Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Shevas Trauma

Dr. Eichenberger am Montag den 31. Januar 2005

Milan im Pech. Nicht nur haben die Rosso-Neri zweimal hintereinander kein Tor erzielt, aber immer eines kassiert. Jetzt fällt auch noch Andriy Shevchenko aus.

Es geschah am Sonntag im Spiel gegen Bologna (0:1). Nach einem harten Einsteigen des Bolognesers Gamberini blieb der Fussballer Europas mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Heute, nach der Untersuchung, kam die niederschmetternde Diagnose: bei der Verletzung handelt es sich um nichts geringeres als ein «trauma contusivo e distorsivo con ferita lacero contusa all’articolazione tibiotarsica». Immerhin meint es das Schicksaal mit Sheva gnädiger als mit Pirlo: der Ukrainer fällt zwar zwei Wochen aus, er muss aber nicht unters Messer.


Autsch! Andriy Shevchenko

Liverpool vom Verletzungspech verfolgt

Frau B am Donnerstag den 27. Januar 2005

Der französische Stürmer Florent Sinama-Pongolle erlitt im Carling-Cup-Spiel vom Dienstag einen Riss des hinteren linken Kreuzbandes. Er hat heute einen Termin beim Chirurgen und fällt sicher für „längere Zeit“ aus, wie der FC Liverpool gestern bestätigte.

Armer Florent Sinama-PongolleDer 20-jährige Pongolle spielte während des Halbfinal-Siegs der ‚Reds’ gegen Watford nur gerade drei Minuten (er ersetzte Milan Baros in der 85. Minute).

Neben Pongolle fehlen Liverpool-Trainer Rafael Benítez zur Zeit Djibril Cissé, Harry Kewell, Xabi Alonso, Vladimir Smicer und Chris Kirkland.

Als Stürmer stehen ihm nur gerade Milan Baros, Fernando Morientes und Nachwuchsspieler Neil Mellor zur Verfügung.

Die ‚Reds’ wurden bereits mit Newcastle Uniteds Craig Bellamy in Verbindung gebracht, aber an der Anfield Road dementiert man jegliches Interesse.

Pirlos Knie – Die Serie (I): Der Befund

Dr. Eichenberger am Dienstag den 25. Januar 2005

Die ganze Weblogleserschaft bangt um Pirlos rechtes Knie. Heute wurde der Bericht des Röntgenarztes veröffentlicht. Der Befund: üble Sache.

«Der mediale Meniskus zeigt neben einer postoperativen Volumenminderung der Pars intermedia und des Hinterhorns eine longitudinale Ruptur mit horizontalem Verlauf durch Meniskusspitze und Basis der Pars intermedia und des Hinterhorns. Zudem vertikale radiäre Komponente am Hinterhorn gegen interkondylär und degenerative Strukturalteration in allen Abschnitten. Kleines Meniskusganglion an der dorsomedialen Zirkumferenz, 5 mm durchmessend. Beginnende arthrotische Veränderungen mit oberflächlicher Knorpelaufrauhung des medialen Femurkondylus zentral und gegen posterior-interkondylär. Im lateralen femorotibialen Kompartiment geringgradige tibiale Chondropathie und interakter Meniskus. Umschriebene chondrale Läsion der retropatellären Gelenksfazette medial im Sinne einer lokalen Chondropathie ohne tiefgreifenden Knorpelverlust (Grad I – II). Degenerative Veränderung des vorderen Kreuzbandes mit kleiner zystischer Ansatztendinose ventrokaudal ohne Faserdiskontinuität. Geringgradige distale Ansatztendinose (degenerativ) des Ligamentum patellae mit umschriebener Bursitis infrapatellaris profunda. Rechts grosse, mit dem Gelenkraum kommunizierende Bakerzyste (kraniokaudal 6 cm, transversal bis 2).

Fortsetzung folgt


Eine mit dem Gelenkraum kommunizerende Bakerzyste: Pirlos Knie (Innenansicht).

Pirlos Knie – Die Serie (I): Der Befund

Dr. Eichenberger am Dienstag den 25. Januar 2005

Die ganze Weblogleserschaft bangt um Pirlos rechtes Knie. Heute wurde der Bericht des Röntgenarztes veröffentlicht. Der Befund: üble Sache.

«Der mediale Meniskus zeigt neben einer postoperativen Volumenminderung der Pars intermedia und des Hinterhorns eine longitudinale Ruptur mit horizontalem Verlauf durch Meniskusspitze und Basis der Pars intermedia und des Hinterhorns. Zudem vertikale radiäre Komponente am Hinterhorn gegen interkondylär und degenerative Strukturalteration in allen Abschnitten. Kleines Meniskusganglion an der dorsomedialen Zirkumferenz, 5 mm durchmessend. Beginnende arthrotische Veränderungen mit oberflächlicher Knorpelaufrauhung des medialen Femurkondylus zentral und gegen posterior-interkondylär. Im lateralen femorotibialen Kompartiment geringgradige tibiale Chondropathie und interakter Meniskus. Umschriebene chondrale Läsion der retropatellären Gelenksfazette medial im Sinne einer lokalen Chondropathie ohne tiefgreifenden Knorpelverlust (Grad I – II). Degenerative Veränderung des vorderen Kreuzbandes mit kleiner zystischer Ansatztendinose ventrokaudal ohne Faserdiskontinuität. Geringgradige distale Ansatztendinose (degenerativ) des Ligamentum patellae mit umschriebener Bursitis infrapatellaris profunda. Rechts grosse, mit dem Gelenkraum kommunizierende Bakerzyste (kraniokaudal 6 cm, transversal bis 2).

Fortsetzung folgt


Eine mit dem Gelenkraum kommunizerende Bakerzyste: Pirlos Knie (Innenansicht).

Nase zertrümmert

Rrr am Montag den 24. Januar 2005

Reals Abwehrchef Walter Samuel muss unters Messer: Mallorca-Stürmer Bernardo Romeo (ex HSV) hat ihm die Nase zertrümmert.

Schon am kommenden Sonntag in Numancia soll Samuel wieder einsatzbereit sein. Die Meldung ist also recht langweilig, gibt uns aber Gelegenheit, ein faszinierendes Lehrvideo über Nasenbeinbrüche zu betrachten.

Wenn Ihnen auch mal ein Argentinier die Nase bricht, denken Sie daran:

“Versuchen Sie niemals eine gebrochene Nase selbst zu richten, sondern suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Dort wird die Blutung gestillt, der Bruch gerichtet, und manchmal mit einem Pflasterzug oder einer Schiene fixiert. Besonders komplizierte Brüche müssen operativ behandelt werden und manche Patienten müssen eine Zeit lang eine Maske tragen.”

Nase zertrümmert

Rrr am Montag den 24. Januar 2005

Reals Abwehrchef Walter Samuel muss unters Messer: Mallorca-Stürmer Bernardo Romeo (ex HSV) hat ihm die Nase zertrümmert.

Schon am kommenden Sonntag in Numancia soll Samuel wieder einsatzbereit sein. Die Meldung ist also recht langweilig, gibt uns aber Gelegenheit, ein faszinierendes Lehrvideo über Nasenbeinbrüche zu betrachten.

Wenn Ihnen auch mal ein Argentinier die Nase bricht, denken Sie daran:

“Versuchen Sie niemals eine gebrochene Nase selbst zu richten, sondern suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Dort wird die Blutung gestillt, der Bruch gerichtet, und manchmal mit einem Pflasterzug oder einer Schiene fixiert. Besonders komplizierte Brüche müssen operativ behandelt werden und manche Patienten müssen eine Zeit lang eine Maske tragen.”

Vorher und nachher

Rrr am Dienstag den 18. Januar 2005

Aus unserer Leserschaft erreicht uns folgende elektronische Zuschrift:

“Der liebe Figo hat sich am Sonntag bei César von Zaragoza wohl eher unbeliebt gemacht. Bei seinem zärtlichen (nicht geahndeten) Annäherungsversuch hat er doch dem armen César folgendes schönes Band gerissen. So sah César’s Band vorher aus:

Und so sieht das Band jetzt aus. ca. 6-8 Monate Pause. Da freut sich doch der Fussballprofi. Endlich wieder mal spielfrei. (M.R., O.)”

Lieber Riquelme, vielleicht ist Ihnen entgangen, dass Fussball ein Männersport ist, bei dem es gelegentlich zu Körperkontakten kommen kann. Dem Unfallverursacher dabei böse Absicht zu unterstellen, ist unlauter.

Aber wir verzeihen Ihnen alles, Herr Riquelme. Sie sind einfach traurig, dass Barça seit dem Weggang Figos nichts mehr gewonnen hat, stimmts? Herzliche Grüsse, Ihr Weblog.

Verletzter Knorpel

Rrr am Freitag den 14. Januar 2005

Curro Torres vom FC Valencia hat sich eine Knorpelverletzung am rechten Knie zugezogen. Er fällt mehrere Wochen aus.

Das ist jetzt nicht wahnsinnig interessant, gibt uns aber Gelegenheit, das faszinierende Lehrvideo der Orthopädie-Klinik Manhagen in Großhansdorf zu zeigen. Sehen Sie jetzt einen Knorpelschaden unter der Kniescheibe und dessen arthroskopische Glättung.

Arthroskopie macht einfach Spass! Jedenfalls für den Orthopäden.

Match statt Menü

Rrr am Mittwoch den 15. Dezember 2004

Unser TV-Tipp für morgen mittag: Das ZDF serviert uns ab 12.10 Uhr den 2:1-Sieg der übermotivierten Japaner im Freundschaftsspiel gegen Deutschland. Es ist auch die Rückkehr des früheren Top-Goalies Olli Kahn an den Ort seines grössten Erfolgs(Fastweltmeister 2002).

Die Übertragung aus dem fernen Osten ist dermassen kostspielig, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen woanders sparen muss – die Kollegen von der ARD zeigen deshalb heute abend bloss die zweite Halbzeit von Alemannia Aachen und Stuttgart im UEFA-Cup.

Kleiner Beitrag zum Hodenkolloquium

Dr. Eichenberger am Sonntag den 12. Dezember 2004

Der neuste Beitrag zu dem unter Medizinern viel beachteten Hodenkolloquiums erreicht uns aus Japan, genauer gesagt aus Yokohama.


Dort machte der international geachtete Professor für Hodenkunde, Tatsuya Enomoto, ein vielbeachtetes Selbstexperiment. Er stellte sich am 11. Dezember im J-Leage-Spiel Yokohama gegen die Urawa Reds beim Penaltyschiessen gleich selbst ins Tor des Heimteams und prüfte die Auswirkungen des scharf geschossenen Balls auf die Quetschbarkeit des untersuchten Gegenstands. Yokohama gewann das Penaltyschiessen 4:2. Die Laboruntersuchungen des Professors sind noch nicht ausgewertet, werden den KolloquiumsteilnehmerInnen aber nachgeliefert.

Einladung zum Hodenkolloquium

Rrr am Samstag den 11. Dezember 2004

Der aufrüttelnde Beitrag über die Hodenquetschung von Linienrichter Gonzalez führte zu bestürzten Reaktionen in unserer Leserschaft, die ja vor allem aus Medizinern besteht.

Zu Besuch beim Klubarzt ist heute Kollega Dr.med. Oli.ver.Sager (IP: 147.86.142.49). Er schreibt:

Meine Herren,

als praktizierender Arzt muss ich leider darauf hinweisen, dass die o.e. Abbildung keinesfalls die gequetschte Version des männlichen Gehänges darstellt! Bei richtigen Quetschungen sind beide Bälle dunkelviolett bis pechschwarz und entwickeln einen leicht säuerlichen Geruch (wie bei faulen Eiern halt).

Deshalb denke ich, dass hier wahrscheinlich nur die Schellen des Verfassers zu sehen sind.

Geschätzter Kollega, um ganz ehrlich zu sein: Wir haben das Bild von Google. Es ist vielleicht keine Hodenquetschung, aber es sieht jedenfalls ungesund aus. Wie auch immer: Schicken Sie uns eine Hodenquetschung, wenn sie eine haben, wir publizieren sie und können in aller Ruhe weiter diskutieren.

Aber jetzt nicht ab in den Fotoshop, das wäre zu billig!

Mit freundlichen Grüssen, Ihr Weblog-Team

Der böse UEFA-Cup

Rrr am Donnerstag den 9. Dezember 2004

Heute in unserer Praxis: Der deutsche Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. In einem Interview mit Sport-Bild jammert er über die zunehmende Belastung der Profis und klagt die UEFA an:

“Meine Spieler leiden am UEFA-Cup.”

Lieber Jürgen, in der Tat – der UEFA-Cup ist eine heimtückische Krankheit, die jeden durchschnittlichen Fussballer in Europa jederzeit befallen kann. Selbst der FC Basel leidet zurzeit unter diesem Virus, wobei sich das Leiden darin zeigt, dass eine ganze Stadt läppischerweise um die Qualifikation für die 1/32-Finals dieses Verlierercups zittert.

Nur ein Verein ist übrigens immun: Real Madrid ist die einzige Mannschaft Europas, die noch nie in der Vorrunde der Champions League ausschied (und zur Strafe eben in den UEFA-Cup verbannt wurde).