Archiv für die Kategorie ‘Die Frisurenpolizei’

Auf der Flucht

Frans am Donnerstag den 31. August 2006

Wir unterbrechen unser Programm für eine dringende Mitteilung der schwäbischen Frisurenpolizei.

Der gesuchte Danijel L. ist seit Monaten zur Fahndung ausgeschrieben, hat sich aber offenbar kurzfristig aus dem Schwabenland abgesetzt. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat der Bund deutscher Haarformer eine Belohnung in der Höhe von 50 Gratis-Dauerwellen (bzw. wahlweise Messerschnitten, Ponys oder Best Agers) ausgesetzt.

Beim Anhalten des Tatverdächtigen ist äusserste Vorsicht geboten. Er gilt nicht nur als torgefährlich, sondern auch als schwierig – was immer dies bei einem Fussballspieler heissen mag.

Ambulante Behandlung

Frans am Donnerstag den 3. August 2006

Erhöhte Alarmbereitschaft bei den mobilen Schneidkräften in Rotterdam.

Gemäss niederländischen Medienberichten hat sich Feyenoord mit dem ukrainischen Nationalspieler Anatoli Tymoschuk über einen Transfer von der Traktor- in die Hafenstadt geeinigt.

Der Transfer ist noch nicht definitiv, zumal sich auch Celtic Glasgow für den Nationalspieler zu interiesseren scheint. Für den Fall eines Falles ist die tulpenländische Coiffeurambulanz aber bereits auf Pikett.

Einsatzbereit

Frau B am Donnerstag den 27. Juli 2006

Jose Mourinho hat sich die Haare geschnitten – aus verschiedenen Gründen.

Die neue Frisur des Chelsea-Trainers hat nicht nur in England Aufsehen erregt, sondern auch in den USA, wohin die ‹Blues› gestern zu einer Trainingsreise aufbrachen. Der exzentrische Portugiese musste sich einem Reporter der ‹New York Times› erklären: «Es ist heiss. Wir trainieren zweimal täglich und ich habe keine Zeit für lange Haare. Aber es gibt noch einen anderen Grund: Ich möchte, dass mein Sohn mich nachahmt. Und ausserdem will ich die jungen Spieler im Team ebenfalls zu einem sauberen Haarschnitt bewegen – anstatt dieser Rastafrisuren, die sie tragen. Der neue Look verändert mich, macht mein Gesicht aggressiver und bereitet mich auf den Fussball vor. Ich bin bereit für den Krieg.»

Ob Didier Drogba dem Beispiel seines Chefs folgen wird, ist fraglich. Er spielt immer noch mit dem Gedanken, Chelsea zu verlassen. Mourinho räumt ein, dass es unmöglich ist, alle Spieler glücklich zu machen. Damien Duff verliess die ‹Blues›, um weniger Zeit auf der Ersatzbank zu verbringen. Um der Frustration vorzubeugen, hat Mourinho die Grösse des Teams reduziert: «Dieses Jahr werden wir nur 20 Spieler im Kader haben. Da sollte sich jeder wichtig fühlen.»

Einmal Walcott, bitte!

Frau B am Freitag den 9. Juni 2006

England-Fan Joel Moore trägt das Porträt von Theo Walcott auf dem Hinterkopf.

Der 23-jährige Bauarbeiter wollte sein Team für die Weltmeisterschaft auf besondere Art unterstützen und liess sich kurzerhand von seinem Frisör Daren Terry den Arsenal-Youngster in sein Haar scheren. «Ich habe noch nie so viel Aufmerksamkeit bekommen“, erzählte Joel stolz. Die Menschen bleiben auf der Strasse stehen, um seine Frisur zu betrachten. «Sie loben das Werk, aber die Ehre gebührt Daren.»

Fünf Stunden benötigte der Haarkünstler aus Bognor Regis (West Sussex) für den ‹Walcut›. «Ich habe auch schon Wayne Rooney und David Beckham kreiert, aber Theo ist bisher am besten geglückt», meinte Daren.

My little Pony

xirah am Dienstag den 25. April 2006

Italys favourite ponyDas göttliche Pferdeschwänzchen soll an eine seiner alten Wirkungs(los)stätten zurückkehren. Herr Baggio habe bereits letzten September ein Angebot von Inters Alleinherrscher Moratti bekommen.
Nicht – wie vielleicht ewige Romantiker erhoffen – auf dem Platz, sondern neben dem Platz soll Roberto für die Nerazzurri tätig werden, in der Rolle des Generaldirektors oder des technischen Verantwortlichen.

Roberto Baggio und Javier ZanettiIm zweiten Anlauf könnte die Verbindung Baggio-Inter glücklicher werden, denn beim ersten Mal stand ein gewisser Herr Lippi dem Divin Codino vor der Sonne. Zumindest dieses Hindernis ist nun ausgeräumt.

Personalentscheidungen dieser Art lassen aber doch erheblichen Zweifel an der Verkaufswilligkeit Morattis aufkommen. Henusode, auf neuerliche erfolglose, aber teure Saisons!

Hoffnung für Hakan

Frans am Montag den 27. März 2006

Wir unterbrechen unser Programm für eine aktuelle Mitteilung eines weltweit anerkannten Fussballexperten: Der ehemalige Nationaltrainer sieht für den unvergleichlichen Hakan Yakin durchaus ein Plätzli an der WM – wenn er denn nur fit bleiben sollte.

Diese brisante Enthüllung machte der blonde Experte gegenüber seinem schwarzen Gesprächspartner im Nachtprogramm von SF DRS:

Der Sachverständige brillierte bei seiner Aufstellung für das Startspiel schon mit der Wahl des Torwartes, den er wie den Nationaltrainer in den höchsten Tönen lobte.

Nähere Ausführungen zu Hakin blieb der Experte schuldig, da er noch vor Ort in die Fänge der Frisurenpolizei geriet, bei der er seit Jahrzehnten international zur Fahndung ausgeschrieben war.

Schade, eigentlich.

Kleinkariert

Frans am Montag den 13. März 2006

Selbst den abgebrühtesten Beamten der Frisurenpolizei hat es gestern die Sprache verschlagen.

Auf den ersten Blick handelt es sich um einen der haarsträubendsten Fälle in der internationalen Frisurengeschichte. Bei näherer Betrachtung enthüllt die frisurenpolizeiliche Spurenerkennung allerdings den originellen Versuch, das kleinkarierte Muster des Nationaltrikots auf den Schädel zu transportieren.

P.S.: Vertrauliche Mitteilung unseres Agent provocateur: Noch nicht zur Fahndung ausschreiben, denn in diesem Fall besteht offensichtliches Steigerungspotenzial. Man ersetze schwarz durch rot und weiss und rot und weiss…

Die Weste zur Frisur

Frans am Freitag den 3. März 2006

Die Frisurenpolizei konnte vergangenen Mittwoch einen langjährigen Fahndungsaufruf löschen.

Der fragliche Fussballexperte ist schon seit mehreren Jahrzehnten im Visier der Frisurenpolizei. Mindestens seit seine aktive Laufbahn ihren Scheitelpunkt erreichte, ist der Gesuchte international zur Fahndung ausgeschrieben.

Weder in seinem Heimatland Deutschland noch im iberischen oder helvetischen Exil konnten seine haarigen Defizite bislang wirksam behoben werden.

Als überzeugend erwies sich nun aber ein völlig anderer Ansatz: Im Sinne einer flankierenden Massnahme passte der Gesuchte auf Anraten seines Lifestyle-Beraters Thomas G. sein textiles Umfeld seiner Frisur an.

Das Resultat verblüfft und überzeugt zugleich: Haarschnitt und Kleidung durchschreiten einträchtig die ästhetische Tiefe des Raumes und bilden nunmehr ein harmonisches Ganzes.

Fahndungsaufruf

Frans am Dienstag den 14. Februar 2006

Die Frisurenpolizei sucht:

Signalement: Rund 24 Jahre alt; Grösse ca. 1 Meter 70; Gewicht: 68 kg; schaut in seiner Freizeit vor allem Videos und verpflegt sich vorzugsweise mit Reis.

Obacht: Der Gesuchte ist vorbestraft wegen wiederholter, fahrlässig begangener Tötung ungezählter Torchancen.

Sachdienliche Hinweise bitte an den Verband Schweizer Coiffeurgeschäfte oder an jede örtliche Frisördienststelle.