Archiv für die Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Once upon a time in the south

Harvest am Mittwoch den 13. Dezember 2017

Die spinnen, die Aussies!

Wir starten mit einem Video.

Sie haben richtig gesehen, die letzte Runde der Hyundai A-League wurde “Star Wars Round” genannt. Der australische Verband (oder Hyundai, wer weiss das schon so genau) und der Filmkonzern Walt Disney haben sich da was ganz lustiges ausgedacht. Um den Film zu bewerben hat Walt Disney etwas Geld bezahlt und sich so die Namensrechte an einer Runde der Liga erkauft. Doch nicht nur das, Star Wars war auch auf dem Feld präsent.


Wenn Sie durch diesen Werbecoup nun Lust auf den Stuhlfilm bekommen haben, hier der Trailer:

Veranstaltungshinweis:
Am nächsten Sonntag um 16.00 messen sich in Luzern der FCL und die YB. Herr Harvest wird sich das Spiel ansehen gehen und von Bern aus anreisen. Interessierte dürfen sich gerne anschliessen und bei harvestbodenstrichrlätgmxpunktch melden. Das Programm und allfällige Aktivitäten (Achtung Sonntagsverkauf!) werden per Mail organisiert.

Sako trägt Goku

Herr Maldini am Freitag den 22. September 2017

Bakary Sako trägt Mangas am Fuss.

Dragonball Z ist eine japanische Mangaserie um Son-Goku und Son-Gohan, die auch hierzulande im TV lief. Sie ist dem Shōnen-Genre zuzuordnen, es gab sie auch als Bücher zu kaufen. Vielleicht erinnern Sie sich: Es waren jene Bücher, die Sie von hinten nach vorne lesen mussten und am Ende trotzdem drauskamen.

Was das mit Sako zu tun hat? Der französisch-malische Fussballer in Diensten von Crystal Palace – das ist jener Verein, der in der laufenden Premier-League-Saison weder ein Spiel gewinnen konnte noch ein Tor schoss – liess sich vom französischen Künstler Pierre Navarro einige Schuh-Modelle zum Thema Dragonball Z designen. Sie gehören zur “Manga-Collection” und gelten als die ersten zu 100 Prozent von Hand bemalten Fussballschuhe.

Im Vergleich zu dem, was Navarro sonst so entwirft, sind sie übrigens ganz hübsch (Klick auf eigene Gefahr).

Bilder: orravan_design/Twitter

Schläger in Öl

Herr Shearer am Donnerstag den 31. August 2017

Rembrandt, Van Gogh, Hodler? Alle nicht so gut wie der Schöpfer dieses Werks.

Vor einigen Jahren kam es vor dem St James’ Park zu Newcastle zu einem unschönen Rencontre zwischen einem Polizeipferd und einem aufgebrachten Anhänger des Heimteams, welches zuvor ein Derbyspiel gegen den Sunderland AFC unerklärlicherweise mit 0:3 verloren hatte. Das Foto von Barry Rogerson, der auf das Ross namens Bud eindrischt, gelangte darauf im Internet zu einiger Berühmtheit und ging auch ein bisschen in die Folklore der Geordies ein.

Bild: Twitter / @popeformosus

Jetzt wird es sogar Kunst! Im Schaufenster eines lokalen Bilderhändlers hat ein aufmerksamer Tourist dieses wunderschöne Werk entdeckt. Öl auf Leinwand, Künstler unbekannt, zu sehen ist Barry Rogerson, der einsame Kämpfer in seiner aussichtlosen Schlacht gegen die Symbole des übermächtigen Staats, ein letzter Versuch, diese verlorene Schlacht doch noch zu gewinnen. Seither ist viel passiert. Newcastle hat auf noch unerklärlichere Art und Weise noch mehr Derbys verloren, ist abgestiegen und sofort wieder raufgekommen. Dieses Sunderland, der Gegner von damals, kämpft seinerseits gerade darum, nicht in die vollkommene Bedeutungslosigkeit abzusinken. Nach dem lange fälligen Abstieg und fünf Runden in der Championship trennt die “Black Cats” gerade noch ein Punkt von den Abstiegsplätzen.

 

Schneller Sprayer

Herr Shearer am Samstag den 12. August 2017

Eben noch im Internet, jetzt schon an der Mauer.

Ältere Leser erinnern sich: vom Supercup 2017 in Skopje zwischen Manchester United und Real Madrid dürfte mehr als das Resultat dieses Bild eines zerknautschten Marouane Fellaini in Erinnerung geblieben sein. Nun, es hat bloss etwa zwei Tage gedauert, bis ein unbekannter Graffitikünstler das viral gegangene Motiv auf eine Betonwand im australischen Melbourne gesprüht hatte. Wir lieben es!

Bild: FourFourTwo

 

Courtois, Mairesse, Duhart & Co.

Herr Maldini am Freitag den 7. Juli 2017

Wir reisen 80 Jahre zurück.

Was viele nicht wissen: Bereits Herr Rrr sammelte Bildchen seiner Fussballhelden, um diese dann in sein Album hineinzukleben. Nur hiessen diese damals nicht Panini-Bildli, sondern beispielsweise Nestlé-Bildli. Jeder Tafel Schokolade lag ein Bildchen bei, aber das wissen Sie ja bereits.

Das Kapitel “Fussball” in der Ausgabe 1936/37 war grossen französischen Fussballern gewidmet. Nachfolgend erfahren Sie, weshalb die französische Rasse im Fussball brillieren musste, aber auch, weshalb sie international noch nicht die Nummer eins war (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis). So viel sei verraten: L’ésprit, liebe Leserinnen und Leser, l’ésprit!

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La défense du but

Herr Maldini am Freitag den 30. Juni 2017

Frankie erklärt, worauf es ankommt.

Nestlé Peter Cailler Kohler behandelten wir bereits vor einer Woche, doch im wie beschrieben etwas gar randsportlastigen Band von 1938 war noch eine zweites Kapitel zum Runden Leder. Und was für eines! La défense du but. 

Was dort zu lesen war, ist für Sie natürlich nicht neu: Ein richtiger Torhüter trägt selbstverständlich langarm, und auf dem Kopf ein Béret. Er beherrscht das periphere Sehen, verkürzt den Winkel geschickt und antizipiert rechtzeitig. Aber schauen Sie selbst (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis):

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Le roi des jeux

Herr Maldini am Freitag den 23. Juni 2017

Heute reisen wir in das Jahr 1938 zurück.

Nicht nur Lindt & Sprüngli köderte im letzten Jahrhundert seine Kunden mit Sammelbildchen, sondern auch die bereits damals überaus sympathische Nestlé. Pro Tafel gab es ein Bildli, aber das erzählte ich ihnen ja bereits letzte Woche. Leider war der in diesem Artikel hier besprochene Band äusserst randsportlastig, wir konzentrieren uns selbstverständlich nur auf das Kapitel “Fussball”. 

Autor Max Abegglen pries den Fussball als “le plus beau des jeux” an, womit er natürlich völlig recht hatte. Ja, der Herr Abegglen! Die Nationalmannschaftslegende, der Mitbegründer des nach ihm benannten Neuchâtel Xamax. 

Erfahren Sie nachfolgend, was schon damals alles mit dem Runden Leder angestellt werden konnte. Und weshalb der Fussball für Xam Abegglen der König der Spiele war (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis). 

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Football, le

Herr Maldini am Freitag den 16. Juni 2017

Heute Morgen lassen wir die Erinnerungen schwelgen.

Ältere Leserinnen und Leser wissen noch: Früher gab es zur Schoggitafel ein Bildli dazu, welches in ein Album eingeklebt werden konnte. Bild um Bild wurde gesammelt, fehlende Nummern konnten bestellt werden. Diese Alben waren die Vorläufer des Panini-Albums in einer noch schwarz-weissen Welt.

Auch Lindt & Sprüngli gab solche Alben heraus. Heute widmen wir uns Band VIII aus den 1930er-Jahren, darin konnte allerhand über die Natur, Sport und Spiele gelernt werden. Vorgestellt wurde auch die Sportart “Fussball”. Herr Rrr vom Runden Leder hatte das Album seinerzeit selbstverständlich komplett (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis).

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Fussballkultur im wilden Osten

Briger am Dienstag den 13. Juni 2017

Unter der Mitorganisation des fantastischen rubensch soll der Ostschweiz Fussballkultur näher gebracht werden.

Schön war’s letzte Woche im Kino Rex. Das 2. Match Cut Fesival ging über die Bühne und lockte zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an.
Im wilden Osten, genauer in St. Gallen, sollen vom 30.8.-2.9.2017 zum bereits dritten Mal die Fussballlichtspiele stattfinden. Das Festival soll auf vier Tage ausgedehnt werden und dazu brauchen die Macher, die alle ehrenamtlich arbeiten, Geld. Sie können da behilflich sein, in dem Sie per Crowdfunding das Ganze unterstützen. Wenn Sie das tun, dann können Sie, je nach gespendetem Betrag mehr oder weniger tolle Mercis erhalten. Für 20 Franken gibt es z.B. einen Fussballlichtspiele Bag, für 100 Franken einen Festivalpass inkl. Mitgliedschaft und ein Ticket für ein Heimspiel des SC Brühl oder, für 1’500 Franken, das exklusivste Merci: eine persönliche Einladung ans Festival inklusive vier Übernachtungen im Doppelzimmer in der Militärkantine, einer Stadtführung und natürlich Festivalpässen für Sie und Ihre Begleitung. Sie können den Betrag aber auch einfach frei wählen und auf ein Merci verzichten. Für die Finanzierung der fehlenden 26% bleiben noch 40 Tage. Erste Hinweise zum Programm gibt’s hier.
Wir von der Redaktion des Runden Leders finden das eine prima Sache und sind mit 1898:0 Stimmen der Meinung, dass Sie Ihren Beitrag an dieses tolle Festival leisten sollten.

Fussi ist Poesie

Frau Götti am Montag den 29. Mai 2017

Wir fühlen es ganz deutlich, die virtuelle Fussiwelt schreit nach Poesie. Darum haben wir eine anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der deutschen Literaturwissenschaft gebeten, für uns einen Fussball-Liveticker zu analysieren. Und zwar haben wir dafür für Frau Prof. Dr. Ilse v. Mueller-Fridnau den Liveticker des Kickers ausgedruckt beim Pokalspiel von letztem Samstag zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

«Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich gehe gleich in medias res, wenn Sie gestatten. Ausgehend von Stanzels Erzähltheorie haben wir es hier mit einem sogenannten allwissenden Erzähler zu tun, der ganz klar selbst nicht Teil des Geschehens ist.

Das Motiv der Balleroberung zieht sich durch den ganzen in schlichter Sprache gehaltenen Text durch. Auffällig ist das bei aller Schlichtheit energische Bekenntnis zum poetischen Ausdruck, der sich in grossem Metaphernreichtum zeigt. Besonders gelungene Beispiele dafür sind etwa: ‹Hradecky pflückt die Kirsche sicher aus der Luft›; ‹Frankfurt wirft noch einmal alles nach vorne›; ‹Gegen den Ball wird die Dreierkette zu einer Fünferkette aufgestockt›.

Der Text ist geprägt von präzisen Stimmungsbildern wie ‹Der schwarz-gelbe Dortmund-Block hüpft – auf der anderen Seite werden zahlreiche schwarz-weiße Fähnchen geschwenkt.› Eine ‹direkt hypnotische Choreo› in der Tat!

Äusserst dramatische Wendungen in der Handlung verfehlen gerade durch die nüchterne, betont sachliche Sprache, in der sie erzählt werden, ihre Wirkung auf die Lesenden nicht. Man denke nur an den Satz: ‹Ginter hat den Kopf im Zweikampf mit Medojevic tief und wird getroffen.› Eindrücklicher und lapidarer kann man das nicht sagen. Überhaupt zeichnet sich der Text durch einen grossen Spannungbogen aus. So leuchtet in der Mitte der Geschichte etwa der Satz auf: ‹Die Eintracht hat jetzt Blut geleckt.› Bewusst offen gelassen wird bis zum Ende der Ausgang der Begegnung – etwa auf Seite 88 mit dem wunderbaren Satz: ‹Castro probiert es direkt, jagt den ruhenden Ball aber in den Berliner Nachthimmel.›

Abschliessend darf ich dem schönen kleinen Text ein Kompliment aussprechen. Er weiss durch seine formale Strukturiertheit und inhaltliche Stringenz zu überzeugen.»

Schönes Stück Stoff

Herr Maldini am Freitag den 19. Mai 2017

Als führender Fussballblog erachtet es das Runde Leder auch als Pflicht, Sie über die neusten modeschöpferischen Würfe zu unterrichten.

Für gewöhnlich beschäftigt sich der englische Designer Sean Bull mit motorisierten, vierrädrigen Fahrzeugen. Vor kurzem wagte er einen Ausflug in den Fussball, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Er stellte sich die Frage, was wäre, wenn gewisse Clubs ihre Trikots von bekannten Modedesignern entwerfen lassen würden. Nein, Ed Hardy ist leider nicht dabei.

Bulls Ergebnisse hinterliessen auf der Redaktion gemischte Gefühle. Während sich Herr Shearer noch immer lauthals darüber beschwert, dass kein englischer Verein berücksichtigt wurde, kündigte Herr Rrr an, nach seiner Rückkehr mit seiner Real-Chanel-Spezialanfertigung durch die Redaktionsräume zu stolzieren. Der Autor dieses Beitrages kotzte aus Versehen über den Ausdruck eines Juve-Entwurfs (siehe oben) – ob wegen Versace oder aufgrund des neuen Logos, ist nicht überliefert.

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Oha Lätz (MCMV)

Harvest am Mittwoch den 17. Mai 2017

Die Bilder gleichen sich aufs Haar, finden Sie trotzdem die Unterschiede.

Links sehen Sie den grösstestartigen Tom Waits und rechts seinen jungen Zwilling Yoric Ravet. Statt lange auszuholen, lassen wir lieber den Meister zu Wort kommen.