Archiv für die Kategorie ‘European Must-have-drunk-theres’

Mit Ach und Krach zum Kasach (IV)

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 28. September 2016

Herr Shearer trifft auf seiner Fahrt zum Europa League-Kracher auf einige Fussballexperten.

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„Unsere Schlafwagenbegleiter sind alles Kasachen aus Karaganda (der Endstation des Zuges). Dort spielt zwar Schachtjor Karaganda, aber das Herz des 33-jährigen Provodnik Anton schlägt für Real Madrid. Das Niveau des einheimischen Fussballs sei einfach zu schlecht, und überhaupt, Boxen interessiere ihn deutlich mehr, denn das sei der eigentliche Nationalsport in Kasachstan.

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Da ich immer noch alleine im Abteil bin, wage ich das Experiment und kaufe mittags bei einem längeren Zwischenhalt in Sisran nicht nur leckere Piroggen ein, sondern auch gleich noch eine grosse geräucherte Forelle, welche ein Fischer dort feilbietet. Zum Fischen braucht man in Russland offenbar kein Patent, weshalb viele ältere Menschen so die karge Rente aufzubessern versuchen, das ist mir schon bei früheren Besuchen aufgefallen. Der Verzehr der Forelle mithilfe des guten alten Schweizer Armee-Sackmessers endet in einem Massaker, allerdings in einem von der leckeren Sorte, muss man sagen.

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astana_logo_320_3Die Fahrt führte weiter durch endlose Birkenwälder, in denen gerade der „Indian Summer“ ausgebrochen ist. Sie wissen ja: viele Pensionäre fliegen, um den zu sehen, zum Klassenfeind nach Amerika. Dann überquerte der Zug den gewaltigen Strom der Wolga auf einer ebenso gewaltigen Brücke, um wenig später Samara zu erreichen. Dort sind dann auch noch Igor und Juri in mein Abteil zugestiegen. Beide sind Eisenbahner und auf Dienstreise zurück in ihre Heimat Ufa. Es folgt die übliche Befragung über Zivilstand, Lebenshaltungskosten, Beschäftigungsmöglichkeiten und Verkehrsbussen in der Schweiz. Danach interessiert sich Juri wieder für deutsche Musik aus dem Hause Bohlen, Igor erweist sich als wahrer Fussballexperte und erinnert sich, dass GC einmal Ajax mit 1:0 geschlagen habe. Allerdings muss ich ihn zurechtweisen, dass Kerschakov nicht bei Sion, sondern beim FCZ spielte, aber man muss auch mal drei gerade sein lassen, finde ich. Daheim geht er nicht zum Fussball; Spartak Ufa mag er nicht beim Kicken zuschauen, wie er sowieso keine Spiele der russischen Liga schaut, weder im Stadion noch am Fernsehen – das Niveau sei einfach viel zu schlecht. Also hat auch er sich den grossen internationalen Ligen zugewendet. Nicht einmal mehr die Spiele der „Sbornaja“, der russischen Nationalmannschaft, tut er sich mehr an. „Die spielen nur gut, solange man ihnen Geld gibt“.

So, viel mehr gibt es gerade nicht zu erzählen. Die grosse PET-Flasche Bier ist inzwischen auch leer und ich beziehe meinen Schlafplatz. Meine beiden Abteilgenossen haben ihr Ziel derweil bereits heute Nacht kurz vor zwei Uhr erreicht. Poka!”

Mit Ach und Krach zum Kasach (III)

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 27. September 2016

Der rasende Sonderreporter hat auf seinem Weg nach Astana Moskau im Sturm erobert und auch schon wieder hinter sich gelassen.

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“Wenn Sie denken, dass bei einer Reise mit der staatlichen russischen Eisenbahn Verspätungen an der Tagesordnung sind, dann irren Sie sich: Unser Zug aus Paris traf am Montag Morgen einige Minuten zu früh in Moskau ein. Der YB-Schal wollte daraufhin unbedingt den roten Platz sehen, also hab ich ihm die Freude gemacht.

OBIeneNatürlich gibt es auch hier viele YB-Fans, ich musste nach der Fotosession auf dem Roten Platz noch lange für Selfies posieren und Autogramme geben. Weniger erfreulich ist, dass die Maskottchenpolizei eine üble Fälschung eines OBI-Bibers entdeckt hat. Das Subjekt wurde umgehend aus dem Verkehr gezogen, die Täter konnten aber nicht gestellt werden. Ich habe den Fall dann dem russischen Geheimdienst übergeben. Gnade Gott dem Bürschchen, der dafür verantwortlich ist!

Jetzt aber noch richtiger Fussball! Nun gut, zweitklassiger russischer Fussball halt. Der Tabellenzweite Dynamo Moskau traf auf Sibir Novosibirsk. Weil Dynamos Stadion derzeit gerade WM-tauglich gemacht wird, finden die Heimspiele im Chimki-Stadion an der Stadtgrenze statt. Dieses habe ich aufgrund einiger Orientierungsschwierigkeiten erst haargenau zum Anpfiff erreicht – der Verkehr aus der Stadt ist eine zähflüssige Sache.

Die Eingangskontrolle sind absolut auf Flughafen-Niveau, die Kollegen schauen sich alles an, und zwar haargenau. Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, ich durfte die Chimki-Arena nach 70 Minuten verlassen. Stellen Sie sich einfach irgend ein Nati B-Spiel auf tiefem Niveau vor. Etwa so. Als ich ging, stand es 1:0, so endete es auch. Gerade einmal 2’655 Zuschauerinnnen und Zuschauer verirrten sich an den Match, für 500 Rubel (keine zehn Franken) gab es einen Platz auf der Haupttribüne in einem quasi klassisch englischen Stadion mit einer Tribüne an jeder Seite. Der heimische Fanblock stellt sich hinter das eine Tor, die handgezählten acht Fans von Sibir stellten sich auf der Haupttribüne unten hin und feuerten ihre Mannschaft aus dem tiefen Osten an. Verpflegung gibt es natürlich auch: Alkohol wird nicht verkauft, allerlei Mineralwasser sind aber zu tiefen Preisen im Angebot. Ich habe mir eine Büchse Kvas für 120 Rubel gegönnt – man mag Kvas oder man mag ihn nicht, muss man dazu sagen. Wer eine Wurst will, kriegt die nur kalt in einer Pirogge, der grosse Hit sind sowieso die gekochten Maiskolben.

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So, wenn Sie das lesen, bin ich schon wieder gute 13 Stunden im Zug. Der Schnellzug Nummer 84 von Moskau nach Karagandy hat wieder die schönen alten Wagen aus DDR-Produktion, mit massig Stauraum und vor allem einem Heisswassertank. Wenn das Datennetz es zulässt, zeige ich Ihnen das gerne im nächsten Beitrag. Bis bald!”

Schlappe Lappen

Harvest am Dienstag den 27. September 2016

Sie glauben YB hat Verletzungspech? Dann kennen Sie den FC Santa Claus AC noch nicht.

fc_santa_clausDer FC Santa Claus spielt in der dritten Liga Finnlands (Kakkonen) und musste am Wochenende gegen Kajaani antreten. Mit Müh und Not konnten sie für dieses Spiel elf Spieler zusammenkratzen. Kein Problem also, bekanntlich braucht es für ein Fussballspiel genau diese Anzahl. Etwas unglücklich allerdings, wenn sich darunter gleich drei Torhüter befinden. Ins Tor durfte schliesslich nur einer, zwei mussten sich als Feldspieler versuchen, dies mit mässigem Erfolg.
Den Weihnachtsmännern hätten wohl auch hundert Torhüter nicht helfen können, sie verloren das Spiel mit 16-0. Dies ist nicht nur die höchste Liganiederlage aller Zeiten sondern auch das Ligaspiel mit den meisten Toren.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass der Club aus Lappland nicht sonderlich erfolgreich spielt. Mit acht Punkten aus 21 Spielen und einem um 76 Tore negativen Torverhältnis halten sie sich aber beharrlich auf dem zweitletzten Platz. Noch schlechter ist nämlich Virkiä mit nur sieben Punkten und einem Torverhältnis von 22-107.

Mit Ach und Krach zum Kasach (II)

Dr. Rüdisühli am Montag den 26. September 2016

Der YB-Express rollt weiter in Richtung Astana. Der RL-Sonderkorrespondent Herr Shearer nähert sich Moskau.

astana_logo_320_3“Guten Tag, liebe Zurückgebliebene! Wenn Sie jetzt brandheisse News von Unterwegs erwarten, dann muss ich Sie leider enttäuschen. So eine Solo-Fanreise ist ein eher unspektakuläres Unterfangen. Überraschenderweise bin ich offenbar tatsächlich der einzige, der den Zug genommen hat. Oder habe ich etwas verpasst und es hätte einen Extrazug gegeben? Na ja, anyway, das nützt mir jetzt auch nichts mehr. In Polen fährt man lange durch den Wald, dann wieder über Land, dann wieder durch den Wald und zum Schluss wieder über Land. Irgendwo zwischendrin liegen noch ein paar Dörfer und Städte.

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Der Nachtzug von Paris nach Moskau, welchen ich in Karlsruhe bestiegen habe, ist sehr modern – eigentlich schon fast zu modern für einen russischen Nachtzug. Der Speisewagen ist polnischer Provenienz, in seinem Innern haben immer noch die Achtziger Jahre das Sagen. Und jetzt das beste: der Kellner in diesem Speisewagen ist eindeutig Zlatan Ibrahimovics Bruder! Man könnte jetzt sagen, dass Zlatans Bruder sicher nicht Russe ist, aber Sie können mir glauben! Schade, dass der nette Kellner nicht für ein Beweisfoto posieren wollte, sonst wäre es auch Ihnen ins Auge gestochen.

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An der Grenze zu Weissrussland dann allerdings erste Kalamitäten: ich wurde vom Grenzpersonal Lukaschenkos zum Übersetzen aufgeboten. Ein Franzose aserbeidschanischer Abstammung hatte zwar eine Aufenthaltsbewilligung in Minsk, aber irgendwie den falschen Passierschein. Das er per Taxi auf die polnische Seite zurück musste, um die Sache mit den Behörden zu regeln und seine Reise erst montags fortsetzen kann, hat mir nur solange leid getan, bis ich mich erinnerte, dass wir vom BSC Young Boys mit Frankreich und Aserbeischan vom letzten Jahr her noch eine Rechnung offen haben. Nein, da konnte ich wirklich nicht helfen.

Natürlich war die Stimmung nach dem Unentschieden im ganzen Zug etwas gedämpft, ein Aufsteller waren dann dafür die von einer “Babuschka” auf dem Perron in Brest erstandenen “Blinitschky”, mit Äpfeln oder Quark gefüllte Omeletten.

So, wenn Sie diese Zeilen lesen, müsste ich eigentlich Moskau erreicht haben. Drücken Sie mir nun die Daumen, dass ich nicht irgendwelchen Organdieben anheim falle und deswegen die Weiterreise verpasse. Sie wissen ja: der Zug nach Astana verlässt Moskau heute Nacht pünktlich um 22:48. Wieso diese Tasse da oben übrigens der Beweis dafür ist, dass die russische Regierung in jüdischer Hand ist, das erzähle ich Ihnen vielleicht ein anderes Mal. Do Svidanje!”

Mit Ach und Krach zum Kasach

Herr Maldini am Samstag den 24. September 2016

Einmal Bümpliz-Astana, bitte.

astana_logo_320_3Heute Abend wird unser Redaktor Herr Shearer den Zug besteigen, um am Donnerstag die berühmten Young Boys im Auswärtsspiel beim FK Astana zu unterstützen. Machen Sie sich keine Sorgen um ihn, er war schon in Wladiwostok. Mit dem Zug, klar.

Die beschwerliche Reise führt ihn über Basel, Berlin, Warschau und Minsk nach Moskau, wo Herr Shearer sich am Dienstag den ganzen Tag langweilen wird. Tags darauf geht es weiter: Vor Samara über die Wolga und weiter über Ufa (Baschkortostan!) und Tscheljabinsk (Achtung, Meteorit!) am Rand des Urals, dann via Kurgan in Richtung kasachische Grenze, die ist irgendwo in der Steppe zwischen Petuchowo und Petropavlovsk. Sodann noch irgendwie durch die Steppe bis Astana, zwischendrin liegt als grössere Stadt noch Kökschetau in der kasachischen Schweiz. Schon am Donnerstagmittag ist Herr Shearer im wunderschönen Astana.

Unser ferrophilster Redaktor nutzte die Gunst der Stunde und sprach mit der besten Tageszeitung der Schweiz über seine gefährliche Reise. Selbstverständlich wird er während der Reise mehrmals täglich dem Runden Leder rapportieren, bleiben Sie also dran.

YB in der Europa League: Die Gegner (3)

Briger am Montag den 19. September 2016

LIVE ab 11.00 Uhr: Rihs-Bros im Wankdorf

Heute zum Abschluss: APOEL Nikosia.

Am 20.10. in Bern und am 3.11. in Nikosia heisst der Gegner der Young Boys APOEL. Der zypriotische Rekordmeister ist ein erfahrener Teilnehmer an europäischen Gruppenphasen.
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Club
Der athletische Fussballclub der Hellenen aus Nikosia wurde am 8. November 1926 gegründet und ist damit fast so alt wie Olympiakos Piräus. Bereits 25-mal gewann der Club die Meisterschaft, dazu kommen 21 Pokaltriumphe. Die Anhänger APOELs sind grösstenteils rechtsgerichtet, wenig verwunderlich, dass sich beim Stadtrivalen Omonia eher linke Fans auf den Tribünen befinden. Trainiert wird die Mannschaft vom früheren Barca-, Bochum- und Hannover-Spieler Thomas Christiansen. Bekanntester Spieler ist der Belgier Igor de Camargo. Europäisch für Aufsehen sorgte der vierfache CL-Teilnehmer (1992/93, 2009/10, 2011/12 und 2014/15) vor allem 2011/12 als der Club in der Gruppe mit Zenit St. Petersburg, FC Porto und Shaktar Donezk nach drei überstandenen Qualirunden mit 9 Punkten Gruppenerster wurde und im Achtelfinale nach einer 0:1 Niederlage in Lyon das Rückspiel im Elfmeterschiessen gewann. Im Viertelfinale war dann gegen Real Madrid mit dem Gesamtscore von 2:8 Schluss.

Stadion
Das GSP-Stadion, benannt nach dem Panzyprischen Gymnastikbund (Gymnastikos Syllogos Pankipria) fasst 22.859 Plätze und ist die Heimstätte von APOEL, Omonia und Olympiakos. Im 1999 eröffneten Stadion trägt auch die Nationalmannschaft Zyperns ihre Heimspiele aus, ein gewisser Pascal Zuberbühler wird sich nur ungern erinnern. Das Stadion liegt im Stadtteil Strovolos, 10 Kilometer südlich des Zentrums der geteilten Stadt.
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Stadt
Die im 7. Jh. vor Christus erstmals erwähnte Stadt ist seit 1974 geteilt. Der südliche Teil ist Hauptstadt Zyperns, der nördliche Teil übernimmt diese Funktion in der der Türkischen Republik Nordzypern. Im Süden leben rund 220.000 Menschen, im Norden rund 55.000. In der Stadt gibt es drei Grenzübergänge zwischen den beiden Stadt-/Landesteilen. Während die Grenzübergänge Metehan und Ledra Palace mit dem Auto passierbar sind, ist der Grenzübergang Lokmacı nur für Fußgänger bestimmt. Mehr zu den Übergangsbestimmungen finden Sie hier. Sehenswürdigkeiten hier
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Anreise
Für die Anreise empfiehlt es sich in 3.5 h von Zürich nach Larnaca ans Meer zu fliegen. Badehose nicht vergessen. Nach einem Badeaufenthalt wird die Ostkurve Bern einen Transfer nach Nikosia organisieren. Mehr dazu wird sich im Lauf der Zeit auf ostkurve.be finden lassen. Mit Umsteigen kann man von Zürich aus auch nach Nordnikosia fliegen, das dauert dann aber länger und ist unter Umständen komplizierter.

YB in der Europa League: Die Gegner (2)

Briger am Montag den 12. September 2016

Heute: FK Astana.

Das erste Auswärtsspiel der Young Boys in der Europa League Gruppenphase findet in Zentralasien statt. Am 29. September treffen die Berner auswärts auf den kasachischen Vertreter FK Astana. Das Rückspiel in Bern findet dann am 8. Dezember statt.

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Club
Der FK Astana ist ein junger Verein. Erst 2009 wurde er, damals noch unter dem Namen Lokomotiv Astana, gegründet. In seiner kurzen Vereinsgeschichte errang der Club aber bereits zwei Meistertitel und gewann zwei Mal den Cup und den Supercup. 2015 nahm der Verein als erster kasachischer Vertreter an der Champions League teil und schied dort mit vier Punkten nach der Vorrunde aus. Mit Ausnahme des 1:1 in Istanbul bei Galatasaray, gewann das Team alle drei Punkte mit Unentschieden zu Hause (Benfica, Atletico Madrid, Galatasaray). Die diesjährige Qualifikation für die Europa League Gruppenphase ist die erste in der Geschichte des Vereins. Dank dem 2:0-Hinspielsieg in der heimischen Astana Arena und dem 2:2 auswärts gegen das favorisierte BATE Borisov sind die Kasachen dabei, die in der 3. Runde der CL-Quali nur knapp an Celtic Glasgow scheiterten. Trainer ist der Bulgare Stanimir Stoilov. Bekanntester Spieler ist der ehemalige Bundesligaprofi Konstantin Engel.

Stadion
Gespielt wird in der 30’000 Plätze umfassenden Astana Arena, welche über ein verschliessbares Dach und Kunstrasen verfügt. Den Kunstrasenvorteil besitzen die Young Boys in diesem Spiel somit nicht. Neben dem FK Astana spielen auch das kasachische Nationalteam und der Zweitligist FC Bayterek im Stadion. Die Arena befindet sich rund 9 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums.

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Stadt
Astana ist seit 1997 kasachische Hauptstadt und mit 814.401 Einwohnerinnen und Einwohnern die zweitgrösste Stadt nach Almaty. Der Name Astana bedeutet die Hauptstadt. Nach Ulaanbaatar gilt die kasachische Hauptstadt als zweitkälteste der Welt, so beträgt die winterliche Durchschnittstemparatur -15 Grad Celcius, die kälteste je gemessene Temperatur lag bei -52 Grad Celcius. Im Sommer kann es dafür sehr heiss, bis zu 35 Grad werden. Im September/Oktober liegt die Durchschnittstemperatur zwischen 3.7 und 12.1 Grad Celcius.
Sehenswürdigkeiten finden Sie hier.
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Anreisemöglichkeiten
Nach Astana gelangen Sie mit dem Flugzeug oder mit dem Zug. Ab Zürich fliegen Sie mit Umsteigen in rund 11 Stunden in die kasachische Hauptstadt, mit dem Zug sind Sie mit der schnellsten Verbindung rund 93 h unterwegs. Umsteigen müssen Sie dabei aber unter Umständen nur in Karlsruhe, Moskau und Petropavlovsk.

Das Spiel findet um 21 Uhr Ortszeit, d.h. um 17 Uhr MESZ statt.

Nächsten Montag der Abschluss unseres Dreiteilers mit APOEL Nikosia und Infos zur geteilten Hauptstadt Zyperns.

YB in der Europa League: Die Gegner (1)

Briger am Montag den 5. September 2016

Heute: Olympiakos Piräus

Der erste Gegner der Young Boys in der Europa League Gruppenphase kommt aus Griechenland. Am 15. September gibt’s das Hinspiel in Bern. Das Rückspiel findet dann am 24. November in Piräus statt. Die wichtigsten Infos hier.

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Club
Der PAE Olympiakos Syndesmos Filathlon Peiraios (Olympische Vereinigung der Sportfreunde von Piräus) wurde am 10. März 1925 gegründet. Spitzname des 43-maligen Griechischen Meisters ist „Thrylos“ (Legende). Trainiert wird die Mannschaft, die zu Hause traditionell in rot-weiss antritt vom ehemaligen portugiesischen Natitrainer Paulo Bento. Olympiakos ist so etwas wie der FC Basel Griechenlands, einfach noch erfolgreicher. Seit der Beendigung einer 10-jährigen meisterschaftslosen Durststrecke 1997 wurde Olympiakos 18-mal Meister. Einzig in den Jahren 2004 und 2010 konnte der Erzrivale, Panathinaikos Athen, den Titel gewinnen. Ähnlich wie der FC Basel hat Olympiakos aber im Cup zwischendurch etwas Mühe. Im gleichen Zeitraum, in dem die 18 Meistertitel errungen wurden, gewann der Club nur acht Mal den nationalen Cupwettbewerb. An der Champions League nahm der Verein 17-mal teil, am Erfolgreichsten war die Saison 1998/99, als im Viertelfinale gegen Juve Endstation war. Viele auch international bekannte Spieler schnürten bereits die Stiefel für Olympiakos, darunter Christian Karambeu, Rivaldo oder Antonios Nikopolidis, der ewige griechische Nationaltorwart. Auch im aktuellen Kader finden sich einige bekannte Namen.
Neben Fussball wird in Piräus auch viel Randsport betrieben. Olympiakos hat nämlich auch Sektionen in folgenden Sportarten: Basketball, Boxen, Gewichtheben, Leichtathletik, Schießen, Schwimmen, Segeln, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasserball.

Stadion
Gespielt wird im Georgios-Karaiskakis-Stadion in Piräus östlich des Stadtzentrums in Richtung Athen. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 33.296 Plätzen und gehört dem griechischen olympischen Komitee. Benannt ist es nach dem griechischen Freiheitskämpfer Georgios Karaiskakis, der 1827 während der griechischen Revolution in der Nähe ums Leben kam. Das Stadion wurde 2004 neuerrichtet, nachdem an gleicher Stätte bereits 1895 das Velodrom Neo Faliro für die Bahn-Radrennen der olympischen Spiele 1896 errichtet wurde. Auch der Viertligist Ethnikos Piräus dürfte im Stadion spielen, tut dies aber offenbar nicht.

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Stadt
Piräus ist der historische Hafen der griechischen Hauptstadt Athen und heute der drittgrösste Mittelmeerhafen. Die Stadt hatte 2011 rund 163’000 Einwohner, der Grossraum mit Athen zusammen rund 3.5 Millionen. Über die Sehenswürdigkeiten Piräus’ informieren Sie sich hier.
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Anreisemöglichkeiten
Um nach Piräus, resp. Athen zu gelangen haben Sie diverse Möglichkeiten. Ab Zürich gibt es Direktflüge, die in 2 h 35 Minuten vor Ort sind. Alternativ können Sie den Zug nehmen. Mit Umsteigen in Zürich und Belgrad sind Sie in nur 37 Stunden in Thessaloniki. Danach haben Sie noch gut fünf Stunden Fahrt vor sich. Eine dritte Variante bietet die Fähre. Von Ancona, Bari, Brindisi oder Venedig können Sie nach Patras fahren und von da mit dem Bus nach Athen. Aber Achtung, im November fahren die Fähren nicht mehr täglich.

Nächsten Montag an dieser Stelle, nutzloses Wissen zum FK Astana und der kasachischen Hauptstadt.

Asiengruppe

Briger am Freitag den 26. August 2016

Die Berner Young Boys haben kein Glück bei der EL-Auslosung. Zweimal fliegen die Berner nach Asien.

Die Auslosung heute in Monaco ergab folgende Gegner für die Young Boys. Olympiakos Piräus, APOEL Nikosia und den FK Astana aus Kasachstan.

Am Attraktivsten ist noch der Gegner aus Griechenland. Olympiakos ist griechischer Meister und wird seit kurzem vom Portugiesen Paulo Bento trainiert. Bekannteste Spieler sind das ewige Talent Marko Marin, der frühere Xamaxien Brown Ideye, der Ex-Benfica Spieler Oscar Cardozo aus Paraguay und der argentinische Altstar Esteban Cambiasso. Nicht mehr im Kader ist Pajtim Kasami, der aktuell an Nottingham ausgliehen ist. Gespielt wird im Georgios Karaiskakis Stadium, wo mehr als 33’000 Leute hineinpassen.

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Weniger bekannt sind die anderen beiden Gegener APOEL Nikosia und der FK Astana. Der Athletikos Podosferikos Omilos Ellinon Lefkosias, der Athletik-und Fussballclub der Griechen Nikosias ist der Rekordmeister Zyperns mit 25 Titeln. Auch in der letzten Saison wurde Nikosia Meister. Trainer ist der frühere Bochum Star Thomas Christiansen, ein dänischer Spanier oder spanischer Däne, was auch immer, der mal bei Barca unter Vertrag stand. Gespielt wird im GSP Stadion in Nikosia, Platz haben etwas mehr als 22’000 Leute. Bekanntester Spieler ist der Ex-Gladbacher Igor de Camargo. Ja, es war eine Schwalbe damals im Pokal gegen die Hertha! In der letztjährigen EL-Kampagne gab es nur drei Punkte gegen Asteras Tripolis. Auswärts auf Schalke aber nur ein 0:1.

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Der FK Astana wurde 2009 gegründet, spielt in der Astana Arena, die 30’000 Plätze hat. Das Stadion verfügt über Kunstrasen, ob das von Vorteil ist und für wen, wird sich zeigen. Von Bern nach Astana sind es 5’400 Kilometer, die Zeitverschiebung beträgt 4 Stunden. Ein Flug dauert um die 11 Stunden. Für Astana spielen Kasachen, zwei Serben, ein Mazedonier, ein Kongolese, ein ein Kolumbianer und ein Ghanese. Mit Ausnahme vom früheren Ingolstädter Konstantin Engel, dürften die Spieler aber nur Experten für den zentralasiatischen Fussball bekannt sein. Die Kasachen spielten letzte Saison in der Champions League, nach einem Playoff-Sieg gegen APOEL. Dort gewann die Mannschaft vier Punkte. Drei zu hause mit einem 2:2 gegen Galatasaray, einem 2:2 gegen Benfica und einem 0:0 gegen Atletico. Ein 1:1 erreichten die Kasachen zu dem in Istanbul. Am Ende fehlte ein Punkt zu Platz 3.

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Alles in allem sind die Lose sportlich nicht die Einfachsten und zuschauertechnisch nicht attraktiv. Es ist fraglich, ob mehr als 12’000 Zuschauer zu den Spielen im Wankdorf kommen werden. Die Heimspiele müssen gewonnen werden, wenn YB überwintern will.

Der Vollständigkeit halber noch die Gruppe des FCZ: Villarreal, Steaua Bukarest und Osmanlispor. Lesen Sie den Ticker hier nach.

Der Spielplan: 15.09. 19:00 Uhr: YB-Olympiakos Piräus; 29.09. 21:05 Uhr: FK Astana-YB; 20.10. 21:05 Uhr: YB-APOEL; 03.11. 19.00 Uhr: APOEL-YB; 24.11. 21:05 Uhr Olympiakos-YB; 08.12. 19:00 Uhr YB-FK Astana

Berner Young Boys international

Briger am Donnerstag den 25. August 2016

2
Nach der Champions League, ist vor der Europa League!

Die Entscheidungen sind gefallen. Hier, die definitiven Lostöpfe. (In Fettschrift Clubs, die am Montag nicht oder in einem anderen Topf aufgeführt waren).

Topf 1
FC Schalke 04, Zenit St. Petersburg, Manchester United, Shaktar Donezk, Athletic Bilbao, Olympiakos Piräus, FC Villarreal, Ajax Amsterdam, Inter Mailand, Fiorentina, Anderlecht, Viktoria Plzen.

Topf 2
AZ Alkmaar, Sporting Braga, FC Salzburg, AS Roma, Fenerbahce Istanbul, Sparta Prag, PAOK, Steaua Bukarest, Racing Genk, Apoel Nikosia, Standard Liège, AS Saint-Étienne.

Topf 3
KAA Gent, BSC Young Boys, FK Krasnodar, SK Rapid Wien, Slovan Liberec, Celta Vigo, Maccabi Tel-Aviv, Feyenoord, FK Austria Wien, FSV Mainz 05, FC Zürich, Southampton FC.

Topf 4
Panathinaikos, US Sassuolo Calcio, Qarabag Agdam, Astra Giurgiu, FK Astana, OGC Nice, Zorya Lugansk, Konyaspor, Osmanlispor, Qäbälä, Hapoel Beer-Sheva, Dundalk.

YB damit knapp nicht in Topf 2. Beim üblichen Losglück wird’s Shaktar, Fener, Qarabag. Gute Nacht.

Europäische Nächte

Briger am Montag den 22. August 2016

12Der BSC Young Boys spielt diese Saison noch mindestens siebenmal europäisch. Doch wer sind die möglichen Gegner in der Gruppenphase? Exklusiv für Leserinnen und Leser des Runden Leders die Übersicht.

Vor dem Spiel übermorgen in Mönchengladbach bestehen noch zwei Szenarien.

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Cupwochenende

Briger am Mittwoch den 10. August 2016

Am nächsten Wochenende steht die erste Hauptrunde im Schweizer Cup 2016/17 an. Während die Berner Young Boys auswärts in Winterthur auf Veltheim treffen, finden zahlreiche andere Partien statt, die Sie von Bern aus bequem mit dem öffentlichen Verkehr erreichen. Eine Übersicht.

FCZ

Berücksichtigt werden hier alle Partien in Orten, die sie mit Zug/Bus in weniger als 65 Minuten ab Bern Bahnhof erreichen können (exklusive Fussmarsch/Busfahrt vom Bahnhof bis zum Stadion/Sportplatz).
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