Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Sandy zu YB

Herr Noz am Donnerstag den 14. April 2005

Unbestätigten Gerüchten zufolge verlässt Sandra Beyer den FC Thun.

Dem Vernehmen nach wechselt die fesche medizinische Betreuerin (Lieblingsgetränk: Spanischer Rotwein) auf die neue Saison hin zum BSC Young Boys. Wahrscheinlich haben es ihr Raimondis Waden angetan.

Das war für heute auch schon die beste Neuigkeit aus dem Neufeld.

Gute Nacht.

Der Allergiker

Frau B am Mittwoch den 6. April 2005

Bobby Convey, Mittelfeldspieler des Championship-Clubs Reading, musste wegen einer allergischen Reaktion beinahe hospitalisiert werden.

Bobby Convey ohne HautausschlagDer 21-jährige Amerikaner war im Aufgebot für die WM-Qualifikationsspiele gegen Mexiko und Guatemala, kam aber in keinem Spiel zum Einsatz. Dafür kehrte er verspätet nach England zurück, weil er mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Ein starker Hautausschlag hatte ihn fast zu einem Krankenhausaufenthalt gezwungen.

„Er reagierte allergisch auf das Gras, es ist unglaublich“, erklärte Steve Coppell, der Trainer der ‚Royals’, auf der offiziellen Webseite des Clubs. „Der Ausschlag war so schlimm, dass Bobby sich grosse Sorgen um seinen Gesundheitszustand machte.“

Der arme Herr Convey hat wohl den falschen Beruf gewählt.

Die wundersame Heilung eines doppelten Beinbruchs

Frau B am Freitag den 1. April 2005

Djibril Cissé könnte noch in dieser Saison wieder für den FC Liverpool stürmen.

Spielt den CL-Final 2005Im Oktober 2004 erlitt der 23-jährige Franzose im Ligaspiel gegen die Blackburn Rovers einen doppelten Beinbruch. Seine Genesung schreitet schneller voran als erwartet.

„Cissé trainiert bereits wieder mit der Mannschaft“, gab ‚Reds’-Coach Rafael Benitez gestern bekannt. „Mein Assistent und Fitnesstrainer Paco Ayesteran schliesst nicht aus, dass Djibril noch in dieser Saison spielen wird. Er arbeitet hart mit dem Physiotherapeuten und mit dem Ball. Am Mittwoch hat er das komplette Aufwärmprogramm mit dem Team mitgemacht. Aber wir müssen vorsichtig sein und die Ärzte entscheiden lassen.“

Ausschlaggebend für den raschen Heilungsprozess dürfte Cissés positive Einstellung und sein Wille zur Genesung sein. Er träumt davon, im Mai mit Liverpool den Champions-League-Final in Istanbul zu bestreiten. Das berühmte Liverpooler Reizklima sowie die traditionell gesunde Kost haben ihren Teil zur Gesundung beigetragen.

Der Nuggi zum Erfolg

Rrr am Freitag den 18. März 2005

Der Hamburger SV geht neue sportmedizinische Wege: Ein Gummi-Teil, das aussieht wie ein Baby-Nuggi, soll den HSV in die Champions League führen.

Der “Face Former” wurde ursprünglich für Schnarcher entwickelt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, kann man mit dem Nuggi aber auch die über 200 Gesichtsmuskeln trainieren. Das sorgt für eine bessere Atemtechnik und steigert die Leistungsfähigkeit der Sportler. Der HSV setzt den “Face Former” zunächst bei rekonvaleszenten Kickern ein.

Wenn auch Sie Ihre Leistungsfähigkeit steigern möchten, klicken Sie hier. Dann führen Sie den Gummi ein, platzieren die Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne, strecken den Nacken, pressen die Lippen zusammen und halten diese Anspannung 6 Sekunden. Mehrmals wiederholen. Fertig!

Da wars nur noch einer …

Frau B am Mittwoch den 9. März 2005

Liverpool-Trainer Rafael Benitez steht vor einem Rätsel.

Immer Ärger mit HarryLangsam verliert Benitez die Geduld mit seinem verletzungsgeplagten Stürmer Harry Kewell. Er hatte ihn für das heutige Champions-League-Rückspiel gegen Bayer Leverkusen fest eingeplant, doch der 26-Jährige fiel im letzten Moment erneut einer Verletzung zum Opfer.

„Wir wissen nicht genau, wo das Problem liegt“, gibt Benitez zu. „An einem Tag ist Harry okay und am nächsten sagt er, er sei nicht fit. Einmal klagt er, seine Leiste schmerze, dann wieder ist es das Fussgelenk.“ Auch mit Achillessehnen-Problemen schlug sich der Australier in den letzten Wochen herum.

Kewell humpelte im Carling-Cup-Final vom Platz und konnte am letzten Samstag gegen Newcastle United nicht antreten. Er hatte sich aber wieder erholt und hätte heute spielen sollen. Mit dem Ausfall Kewells steht Benitez gerade noch ein einziger echter Stürmer für die heutige Champions-League-Partie zur Verfügung: Milan Baros.

Operation geglückt

Rrr am Sonntag den 6. März 2005

Es ist vollbracht: Fussballgott Diego Maradona (44) hat sich gestern das lang ersehnte Magenband einsetzen lassen. Die zweistündige Operation sei gut verlaufen, sagte der Leiter der Klinik im kolumbianischen Cartagena.

“In acht bis zehn Monaten dürfte Maradona wieder sein Idealgewicht von 75 Kilo erreichen”, meinte der Arzt. Beim Spitaleintritt wog der 1,67 Meter kleine Dieguito stolze 121 Kilo.

Ende gut, alles gut? Nicht unbedingt. Denn Maradonas Vertrauensarzt Mauricio Vergara sagte kürzlich gegenüber der Weltwoche: “Sein einziges wirkliches Problem ist Kokain.” Aus ärztlicher Sicht betrachtet, werde Maradona keine fünfzig Jahre alt werden.

Pirlos Knie (II): Die Operation

Dr. Eichenberger am Freitag den 25. Februar 2005

«Operation erfolgreich, Patient an Krücken», vermeldet die Orthopädische Klinik des Berner Salem-Spitals heute in einer Medienmitteilung.

Dr. Eichenbergers rechtes Knie sei am Donnerstag um 15.10 Uhr von Dr. Parli erfolgreich operiert worden, schreibt das Spital weiter. Dem Patienten sei ein Drittel (1/3) des Meniskus entfernt worden. Bei der Arthroskopie habe sich indes gezeigt, dass es sich ansonsten um ein schönes Knie handle, das in einem guten Zustand sei. Bereits am Freitag habe der Patient das Spital an Krücken verlassen können.

Via seinen Pressesprecher Hans Rüdisühli liess Eichenberger allen, die während des Eingriffs mit ihren guten Wünschen mitgefiebert haben, herzlich danken. Der Patient sei wohl auf und lese bereits wieder Zeitungen und surfe im Weblog «Zum runden Leder». Viel zum reibungungslosen Eingriff habe die optimale Vorbereitung am Vortag beigetragen.

Der Patient habe sich am Mittwoch «in italienischer Umgebung» das Spiel ManU-Milan angeschaut und sich «über die vorzügliche Ball-Zirkulation und Mobilität der Rosso-Neri, die auf einer nahezu perfekten Organisation basiert», gefreut. «Zuweilen war es für ihn ein Augenschmaus, der intellektuell anmutenden Interpretation dieses Vorgehens folgen zu dürfen», wie die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe bestätige. Da konnte nichts mehr schiefgehen.

Den erste Härtetest erwarte das geflickte Knie am 6. März auf dem Neufeld. Dann spielt YB gegen Aarau.

Schönes Knie: Dr. Eichenberger während (links) und nach der Operation (Bilder: Salem/Ursula Hirt).

Alles Gute Dr. Eichenberger!

Rrr am Donnerstag den 24. Februar 2005

Heute ist es endlich so weit: Weblog-Autor Dr. Eichenberger kommt unters Messer.

Lieber Herr Kollega, die ganze Redaktion steht Ihnen bei und freut sich auf Ihr baldiges Comeback! Alles Gute im Ops, Herr E!

Alles Gute, Pirlo!

Schaut her!

Dr. Eichenberger am Freitag den 18. Februar 2005

Diego Armando Maradona will sich nun doch kein Magenband verpassen lassen, wie im das kubanische Ärzte empfehlen. «Schaut her», sagt er den Reportern, «habe ich das nötig?»

Maradona weilt mittlerweilen im Kolumbianischen Cartagena in den Ferien und erholt sich von seiner Drogenentzugskur.

Wunder der Chirurgie

Frau B am Freitag den 11. Februar 2005

Liverpool FCDer FC Liverpool hat gestern seinen Nachwuchsspieler David Mannix mit einem neuen Zweieinhalb-Jahres-Vertrag ausgestattet.

Der 19-Jährige, dessen alter Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, hat fünf (!) Knieoperationen hinter sich und ist erst seit Anfang Jahr wieder hundertprozentig fit. Im Reserveteam hinterlässt er zurzeit einen ausgezeichneten Eindruck und hat so die Aufmerksamkeit von Liverpool-Trainer Rafa Benítez auf sich gelenkt. Gut möglich, dass Mannix in der kommenden Saison der Durchbruch in die erste Mannschaft gelingt.

Wunderkind David MannixDer Mittelfeldspieler fiel bereits mit 13 Jahren auf, als er im U17-Team des FC Liverpool spielte. Eine schwere Knieverletzung bremste aber später den Merseysider, da er mehrere Operationen benötigte.

„Nach meiner ersten Operation dachte ich nicht ans Aufhören, aber nach der zweiten war ich hundertprozentig davon überzeugt, nie wieder Fussball zu spielen. Am Schluss ging ich nach Amerika für eine fünfte Operation und danach ging es aufwärts.“

Wir Kniegeschädigte vom Runden Leder drücken David die Daumen!

Letzte Chance

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 10. Februar 2005

Jetzt ist es ernst: Diego Armando Maradona will abnehmen.

Der 44-jährige Altstar setzt zur Zeit in Kuba seine Drogen-Entzugskur fort. Von dort wird nun gemeldet, Maradona wolle sich demnächst den Magen verkleinern lassen, um sein Übergewicht zu bekämpfen. Auf einer Gesundheitsfarm sollen bei «Dieguito» dann die Pfunde purzeln. Sein Leibarzt Dr. Alfredo Cahe sprach besorgt von seiner «letzten Chance». Hierzulande spricht man in solchen Fällen von einem sog. Magenband.
Und so sähe ein solches in Diegos Magen aus:

Ramas Abstieg in die Tristesse

Frans am Montag den 7. Februar 2005

Was macht eigentlich Milaim Rama? Am 21. Juni spielte er während 5 Minuten auf der Weltbühne des Fussballs. Gegen Titelverteidiger Frankreich durfte Rama immerhin vor einem Millionenpublikum viermal den EM-Ball berühren.

Danach liess er sich in die deutsche Regionalliga Süd zum FC Augsburg transferieren. Dort gibt es tolle Gegner wie Elversberg, Hoffenheim, Pfullendorf, Feucht oder Wehen, und ein Aufstiegsplatz ist zehn Verlustpunkte entfernt. Das Heimspiel gegen den erschreckend schwachen Tabellenletzten Nöttingen fand beispielsweise vor einer eindrücklichen Kulisse von 1’000 Fans statt.

Sie kamen bestimmt nicht für Milaim Rama. Der leidet nämlich seit vier Monaten an einer Knochenhaut-Entzündung am Oberschenkel. Könnte schmerzhaft sein. Im heutigen Interview mit Kicker Online schildert Rama noch grössere Schmerzen:

“Anderen zuschauen tut weh”

In Thun (oder bei YB) hätte ihm das Zugucken vielleicht wenigstens ein bisschen Spass gemacht.