart enerviert, dass er seinem Ärger unmittelbar nach dem Spiel in die weite Welt twitterte:

 Like to thank the fans who booed me off the pitch. Where’s that going to get you! I hope you all die.

Morgan hat sich daraufhin entschuldigt, doch zu spät: Der Arbeitgeber hats bemerkt und seinen Spieler recht empfindlich gebüsst: Suspendierung, zwei Wochengehälter weg und ab auf die Transferliste.

Twitter ist übrigens ein recht aktuelles Thema im englischen Fussball und es gibt Clubs, die sich mit dem Kommunikationsverhalten ihrer Spieler bereits befasst haben. Andere haben noch Handlungsbedarf.

0 Spiele 0 Punkte

Rrr am Dienstag den 4. Januar 2011

Die gute Nachricht zuerst: Der SSV Ulm darf weiter mitspielen.

ulmAber Punkte gibts im Frühling nicht mehr, wenn Ulm in der Regionaliga Süd – der vierthöchsten deutschen Spielklasse – gewinnt oder Unentschieden spielt. Denn Ulm steht bereits als Zwangsabsteiger fest, nachdem der Verein Insolvenz anmelden musste. In der Tabelle wird der Klub ab sofort mit 0 Spielen und 0 Punkten geführt – sportlich läge er knapp über den Abstiegsplätzen.

Der Niedergang des Vereins erreicht damit einen weiteren Höhepunkt. Noch vor zehn Jahren spielte Ulm in der Bundesliga mit. Der renommierte Schweizer Trainer Martin Andermatt konnte den Abstieg allerdings nicht verhindern, obwohl das Team noch im Frühling 2000 von einem UEFA-Cup-Platz träumen konnte. Zwei Monate später war das ganze Punktepolster weg, nach so desaströsen Auftritten wie dem 1:9 gegen Leverkusen.

Ein Gegentor per Penalty in der 90. Minute besiegelte in der Schlussrunde das Schicksal. In den Folgejahren ging es stetig bergab, zumal sich keine Sponsoren und Mäzene fanden.

Vielleicht liegt es am Namen. “SSV” steht für Schwimm- und Sportverein.

Rundes-Leder-Wunschzettel (1)

Natischer am Mittwoch den 1. Dezember 2010

Bild: Quasi handgefötelet von Herrn LLiebes Christkind,

ich bin ein braver Bub aus dem Breitsch, mache fast nie Chabis und habe u gern Weihnachten. Dann gibts ja nämlich immer feines Essen und die Geschenke von dir find ich alben auch super.

Für dieses Jahr hab ich jetzt einen Wunschzettel vorbereitet, damit du mir nicht wieder aus Versehen so einen Pulli mit Rentieren drauf und gelismete Socken bringst.

1 ganz grosses Geschenk darf ich auch aufschreiben, hat das Mami gesagt. Also, das ist so:

Ich wünsche mir eine grosse Haube aus Plexiglas für übers zentrale D-Parterre im Wankdorf. Fast ebiz eso wie bei der Kuchen-Auslage in Tante Trudis Tea-Room. Dann können nämlich die Buben dort künftig immer anzünden, was sie wollen, und stören damit den Rest des Stadions endlich nicht mehr.

Knutschfleck

Frans am Sonntag den 21. November 2010

Stürmer ohne Beisshemmung: Beim gestrigen Spitzenkampf zwischen Ajax Amsterdam und PSV Eindhoven waren sie trotz des torlosen Schlussresultats durchaus anzutreffen.

Suarez Bakkal

YB sucht bekanntlich Angreifer, die furchtlos dorthin gehen, wo es weh tut. PSV-Stürmer Danny Koevermans konnte sich zwar mangels Einsatzzeit nicht empfehlen. Wohl aber Ajax-Topstar Luis Suarez, der in der heissen Schlussphase sehen liess, dass er gar nicht immer die Hand nötig hat, um sich zu behaupten. Anschliessend schritt er mit PSV-Kontrahent Otman Bakkal  in scheinbar freundschaftlicher Umarmung vom Platz, was angesichts des wenige Minuten vorher Vorgefallenen nicht wirklich selbstverständlich war.

Ein klarer Fall für den holländischen Sturs Uder, der Bakkal gnadenlos dafür bestrafen wird, dass er Herrn Suarez wiederholt auf die Füsse trat. Unerhört, sowas.

Rotblaues Redesign

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 29. September 2010

Schock für Bern: Das Blaue Bähnli bekennt sich zum FC Basel.

Die Cabaret-Nummer Dr schnällscht Wäg nach Worb machte das “Blaue Bähnli” schweizweit bekannt. Ab Dezember wird die Linie gemeinsam vom Regionalverkehr Bern-Solothurn und von den städtischen Verkehrsbetrieben Bernmobil betrieben. Und das bleibt nicht ohne Konsequenzen: Die neuen niederflurigen Mittelwagen werden nach und nach rot gestrichen, “damit die Fahrgäste erkennen, dass sie auf einer Bernmobil-Linie fahren”.

Das erste “errötete” Tram steht bereits seit heute Mittwoch im Einsatz (unser Funkbild).

Terrain geebert

Herr Shearer am Samstag den 4. September 2010

Das auf 14.00 Uhr angesetzte Spiel zwischen Borea Dresden und Lokomotive Leipzig kann leider nicht stattfinden.

DV452529Der Grund dafür ist ein tierischer. Wildschweine (vierbeinige) sind ins Stadion des Fünftligisten Borea Dresden eingedrungen und dort ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: der Trüffelsuche. Ob diese erfolgreich verlief, entzieht sich unserer Kenntnis. Der Platz mit dem treffenden Namen “Jägerpark” wurde allerdings dermassen gründlich umgewühlt, dass das Verletzungsrisiko auf dem ramponierten Rasen zu gross ist. Die Vandalen sind leider regelmässige Gäste. Bislang sind sämtliche Versuche gescheitert, den Tieren den Besuch der Spielstätte zu nachtschlafener Stunde zu vergällen. Dabei haben die Verantwortlichen so ziemlich alle Tricks versucht: Blitzknaller, elektrische Zäune, selbst das Aufhängen von verschwitzten Trikots führten nicht zum Erfolg. Nun soll immerhin endlich die Finanzierung eines 1,2m hohen Zauns gesichert sein.

Wann das Spiel nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Vielleicht halten wir Sie auf dem Laufenden.

Die Redaktion des Runden Leders hat übrigens einstimmig beschlossen, dass Wildsäue weder auf das Spielfeld noch auf die Tribünen gehören, sauber filetiert aber immer gerne willkommen sind.

Ergänzungsbilder

Newfield am Dienstag den 31. August 2010

Folge 45 dieser billig produzierten, aber liebevoll editierten und besonders beliebten, weil bunt bebilderten, Serie.

Heute 27 Heldgen aus der gelbrot beschrifteten Archivschachtel «Platzverweise»:

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Ein Click aufs erste (oder sonst ein) Foto kann das Betrachten erleichtern.

Nobody's perfect

Frans am Donnerstag den 26. August 2010

Schiedsrichter Howard Webb hat eingeräumt, in zwei Szenen des WM-Finals falsch entschieden zu haben.

de jong alonso

Sie haben es geahnt: Der erste Fehlentscheid betrifft den gemeingefährlichen Karatetritt des desorientierten Nigel de Jong gegen Xavi Alonso. Dass diese Aktion rot verdiente, wird auch in den Niederlanden anerkannt (notorisch orange Verblendete ausgenommen). Dem Journalisten des Guardian erklärte Webb die Gründe für seinen Griff zur gelben Karte:

Ich stand hinter Alonso und hatte eine schlechte Sicht auf den Vorfall. Zwar sah ich, dass der Fuss hoch war, konnte aber das Mass des Kontakts nicht mit Sicherheit abschätzen. Es ist nicht so, dass ich niemanden vom Platz stellen wollte, weil es ein WM-Final war.  Ich war bloss nicht bereit, nach 25 Minuten aufgrund einer Vermutung rot zu zeigen.

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Erst Karten, dann Karate

Herr Shearer am Dienstag den 27. Juli 2010

Fussball können die Chinesen noch nicht so gut. Im Kampfsport sind sie deutlich besser.

Qingdao

Das musste am vergangenen Wochenende auch der Schiedsrichter der Partie Qingdao Jonoon – Schanghai Shenhua erfahren. Beim Stand von 0:2  schickte er innert zwei Minuten zwei Spieler der Heimmannschaft unter die Dusche. Erst sah der slowenische Stürmer Rodic seine zweite gelbe Karte für eine Schwalbe, kurz darauf ereilte den kroatischen Mittelfeldspieler Jukic das gleiche Schicksal nach einem wüsten Foul. Auf den zweiten Platzverweis folgte die übliche Rudelbildung, während derer ein Mann aus dem Publikum auf das Spielfeld rannte und den Unparteiischen mit einem gekonnten Karate-Kick angriff. Bewegte Bilder können Sie hier anschauen, falls Ihr Computer mit einem Filmprojektor ausgerüstet ist.

Die Polizei konnte den Störefried dann vom Spielfeld entfernen. Damit aber nicht genug: der Anhang des Heimteams meinte zu wissen, wo des Schiris Wagen steht. Also machte er sich nach Abpfiff über denselben her, wie Figura unten zeigt.

Schiri wir wissen wo dein SsanWong steht.

Einfache Lösung

Frans am Mittwoch den 21. Juli 2010

In der 120. Minute des Spieles Ghana-Uruguay hatte Luis Suarez innert Sekundenbruchteilen eine einfache Lösung für ein schwieriges Problem. Ajax-Clubkollege Maarten Stekelenburg war beeindruckt.

suarez ghanaTopleser der Ama war etwas langsamer und lieferte die richtige Lösung im heutigen Fragespiel erst nach gut drei Minuten. Für den Sieg reichte aber auch dies bequem. Wir gratulieren und wünschen einen erbaulichen Nachmittag.

Italien im Halbfinal

Lars: L am Freitag den 9. Juli 2010

italofanRollstuhlfahrer werden immer dreister.

Beim Spiel Deutschland gegen Spanien rannte ein Italiener mit Vuvuzela übers Spielfeld. Nun haben die afrikanischen Sicherheitskräfte auch herausgefunden, wie sie überlistet wurden.

“Der sprang plötzlich auf und rannte auf das Feld”, erklärte Polizeiminister Nathi Mthetwa am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Wohl ein Wunder, denn vorher sass der Italiener gerade noch im Rollstuhl.

Und sitzen wird er nun noch einige Zeit. Sein Südafrika-Urlaub könnte um ein gutes Jahr verlängert werden.

Unzimperlicher Debütant

Herr Shearer am Sonntag den 28. Februar 2010

Gestern spielte sich im Brittania-Stadion zu Stoke eine wüste Szene ab.

Stoke-Spieler Ryan Shawcross foulte Arsenals Aaron Ramsey dermassen brutal, dass er umgehend den Gang unter die Dusche antreten durfte. Auf dem Video sehen Sie, wie der Verteidiger – wohl selbst erschrocken über sein rabiates Einsteigen und die eventuell sogar karrieregefährdenden Verletzungen des Gegenspielers – in Tränen ausbricht. Shawcross’ Tag nahm dann aber noch eine kuriose Wendung: nachdem ihn seine Mutter nach Hause gefahren hatte, erfuhr er, dass er von Englands Nationaltrainer Fabio Capello für das kommende Testspiel gegen Ägypten aufgeboten wurde.

Aaron Ramsey brach sich bei dieser Aktion übrigens das Bein. Das üble Foul können Sie sich in diesem Filmdokument noch einmal ansehen.