Archiv für die Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Die Freude ist rund. Amen.

Herr Pelocorto am Samstag den 1. Dezember 2012

Herzlich willkommen zur 32. Kunst-Matinée. Wie rollt der Ball in Afrika?

Auch ohne perfekt geformtes Spielgerät, das aus futuristischen Materialien besteht, hochfrequenzverschweisst, formstabil, flatterfest, lässt sich fantastisch Fussball spielen.

Der Ball des Viehhirten, Burkina Faso

Domingos Ball, Mozambique

Joao Gabriels Ball, Malawi

Maliks Ball, Ghana

Wenn Sie auch noch die zugehörigen Schuhe, die Tore, die Spieler und die Spiele sehen möchten, dann sollten Sie bei Jessica Hilltout vorbeischauen.

Was es mit dem komischen Titel auf sich hat?
Die Freude ist rund. Amen.

Klassische Technik

Herr Pelocorto am Samstag den 17. November 2012

Herzlich willkommen zum zweiten und letzten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Wir schliessen in Öl.

Chris Acheson, One Nil To The Albion, 2006, Öl auf Leinwand, 58 x 123 cm

Ian Homerston, Mimic, 2006, Öl auf Leinwand, 30 x 50 cm

Chris Acheson und Ian Homerston haben 2006 beide am Wettbewerb One Love: The Football Art Prize teilgenommen, den das Kunstzentrum The Lowry in Manchester durchgeführt hat. Sie beide klassierten sich mit ihren Werken in den vordersten Rängen. Damals sass auch Mark Wallinger in der Jury, an den Sie sich vielleicht noch erinnern.

Reduktion

Herr Pelocorto am Samstag den 17. November 2012

Herzlich willkommen zur 31. Kunst-Matinée. Wir beginnen sehr streng.

Der englische Künstler Alan Uglow (19. Juli 1941 – 20. Januar 2011) wird in einigen Lexika als ‹Rocker› und ‹Fussballfan› umschrieben. Der Maler und leidenschaftliche Anhänger des Chelsea FC lebte seit 1969 in New York, weil er sich zu den abstrakten Expressionisten hingezogen fühlte. Seine Werke reduzierte er auf das absolut Notwendige. Trotzdem schimmert der Fussball durch.

Alan Uglow, Stadium Series #6 (yellow), 1996, Acryl auf Leinwand, 122 x 244 cm

Alan Uglow, Stadium #7 (Blue), 1997, Acryl auf Leinwand, 122 x 244 cm

Alan Uglow, "Coach's Bench", Installation mit Sporttasche und vier Bildern, 1997/98

Wir wurden zlatanisiert

Herr Pelocorto am Freitag den 16. November 2012

Zlatan Ibrahimović hat uns diese Woche eines der schönsten Tore des Fussballs geschenkt.

Haben Sie es gesehen? Das vierte Tor der Schweden beziehungsweise des Schweden gegen England? Sicher haben Sie es gesehen! Unglaublich, fantastisch, zen-za-zionell!

Der irische Radiosender Newstalk hat die schönsten Reaktionen auf das Wundertor Ibracadabras zusammengestellt. Play!

Der andere Fussball

Herr Pelocorto am Samstag den 27. Oktober 2012

Herzlich willkommen zum dritten und letzten Teil der Kunst-Matinée. Wir schauen zum anderen, richtigen Fussball.

Die Argentinier Federico Peretti und Fernando Prieto haben während drei Jahren ganz Argentinien bereist; 50’000 Kilometer von La Quiaca im Norden bis zum Tierra del Fuego ganz im Süden. Die beiden haben 140 Fussballclubs aus den unteren Ligen getroffen und mit Trainern, Spielern Fans gesprochen; sie haben gefilmt, fotografiert und festgehalten. Aus dem gesammelten Material ist der Dokumentarfilm El Otro Fútbol entstanden.

Und ein Bildband:

Würfel und andere Bälle

Herr Pelocorto am Samstag den 27. Oktober 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunst-Matinée. Wir stellen richtig.

Sie kennen vermutlich das Zitat «Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel!», das gerne Lukas Podolski zugeschrieben wird. Das ist völliger Quatsch. Das Zitat stammt von deutschen Satiriker Jan Böhmermann. Die falsche Quelle war aber nicht totzukriegen und die Medien trugen das Ihre zur Verbreitung bei. Kein Wunder, dass die Deutsche Akademie für Fussballkultur den Spruch beinahe zum Fussballerzitat des Jahres 2008 gewählt hätte.

Der französische Künstler Fabrice Hyber weiss, dass der Spruch auch inhaltlich falsch ist, denn der Fussball ist in der Tat ein Würfel.

Fabrice Hyber, POF65, Ballon carré, Leder, 21 x 21 x 21 cm, 1998

Fabrice Hyber, POF65, Ballon carré, Leder, 21 x 21 x 21 cm, 2006

POF? Lassen wir Fabrice Hyber sprechen:

L’invention du terme : Prototype d’Objet en Fonctionnement vient de la nécessité d’offrir aux visiteurs des alternatives à la simple contemplation. Lors d’une exposition, j’ai vu que l’objet activait dans l’esprit du visiteur une écologie mentale : plus positive que l’écologie comportementale, celle-ci montrait que notre action peut être induite en amont et que les POF nous permettent d’absorber de nouveaux systèmes et surtout, d’en inventer.

Nummer 10

Herr Pelocorto am Samstag den 27. Oktober 2012

Herzlich willkommen zur 30. Kunst-Matinée. Wir lassen legendäre Spieler und Spiele aufleben.

Massimo Furlan, Numéro 10, Spielszenen, Parc des Princes, Paris, 2006

Der Schweizer Künstler Massimo Furlan liebt die Nummer 10. Im Prinzenpark lässt er das WM-Halbfinale 1982 zwischen Frankreich und Deutschland aufleben. Freuen Sie sich auch auf eine kleine Ergänzung aus einem anderen berühmten Spiel (ab 02:18).

Büchsenball

Herr Pelocorto am Samstag den 20. Oktober 2012

Herzlich willkommen zum dritten und letzten Teil der Kunst-Matinée. Heute ist Samstag, wir entsorgen Abfall.

Martin Bochicchio, untitled 4 (vermutlich: Der Torhüter), Acryl auf Alubüchse, 2012

Was macht man mit alten Büchsen? Richtig, man übergibt sie der Confusion Group, damit ein schönes Kunstwerk daraus entsteht. Mehr Büchsen finden Sie hier.

Afrikanische Einheit

Herr Pelocorto am Samstag den 20. Oktober 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunst-Matinée. Wir werfen einen Blick auf die vereinigten Staaten von Afrika.

Kehinde Wiley, Emmanuel Eboue, Öl auf Leinwand, 152 x 183 cm, 2010

Ausschnitt aus: Kehinde Wiley, John Mensah, Öl auf Leinwand, 152 x 183 cm, 2010

Kehinde Wiley, Samuel-Etoo, Öl auf Leinwand, 152 x 183 cm, 2010

Der amerikanische Künstler Kehinde Wiley hat im Zusammenhang mit der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südfafrika diese drei Portraits geschaffen. Die drei Legends of Unity: World Cup 2010 tragen alle das Unity-Trikot, das die vereinigten Staaten von Afrika symbolisieren soll.

Der quasireligiöse Kern

Herr Pelocorto am Samstag den 6. Oktober 2012

Herzlich willkommen zum dritten und letzten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Wir stossen wieder einmal zum Kern der Fussballs vor.

Der Schwede Patrik Söderstam ist ebenfalls ein vielseitiges Talent; Künstler, Grafiker, Fotograf und Modeschöpfer beziehungsweise Kostüm-Designer. Jedenfalls fühlt er sich sowohl bei Menswear zuhause als auch bei den Kostümen der Königlichen Oper in Stockholm. Und natürlich beim Fussball.

Patrik Söderstam: The Core, Installation, 2008

Nicht nur die Installation, sondern auch die Bomberjacke und das T-Shirt der Figur stammen von Söderstam. Die Stigmata stünden für die quasireligiösen Erfahrungen, die uns der Fussball schenke. Die obere Ecke symbolisiere den Übergang in eine höhere Dimension, die wir in unserer Realität nicht erreichen könnten.
So jedenfalls Söderstam.

Söderstam baut seine Installation auf.

Stechender Schmerz

Herr Pelocorto am Samstag den 6. Oktober 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Wir gehen dorthin, wo’s wehtut.

Roland Topor, Knife Football, Aquarell und schwarzer Filzstift, 21 x 27 cm, 1967

Der Franzose Roland Topor war als Zeichner, Schriftsteller, Illustrator und Schausspieler ein richtiger Universalkünstler und ein ziemlich schräger Vogel.

Bei Topor müssen Sie aufpassen, dass Ihnen nicht der Kopf verdreht wird.

Naw und Frankystyle

Herr Pelocorto am Samstag den 6. Oktober 2012

Herzlich willkommen zur 28. Kunst-Matinée. Bringt Sie der Fussball auch zum Tanzen?

Das Künstlerpaar Naw und Frankystyle ( (Nawel Hadjaf und Franck Remy) aus Paris verbinden Fussballartistik und Tanz auf das Wunderbarste. Seit 2008 sind sie zusammen unterwegs und führen ihre Show A Couple Dancing Football überall in der Welt auf.

Falls Sie mehr sehen möchten: Dancing Football