Archiv für die Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Campos de Fútbol

Herr Pelocorto am Samstag den 12. Januar 2013

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunstmatinée. Woran denken Sie beim Namen Harut?

Richtig, an Armenien und Fussball natürlich! Der armenische Maler Karapet Harutyunyan, Künstlername “Karó”, hat 2011 im Museum von Athletic Club Bilbao einige seiner Bilder und Skulpturen ausgestellt. In Karós Werk nehmen Fussballplätze eine zentrale Rolle ein.

Karapet Harutyunyan, Campos de Fútbol, 2011

Karapet Harutyunyan, Campos de Fútbol, 2011

Ein Blick in den Ausstellungssaal

Passgenau

Herr Pelocorto am Samstag den 12. Januar 2013

Herzlich willkommen zur 36. Kunst-Matinée. Wir gucken tief in die Flasche.

Der japanische Künstler Akinobu Izumi packt dramatische Szenen in kleinste Fläschchen.

Akinobu Izumi: Football in a tiny bottle; Datum unbekannt; Ton, Glas, Kork, Papier;
Flaschenhöhe 22 mm, Spielergrösse 3 mm

Das Kunstwerk kann bequem mitgeführt werden.

Fussball in Nicht-Fussball-Büchern (Z)

Newfield am Dienstag den 8. Januar 2013

«Und jetzt dieses wunderbare Gebäude von Le Corbusier auf dem Bild. Ich wäre stolz, ich hätte das gemacht. Also, ich, für mich allein, für mich und andere in der Gruppe, oder für mich in der Masse. Fussballstadion. Okay. Palast. Und diese Dinge, finde ich, die muss man denken.

Leeds, Elland Road, 1992, natürlich nicht von Le Corbusier und auch nicht von Zumthor

Und ich glaube, die kann ich gut denken, die kann ich alle gut denken. Das einzige, wo ich grosse Probleme habe, das würde ich aber auch gerne können, das muss ich Ihnen sagen, wo ich das aber nicht schaffe, ist beim Wolkenkratzer. Ich schaffe das nicht, mir vorzustellen, ich und viele, 5’000 oder ich weiss nicht wie viele, in einem Wolkenkratzer, wie ich das machen müsste, dass ich mich gut fühle mit all denen zusammen, mit diesem Hochhaus. Was ich in der Regel sehe bei Hochhäusern, ist eine Aussenform, die eine Sprache spricht mit der Stadt usw., die gut oder schlecht oder was auch immer ist. Ein Gefühl, das ich mir sehr wohl vorstellen kann, ist ein Fussballstadion für 50’000 Personen, das mit diesem Kessel kann eine unglaublich schöne Geschichte sein. Gestern. Vicenza, das Olympische Theater. Haben wir auch gehört von unserem Herrn Goethe, der hat das alles schon viel, viel früher gesehen. Und der schaut ja hin, das ist das Fantastische bei ihm, der schaut hin.»

(aus: Peter Zumthor «Atmosphären», Birkäuser, Basel, 2006; basierend auf einem Vortrag von 2003)

Intervention: SpY statt Psy

Baresi am Samstag den 5. Januar 2013

Willkommen zurück zum vierten und letzten Teil der heutigen Matinée. Wir intervenieren mit Kunst bis in den späten Nachmittag.

SpY ist Street-Art-Künstler in Madrid. Er legt wert darauf, nur mit seinen Werken aufzufallen und sonst unbekannt zu bleiben. Durch seine Aktionen möchte er mit der Trägheit der Stadt brechen und ihre Bewohner aus der Alltagsroutine befreien. Scheinbar ist er auch Fussball- und sogar Real Madrid-Fan. Was ihn aber nicht hindert, im Tiki-Taka-Stil herausragende Werke zu schaffen.




Schnitt

Herr Pelocorto am Samstag den 5. Januar 2013

Herzlich willkommen zum dritten Teil der heutigen Kunst-Matinée. Wir führen eine feine Klinge.

Der japanische Architekt und Designer Naoki Terada erstellt feinste Bastelbögen aus Papier. Der Bogen Nr. 7 aus der Reihe 1/100 Architectural Model Accessories Series ist dem Fussball gewidmet:

Naoki Terada: 1/100 Architectural Model Accessories Series, No. 7 Football, 2012

Naoki Terada: 1/100 Architectural Model Accessories Series, No. 7 Football, 2012

Naoki Terada: 1/100 Architectural Model Accessories Series, No. 7 Football, 2012

Falls Sie die Figuren selber herstellen möchten, können Sie den Bogen hier kaufen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Superzeitlupen

Baresi am Samstag den 5. Januar 2013

Man hat sie heute fast vergessen. Die Zeit, als Sportberichterstattung noch keine Liveübertragung mittels eines verpixelten Gratisstream auf einem überteuerten Tablet Computer war.

Das Sportmuseum zeigt in einer Sonderausstellung an der Photo13 in Zürich Fotografien des 90-jährigen Schweizer Fotografen Walter Scheiwiller. Dieser hatte in einer Zeit, als es noch keine Serienbilder- und Autofokus-Kameras mit Superteleobjektiv gab das Gespür für den spannenden Blickwinkel und den richtigen Augenblick. Den perfekten «Touch», wie wir im Runden Leder sagen.

Dabei kam ihm zugute, dass er selber Fussballer, ein überdurchschnittlicher Läufer und Radfahrer war (nebenbei bemerkt eine Kombination, die sich auch bei einigen unserer Lesern findet). Entsprechend breit ist auch sein Werk, alle wichtigen Sportarten wurden von ihm in ihrer Essenz in Bildern verewigt.

Lassen Sie sich hier von ein paar Beispielen beeindrucken. Wenn Sie dabei Lust auf mehr bekommen, besuchen Sie die Ausstellung. Sie haben noch Zeit bis am 8. Januar 2013.




«Ich bin kein Heiliger»

Herr Pelocorto am Samstag den 5. Januar 2013

Herzlich willkommen zur 35. Kunst-Matinée. Wir starten mit Lethal Bizzle.

Die Football Association feiert dieses Jahr den 150. Geburtstag des FA-Cup. Es wird ein Jahr voller Höhepunkte! Schon dieses Wochenende geht es los mit der ‹Battle of the Bands›, bei der sechs englische Bands antreten in einem Wettbewerb für die diesjährige Finalspiel-Hymne des FA-Cups am 11. Mai 2013.

Der Rapper Lethal Bizzle versucht heute um 18 Uhr, im Upton-Park vor dem FA-Cupspiel zwischen West Ham und Manchester United die Zuschauer mit dem Song Not A Saint auf seine Seite zu ziehen:

Wenn Sie genau hinhören, fällt Ihnen das Wort Dench auf. Dench? Bizzle und sein Cousin, der Arsenal-Spieler Emmanuel Frimpong, spielten oft zusammen FIFA und benutzten den Ausdruck, wenn ihnen ein besonders cooles Tor gelang. Dann begannen sie, den Ausdruck auch auf Twitter und Facebook zu benutzen, irgendwann tauchte ein T-Shirt auf, das jemand mit DENCH bedruckte, alle wollten eines, Bizzle liess 100 T-Shirts bedrucken, die er über die Website eines Freundes vertrieb, Frimpong belieferte seine Kollegen bei Arsenal und dann tauchte DENCH in Online-Shops auf.

2011 nahmen Bizzle und Frimpong das Geschäft selber in die Hand und gründeten das Modelabel STAY DENCH. Richtig los mit den Verkäufen ging es aber erst, als Dame Judi Dench, Sie kennen Sie als James Bonds Chefin, sich während eines Interviews mit einer Dench-Mütze ablichten liess. Die Verkaufszahlen seien durch die Decke geschossen, so Bizzle.

Also, liebe Leserin, lieber Leser: STAY DENCH!

Dritte Runde im FA-Cup, live am TV
Brighton & Hove Albion (2) v Newcastle United (1), Sa. 5. Januar 13:30 Uhr, ITV 1, ITV 1 HD
West Ham United (1) v Manchester United (1), Sa. 5. Januar 18:15 Uhr, ITV 1, ITV 1 HD
Ziehung der Matches der vierten Runde, So. 6. Januar 16:30 Uhr, ITV 1 / ITV 1HD

Fotografien

Herr Pelocorto am Samstag den 29. Dezember 2012

Der dritte und letzte Teil der heutigen Kunst-Matinée ist ganz der Fotografie gewidmet.

Die Wurzeln des international erfolgreichen deutschen Fotografen Andreas Gursky liegen in Düsseldorf. Das kommt etwa in der Fotografie seines Lieblingsclubs zum Ausdruck.

Andreas Gursky, Fortuna Düsseldorf, 2001, 175 x 305 cm, C-Print (Klicken Sie auf das Bild)

Die deutsch-amerikanische Fotografin Evelyn Hofer lernte ihr fotografisches Handwerk in Zürich und Basel. Der Durchbruch gelang ihr in Amerika als Modefotografin für Harper’s Bazaar. Später folgten Reisedokumentationen, Portraits und Studien.

Evelyn Hofer, Phoenix Park (Dublin) on a Sunday, 1966, Farbfotografie, 41 × 51 cm

Der argentinische Fotograf Facundo Arrizabalaga lebt in London. Dort hat er auch die Studentenunruhen im November 2010 fotografiert. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund einen Arsenal-Fan, den die Unruhen wegen der höheren Studiengebühren nicht zu kümmern scheinen.

Facundo Arrizabalaga, Protesters standing by a vandalised bus stop, 24.11.2010.

Wenger wechselt

Herr Pelocorto am Samstag den 29. Dezember 2012

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der Kunst-Matinée. Wir nehmen es etwas leichter als sonst.

Was wäre, wenn Arsène Wenger die Disziplin wechselte und Maler würde? Cartoonist Peter Duggan hat die Antwort:

Peter Duggan, Wenger's creative arsenal, Cartoon, 2012

Dass es im Fussball eigentlich um Liebe geht, das wissen Sie ja. Aber niemand hat das besser visuell umgesetzt als die Londoner Indie-Band Hot Chip. Film ab:

Beach Soccer

Herr Pelocorto am Samstag den 29. Dezember 2012

Herzlich willkommen zur 34. Kunst-Matinée. Wir starten im Sand.

Schön, dass auch die Art Basel Miami Beach den Fussball entdeckt! Das französische Künstler-Duo Kolkoz, Samuel Boutruche und Benjamin Moreau, hat einen Teil des Collins Park am Strand in ein Fussballfeld umgewandelt. Ein schweres Geläuf! Kolkoz hat nämlich einen Ausschnitt der Mondoberfläche nachgebildet, jenen Teil, wo die Apollo 11 gelandet ist.

Zwischen dem 5. und dem 9. Dezember traten vier Teams aus Künstlern, Sammlern, Kuratoren, Kunstkritikern und Galeristen auf diesem Spielfeld gegeneinander an. Nach jedem Spiel wurden die Krater wieder neu hergerichtet. Die metallisch anmutenden Trikots und Shorts für die Teams Bronze, Silber, Gold und Kupfer stammten von Each x Other.

Kolkoz, Luna Park, Installation, 2012

Kolkoz, Luna Park, Installation, 2012 – Das Spiel läuft

Team Kupfer

Team Silber

Team Bronze

Team Gold

Beim Herrn mit Schnauz handelt es sich um Benjamin Moreau, der andere ist Samuel Boutruche. Weitere Aufnahmen der Installation und der Spiele finden Sie bei World Red Eye. Falls Sie das Spielfeld mit der tatsächlichen Mondlandschaft vergleichen wollen, dann helfen Ihnen die Aufnahmen der NASA weiter.

Bezaubernde Ballbeherrschung

Herr Shearer am Mittwoch den 19. Dezember 2012

An Sophie Hunger kommt derzeit niemand vorbei.

Aber Sophie Hunger käme problemlos an sämtlichen Verteidigern dieser Welt vorbei, wie dieses Video beweist. Aber sicher schon!

Theater mit Touch

Newfield am Donnerstag den 13. Dezember 2012

«Ein Torhüter muss Ruhe ausstrahlen. Er muss aber aufpassen, dass er dabei nicht einschläft.» Soll Sepp Maier gesagt haben.

Benfica Lissabon : Celtic Glasgow (Fraser Forster), November 2012
Ein Click aufs Foto vergrössert das Erlebnis; unten auch.

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Goalies und schlafen?
Niemals, die machen sogar in der Winterpause Theater.
Und das Runde Leder?
Ruht eh nie – und hat einmal mehr antizipiert, quasi.