Archiv für die Kategorie ‘Rote Karte’

DFB gegen DFB

Val der Ama am Donnerstag den 7. Juni 2012

Das Deutsche Fernsehballett muss sein Logo ändern und darf nicht mehr als “DFB-Ballett” auftreten.

Was viele von Ihnen nicht wissen: Alle beim Deutschen Fernsehballet (DFB) sind “im Fussballfieber” und “riesengrosse Fussballfans.” Behauptet zumindest Peter Wolf und der ist dort Chef.

Eben wegen dieser Begeisterung und weil ja bald die Euro 2012TM beginnt, wollten die Damen des DFB, also des Fernsehballets, in so engen Deutschlandtrikots (also so eng) über die Bühne tanzen und sich dazu auch noch „DFB-Ballett” nennen.

“Wollen wir aber nicht”, sagte sich da der DFB und klagte. Und so verbot das eiligst angefragte Landgericht München dem DFB die Nutzung der Bezeichnung „DFB-Ballett” und wegen dem DFB-Emblem zu ähnlich auch gleich die Verwendung des neuen Logos mit dazu.

Der Herr Wolf vom DFB, der schmollt nun recht souverän: “Wir haben eine andere Rechtsauffassung, aber wir wollen uns drei Tage vor der Europameisterschaft nicht weiter streiten. Wichtig ist jetzt nur, dass die deutsche Nationalmannschaft Europameister wird.”

Sing!

Val der Ama am Dienstag den 29. Mai 2012

Mittelfeldspieler Adem Ljajic verliert schweigend seinen Platz in der serbischen Nationalmannschaft.

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Sie kennen das: Wenn Sie vor dem Länderspiel den Gang zum Kühlschrank falsch timen, sehen Sie jeweils die Spieler in Reih und Glied stehen und dann singt erst die eine und dann die andere Hälfte der Spieler furchtbar falsch zu furchtbaren Melodien (und ja, auch wenn Marseillaise).

Egal, wir waren bei Ljajic. Dieser also kannte vergangenen Samstag ein Erbarmen und schwieg – aus ‘persönlichen’ Gründen übrigens – vor dem Spiel gegen Spanien. Und ist nun eben deswegen von seinem neuen Trainer Sinisa Mihajlovic aus dem Team gestrichen worden, wie uns der serbische Verband gestern mitteilte.

Gut, Ljajic war vorgewarnt: Nach der Amtsübernahme vor einer Woche hatte Mihajlovic seine Spieler einen Verhaltenskodex unterschreiben lassen, der das Singen zur Pflicht macht.

Gefühlte 100% Ballbesitz

Newfield am Sonntag den 29. April 2012

Herr Oracles gewinnt mit der obigen Caption die 378. Competition!

Der erst- und vielleicht auch letztmals spontan ausgelobte Nachwuchspreis (ein Chelsea-Fresh-Set, siehe Preisegalerie) geht an Herrn Bueb:

“Als klein Didier das erste Mal alleine von der Küste nach Hause zurückkehrte, wussten die Leute, dass aus ihm kein erfolgreicher Fischer werden konnte.”

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Die preislose, aber schier unbezahlbare, Erwähnung als (trotz seines Namens) geeignetster zukünftiger YB-Trainer steht selbstverständlich …

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Moog klärt

Val der Ama am Freitag den 27. April 2012

Undank der Lohn für Ersatzspieler Andreas Moog.

Moog(rechts)

Der Oberligist Viktoria Köln ist zurzeit Tabellenführer und steht nur knapp vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen hätten die Kölner den Aufstieg perfekt machen können und also ist man wenn schon denn schon, vorfreudig und in Erwartung eines Zuschauerrekords ins Kölner WM-Stadion umgezogen.

Leider aber gerieten die Kölner in Rückstand und als es kurz vor Schluss 2:3 stand, drohte gar ein weiteres Gegentor. Denn der Ball, der rollte unerbittlich in Richtung leeres Tor. Ersatzspieler Andreas Moog aber stürzte kurzerhand aufs Feld und schlug den Ball aus der Gefahrenzone. Rot. Nette Geste: Den Schiedsrichterball überliessen die Kölner den Gästen, die damit doch den 2:4-Endstand erzielten.

Übrigens: Schiedsrichterfachexperte Andreas Kotira meint zur Szene: “Fehlentscheidung. Korrekt wäre gewesen, eine Gelbe Karte zu zeigen. Rot hätte es nur gegeben, wenn der Spieler den Ball mit der Hand abgewehrt hätte.”

Nackte Tatsachen

Rrr am Dienstag den 3. April 2012

Vorsicht: Tattoos können Ihr Image als Werbe-Ikone schädigen.

David Beckham wurde von der britischen Supermarkt-Kette “Sainsbury’s” als Botschafter für die Aktion “Active Kids 2012” auserkoren. Insgesamt 47.000 Poster wurden an Schulen und Gemeinden im ganzen Königreich ausgeliefert.

Doch die Pädagogin Anita Deacon von der Winshill-Grundschule in Burton war entsetzt, als sie das Plakat von nahem betrachtete. “Wir sind nicht prüde”, sagte sie: “Wir denken nur, es ist unangebracht.”

Die Supermarkt-Kette hat sich mittlerweile offiziell in aller Form für allfällige Gefühlsverletzungen entschuldigt. An der Kampagne hält sie allerdings fest.

Schulleiterin Lynn Baker zeigte sich dialogbereit: “Wir werden das Material behalten. Aber wir hängen es so hoch, dass die Kinder es nicht sehen können.”

Fussballkrimi

Val der Ama am Freitag den 30. März 2012

Fussballer können nicht viel anderes als Fussball.

Dies gilt auch für Fousseni Alassani (20), muss man leider hier hinschreiben. Als Stürmer beim FC St. Pauli hat er in dieser Saison immerhin bereits 9 Tore geschossen. Also für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli. Aber egal, weil auch so war Alassani ein viel versprechendes Talent, so schreiben heute viele Zeitungen. Nun aber zum Krimi.

Wedel, Samstag, kurz vor 22 Uhr: Ein unmaskierter und mit einer Pistole bewaffneter Mann stürmt den Aufenthaltsraum des örtlichen Rewe-Markts. Er bedroht zwei Mitarbeiterinnen mit einer Gaspistole, versprüht Pfefferspray und schlägt eine der Frauen. Danach flüchtet er mit ein paar Hundert Euro in ein nahe gelegenes Waldstück. Die Pistole mit seinen Fingerabdrücken lässt er in der Eile liegen.

Die Polizei wird schnell alarmiert und als sich der Bösewicht ein paar Minuten später wieder aus dem Gebüsch wagt, wird er von wartenden Beamten festgenommen. Diese finden das Raubgut – ein paar zerknüllte Geldscheine – in der Unterhose des 20-Jährigen. Alassani streitet die Tat erst ab, gesteht aber wenig später.

Alassani hats wirkich nicht einfach, dieser Tage, weil vor drei Wochen trennte sich sein Verein von ihm. “Es sind Dinge vorgefallen, die uns gezeigt haben, dass er für den Weg zum Profi nicht bereit ist. Jetzt hat er offenbar auch noch den grössten Fehler seines Lebens begangen”, sagte St. Paulis Teammanager und Pressesprecher Christian Bönig.

Stimmt, denn nun drohen dem 20-Jährigen mindestens fünf Jahre Haft.

Brachialer Boateng

Val der Ama am Montag den 12. März 2012

BREAKING FCZ NEWS: Trainer Urs Fischer gefeuert.

 Heute zeigen wir Ihnen einen Kurzfilm über das Wirken des Derek Boateng (nein, nicht verwandt), Mittelfeldspieler bei Dnipro Dnipropetrowsk.

Sie sehen einen Ausschnitt der Partie gegen Vorskla Poltava, ungefähr 10 Minuten vor Schluss steht es 1:1. Film ab!

Friede den Fröschen

Herr Shearer am Dienstag den 6. März 2012

Park Ji-Sung trägt Mitschuld am Artensterben in Korea.

Das beklagt die Lobbygruppe “Frogs Friends”. Sie appelliert an den berühmtesten koreanischen Fussballer, sich für den Schutz der bedrohten Amphibien in seiner Heimat einzusetzen. Seit Park 2006 nämlich seine Biografie veröffentlicht habe, seien die Froschbestände in Südkorea geschwunden, denn die Tiere würden seither wieder in vermehrtem Masse illegal gefangen und zu Suppe verarbeitet.

Im Buch schilderte Manchester Uniteds Mittelfeldspieler, dass sein Vater ihm Froschsuppe zu Essen gegeben habe, damit er auch richtig kräftig werde. Die Naturschützer wollen Park nun dazu bewegen, sich öffentlich gegen den Konsum von Fröschen einzusetzen und seinen Landsleuten den Irrglauben auszureden, dass die Tierchen ihrer Gesundheit zuträglich wären.

Falls Sie jetzt selbst Appetit gekriegt haben, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass in der Schweiz sämtliche Amphibien und Reptilien unter Schutz stehen. Kommen Sie also ja nicht auf die Idee, selbst so eine Suppe zu kochen!

Platini

Herr Maldini am Donnerstag den 16. Februar 2012

Heute stellen wir Ihnen Michel Platini vor. Nein, nicht den Michel Platini, sondern Michel Platini Ferreira Mesquita. Platini ist gebürtiger Brasilianer, spielte unter anderem beim CSKA Sofia und hatte jüngst einen viel beachteten Auftritt gegen Dinamo Bukarest:

Nach dem Spiel verpflichtete Dinamo Bukarest Platini für die nächsten 3 Jahre, er hatte also auch fussballerisch zu überzeugen gewusst. Er reiste gleich mit seinem neuen Team nach Rumänien zurück. Vorsichtshalber wurde Platinis Anwesenheit seinen neuen Mitspielern aber verschwiegen.

Gefällt dem VfB nicht

Val der Ama am Montag den 13. Februar 2012

Facebook kann Ihre Karriere gefährden.

Oder die von Stefano Celozzi.

Doch von vorn: Bruno Labbadia, Trainer des VfB Stuttgart, hatte Celozzi für das Pokalspiel am Mittwochabend gegen Bayern München nicht berücksichtigt. Da Celozzis Freundin zufällig grad krank war, wollte der 23-jährige lieber zu Hause bleiben, um sich dort rührend um seine Partnerin zu kümmern. Und es war ja auch sehr kalt draussen. 

Beim VfB erhalten sogar Spielerfreundinnen so VIP-Tickets und damit diese nicht ungenutzt verfallen, schrieb Celozzi auf seiner Facebook-Seite an seine 260 Freunde folgenden Aufruf: “Möchte jemand zwei VIP-Karten für heute Abend – sind for free.”

Die VfB-Verantwortlichen reagierten daraufhin recht ungehalten, weil VIP, das ist ein geschützter Bereich der Hauptribünen und dort sitzen wichtige Leute und Spieler und Spielerfrauen. Heikel!

Also griff Sportdirektor Bobic schon am nächsten Tag durch: Celozzi wurde suspendiert und bis auf Weiteres in die zweite Mannschaft verbannt.

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk

Herr Pelocorto am Sonntag den 25. Dezember 2011

Der Angriff auf den Alkmaar-Torhüter kommt einen Ajax-Fan teuer zu stehen.

Sie erinnern sich sicher an die Szene, über die das Runde Leder berichtete: Ein 19jähriger Ajax-Fan stürmt auf den Platz und attackiert den gegnerischen Torhüter, der sich mit gezielten Tritten wehrt, der Schiedsrichter gibt dem Torhüter Rot, worauf Alkmaars Elf aus Protest das Spielfeld verlässt. Dann folgt der Spielabbruch.

Jetzt hat Ajax ein Stadionverbot von 30 Jahren über den Fan verhängt. In anderen Worten, frühestens am 20. Dezember 2041 wird der dann 49jährige sein nächstes Spiel im Stadion sehen.

20. Dezember 2041?

Bis dann haben sieben Fussball-Weltmeisterschaften stattgefunden, der BSC YB spielt in der Champions League, das Hardturmstadion wird in Kürze eröffnet, FIFA-Präsident Walter de Gregorio kann in der Affäre um die WM-Vergabe nach Tuvalu gerade noch den Kopf aus der Schlinge ziehen und die UEFA erörtert ernsthaft die Einführung der 5D-Torkamera anlässlich der kommenden U15-EM.

Lima

Herr Pelocorto am Freitag den 23. Dezember 2011

13. Oktober 2011

Bei Auseinandersetzungen im Clásico zwischen Alianza Lima und Universitario wird am 25. September 2011 ein Fan über die Brüstung gestossen und stirbt. Die peruanische Regierung verordnet Geisterspiele für die ganze Liga, die Liga selber will die Meisterschaft unterbrechen.

Die peruanische Sportzeitung El Bocón streicht in ihrer Ausgabe vom 13. Oktober 2011 alle Beiträge über Fussball und publiziert leere Seiten und am Schluss eine einzige Botschaft:

Continuar con la violencia sólo hará que el fútbol desaparezca.
Wenn wir mit der Gewalt weitermachen, wird der Fussball einfach verschwinden.