Archiv für die Kategorie ‘Bebremte Zauberer’

Schoggi für Challandes

Val der Ama am Dienstag den 6. Dezember 2011

In unserer Adventsserie beschenken wir heute den Trainer des FC Thun.

Noch uninteressanter wäre die Super League ohne Bernard Challandes. Kein anderer Trainer verkörpert Enthusiasmus und Leidenschaft derart laut und deutlich und am Spielfeldrand, wie der 60-jährige Romand. Und kaum ein Trainer kennt die Stadien der Schweiz so gut wie er, sei es als Arbeitnehmer oder dann, weil er wegen Wutausbruchs mal wieder vom zuständigen Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt wurde.

Die Chancen auf noch ganz viel Challandes in den nächsten Jahren stehen gut: er will noch unbedingt Cupsieger werden.

Damit sich dieser Wunsch erfüllt, schenken wir Herrn Challandes 

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Reaktion, die

Val der Ama am Dienstag den 29. November 2011

Reaktion (von lateinisch reactio ‚Rückhandlung‘) steht u.a. für eine Handlung, mit der jemand auf etwas reagiert.

Im Fussball wird eine solche oft explizit von Teams verlangt, die in der Vergangenheit schlecht gespielt haben. Wenn diese Reaktion darauf erfolgt und als positiv beurteilt wird, sprechen Fussballexperten gerne von Rehabilitation, oft aus Folge eines überdurchschnittlichen Engagements seitens des Teams. Und dann gerne Schwamm drüber.

Nicht zu vergessen in dieser Sache auch der Einfluss des Trainers, dem dann nach besagter Reaktion ein goldenes Händchen zugewiesen wird.

Aktuelles Beispiel: Der hier sehr beliebte SV Werder Bremen ist beim letzten Meisterschaftsspiel gleich mit 0:5 untergegangen, konnte sich aber kurz danach beim VfB Stuttgart mit 2:0 durchsetzen, inkl. einem mit 108 km/h ins Netz geballerten Freistoss. Und nun voilà: In Bremen aktuell keine Krisenstimmung mehr.

Bremen nach Belek

Val der Ama am Dienstag den 22. November 2011

Zur Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde reist der SV Werder Bremen auch 2012 wieder an die türkische Riviera.

Das Team wird dort vom 04.01. bis 12.01.2012 ihr Trainingsprogramm absolvieren und dabei mehrmals testspielen.

Wenn Sie also einen Alternative zu Golf und Wein mit Oertig und Gross suchen, dann buchen Sie umgehend das Werder-Bremen-Trainigslager-Komplettpaket! Inklusive Sonderflug im Mannschaftsflieger, Transfers Flughafen-Hotel-Flughafen, 8 Übernachtungen im Voyage Belek Hotel/All Inclusive, Besuch der Testspiele inkl. Transfers u. Eintrittskarten und Sightseeing-Tour Antalya. Preis pro Person im Doppelzimmer: € 589,00.

Hier können Sie sich anmelden.

Übrigens: Am Sonntag, 15.01.2012, spielt Werder am Blitzturnier um den Wintercup 2012 das nächste Mal gegen Borussia Mönchengladbach.

Halbzeitgefühle

Val der Ama am Dienstag den 8. November 2011

Die Berner Young Boys können nicht wie Bremen.

Wegen schönem Wetter und deshalb Spielplatz konnte ich am Samstag den Stream des Spiels Werder Bremen – 1. FC Köln erst zur Halbzeit starten, es stand 0:2 für die Gäste. Ausgezeichnet! Ich freute mich auf eine spannende zweite Hälfte.

Wegen schönem Wetter und deshalb Spielplatz konnte ich mich am Sonntag erst zur Halbzeit des Spiels Servette-YB zuschalten, 1:0 für das Heimteam. Dumm und Spiel gelaufen, also Hasenbraten anbraten.

Diese schlechte Einstellung ist saisonbedingt. Eben noch wurde doch so nach der 60. Minute dieses junge Talent eingewechselt und wiederholt, et puis voilà, bis Spielende gewonnen. Und noch vergangenes Jahr vertraute man getrost entweder auf die letzte Viertelstunde oder dann halt auf Kurzvorspielende.

Wenn ich mich nicht irre, konnten die Berner seit Sommer noch kein Meisterschaftsspiel drehen: wenn der Gegner in Führung geht, ist das Spiel gelaufen.

Bessere Quote und ein Peruaner bei Bremen: Im zwölften Spiel dieser Saison ist Werder zum neunten Mal in Rückstand geraten und hat das Spiel fünf Mal noch für sich entscheiden können.

Befreiung mit Pizarro

Val der Ama am Dienstag den 1. November 2011

Ein toller Naldo und viel Pizarro: Nach drei Spielen ohne Sieg macht Werder endlich wieder 3 Punkte.

Wenn’s gut läuft, ist es kein Problem: Werders Abhängigkeit von Pizarro, der gerne auch als Werders Lebensversicherung bezeichnet wird.  An elf der letzten zwölf Tore war er beteiligt, acht Tore hat er selbst gemacht und seit seinem 1:1 am Samstag gegen Mainz ist er bei Bundesligator 150 angelangt. Er benötigte dafür 314 Einsätze für hauptsächlich Bremen aber auch die Bayern.

Ein schönes Jubiläum und klar ist er damit der treffsicherste ausländische Torschütze in der Geschichte der Bundesliga. Zweiter ist der Brasilianer Giovane Elber (133 Treffer in 260 Spielen) vor seinem Landsmann Ailton (106 in 219) und dem wieder zurück in die Schweiz eingewanderten Stéphane Chapuisat (106 in 228).

Ein besonderes Geschenk von seinem Verein bekam Pizarro aber nicht. „Wir haben ihm alle die Hand geschüttelt, Werder muss doch sparen“, meinte Allofs.

 

Weil wie gegen Hertha

Val der Ama am Dienstag den 18. Oktober 2011

Trotz 45-minütiger Überzahl und Dauerdruck konnte der SV Werder Bremen das Heimspiel gegen Dortmund nicht gewinnen.

Es ist leider so: Gegen Spitzenteams gewinnt Werder nicht. Gegen Leverkusen, Hannover und Dortmund schauten null von neun Punkten heraus. Und also ist Werder nach dem starken Saisonstart durch zwei Niederlagen nacheinander in der Liga zurückgefallen.

Werder-Trainer Thomas Schaaf: “Das ist eine grosse Enttäuschung. Wir haben immer wieder dieselben Fehler in Überzahl gemacht und uns zu lange am Ball aufgehalten.”

Mit “Fehler” meint Schaaf vor allem das blinde Anrennen die ganze zweite Halbzeit, als Werder zu fast 80% im Ballbesitz war, es aber der Hektik wegen nie schaffte, einen kontrollierten Spielaufbau zu gestalten. Es war wie gegen Hertha vor gar nicht langer Zeit: Werder kann nicht gut Überzahl.

300'000

Val der Ama am Dienstag den 11. Oktober 2011

UnseRrr Chef hat 219 Freunde auf Facebook – Werder Bremen über 300’000.

Es passierte während der ersten Hälfte des Testspiels gegen den VfL Osnabrück am Donnerstagabend: Innerhalb von 50 Minuten stieg die Zahl der Werder-Facebook-Fans um 1.000 Anhänger und durchbrach damit die Grenze von 300’000.

Mediendirektor Tino Polster frohlockt folgendermassen: “Es ist erst ein knappes Jahr her, als wir mit unserer Facebook-Seite offiziell an den Start gegangen sind, ich hätte damals nicht damit gerechnet, dass wir so schnell die Marke von 300.000 Fans durchbrechen werden. Ein grosser Dank dafür gilt allen Anhängern.”

Das gefällt, um diese Floskel bereits im Beitrag selbst zu erwähnen. Bremen rangiert damit bundesligaweit auf Platz vier unter den Internet-Anhängern hinter dem FC Bayern München (2 Mio.), Borussia Dortmund (600’000) und dem FC Schalke 04 (330’000).

International führt der FC Barcelona vor Manchester United.

Diverse Derbys

Rrr am Dienstag den 4. Oktober 2011

Werder Bremen verlor am Sonntag das Nord-Derby in Hannover.

Das ist natürlich schade. Und nun zum Spitzenspiel Hoffenheim-Bayern. Wenn Sie auf diesen Link klicken und dann nach unten scrollen, können Sie die taktischen Schemata entdecken und sehen, dass beide Mannschaften mit einem 4-2-3-1-System spielten.

Da überrascht es nicht, dass sich Hoffe und Bayern auf dem Spielfeld gegenseitig neutralisierten und das Spiel daher 0:0 endete. Details zu den Höhepunkten wie immer beim Fachblog Goal.com

Überschwang in Überzahl

Rrr am Dienstag den 27. September 2011

Einmalig! Werder Bremen siegt gegen neun Berliner.

Die Hertha verlor nach rund einer Stunde gleich zwei Spieler – erst sah Lell nach einem rüden Foul Rot, dann musste auch Ramos wegen einer Undiszipliniertheit vorzeitig unter der Dusche.

Das Spiel stand 1:1, alle Welt rechnete mit einem lockeren Sieg Bremens – doch es ist eben schwieriger als man denkt, in doppelter Überzahl zu siegen.

Hertha igelte sich hinten ein und hatte sogar noch gute Konterchancen. Erst in der allerletzten Sekunde erlöste Stürmergott Pizarro die Werderaner.

“Jetzt jagen wir die Bayern”, verkündete der österreichische Offensivspieler Marko Arnautovic nach dem Abpfiff. Werder ist nun bereits Tabellenzweiter.

Hurra in Höpfingen

Val der Ama am Dienstag den 20. September 2011

Auch der Tabellenzweite der Bundesliga hat dieser Tage in der Provinz gespielt.

Einen Tag nach dem 1:1 beim 1. FC Nürnberg hat Werder am Sonntagvormittag das Spiel gegen TSV Frankonia Höpfingen vor 4.000 Zuschauern mit 4:0 (1:0) gewonnen.

Und dies, obschon die meisten Bundesligaspieler erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurden! Nur Naldo und Wiese durften über 90 Minuten durchspielen. Ein Chance für den Nachwuchs: “Wir sind in dieser Saison nicht international vertreten und im Pokal ausgeschieden, also müssen sich die Spieler über solche Partien empfehlen”, so Manager Allofs nach dem Spiel.

Der TSV Frankonia Höpfingen aus dem Nordosten von Baden-Württemberg spielt in der Landesliga und hatte diesen Sommer bei einem Gewinnspiel des Werder-Sponsors den Hauptpreis und damit ein Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten gewonnen.

 

Freude

Val der Ama am Dienstag den 13. September 2011

Von fehlendem Engagement kann man bei keinem der Spieler sprechen: Acht Gelbe Karten und 28 Fouls bei der 95. Auflage des Nordderbys Bremen gegen Hamburg.

Das Spiel war nicht unbedingt hochklassig, vor allem weil der HSV zu schwach war. Zum Schluss gewann Werder verdient und (wieder einmal) wegen Pizarro mit 2:0. Damit steckt der HSV immer tiefer im Sumpf, und der SV Werder Bremen, der steht nach 5 Runden auf Platz 2 und hat bereits 8 Punkte mehr auf dem Konto, als letztes Jahr zur selben Zeit.

Was für ein Saisonstart! Und ein schönes Beispiel dafür, dass es nach einer als verkorkst wahrgenommenen Saison auch andere Strategien gibt, als Aktionismus auf dem Transfermarkt. Zudem lohnt es sich bisweilen, die Nerven zu bewahren und auf Kontinuität auf der Trainerposition zu setzen. Ja, ich weiss, es sind noch ein paar Runden zu spielen.

Ah, und hier noch was zum Thema Feuer unterm Dach.

Griechischer Schein

Val der Ama am Donnerstag den 8. September 2011

Der Werder-Speaker atmet auf: Papastathopoulos ist weg.

Das heisst, der Grieche ist immer noch da, aber ab sofort darf er einen Künstlernamen tragen. Dafür hat er seinen Vornamen Sokratis gewählt.

Die Deutsche Fussball Liga hat das entsprechende Gesuch bewilligt und den längsten Namen der Bundesliga von der Spielberechtigungsliste gestrichen.

Künstlernamen sind bekanntlich gang und gäbe, auch in der Schweiz wimmelt es davon. Den zurzeit Schönsten trägt aber wohl der Brasilianer Cláudio Mejolaro vom portugiesischen Erstligisten Vitória de Setúbal: Pitbull.

Auch der Spieler mit dem längsten Nachnamen in der Super League hat sich übrigens einen Künstlernamen zugelegt. Wenn Sie also mal Billy Ketkeophomphone vom FC Sion treffen – er heisst einfach “Billy”.