Archiv für die Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Tupfer

Herr Pelocorto am Samstag den 21. Juli 2012

Herzlich wilkommen zum dritten und letzten Teil der heutigen Kunst-Matinée, wo Sie vor lauter Tupfern das Bild kaum sehen.

Sérgio Esteban Fernandez, 2012, Acryl, Titel und Grösse unbekannt

Sérgio Esteban Fernandez ist einer der Künstler, der zur Zeit an der Ausstellung Pernambuco, uma paixão por futebol im Kulturzentum Santander Cultural in Recife, Brasilien zu sehen ist.

«Saubere Tücher»

Herr Pelocorto am Samstag den 21. Juli 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunst-Matinée. Wir spielen zu Null.

Wenn ein Torhüter in England zu Null spielt, spricht man auf der Insel von einem Clean Sheet. Der Ausdruck geht auf die Frühzeit des Fussballs zurück, als die englischen Sportreporter für beide Teams ein separates Blatt bereit hielten, um die statistischen Daten des Spiels auszufüllen. Bei Clean Sheet denken alle Liverpool-Anhänger an Ray Clemence, den wohl besten Torhüter, der für die ‹Reds› je zwischen den Pfosten stand. In 665 Pflichtspielen für Liverpool stand 335 Mal hinten die Null!

Der englische Maler Howard Hodgkin liess sich von Clemence zu seinem abstrakten Gemälde Clean Sheets inspirieren; Hodgkin arbeitete fünf Jahre an diesem Werk. Mit etwas Phantasie sehen Sie die roten Hosen und Socken sowie den grünen Pulli, den Clemence oft trug:

Howard Hodgkin, Clean Sheets; 1979-1984; Öl auf Holz; 56 x 91 cm

Hodgkin interessiert sich nicht nur für Fussball, sondern für Sport im allgemeinen. Für die olympischen Spiele in London hat der 79jährige mit Swimming das schönste der zwölf Kunstposter gestaltet:

Chagall hilft

Herr Pelocorto am Samstag den 21. Juli 2012

Herzlich willkommen zur 22. Kunst-Matinée im Runden Leder. Zuerst besuchen wir Gianluigi Buffon.

Kürzlich habe ich erfahren, dass Gianluigi Buffon im Alter von 25 Jahren an Depressionen litt. Was hat ihm geholfen, das Tief zu überwinden? Seine Familie, die Unterstützung eines Psychologen, die Auseinandersetzung mit sich selber und neue Interessen.

Buffon begann sich in dieser für ihn schwierigen Zeit mit Kunst auseinanderzusetzen. Einmal hat er am gleichen Tag dreimal eine Ausstellung mit Werken Marc Chagalls besucht, weil er gespürt hat, dass die Bilder ihm gut taten.

Sie müssen nicht warten, bis Ihnen die Decke auf den Kopf fällt. Besuchen Sie Kunstausstellungen – Sie werden staunen, wie gut Ihnen das tut!

Marc Chagall, La promenade,1917

Spielerisch

Herr Pelocorto am Samstag den 7. Juli 2012

Herzlich willkommen zum dritten und letzten der Teil der Kunst-Matinéee. Wir beschliessen den Vormittag eher spielerisch als künstlerisch.

Tischfussballspiel der Spielwarenfirma Perma aus Nürnberg aus den 50er Jahren. Als Ball kam eine Glasmurmel zum Einsatz.

Tischfussballspiel aus Blech, Hersteller unbekannt, vermutlich um 1940, ca. 20 x 34 cm

Tischfussballspiel für atemstarke Spielerinnen und Spieler, Hersteller unbekannt, England. Bei der “Improved Edition” waren die Röhrchen abwaschbar!

Wir gehen die Wände hoch

Herr Pelocorto am Samstag den 7. Juli 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunst-Matinée. Der Fussball hinterlässt seine Spuren auch im Muralismus.

Wandmalereien finden Sie nicht nur in Mexiko und Südamerika, sondern mittlerweile auf der ganzen Welt:

El rescate, Escif, Valencia, Spanien, 2012

Mitosis, Escif, Besançon, Frankreich, 2011

… , Pseudo, Turin, 2011

The Ecstasy of St Teresa, Parle, Preston, England, 2011 (beim Gebäude handelt es sich um die baufällige Garderobe des verlassenen Vernon Carus Sports Ground)

Sonho de Uma Bola Futebol

Herr Pelocorto am Samstag den 7. Juli 2012

Herzlich willkommen zur 21. Kunst-Matinée im Runden Leder.
Wir entführen Sie zuerst nach Brasilien.

football art 1, Claudio Trindade, 2010

A dança do futebol (Ausschnitt), Cláudio Tozzi, 1997, Acryl und Öl auf Leinwand, 245 x 190 cm

Brasil, Cau Gomez

Sonho de Uma Bola Futebol, Jose Roberto Aguilar

Noch ist Polen nicht verloren

Herr Pelocorto am Samstag den 2. Juni 2012

Herzlich willkommen zur achtzehnten Kunst-Matinée im Runden Leder. Wir widmen uns im letzten Kunstbeitrag heute morgen dem EM-Land Polen.

Vlastimil Hoffman, Wisła, 1927, Öl auf Leinwand

Marcin Maciejowski, Młodzi nie chcą się uczyć ani pracować (Junge Menschen wollen nicht studieren oder arbeiten), 125 x 112 cm, 2000, Öl auf Leinwand

Zdzisław Sosnowski, Robokeeper, 2012, Installation/Konzeptkunst

Die ganz Hartgesottenen unter Ihnen finden weitere Informationen über Sosnowskis Robokeeper in diesem Videobeitrag. Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag!

Trikotwechsel

Herr Pelocorto am Samstag den 19. Mai 2012

Herzlich willkommen zum dritten und letzten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Wir wechseln das Tenü.

Die Schweizer Künstlerin Ingeborg Lüscher liess 2001 die Grasshoppers gegen den FC St. Gallen in Massanzügen antreten und hielt das Spiel im Video «Fusion» fest, das an der Biennale in Venedig gezeigt wurde. Gespielt wurde richtiger Fussball während zweimal 25 Minuten, Schiedsrichter war Urs Meier und kommentiert wurde das Spiel von Beni Thurnheer. Im Spiel geht es drunter und drüber, und das Ganze endet mit der Fusion der beiden Teams.

Ingeborg Lüscher erläuterte:

Ein Fussballspiel soll zur Parabel werden für die Managerkaste, die in Banken und Industrie Fusionen abwickelt. Fussballer und Manager verhalten sich offenbar ähnlich:
Sie brauchen hartes Training, Risikobereitschaft, Siegeswillen, Taktik, die Fähigkeit zum Foul, zu Tricks, aber auch zur Phantasie.

Leider existiert vom Film nur eine kurze Sequenz auf YouTube.
Trotzdem, Film ab und viel Spass mit alten Bekannten:


Ingeborg Lüscher, Fusion, Video 13’40”, 2001

Schädel

Herr Pelocorto am Samstag den 19. Mai 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Wir besuchen einen Katalanen, der es mit Köpfen hat.

Der Künstler Eugenio Merino hat definitiv keine Berührungsängste. 2009 stellte er in London eine Skulptur aus, die zeigt, wie sich der englische Künstler Damien Hirst in den Kopf schiesst. Hirst, das ist der mit dem grossen Hai und dem dimantantenbedeckten Schädel. Eine andere Merino-Skulptur zeigt den Kopf des hier bekannten Künstlers Maurizio Cattelan als Wandtrophäe.

Wir bleiben aber auf dem Teppich beziehungsweise auf dem Rasen und zeigen hier zwei Kunstwerke Merinos mit Fussballbezug.


A una patada de la extinción, Epoxidharz, Fiberglas und Decklack, 2008


Hooligans Anatomy, Polyester, Fiberglas und Decklack, 2009

Absurdes Spiel

Herr Pelocorto am Samstag den 19. Mai 2012

Herzlich willkommen zur siebtzehnten Kunst-Matinée im Runden Leder. Wir gehen nach Italien.

Der Italiener Andrea Nacciarriti setzt sich mit dem physischen Raum auseinander. Er dekonstruiert ihn und baut ihn wieder neu auf. Das eröffnet überraschende Perspektiven. Auf italienisch tönt das viel schöner:

Lo spazio fisico che affronta viene concepito come territorio di formalizzazione e il progetto è come un momento di stasi in cui bloccare un flusso di trasformazioni ambientali.


Connesssione stadio di Como [traccia 5], 2005


untitled [Quelli di Cernauti], installation view – Torre Uguzzoni, Bologna, 2009

Massen

Herr Pelocorto am Samstag den 12. Mai 2012

Herzlich willkommen zum dritten und letzten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Sie ist Milroys Massen gewidmet.

Der englische Maler James Milroy besuchte 2008 die olympischen Spiele in China. Dort inspirierten ihn die sich synchron bewegenden Menschenmassen zu einer Serie von Bildern, die er Crowding About nannte.


Marathon Run, Acrylfarbe auf Leinwand, 60 x 60 cm, 2009
(Dieses Bild widme ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am GP von Bern.)


Painting Lowrys, Acrylfarbe auf Leinwand, 60 x 60 cm, 2011
(Im Bild sehen Sie den vielfachen Maler L. S. Lowry, der seine bekanntesten Bilder malt.)


Supporting Manchester, Acrylfarbe auf Leinwand, 91 x 60 cm, 2011

Kunst aus Greater Manchester (II)

Herr Pelocorto am Samstag den 12. Mai 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunst-Matinée. Wir schauen Fotografien an.

Am 6. Juli öffnet das National Football Museum in Manchester seine Tore. Die Eröffnungsausstellung ist Stuart Roy Clarke gewidmet, dem grossartigen englischen Fussballfotografen. Die Times hat Clarkes Bedeutung treffend umschrieben:

Wenn Nick Hornby in den Neunzigern den Fans eine Stimme gegeben hat,
so hat Stuart Roy Clarke den Fans ein Gesicht gegeben.