Archiv für die Kategorie ‘European Must-have-drunk-theres’

Regionalfussball – Illyrische Impressionen (5)

Briger am Montag den 26. Juli 2021

Heute: Krujë – oder wenn ein Stadion vor die Hunde geht.

Ob der Klubi Sportiv Kastrioti Kruja wirklich in diesem Stadion spielt, konnte unser Albanienkorrespondent Max Power nicht in Erfahrung bringen, die Aussicht sei aber top. Aber schauen Sie selbst:

In Krujë befindet sich übrigens das Skanderbeg-Museum, konzipiert von Enver Hoxhas Tochter, dies zu Ihrer Information.

Regionalfussball – Illyrische Impressionen (4)

Briger am Montag den 19. Juli 2021

Heute sind wir wieder in Tirana.

Wie es sich für einen Rekordmeister gehört, spielt der Hauptstadtclub in blau-weiss. Das Selman-Stërmasi-Stadion Stadion fasst 12’724 Plätze. Benannt ist es nach einem albanischen Fussballer. Das Stadion wurde 2015 umgebaut, seither können in Tirana wieder internationale Spiele durchgeführt werden.

Impressionen liefert Ihnen – wie immer wenn es um Albanien geht – unser A+++++++-Leser, Herr Power.

Regionalfussball – Illyrische Impressionen (3)

Briger am Donnerstag den 8. Juli 2021

BREAKING NEWS: Neu bei YB: Stürmer Wilfried Kanga

Heute: Wie kommen Sie ins Stadion eines albanischen Zweitligisten?

Unser A++++++-Leser Herr Power war im Frühjahr in Albanien unterwegs und hat viel Bildmaterial mitgebracht, das nach und nach von uns gesichtet wird. Heute nimmt Herr Power uns mit ins Stadium Flamurtari des Klubi Sportiv Flamurtari Vlorë aus Vlora.

Geniessen Sie nun die Impressionen und lernen dann im Video, wie man in ein albanisches Stadion gelangt.

Anfang Juni stieg der Club im Entscheidungsspiel gegen KF Tërbuni aus der zweiten Liga ab.

Interessante Investoren

Val der Ama am Donnerstag den 20. Mai 2021

Wrexham kann sich freuen.

Der AFC Wrexham wurde bereits 1864 gegründet und ist ein Fussballverein aus der nordwalisischen Stadt, die auch Wrexham heisst. Der Verein spielt in der englischen National League und hat den walisischen Cup insgesamt 23 Mal gewonnen. Ende des vergangenen Jahres haben sich von ungefähr 2000 Mitgliedern des Wrexham Supporters Trust immerhin 1809 dafür entschieden, dass zwei ausländische Investoren den Club übernehmen dürfen.

Die beiden Geldgeber sehen Sie auf dem Bild. Der in der Mitte ist Rob McElhenney, ein US-amerikanischer Schauspieler (It’s Always Sunny in Philadelphia), der beim Gucken der Serie “Sunderland ‘Til I Die” auf die Idee gekommen ist, einen anderen Schauspielerkumpel anzufragen, ob er mit ihm ins Fussball-Business einsteigen möchte. Der andere sagte zu, auch wenn sich die beiden Herren vor den Vertragsverhandlungen noch nie real getroffen hatten. Der andere, das ist der Herr links auf dem Bild und heissen tut er Ryan Reynolds und hoffentlich haben Sie ihn mal als Deadpool gesehen.

Mittlerweile haben McElhenney und Reynolds schon mal eine Eigenkapitalinvestition von 2 Millionen Pfund in den Verein getätigt und versprochen, dass sie sich der Klubtradition gegenüber demütig zeigen wollen und dass sie sich eher als Verwalter engagieren möchten. Das Fussballbusiness wollen sie den Profis überlassen, sagen sie.

Nun ist das Administrative erledigt und deshalb höchste Zeit, sich mit einer Grussbotschaft an die Fans zu wenden und schon mal eine Doku anzukündigen. Unterstützt werden sie dabei von der Frau rechts, weil die kann Englisch auf Walisisch übersetzen. Schauen Sie mal.

Regionalfussball – Illyrische Impressionen (2)

Briger am Montag den 26. April 2021

Teil 2 unserer Serie über albanische Fussballplätze.

Heute besuchen wir zunächst das Air Albania Stadium (Arena Kombëtare) in Tirana. Das Stadion wurde offiziell mit dem Länderspiel Albanien gegen Frankreich im November 2019 eröffnet. Es fasst 22’000 Plätze und neben Spielen der Nationalmannschaft findet auch das Pokalfinale in diesem Stadion statt. Daneben sollen auch Konzerte stattfinden.

Unser Fotograf gelangte auf abenteurlichen Wegen, via TV-Kabel über das sich noch in Bau befindende Stadion ins Innere. Um dann festzustellen, dass der Haupteingang offen war. Geniessen Sie hier nun einige Impressionen.

Für unseren nächsten Platz reiste unser Reporter 100 km weiter in den Süden nach Fier. Der dortige KF Apolonia ist 2020 wieder in die Kategoria Superiore aufgestiegen. Nach der 0:1-Niederlage gegen Bylis Ballsh am Wochenende liegt Apolonia nun sieben Runden vor Schluss abgeschlagen am Tabellenende (14 Punkte Rückstand auf Rang 7 und 12 Punkte auf Rang 8 (Barrageplatz)). Der zukünftige Zweitligist spielt im Stadiumi Loni Papuçiu, welches 6’000 Plätze fasst.

  • So sieht es im Innern aus.

  • Der Rasen wird beleuchtet

  • Schweizer nach rechts

  • Die Farben könnten besser gewählt werden

  • Es war grad Training

  • Eine Tribüne, fast wie in Naters.

  • Das Wetter ist gut...

  • ...ideal, um danach noch ein bisschen auf dem Hometrainer zu schwitzen.

Regionalfussball – Illyrische Impressionen

Briger am Mittwoch den 21. April 2021

BREAKING NEWS: YB-Captain Lustenberger fällt lange aus – Neu wieder 100 Zuschauer im Wankdorf

Heute: 8001 Burrel

Unsere berühmte Regionalfussballserie erwacht aus dem Winterschlaf und widmet sich in den kommenden Ausgaben einem Land in Südosteuropa: Albanien. Heute nimmt Sie ein A++++++-Leser mit zum Klubi i Futbollit Burreli. Der Zweitligist gewann die diesjährige Gruppe A der zweithöchsten albanischen Liga, liegt aber nach zwei Runden der Aufstiegsplayoffs nur auf Rang 2. Noch bleiben dem Club aus der 10’000 Einwohner-Stadt nördlich von Tirana noch vier Runden, um an Dinamo Tirana vorbeizuziehen. Möglich wäre auch der Aufstieg in einem Playoff-Spiel gegen den Zweiten der Aufstiegsplayoff-Gruppe B. Aber Sie möchten jetzt bestimmt endlich Bilder sehen.

  • Die Heimstätte des K.F. Burreli: Das 2'500 Plätze Bijou Liri-Ballabani

  • Schöne Wandmalereien

  • Oh nein, hier ist heute kein Durchkommen

  • Bilder gibt's also nur aus der Ferne.

  • Doch Moment, die lokale VIP-Tribüne! Ein paar Treppen und ein freundlicher Bewohner später....

  • ....steht unser Aussenkorrespondent auf einem Balkon im mittelalbanischen Bergland

  • So ein Ausflug, der macht hungrig.

Tigerbalsam

Herr Winfried am Mittwoch den 20. Mai 2020

Bei den Hull City Tigers wird Demut grossgeschrieben. 

Die Fernsehverträge im englischen Fussball garantieren den Clubs bekanntlich gigantische Einnahmen. Auch die Vertreter der zweithöchsten Liga sahnen ordentlich ab. Dass Geld aber nicht alles ist im Leben, demonstriert nun der Hull City F.C.

Eine Gruppe von Hull City Fans. Bild: Hull City F.C.

Ehab Allam. Bild: Hull City

Der englische Fussballverband plant gerade die Fortführung der Saison. Die letzte Tranche der TV-Gelder würde auch den Tigers aus Kingston upon Hull 1,2 Millionen britische Pfund einbringen. Darauf würde der Verein aber gern verzichten – man habe ernsthafte Bedenken, unter den aktuellen Umständen Fussball zu spielen. Der stellvertretende Chairman Ehab Allam fürchtet rechtliche Konsequenzen, falls ein Team- oder Staffmitglied an Covid-19 erkranken sollte.

Die Tabellensituation? Spielt bei der Aussage natürlich absolut gar keine Rolle (Anm. der Red: Hull City liegt in der Championship als 21. derzeit auf einem Abstiegsplatz).

Vielleicht hat Herr Allam ja Glück: In der Premier League haben auf Anordnung der Liga die Tests begonnen – mit einigen positiven (also die Tests) Resultaten. Am gröbsten scheint es Watford erwischt zu haben.

Zwickauer digitaler Sonderzug

Briger am Montag den 11. Mai 2020

Die Fans des FSV Zwickau fahren gerade im digitalen Sonderzug durch die eigene Geschichte.

Der FSV Zwickau ist chronisch knapp bei Kasse und kann sich deshalb keine gute Aufarbeitung der eigenen Geschichte und schon gar kein Museum leisten. Die aktiven Fans haben sich deshalb entschlossen, eine Aktion auf die Beine zu stellen. Entwickelt wurde der digitale Sonderzug durch die Vereinsgeschichte – der eigentlich am letzen Spieltag der aktuellen Saison in echt nach Mannheim hätte fahren sollen.

Mit den Worten

Kein Fußball mehr? Keine Auswärtsfahrten mehr? Kein Sonderzug nach Mannheim? Wir verraten Euch: Da ist ein Licht am Ende des Tunnels! Packt eure Schals und Fahnen ein, schnappt euch Bier, Klopapier und einen Mundschutz, schmiert ne Bemme und kommt mit auf eine lange Reise!

wird für die Aktion geworben, die man hier mitverfolgen kann.

Die ganze Aktion kann im Internet gratis verfolgt werden, noch besser ist aber eine Spende in Form einer erworbenen Fahrkarte (inkl. Kulturgroschen wie zu DDR-Zeiten). Das Stück zu 1.75 €, da Zwickau am 14. Juni 1975 das Finale des FDGB-Pokal gegen Dynamo Dresden und unter dem Namen BSG Sachsenring den dritten und bislang letzten Pokalsieg der Vereinsgeschichte erreichte.

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YB im Grossherzogtum

Briger am Montag den 9. März 2020

Sympathische Vereine aus aller Welt. Heute: Yellow Boys Weiler-la-Tour.

Der Verfasser dieser Zeilen fand sich zwecks Fussball am Wochenende im grenznahen Ausland und war auch nach dem Spiel derart unterfussballt, dass er abends im Hotel in seiner Groundhopper-App nachschaute, was für Spiele denn am Sonntag noch in der Nähe stattfinden würde. Dabei stiess er auf ein interessantes Team:

Eine kurze Recherche Überprüfung der Tatsachen ergab, dass es sich um das alte Logo des offenbar äusserst sympathischen Vereins Yellow Boys aus Weiler zum Turm, oder Weiler-zum-Tuerm oder eben Weiler-la-Tour – je nach dem welche Landessprache des Grossherzogtums Luxemburg Ihnen am geläufigsten ist – handelt. Der Club ist auf diese Saison hin erstmals in die Ehrenpromotion, die zweithöchste Liga Luxemburgs aufgestiegen. Die Yellow Boys verloren ihr gestriges Spiel zu Hause im Stade Am Dieltchen gegen Canach leider mit 0:2 und liegen damit in der Tabelle fünf Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz (aktuell Mamer) und fünf Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz (Junglinster). Zu spielen sind in Luxemburg, so Corona will, noch 11 Runden. Es droht somit Ende Saison ein Barrage-Spiel gegen den Tabellenzweiten einer der beiden dritten Ligen Luxemburgs. Dass es sich beim Gegner um die Young Boys Diekirch handelt ist eher unwahrscheinlich. Der Aufstieger liegt mit nur 7 Punkten zur Zeit auf einem Abstiegsplatz.

Schuldig sind wir Ihnen noch das aktuelle Logo der Yellow Boys:

Weisse Weste

Briger am Montag den 17. Februar 2020

Samstagabend, Spitzenspiel in den Ardennen. Sedan vs. Bastia.

Zwar nur in der vierten Liga, der National 2, Gruppe A. Punktgleich stehen die beiden Teams vor dieser Runde auf Platz 1 und dies belibt nach dem 0:0 am Wochenende so. Die Korsen, die zwei Jahre nach dem Zwangsabstieg aus der Ligue 1 in die National 3, der fünften Liga, mit drei Airbus A320 Anhängern an die belgische Grenze angereist sind und so dafür gesorgt haben, dass letztlich über 11’000 Zuschauer das Spiel im Stade Louis-Dugauguez verfolgt haben, bleiben somit ebenso im Rennen um den Aufstieg wie die “Wildschweine” aus dem Norden und die dritte Mannschaft im Bunde, die AF Bobigny aus dem Grossraum Paris, die mit 43 Punkten aus 19 Spielen auf Rang 3 lauert.

Leider kam es vor dem Spiel zu Ausschreitungen in der Innenstadt, als offenbar niederländische Schläger eine Gruppe von 50 Bastia-Fans angegriffen hat. 6 Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.

Bastia-Anhänger in Sedan. Foto SC Bastia.

Noch bemerkenswerter als die knappe Ausgangslage und die Ausschreitungen ist aber das Abwehrverhalten von Sedan. In den bisherigen 19 Spielen ist die Abwehr ein einziges Mal überwunden worden. Am 14. Dezember 2019, dem 14. Spieltag der Saison, gelang Illan Kebbal von den Reserven von Stade de Reims das Kunsstück, das erste und bislang einzige Tor gegen Sedan zu erzielen in dieser Saison. Wobei, das mit dem einen Gegentor stimmt nicht ganz, im Oktober 2019 hat Sedan im Cup eine 0:1 Heimniederlage gegen die Association Sportive de Prix-lès-Mézières Wer sich die Abwehr von Sedan aus der Nähe ansehen möchte, nimmt dazu am besten die Gelegenheit am 4. April wahr, wenn Sedan auswärts auf Schiltigheim trifft. Auswärs ist die Weste immer noch rein.

Viele Zuschauer

Briger am Montag den 13. Januar 2020

Wie gut sind eigentlich Europas Stadien ausgelastet? Ein Blick auf die Top-5-Ligen und die Schweiz.

Screenshot Youtube

Ein Vergleich der Top-5-Ligen Europas zeigt, dass Premier-League-Stadien zu den bestausgelastetsten Europas gehören. Die Stadien waren in der Saison 2019/20 bislang zwischen 90.1% (Newcastle) und 99.9% (West Ham) immer gut gefüllt, aber einzig Arsenal hat es geschafft bislang das Stadion auszuverkaufen – dafür gleich zwei Mal. Im ganzen englischen Profifussball schaffte es in dieser Saison ansonsten übrigens nur der Fulham FC an einem Spiel, alle Karten wegzubringen. Auslastungsmässiges Schlusslicht im englischen Profifussball ist übrigens Drittligist Coventry City mit einer Auslastung des St. Andrew’s-Stadions von etwas mehr als 20%.

Auch kaum ausverkauft sind Spiele in der französischen Ligue 1 und der spanischen La Liga. Dort schaffte es diese Saison nämlich noch kein Team, seine Spiele auszuverkaufen. Spitzenreiter in Sachen Auslastung sind PSG (95.6%) und Girona (96.8%), Schlusslichter Monaco (38.9%) und RCD Espanyol (knapp 48%).

Entgegen dem landläufigen Gerücht, niemand wolle sich in Italien Fussball anschauen, schafften es mit Inter und Cagliari immerhin schon zwei Teams diese Saison ein Spiel ausverkauft zu melden. Bis auf Roma, Lazio und Hellas schaffen es auch alle Clubs, ihr Stadion min. zur Hälfte zu füllen.

Ausverkaufkönige sind die Deutschen. Von 36 Teams der höchsten beiden Ligen schafften es bislang nur acht nicht, in min. einem Spiel alle Karten an den Mann oder die Frau zu bringen. Es sind dies Hoffenheim, Mainz und Wolfsburg in der 1. Bundesliga, Dresden, Nürnberg, Hannover, Bochum und Sandhausen in der 2. Bundesliga. Fünf Teams, Union Berlin, Köln, Dortmund, Freiburg und Bayern schafften es dabei das Stadion jeweils zu min. 99.2% zu füllen. Bayern sogar zu 100%. Schlusslicht in Deutschland: Die Hertha, die das überdimensionierte Olympiastadion nur zu etwas mehr als 63% vollbringt. Schlusslicht im deutschen Profifussball ist der KFC Uerdingen mit einer Stadionauslastung von 6.5%, was aber hautpsächlich daran liegt, dass statt an der Grotenburg in Krefeld in Düsseldorf gespielt werden muss.

Und wie sieht es in der Schweiz aus? YB und St. Gallen schafften es immerhin jeweils einmal das Stadion als ausverkauft zu melden. Während die Berner eine Auslastung von immerhin 83.4% vermelden können, füllt St. Gallen das Stadion «nur» zu 68.6% und damit aber immer noch deutlich mehr als der FC Basel, dessen Auslastung trotz sportlich besseren Leistungen nur bei 59% liegt. Klares Schlusslicht ist Servette mit einer Auslastung von 24.7%.

Fies-fröhliches Phrasenfestival

Rrr am Freitag den 20. Dezember 2019

Winterpause – die ideale Zeit für einen Theaterbesuch!

In Bern läuft seit gestern FIFA – Glaube, Liebe, Korruption. Und, wie ists? Herr Rrr hat das Angebot für Sie ausgetestet.

Anreise. Die Vidmar-Hallen erreichen Sie bequem mit dem 10er oder 17er (einfach aussteigen, wenn die urban aussehenden Passagiere den Bus verlassen. Die anderen sind Könizer auf dem Nachhauseweg.) Die Vidmar-Hallen liegen gleich vorne links, also einfach um die Ecke, dann rechts, wobei – ach, folgen Sie einfach den anderen Ausgestiegenen.

Verpflegung. Das Premiere Bier stammt von der Brauerei Felsenau und kostet 5.- (33 cl). Für denselben Preis kriegt man auch ein Amber Bier. Achtung: Würste muss man selber mitnehmen, vor Ort gibt es keine!

Einlass. Pyro im Theater – ein Tabu? Keine Ahnung. Jedenfalls gibts beim Eingang keinerlei Körpervisitationen. Securitymässig läuft alles recht chillig ab, im Vergleich zum Wankdorf. Apropos Wankdorf, schöne Überraschung beim Eingang.

Das Stück. 2×60 Minuten, dazwischen Pause. Gespielt wird auf Kunstrasen minderer Qualität (nix YB), rund herum sitzt Publikum. Das Heimteam nimmt sofort das Heft in die Hand und geht dorthin wo es weh tut. Zu den Höhepunkten der ersten Halbzeit gehört eine Sepp-Blatter-Phrasencollage, die wortgetreue Wiedergabe von Teilen von Herbert Zimmermanns WM-Final-Reportage 1954 und eine sehr schöne Hommage an den höchsten Berner Feiertag (28. April). Alles sehr erfreulich, besonders wenn man bedenkt, was für teils obskure Berater den Machern des Stücks zur Seite standen.

Nach der Pause geht die Leichtigkeit des Stücks ein bisschen verloren. Sehr schön zwar die Hommage an den CR7-Penalty im CL-Final 2016 und die Bubenträume eines kleinen Bosniers aus Zagorice, aber dazu kommen mehrere gut abgehangene Korruptionsstorys von Horst Dassler bis Gianni Infantino, juristisch wasserdicht aufbereitet, aber eher schwerfällig serviert.

Die Bilanz. “Mir persönlich fehlte ein Flitzer”, sagt Herr Rrr. “Aber sonst kamen eigentlich sämtliche Aspekte des modernen Profifussballs irgendwie vor.” Wir können Ihnen den Besuch dieses kurzweiligen und lehrreichen Stücks bedenkenlos empfehlen. Genau genommen: Sie müssen da unbedingt hin!

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

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  • Foto: Janosch Abel

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