Archiv für die Kategorie ‘Bebremte Zauberer’

Tolles Teambuilding

Val der Ama am Dienstag den 15. Januar 2013

Thomas Schaaf kann gut Trainingslager und weiss, worauf es ankommt.

Im Trainingslager Tolles Hotel

Im Trainingslager Lecker Catering

Im TrainingslagerHartes Krafttraining

Im TrainingslagerAber auch Wellness

Im TrainingslagerSportlicher Erfolg

Im TrainingslagerSchöne Seniorenabende

Im TrainingslagerRandsport

Im TrainingslagerUnd Spass

Und auch eine innovative Idee: Schaaf organisierte einen Spass-Wettkampf mit Sackhüpfen und anderem (siehe oben) und das Verlierteam, das musste dann unten durch. Die Gruppe, die den letzten Platz belegte – dazu gehörten unter anderem Clemens Fritz, Kevin De Bruyne und Zlatko Junuzovic –, musste bis zur Abreise bei jedem Essen rote T-Shirts tragen. Und dort drauf stand in weissen Buchstaben „Depp des Tages“.

Liebe Freunde des Runden Leders: Es kann nichts mehr schiefgehen, das wird eine fantastische Rückrunde für Werder.

Toller Tuttur-Cupsieg

Val der Ama am Donnerstag den 10. Januar 2013

Nach FCB und GCZ fragen Sie sich sicherlich: Und was ist mit Werder Bremen?

Ha! Der SV Werder Bremen ist für einmal äusserst erfolgreich ins Neue Jahr gestartet und hat im zweiten Spiel gleich der ersten Titel geholt. Werder gewann nämlich gestern Mittwoch im türkischen Belek das Finale des Tuttur-Cups gegen den VfL Wolfsburg dank Toren von Marco Arnautovic (73.) und Felix Kroos (88.) mit 2:1 (0:0). Das ist erfreulich und ein kleiner Seitenhieb gegen den ehemaligen Sportchef Klaus Allofs.

Trotz Champions-League-Hymne und jeder Menge Konfetti bei der Pokalübergabe, bemühten sich alle von den Journalisten Angefragten ums Loswerden der Kernbotschaft “Es war ja nur ein Test”. Und dazu ein Test, in dem die zwei Bundesligisten ihre zweite Garde ins Rennen geschickt hatten. Bei Wolfsburg fehlten etwa Ivica Olic, Diego Benaglio oder Neuzugang Ivan Perisic, und auch Werder-Coach Thomas Schaaf hatte im Vergleich zum 2:0 gegen Trabzonspor am Montag kräftig durchgewechselt und war – bis auf Arnautovic – mit dem B-Team angetreten.

Schön. Ansonsten weilt Werder noch bis Samstag im Trainingslager, danach noch zwei Testspiele, dann am 19. Januar 2013 um 18:30 Uhr der Rückrundenauftakt gegen Dortmund.

The forgotten Wunderkind

Val der Ama am Dienstag den 8. Januar 2013

Marko Marins Wechsel vom SV Werder Bremen zum Champions League-Sieger FC Chelsea war für mich die Transferüberraschung des Sommers 2012.

Ausgerechnet er, der kleine, leider oft verletzte Wirbelwind, der bei Werder auf der Flügelposition konstant und unentwegt den Zweikampf mit gegenerischen Verteidigern suchte und diese Zweikämpfe konstant verlor. Ausgerechnet er sollte sich in der Premier League durchsetzen?

Hat er nicht. Nach ein paar gefälligen Testspiel-Auftritten diesen Sommer hat man den vorschusslorbeerenhaft als “German Messi” bezeichneten Marin in London nur noch über soziale Medien wahrgenommen (“Dribbelkünstler, Flügelflitzer und deutscher Fußball-Nationalspieler – Folgt mir, wenn ihr schnell genug seid” heisst es auf seinem Twitter-Account). Sein Premier-League-Debüt durfte er dann Ende November im Derby gegen den FC Fulham (0:0) geben, als er in der 82. Minute eingewechselt wurde. Ein paar Blues-Anhänger twitterten damals aus einer Mischung aus Spott und Erleichterung: “Marin lebt!” Und Marin nahm wieder auf Ersatzbank oder Tribüne Platz.

Letzte Woche aber dann das Comeback und endlich das Startformations-Debüt! Dumm nur, dass sich der FC Chelsea dabei blamierte und gegen Liga-Schlusslicht Queens Park Rangers mit 0:1 verlor.

Marin ging in der 60. Minute unter freundlichem Beifall der Blues-Anhänger vom Feld, erinnern aber tut man sich in England weniger an seine fussballerische Leistung, als an seinen übermotivierten Einsatz: Gerade mal 3:48 Minuten waren am Mittwochabend in London gespielt, da schlitterte er mit gestrecktem Bein in seinen Gegner Stephane Mbia hinein und brachte ihn damit ziemlich übel zu Fall. Dafür sah er zwar nur Gelb, der Aufschrei der Medien war aber gross und auch laut: „Der Millionen-Flop startet mit einer Horror-Attacke“, fand die Daily Mail.

An einen Abschied denkt der 16-malige Nationalspieler trotzdem noch nicht öffentlich. “Es war wegen der Verletzungen am Anfang sehr schwierig. Ich musste viel tun, um zurückzukommen. Jetzt fühle ich mich besser und hoffe, dass ich weiterhin spielen kann. Ich habe hier für Jahre unterschrieben. Nach fünf Monaten, davon leider drei mit einer Verletzung, gibt es keinen Grund, alles in Frage zu stellen”, meinte er unlängst in einem Interview.

Nun ja, ob er tatsächlich noch viel mehr Bewährungschancen bekommt, ist offen. Der Konkurrenzkampf um die Plätze in der Offensive beim FC Chelsea, der hat sich seit der Verpflichtung von Demba Ba weiter verschärft.

Tiefenentspannt

Val der Ama am Dienstag den 27. November 2012

Knapp 10 Tage nach der Trennung, standen sich der neue Geschäftsführer Sport des VfL Wolfsburg und der immer noch Trainer des SV Werder Bremen gegenüber.

Sie kennen das: Eben erst haben Sie sich von Ihrer ungeheuer langjährigen Liebschaft getrennt und eigentlich brauchen Sie ein klein wenig Abstand. Doch nun aber leider und nicht anders möglich haben Sie da noch so einen lange vorher vereinbarten Festbesuch zu absolvieren und Sie wissen, dass dort nebst Freunden und Bekannten auch ausgerechnet Ihre alte Liebschaft ebenfalls mit dabei sein wird und zu allem Ungemach wird Ihr Ex-Mausi grad eben noch die neu akquirierte Liebe mit dabei haben. Und dann vor Ort kommen Sie nicht um eine von allen beobachtete Begrüssung Ihrer alten Liebe rum und Sie und auch Ex-Mausi lächeln und wechseln dann verklemmt ein paar Worte und was sind Sie beide dann froh, wenn die Situation endlich ausgestanden und Schwamm drüber.

Und in diesem Zusammenhang: Bereits vor dem Spiel waren Allofs und Schaaf bemüht, die Brisanz aus der Partie zu nehmen – alles kein Problem, verkündeten sie unisono. Und trotzdem wirkten beide nach dem Spiel erleichtert, dankbar sogar, dass die Partie nach Treffern von Marko Arnautovic (35. Minute) und Bas Dost (64.) 1:1 endete. Allofs musste nicht erklären, wie es ist, gegen seinen Ex-Klub zu gewinnen und Schaaf durfte sich ausschliesslich über die Rote Karte gegen Schmitz aufregen. Und beide wünschten nun wiederholt und gerne endgültig, dass nun bald und hoffentlich Normalität einkehrt.

Das tut es so langsam auch, zumindest bei Werder. Da sei doch noch schnell vermeldet, das Klaus Filbry neu Vorsitzender der Kapitalgesellschaft ist und dass der ehemalige Werder-Profi Frank Baumann neu als Direktor Profifussball und Scouting amtet und dass man – wie auch anderorts – aber immer noch einen Sportchef sucht.

Und Werder steht übrigens immerhin auf Tabellenplatz 7.

Im Schlaf bei Schaaf

Val der Ama am Dienstag den 20. November 2012

In unserer Serie “Was Rundesleder-Redaktoren heimlich träumen” präsentieren wir Ihnen heute unseren Werder-Bremen-Beauftragten Herr der Ama.

Sportchef Allofs weg? Yesss!

Von Werder nach Wolfsburg

Val der Ama am Dienstag den 13. November 2012

Klaus Allofs arbeitet nächstes Jahr wohl vielleicht eventuell für VW.

Oder auch nicht. Aber das Theater ist riesig und vor lauter Spekulieren und Rätselraten ist die 1:2-Niederlage gegen Schalke längst vergessen. Gestern berichteten mehrere Medien über einen unterschriftsreifen Vertrag beim Fussball-Bundesligisten VfL Wolfsburg bis 2016 und eine Ablöse von bis zu fünf Millionen Euro. Gestern sagte Willi Lemke: “Niemand hat bisher den Aufsichtsrat kontaktiert, weder jemand vom VfL Wolfsburg oder von Volkswagen noch ein Berater.” Und als gestern ein Reporter von Allofs ein Bekenntnis zu Werder einforderte, war die Antwort: “Ich bin seit 13 Jahren hier, ich muss mich nicht bekennen.” Gut möglich, dass Sie jetzt, also heute morgen, bereits mehr wissen.

Ah, und was tut eigentlich die Mannschaft so?

Sie fährt Volkswagen.

Weil gestern durfte/musste das Team den neuen Golf Probe fahren und zwar alle Spieler gleichzeitig in einem langen Volkswagen-Konvoi. Vom Weser-Stadion dann quer durch die Stadt. Bis Wolfsburg sind’s 200 km.

Erstes Wunder von der Weser

Val der Ama am Dienstag den 6. November 2012

Heute begrüssen wir den Tag mit ein wenig Nostalgie.

Vor zwei Tagen nämlich, da jährte sich zum 25. Mal das “Wunder von der Weser.” Nach der 1:4-Niederlage im Hinspiel gewann Werder Bremen das Rückspiel der zweiten Runde des UEFA-Pokals gegen SpartakFriends: Rehhagel_Burgsmüller Moskau mit 6:2 nach Verlängerung und zog damit ins Achtelfinale ein.

Dies war das erste, weitere Wunder aber sollten noch folgen und ich wiederhole und aufzähle gerne, weil wer von Ihnen hat schon einen Erst- oder Zweitclub, der mal ab und zu ein Spiel dreht? Also, da ist zum Beispiel 1993 im Viertelfinale der Champions League gegen den RSC Anderlecht. Nach einem 0:3-Rückstand zur Pause drehte Werder das Spiel und gewann noch mit 5:3. Habe ich gelesen. Mit dabei war ich und kaum vergessen habe ich aber dann diese Begebenheit in der Saison 1999/2000: Das Hinspiel in und gegen Olympique Lyon ging mit 0:3 verloren, die Bremer gewannen das Rückspiel Zuhause noch mit genau 4:0.

Aktuell hat Werder auch grad gewonnen und liegt nur noch 2 Punkte hinter Dortmund. Weniger schön die Finanzen: Gestern Abend präsentierte der Verein seinen Mitgliedern die ersten Roten Zahlen seit 30 Jahren. Dunkelstrot: Die Werder Bremen GmbH & Co KG aA hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Minus von von 13,9 Millionen Euro abgeschlossen. Hauptgrund natürlich die erneute Nichtteilnahme an der Champions League. Aber keine Angst: “Unsere traditionell hohe Eigenkapitalausstattung ermöglicht es jedoch, den Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres aus eigenen Mitteln auszugleichen”, sagte Klaus Allofs. In Kombination mit Sparmassnahmen lässt sich wohl also eine weitere Mist- und dann Folgesaison finanzieren.

Der im Norden wartet

Val der Ama am Dienstag den 30. Oktober 2012

An einem Dienstagmorgen mal wieder YB.

Weil die Young Boys, die haben ja da noch einen Angestellten beim Bundesligisten SV Werder Bremen. Doch diese Leihgabe namens François Affolter, einst Stammspieler bei den Bernern und vergangenen Winter mit grossen Hoffnungen in Richtung Norden gezogen, erlebt derzeit eine eher durchzogene Saison. 

Die Statistik wird kaum schöner, denn an Prödl, Sokratis und Kollegen kommt er wohl nicht mehr vorbei. Seit einer Woche aber, darf er zumindest bei Werder II in der Regionalliga Nord mitspielen. Und er tut dies durchaus prägnant: Vergangenen Donnerstag gegen Hannover II säbelte er bereits nach ein paar Sekunden einen Gegenspieler um und sorgte so für Penalty und Gegentor, diesen Sonntag aber schoss er im zweiten Saisonspiel sein erstes Tor. Gesprächsstoff, immerhin.

Denn auch wenn’s nur im B-Team ist: Affolter hofft auf zahlreiche Einsätze, schliesslich ist  sein Ausleihjahr schon bald zu Ende. Ein Rückkehr zu den Young Boys kommt allerdings kaum in Frage, Affolter hat bereits diesen Sommer in Interviews verkündet: “Ich will nicht zurück, ich würde lieber im Ausland bleiben.”

Deshalb wird der 21-Jährige, der vertraglich noch bis 2016 an die Berner gebunden ist, wohl gleich wieder ausgeliehen werden. Und es gibt durchaus Interessenten: Palermo und Eintracht Frankfurt, so sagt man. Und seit ein paar Tagen hört man öfters auch vom Interesse eines englischen Topclubs.

Arnautovic angekommen

Val der Ama am Dienstag den 23. Oktober 2012

Eine Woche nach der Niederlage gegen Augsburg gewinnt der SV Werder Bremen das Heimspiel gegen Mönchengladbach mit 4:0.

Und stellen Sie sich vor: Marko Arnautovic hat gut gespielt! Er hat wirklich richtig gut gespielt! Er hat ein Tor gemacht! Und ein Assist gegeben!

Endlich.

Und er war auch ganz sicher der beste Mann auf dem Platz, was auch sein Trainer nach dem Spiel bestätigte: “Sein Tor war hervorragend, das erwarte ich jede Woche von ihm. Das weiss er, auch dass ich grosser Kritiker von ihm bin.”

Und dann wirds Schaaf auch gefreut haben, dass Arnautovic nach dem Spiel lieber nach Hause und nicht so wie die anderen ans Volksfest Freimarkt wollte: “Ich habe meine Tochter durch die Länderspielpause zwei Wochen nicht gesehen, da muss ich ganz schnell hin.”

Nun aber Schluss mit unbeschränkt Frohlocken, weil: Werder ist mitten im Neu- oder auch Wiederaufbau und das dauert und es geht trotz aller Beharrlichkeit und Vertrauen bestimmt auf eine weitere Übergangs-, wenn nicht sogar Mistsaison zu. Und dazu bereits klar: Die Bayern sind Meister, Pokalspiele gibts erst ab nächsten Sommer wieder und wenn es so kommt, wie es eben leider auch diese Saison gerne immer wieder kommt, dann geht das Auswärtsspiel gegen Greuther Fürth nächsten Samstag verloren und dann dürfen und werden Sie auch wieder Montagspielewitze machen. Aber es kommt gut. Bestimmt.

Werdergalerie

Val der Ama am Dienstag den 16. Oktober 2012

Wegen Länderspielpause und nicht viel los zeigen wir Ihnen heute etwas Werder von früher.

Rehhagel und Völler, 1983

Ein Click aufs Foto vergrössert das Erlebnis; unten auch.
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Nirgends hui

Val der Ama am Dienstag den 9. Oktober 2012

Bremens 5-0-5 funktioniert nicht.

Mehr. Aber erst: Wie wir leider wissen müssen, ist der SV Werder Bremen ganz schrecklich schlecht in die neue Saison gestartet. 7 Punkte aus sieben Spielen sind Minusrekord in 14 Jahren Thomas Schaaf. Noch kann der Trainer sich auf seine institutionalisierte Arbeitsplatzsicherheit verlassen, doch allerseits Gemaule mit Kernbotschaft: “Bremen spielt viel zu offensiv.”

Dieser Vorwurf ist gewöhnungsbedürftig, denn wenn wer fragt warum Werder, dann gerne meinerseits die Antwort: Weil offensiv, weil engagiert, weil man nie genau weiss. Alles immer noch so, doch halt leider trotz Chancen ohne Tore. Schlimm die Stürmer Akpala, Petersen und Arnautovic, die haben bisher erst insgesamt zwei Mal getroffen, Elia noch nie in der Meisterschaft.

Und weil es und insbesondere die Viererkette hinten noch schlechter steht, desolat, Hühnerhaufen! und weil die vorne lieber hoffen, als hinten auszuhelfen, funktionert das altbewährte Bremer Risiko-Model nicht mehr. Fertig 4:3, 3:3, 5:2.

Und dann verliert man eben auch gegen den FC Augsburg mit 1:3.

Calling Werder

Val der Ama am Donnerstag den 4. Oktober 2012

Augsburger Fans wissen, was sich gehört.

Also wie man den SV Werder Bremen empfängt.

Und zwar so: Bereits heute Abend der offizielle Empfang der Fans aus dem Norden in Augsburg und darauf werden auf dem dortigen Rathausplatz die Fahnen beider Vereine gehisst. Ab 19.00 Uhr findet in einer Galerie eine Vernissage statt, bei der Bremer und Augsburger Künstler ihre Werke vorstellen. 

Morgen 17.00 Uhr dann der Fanempfang am Hauptbahnhof und der gemeinsame Gang zum Spiel. Und nach der 1:3-Niederlage ist dann so eine Fan-Party mit Livebands aus Bremen und Augsburg geplant.

Am Samstag gibts dann noch Frühschoppen und danach noch eine Brauereiführung und dann auch noch eine Stadionführung in der SGL Arena. Am Nachmittag ein Comedy Programm und dann eine Stadtführung und Schluss ist dann nach einem gemeinsamen Abendessen. 

Und wer macht sowas? Die Aktion nennt sich Augsburg Calling und wird ausschliesslich von Augsburger Fans selbst organisiert. Bisher ist das Projekt in Deutschland einzigartig, die ersten Revancheveranstaltungen gabs jedoch bereits in Bremen, Berlin, Freiburg, Koblenz und Mönchengladbach.