Archiv für die Kategorie ‘European Must-have-drunk-theres’

Уважаемые болельщики!

Natischer am Montag den 21. Mai 2007

Eintrittstickets beschaffen Sie sich direkt am Spieltag bei einem der zahlreichen kleinen Kassenhäuschen, welche rund um das Stadion verteilt sind. Versichern Sie sich vor dem Kaufversuch zuerst, dass das Kabäuschen auch besetzt ist; im real existierenden Sozialismus wurden Schalter offenbar aus Prinzip so gebaut, dass der Verkäufer nicht sichtbar und nur ein kleines Loch zum Tausch von Bargeld und Billett vorhanden ist. Mit ca. 20 Grivna, also etwa 5 CHF, sind Sie auf dem besten Platz dabei (diese Plätze leisten sich aber auch viele Einheimische, so dass der teuerste Sektor auch der am besten besetzte ist).

Bevor Sie ihren Platz einnehmen, empfiehlt es sich, noch rasch für Tranksame zu sorgen. Die Bierstände sind zahlreich, auch wenn sie einen etwas improvisierten Eindruck machen. Im Gegensatz zu hiesigen Stadien werden Sie aber nicht alle fünf Minuten Nachschub holen müssen, wird der leckere Gerstensaft (ukrainisches Bier gilt gemeinhin als sehr bekömmlich) doch gleich in 1,5-Liter fassenden PET-Flaschen verkauft. Damit der geneigte Matchbesucher aber keinen Schabernack mit den Flaschen treiben kann, schneidet das Verkaufs- personal mittels eines Taschenmessers die Flaschenöffnung ab!

Eine Wurst suchen Sie hier vergebens, Sie könnens aber den Odessen gleichtun und Erdnusskerne kauen. Alternativ zirkulieren auch Verkäufer mit diversen Süsswaren.

Unter günstigen Voraussetzungen, wenn also eine der anderen ukrainischen Spitzenmannschaften wie Dynamo Kiew, Schachtjor Donetzk oder die den GC-Fans wohlbekannten Dnjepr Dnjepropetrovsk zu Gast sind, kann man einem durchaus attraktiven Fussballspiel beiwohnen. Und schlechter als einheimische Kost wirds wohl auch nicht. Etwas ungeniessbar können eventuell andere Zuschauer werden, welche nach mehreren Flaschen Bier sich gerne auch mit anderen Anhängern der eigenen Mannschaft anlegen. Die im und ums Stadion massiv präsente Polizei sollte aber die schlimmsten Eskalationen zu verhindern wissen.

Diesen einzigartigen Bericht verdanken wir unserm Leser Herrn Shearer. Falls auch Sie Stadien in nicht allzu zentral gelegenen Städten besuchen und das Erlebnis mit unsern Leser teilen möchten, wenden Sie sich vertrauensvoll an Herrn Natischer.

(Mai)Land in Sicht

Natischer am Montag den 14. Mai 2007

Unser brandneuer RL-Stadionführer geleitet uns heute in das vielleicht schönste Land Europas: Italien. Dem amtierenden Fussballweltmeister, übrigens.

Dank des löblichen Lötschbergbasistunnels gelangen Sie schon bald in nicht mal mehr 3 Stunden nach Mailand. Ein Grund mehr für einen Matchbesuch im Stadio Giuseppe-Meazza.

Verpflegung
Der Speisewagen des Cisalpino-Neigezugs kann durchaus empfohlen werden. In Mailand angekommen genehmigen Sie sich un’ apperitivo, stehend am Tresen, Sitzen kostet teils heftig Zuschlag.
Für einen Snack im Stehen gehen Sie am besten ins Parterre des Bahnhofs oder – falls Sie einen Zug früher gekommen sind und noch in die Stadt wollen – beim Duomo am andern Ende des Vorplatzes im Untergeschoss der örtlichen Paninoteca. Wenn Sie richtiges Essen inkl. Absitzen wollen, gilt als Faustregel mindestens 10 Minuten weg vom Dom laufen – die Preise purzeln mit jedem Meter Abstand. Essen in Italien ist per se oléolé.

Transport
Cisalpino bringt Sie günstig bis zum Hauptbahnhof Milano Centrale. Dort nehmen Sie die Metrolinie 1 (rot) bis zur Haltestelle LOTTO. An Spieltagen gibts ab dort einen Bus zum Stadion.

Tickets
Eintrittsbillette können Sie entweder online kaufen, online kaufen oder vor Ort beim Billetthäuschen. Je nach Partie bekommen Sie dort problemlos etwas, anderenfalls müssten Sie einem lokalen Schwarzhändler den Monat versüssen. Das ggf. eingesparte Geld kann in der Gartenbeiz gleich vorm Stadion für Fraternisierungsversuche investiert werden.

Sprache
Der Mailänder an sich spricht sehr wenig Deutsch. Deshalb hier ein paar Hilfen für Ihren Stadionbesuch:
Una birra grande, per favore = Ein Helles, bitte.
È costosa… = Läck, die spinnen hier ja mit den Bierpreisen!
Figlio di putana! = Ich bin mit der Entscheidung des Schiris nicht einverstanden.
Stazione Centrale = Herr Taxifahrer, bringen Sie mich bitte an den Bahnhof, mein Zug fährt gleich!

A Place to BE

Natischer am Montag den 7. Mai 2007

Heute führt Sie Ihr Lieblingsblog ins berühmte Wankdorf-Stadion in der wunderschönen Schweizer Hauptstadt!

Halleluja!

Haben Sie ein Auswärzspiel bei den Berühmten vor sich? Haben Sie sich gar für den Göpfinal qualifiziert? Nichts besseres als das! Das Runde Leder kennt die Olé-Olé-Bars auf dem Weg zum sogenannten Stade de Suisse.

Wie Sie zu Tickets kommen erfahren Sie hier, erklärt Ihnen Ihr örtlicher Fussballclub oder ggf. der Veranstalter Ihres Vertrauens.

Verlassen Sie den Bahnhof nach Ankunft auf einem der schönen Berner Perrons am besten gar nicht erst. Die S-Bahn (S steht in Bern für Super) führt Sie zum Bahnhof “Bern Wankdorf”. Fragen Sie am einfachsten den Online-Fahrplan Ihrer Wahl. Begeben Sie sich andernfalls zum Tramperron vorm Loeb und nehmen Sie das Tram Nr. 9 Richtung Guisan-Platz. Falls Sie eher der Bus-Typ sind, den Bus Nr. 20 Richtung Wyler.

Viele Göpfinalteilnehmer feiern bereiz im Bahnhofsgebäude, andere spazieren bis zur Front, kehren am Kornhausplatz nochmal ein oder beehren am Breitschplatz einen Beizer nach Wahl. Keines davon ist falsch: Zwickel offen gibz im Tibits (noch im Bahnhof), ein quasi Hausgebrautes im Adrianos, Leffe im Offenausschank auf dem Ringgenberg und dann lecker Pizza nach dem steilen Aufstieg in den Breitsch im Ticino oder aber Rotes Curry in HerrKs Lieblings-Asia-Take-Away gleich vis-à-vis. Nie falsch ist dann der stadionmantelnutzende Walter.

Haben Sie Tipps zum Erreichen Ihres Lieblingsstadions? Kennen Sie die trendigste Bar, das frischestgezapfte Helle oder das seignanteste Rindsfilet auf dem Weg dorthin? Möchten Sie Ihr Wissen mit vielen Menschen teilen? Schicken Sie Ihre Geheimtipps gerne an unsern Rundeslederleserreisereiseleiter.

A place to be

Natischer am Donnerstag den 26. April 2007

In unserer nagelneuen Serie führen wir Sie heute in das vielleicht schönste Land Europas: Die Schweiz.

Solothurn, die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, erfreut neben den Fans des Barocks auch solche des örtlichen FC. Dieser spielt in der 1. Liga gegen Gegner wie Wangen bei Olten, Münsingen oder Dornach. Um zum Stadion zu kommen, hilft Ihnen bestimmt einer dieser Links. Sonst fragen Sie am besten jemanden vor Ort. Seien Sie aber vorsichtig: Der Soledurner an sich kennt weder T noch P. Berücksichtigen Sie das bei dessen Wegbeschreibung!

Ganz bestimmt sollten Sie dann auf dem Weg dorthin den Umweg via Baseltor in Kauf nehmen: In der dortigen Rythalle finden nämlich vom DO 26. – SA 28. April 2007 die jährlichen, überaus löblichen Solothurner Biertage statt. 20 Schweizer Kleinbrauereien stellen dort ihre Erzeugnisse vor, bei denen es sich glatt zB über den örtlichen Fussballverein debattieren lässt. Da der FC Solothurn dieses Wochenende sowieso auswärts spielt, machen Sie das eigentlich auch gschider ausschliesslich und verzichten auf den Besuch des Sportplatzes.

Xundheit!

Neue Serie

Natischer am Donnerstag den 19. April 2007

Sie sind unterwegs zum Auswärtsspiel und verspüren plötzlich Durst? Als Stadion-Hopper on the road in unbekannten Ländern und plötzlich Hunger? Aber keine Ahnung wohin? Der Fussballblog Ihres Vertrauens präsentiert die nagelneue, unregelmässige Serie

The European Must-have-drunk-theres

und garantiert Abhilfe in obigen Notsituationen.

EMHDT

Sie, geschätzte LeserInnen des Runden Leders, sind aufgefordert, Ihre diesbezüglich Favoriten weltweit einem breiten Publikum vorzustellen. Sei es das bestgezapfte Ale Englands, das schnellste Pils Deutschlands, der beste Aperitivo della Casa südlich des Simplons, die frischesten Frutti di Mare nördlich des Äquators, das bestgestrichene Raclette ausserhalb des Wallis oder schlicht das unappetittlichste Haggis ever – im Runden Leder können Sie dies endlich öffentlich machen. Verbinden Sie das Ganze mit ein paar Tipps zum Erreichen des örtlichen Fussballstadions und finden damit Aufnahme im erlauchten Kreis der RL-Gastautoren. Schicken Sie Ihre Favorites gern auch inkl. Links zu Beiz, Stadion, Ticketkauf, Stadt- und Busfahrplan unserm umtriebigen Rundeslederleserreisereiseleiter.

Veröffentlichte Berichte werden fürstlich honoriert: Die komplette Redaktion erhebt sich jeweils für einen kurzen Applaus zu Ehren der/s Verfassers/in.