Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Schulter an Schulter

Rrr am Dienstag den 16. Januar 2018

Täglich grüsst das Murmeltier, heute mit Vater und Sohn Llorente.

Ältere Leser erinnern sich: Paco Llorente zog sich 1989 beim Meistercup-Spiel von Real Madrid gegen Milan eine schmerzhafte Verletzung an der linken Schulter zu. Er musste elf Minuten gepflegt werden, spielte dann aber lädiert zu Ende – mit Armschlinge unter dem Trikot, was ihn zum ewigen Helden in Madrid machte. Real siegte 1:0 dank Emilio Butragueño, schied aber im Rückspiel aus.

29 Jahre später passierte Marcos Llorente dasselbe Malheur am selben Ort – im Bernabeu. Pacos Sohn verletzte sich im Cupspiel gegen Numancia ebenfalls an der linken Schulter. Auch er spielte zu Ende, fällt nun aber für einige Spiele aus. Beim Papa betrug die Rekonvaleszenz seinerzeit einen Monat.

(Fotos: Marca)

Wie, Sie möchten das historische Spiel von 1989 nun sofort in voller Länge sehen?

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Wirklich blöd

Val der Ama am Dienstag den 16. Januar 2018

#MeToo in der Bundesliga

Schlaue Leser erinnern sich bestimmt an die Aussagen von Nils Petersen vom Fussball-Bundesligisten SC Freiburg. Der 29-Jährige hatte anfang Dezember die Fussballbranche als “oberflächlich” und die Spieler als “nicht so belesen” beschrieben. “Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren”, sagte Petersen damals.

Jetzt gibt ihm der Peter Niemeyer von Darmstadt 98 in einem Interview mit der grossen Boulevardzeitung in Deutschland recht. “Ja, ich merke es an mir selbst: Ich bin hier in den Flieger gestiegen und war mir gar nicht sicher: Fliegen wir jetzt nach Alicante oder wo landen wir überhaupt? Unterbewusst weisst du: Es wird ein Mann mit Regenschirm vorneweglaufen und du läufst hinterher. Ich schätze Nils und seine Aussage. Dir wird als Fussballer extrem viel abgenommen. In dem Punkt verblödet man.”

Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfussballer, bestätigt nur teilweise, und überhaupt sollen mittlerweile zwei Drittel der Profis Abitur haben. Jedoch: “Nach unserer letzten Erhebung verfügen nicht einmal 20 Prozent der Profis über abrufbare berufliche Qualifikationen, und nur ein Drittel bildet sich parallel zum Fussball zielgerichtet weiter“. Allerdings, so Baranowsky, nicht wegen mangelnder Intelligenz. Es liege daran, dass die meisten Spieler nach der Karriere im Fussball als Trainer oder Sportdirektor weiterarbeiten wollen. Dies sei allerdings aufgrund der begrenzten Zahl der Arbeitsplätze nicht möglich.

Aber darüber hat man sich in der Fusssballbranche wahrscheinlich noch nicht so richtig Gedanken gemacht.

Rasantes Rein-Raus

Val der Ama am Dienstag den 9. Januar 2018

Er wollte doch nur spielen.

Sie sehen Matthew Tipton, den Trainer des nordirischen Vereins Warrenpoint Town. Trainer, nicht Spieler, schliesslich ist der ehemalige walisische Junioreninternationale bereits 37 Jahre alt.

Am Samstag war das Cupspiel gegen den Ligakonkurrenten Cliftonville und weil die recht gut sind, wollte Tipton den Gegner mal so richtig verunsichern und also wechselte er sich in der Schlussviertelstunde gleich selbst ein. Mit Erfolg, schliesslich konnte Kollege Murray Martin kurz vor Schluss den Ausgleich erzielen und das Spiel damit in die Verlängerung retten.

Dass die Partie dann schliesslich trotzdem noch mit 3:4 verloren ging, ist allerdings dem spielfreudigen Trainer anzulasten. Matthew Tipton schaffte es drum tatsächlich, bis zum Ende der regulären Spielzeit noch zwei Mal Gelb abzuholen und wurde vom Platz gestellt. Seine Entschuldigung sehen Sie hier:

(Bild: bbc.com)

Lauter Lambo

Val der Ama am Donnerstag den 21. Dezember 2017

Die SoKo Autoposer gegen Tim Wiese.

Was gibt es Schöneres als X-mas-Shopping in der Innenstadt? Nun, X-mas-Shopping in der Innenstadt mit dem getunten Lamborghini, werden Sie sich jetzt vielleicht selbst sagen. Wie wahr! Wenn da nur nicht die Polizei spielverderbend die Bescherung verdürbe.

Schauen Sie mal auf dem Bild da oben. Das ist der Tim Wiese gestern in Hamburg. Und wie Sie sehen, wird da gerade sein Einkaufswagen abgeschleppt. Zu laut sei er, vermeldete danach die Soko “Autoposer” der Hamburger Polizei. Diese Soko, das sind immerhin neun Polizeibeamte, die gegen zu schnelle oder zu laute oder zu schnelle Fahrzeuge vorgehen.

Wieses Lamborghini Aventador wurde also konfisziert, weil die 740 PS starke Nobelkarre die Dezibel-Grenzwerte deutlich überschritten hatte. 88 Dezibel sind für den Leerlauf eingetragen, bei Wieses Wagen wurden in der Hamburger Innenstadt aber angeblich 139 Dezibel gemessen. OK, 139 Dezibel sind durchaus ziemlich laut, wie diese Tabelle da zeigt.

Absicht? Eventuell, schliesslich soll Wiese an seinem Schlüsselbund über eine Fernbedienung verfügen, mit der man per Software die Lautstärke des Motorengeräuschs regeln kann. Nun wird der Flitzer bis auf Weiteres auf der KfZ-Verwahrstelle der Polizei abgestellt und von einem Gutachter überprüft.

Loser als Leader

Val der Ama am Mittwoch den 29. November 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Werter Dr. Rüdisühli, wir sind Letzte, es ist einfach furchtbar. Freundliche Grüsse, Herr H.

Sehr geehrter Herr Harvest,
Sie haben natürlich völlig recht. Wer in der Tabelle hinter dem FC Thun, dem FC Sion und den beiden Zürchern liegt, der ist wirklich schlecht.

Aber, und hier ein kleines Lichtlein in dieser kalten und dunklen Zeit, es könnte sogar noch schlimmer sein. Hier die aktuelle Tabelle der schlechtesten Mannschaften vieler europäischen Ligen.

Sie sehen, im Ländervergleich steht Ihr Verein gar nicht so mies da.

Jetzt schauen Sie mal nur gen Italien! Dort steht nach 14 Spieltagen Benevento Calcio immer noch mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Und dies, nachdem die Süditaliener innerhalb von zwei Jahren von der dritten Liga in die Serie A aufgestiegen sind. Damit hat Benevento den Negativ-Rekord von Manchester United aus der Saison 1930/31 gebrochen. Damals verloren die Engländer ihre ersten zwölf Spiele.

Diagnose für die Hose

Herr Maldini am Freitag den 24. November 2017

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Erektionsstörungen.

“Kürzlich machte ein Kollege, der lieber anonym bleiben möchte, zu nachfolgendem Bildausschnitt die folgende Bemerkung: ‘Man gebe dem Herrn Viagra, das schaut ja schlimm aus…’ 

Herr der Ama hatte natürlich recht: Ein Mann in diesem Zustand benötigt dringend professionelle Hilfe. Die Ursachen für Errrektionsstörungen können vielfältig sein, grob können vier Gruppen gemacht werden, wie mir ein befreundeter Urologe erklärte: Medizinische Probleme, ungesunder Lebensstil, psychologische Ursachen und zunehmendes Alter.

Wer mich kennt, der weiss, dass mir jegliche Polemik fern liegt, zudem halte ich nichts von Ferndiagnosen, das gehört sich nicht für einen renommierten Mediziner. Trotzdem steht für mich fest, dass bei unserem Patienten in jeder der vier Gruppen Ursachen für seine Beschwerden gefunden werden können. Medizinische Probleme rühren vermutlich von seiner langen Karriere als Fussballer her, ebenso ist es sehr wahrscheinlich, dass sein Lebensstil nach seiner Aktivzeit ungesünder wurde. Die Aufnahme zeigt deutlich, dass er sich längst nicht mehr an das Kein-Brot-Gebot seines ehemaligen Übungsleiters hält. Das zunehmende Alter liegt auf der Hand, ebenso beschäftigen den Mann ziemlich sicher psychologische Probleme: Seit er als Sportchef amtet, hat sein Verein in der heimischen Liga kein Brot mehr, wie mir ein Experten-Kollege bestätigte.

Trotzdem kann ich den Patienten beruhigen: Heutzutage gibt es verschiedene Produkte, um das Pain Paillasse eines jeden Mannes wieder flott zu kriegen.

Ah, da fällt mir ein, ich schulde ihnen noch das erwähnte Foto:

Foto: shearerpress

Alles Gute und Hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

Stress mit Tschekapuff

Rrr am Montag den 20. November 2017

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Hämatomitis.

“Sie haben es sicher mitbekommen: Der Spieler Von Bergen von Young Boys Bern musste gestern verletzungshalber ausgewechselt werden. Trainer Adi Hütter sagte an der Pressekonferenz, Von Bergen habe eine Muskelprellung erlitten. “Er hat – in der Schweiz sagt man glaubs: eine Tomate bekommen mit dem Knie. Genau in den Gesässmuskel. Von da an konnte er nicht mehr sprinten. Er konnte einfach nicht mehr weiterspielen.”

Ich konnte kurz mit einem befreundeten Linguistiker sprechen, der an der Universität Wien lehrt. Es ist absolut faszinierend! Denn ihm zufolge hat quasi jede Sprache, jeder Dialekt einen eigenen Ausdruck für die im Sport verbreitete Muskelkontusion.

In Österreich heisst das Schenkerl, Eisenbahner, Kaltsteller oder Tschekapuff, im ganzen deutschen Spachraum Hirsch, Eisbein, Schenkler, in Bayern Boandl, in Franken Knöck, in Südtirol Rosskick oder Schweinebiss. So viele Bezeichnungen für dasselbe Problem! Am verbreitesten ist wohl der Pferdekuss. Ich sage immer: Eine Gemeinschaft, die noch eine eigene Traktormarke und einen individuellen Ausdruck für Pferdekuss hat, ist eine lebendige Gemeinschaft.

Was ich dem Spieler Von Bergen zu seiner Heilung empfehle? Keine Ahnung, wahrscheinlich abwarten und Tee trinken. Oder vielleicht ein Tomatenwickel? Ich weiss es wirklich nicht, mein Linguistiker konnte mir da leider nicht weiterhelfen. Nichtsdestotrotz alles Gute und Hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

Entscheidender Eiergriff

Val der Ama am Donnerstag den 16. November 2017

Ihre Gesundheit ist uns wichtig.

“Liebe Leser,

Movember ist, wenn sich eben im November die Männer ihre Bärte wachsen lassen, um während des Monats Spenden zugunsten der Erforschung und Vorbeugung gegen Prostatakrebs und andere Gesundheitsprobleme von Männern zu sammeln. Die Redaktion des Runden Leders begrüsst die Aktion und freut sich ob der zunehmenden Verbreitung von Schnauzbärten.

Doch ist es mit der Gesichtsbehaarung nicht getan, lieber Leser. Movember heisst eben auch, dass Sie sich mal wieder gründlich an die Klöten fassen. Ich zeige Ihnen hier im Film, wie man das so macht.

Ganz einfach, oder?

Nun denn, wir erwarten, dass Sie sich noch heute testen und behalten uns Stichproben ausdrücklich vor.

Herzlich, Ihr Val der Ama”

Wunderwasser

Harvest am Mittwoch den 15. November 2017

Wenn doch nur alle Physiotherapeuten so gut geschult wären.

Immer wieder bleiben Fussballer nach einem Foul oder (noch schlimmer) einer Lumme unaushaltbar lange auf Boden liegen. Sie krümmen sich vor Schmerzen und kugeln umher. Schliesslich erbarmt sich der Schiedsrichter ihrer und lässt den Physiotherapeuten auf das Feld. Dieser redet dem Spieler gut zu, sprayt ein wenig aufs Boböchen und begleitet den Verletzten vom Feld, wo sich dieser plötzlich wieder pudelwohl und voller Tatendrang fühlt. Soweit der Standard.

Sehen Sie nun die Physiotherapeutin oder Betreuerin einer unterklassigen niederländischen Mannschaft (leider konnte weder Club noch Liga ausgemacht werden, Recherchenverbot, Sie wissen schon…), die etwas unkonventionell, doch sehr effektiv heilt.


(Video: De Kelderklasse)

Wir applaudieren der Künstlerin und wünschen uns, dass sich diese Methode durchsetzen wird.

Die Farbe Lila

Rrr am Mittwoch den 8. November 2017

Dieser Farbenstreit kommt uns spanisch vor.

Für rote Köpfe sorgt das WM-Trikot 2018. Nicht wegen seiner roten Farbe, sondern wegen der gezackten Leiste am rechten Rand.

Die gefällt den Königstreuen nicht. Rot, gelb und lila sind nämlich die Farben der Flagge der Zweiten Spanischen Republik (1931-36). “Ich habe nicht vor, mir die republikanische Flagge zu kaufen”, schrieb ein erboster Fan.

Die Regierung ist besorgt über den inneren Zusammenhalt des Landes, das bereits unter dem Katalonien-Konflikt leidet. Der  genervte Fussballverband erwägt, das neue Trikot wieder aus dem Verkehr zu ziehen.

Bei Adidas versteht man die Aufregung nicht: Die Farbwahl sei ohne jegliche politische Absicht entstanden, beteuert der deutsche Ausrüster.

Unterstützung kommt von der Neurowissenschaftlerin Susana Martínez Conde: Das sei gar nicht Lila, sagte sie im spanischen Radio. Der Farbeindruck des Auges verändere sich durch sukzessives Hinzufügen von anderen Farbreizen.

Tatsächlich wurde ein Blauton verwendet, was aber nur aus nächster Nähe erkennbar ist. Aus der Ferne betrachtet wird durch die rote Unterlegung der blauen Diamanten ein Lila-Ton geschaffen.

“Es ist ein Hirnkonstrukt”, sagte Martínez Conde.

Schmerzhafte Schäden

Rrr am Dienstag den 7. November 2017

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Contusio pedis. 

“Die schrecklichen Bilder haben Sie sicher gesehen: Der Zusammenstoss von Basels Stürmer Albian Ajeti mit YB-Goalie David von Ballmoos. Da fragt man sich unweigerlich: Wie geht es dem Opfer heute, fast 48 Stunden nach der Kollision?

Ich konnte kurz mit einem befreundeten Podologen sprechen. Er wies mich darauf hin, dass Herr Ajeti glücklicherweise relativ glimpflich davon gekommen ist. Hätte Von Ballmoos mit dem Kopf voll durchgezogen, könnte man einen schmerzhaften Zehenbruch beim Stürmer nicht ausschliessen. Hinzu kommt im Fall einer nicht fachgerechten Erstversorgung auf dem Platz das Risiko einer langwierigen Fussnagelbettverletzung.

Zweifellos muss die Szene mit dem Sportpsychologen des Vereins aufgearbeitet werden. Denn sie führt uns schonungslos vor Augen, wie schnell einem als Stürmer auf dem Weg zum Tor etwas dazwischen kommen kann, wie schmal der Grat ist zwischen dem unbändigen Torjubel eines aufstrebenden Jungtalents und einem langwierigen Zehenbruch mit aufkommender Nagelbettentzündung.

In diesen Momenten wird einem doch bewusst, dass Wissenschaft und Volksmund zwar einen Ausdruck für den Digitus pedis I, die Grosse Zehe, haben, und auch den Digitus pedis V klar benennen, es ist der Digitus minmus oder auch Kleine Zehe, wohingegen die drei Mittelzehen Digiti pedis II, III und IV keine eigenen Namen haben.

Ich finde es richtig und wichtig, dass wir das hier in diesem Rahmen thematisieren konnten. Herrn Ajeti empfehle ich eine kühlende Kräutersalbe. Alles Gute und Hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

Kritische Küsse

Herr Maldini am Mittwoch den 25. Oktober 2017

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen, heute in Zusammenarbeit mit dem Mamablog.

“Sie haben es sicher mitbekommen. Am Montag wurde der Fussballer Cristiano Ronaldo im Rahmen einer wunderbaren Gala zum besten Sportler seines Fachs im Jahr 2017 gewählt. Vor seiner beeindruckenden Rede bedankte er sich bei seiner Freundin, die mir übrigens sehr gefällt, und seinem 7-jährigen Sohn. Er küsste beide auf den Mund – ja, auch seinen Sohn. Obwohl ich selber kinderlos bin, schrillten meine Alarmglocken sofort. 

Ich hatte kurz die Gelegenheit, die Sache mit einem befreundeten Mediziner zu besprechen. Aus seiner Sicht ist die Sache unbedenklich, es sei denn, Sie leiden an Herpes, Hepatitis B, Tripper, haben Grippeviren, entzündete Mandeln oder sonst etwas. Sogar Karies könnten Sie ihrem Nachwuchs übrigens auf diese Weise weitergeben, wusste er.

Ein Kinderpsychologe, den ich vage kenne, meinte, biologisch gesehen seien Küsse zwischen Eltern und Kindern sogar notwendig. Hormone und Botenstoffe, die dabei ausgeschüttet werden, würden die Bindung zwischen ihnen stärken. Er geht sogar davon aus, dass das Küssen seinen Ursprung generell in der Eltern-Kind-Beziehung hat, nämlich in der Brutpflege. Es sei aus dem evolutionären Ritual entstanden, bei dem Eltern vorgekaute Nahrung an ihre Kinder weitergaben. Das sei bei Ronaldo junior ziemlich sicher nicht mehr nötig, sagten mir die Kolleginnen vom Mamablog im Vertrauen.

Für liebende Eltern ist ein Kuss auf den Mund ihres Kindes völlig normal. 49 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer bejahen es, wie eine mir vorliegende Umfrage zeigte. Dennoch sei es im Gegensatz zu südlichen Kulturkreisen bei uns ein eher unübliches Ritual, wie mir ein Ethnologe bestätigte, den ich jüngst an einer Klassenzusammenkunft der Spielgruppe Rüschlikon wieder traf. 

Fotos: Instagram

Zusammengefasst kann ich sagen, dass meine Bedenken übertrieben waren und dass diese Küsse für die Entwicklung ihres Kindes unbedenklich sind. Es sei denn, es kann es nicht leiden, angefasst zu werden. ‘In diesem Fall sollte Rücksicht auf die persönliche Komfortzone des Kindes genommen werden’, riet mir mein Schwager, der bei der KESB arbeitet. 

Bleibt abschliessend zu hoffen, dass Ronaldo keine Karies hat. Oder sonst was. Alles Gute und Hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti

PS: Ronaldo hat übrigens prominente Vorbilder. Die Beckhams ernteten aus demselben Grund leider schon mehrfach Shitstorms.”