Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Steuern sparen mit der Selecção

xirah am Mittwoch den 12. Juli 2006

Grosse Freude über erhofften Geldsegen

Dr. Gilberto Madaíl ist besorgt um das pekuniäre Wohlergehen seiner Schützlinge der portugiesischen Nationalmannschaft. Deshalb verlangt die Federação Portuguesa de Futebol (das lusitanische Pendant zum Tslotsi-Verein) von den portugiesischen Steuerbehörden, dass die an die Spieler ausbezahlten WM-Boni steuerbefreit werden müssen. Dieselbe Forderung wurde auch schon anlässlich der WM 2002, der Euro sub-17 in 2003 und der Euro 2004 gemacht und blieb jedes Mal unbeantwortet.

Gemäss Madaíl seien – nach Artikel 13 des Steuergesetzes – Preisgelder von Veranstaltungen mit hohem sportlichem Prestige, an denen ein «guter Rang» erreicht worden ist, nicht steuerpflichtig.

Dem hält Rechtsprofessor und Steuerexperte Dr. José Luís Saldanha Sanches von der juristischen Fakultät Lissabon entgegen, diese Forderung sei eine Unverschämtheit und ein Affront gegenüber all jenen Steuerzahlern, die für wenig Lohn arbeiteten und anstandslos ihre Steuern bezahlten.

Der zuständige Minister Teixeira Dos Santos weilt zurzeit in Brüssel, dürfte aber nach seiner Rückkehr dem Herrn Madaíl abschlägigen Bescheid geben. So werden die armen Fussballer, Trainer und Funktionäre wohl ein schönes Stück der 50’000 Euro Kopfprämie dem Fiskus abliefern müssen.

Beim Runden Leder können Sie zwar keine Steuern sparen, liebe LeserInnen, dafür aber spenden, damit Herr Gernot Rohr auch in der neuen Saison einen anständigen Matchprogramm-Sponsor bekommt. Näheres dazu erfahren Sie hier. Gumpen Sie über Ihren Schatten!

Rüdisühli hilft allen

Dr. Rüdisühli am Montag den 12. Juni 2006

Soeben erreicht uns folgende Anfrage einer verzweifelten Leserin:

Lieber Briefkastenonkel
Hilfe – ich weiss nicht, wer wann wo was wie spielt. Ich bin eine Nichtwissende, eine Aussenseiterin, ich fühle null Energie und Interesse für dieses runde Ding. Fehlt mir schlicht ein Gen? Für eine Erklärung und ein Heilmittelchen, damit ich dazugehöre, wäre ich dankbar (bitte ein Generika!).
Mit lieben Grüssen, M.

Liebe Monique,
einen Spielplan finden Sie zum Beispiel hier. Ansonsten wissen wir in Ihrem Fall leider auch kein Heilmittel, aber es heisst im Fall Generikum, wenn es im Singular ist. Malen Sie doch einfach Mandalas, das beruhigt die Nerven.
Liebe Grüsse, Ihr Dr. Rüdisühli.

Bitteres Aus

Rrr am Donnerstag den 8. Juni 2006

Djibril Cissé verpasst die WM.

Der Franzose brach sich gestern bei dieser Szene das Bein – und man muss sagen, nicht zum ersten Mal.

Das Runde Leder wünscht ihm gute Besserung und ein baldiges Comeback! (Bild Mullzkpress)

Jubelwarnung

HHB am Dienstag den 30. Mai 2006

Fussballspiele sind vor dem Fernseher mit Vorsicht zu geniessen, wie Physiotherapeuten schon lange wissen. Während Turnieren betreuen sie doppelt so viele Patienten mit Rückenverletzungen, Zerrungen und Verstauchungen als sonst. Nehmen Sie sich deshalb die folgenden Tipps zu Herzen:

Achten Sie auf eine gute Haltung, wenn Sie es sich in Ihrem Fernsehsessel bequem machen. Das TV-Gerät sollte gerade vor Ihnen stehen. Sie können zudem Ihr Kreuz mit einem Kissen zusätzlich stützen, um Verspannungen zu vermeiden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Momenten, in denen ein Tor in der Luft liegt. Bereiten Sie sich auf den eventuellen Treffer vor, indem Sie sich frühzeitig aus Ihrem Sessel erheben, damit Sie bereits aufrecht stehen, wenn Sie vor Freude auf- und abspringen wollen. Direktes Hochspringen vom Sofa ist gefährlich.

Ebenfalls ungünstig ist es, mit den Armen nach Drinks und Snacks zu hangeln. Stellen Sie die Sachen in Reichweite auf.

Auch sollten Sie nicht wild gestikulieren, wenn Sie mit dem Geschehen auf dem Rasen nicht einverstanden sind. Stehen Sie auf und stampfen Sie mit dem Fuss, wenn Sie sich ärgern.

Die gefährlichste Situation ist und bleibt aber das Penaltyschiessen. Das sollten Sie sich – wenn überhaupt – auf jeden Fall nur im Stehen ansehen.

Arsenal rettet Leben

Frau B am Freitag den 19. Mai 2006

AKTUELL: Barça-Assistenztrainer Henk ten Cate neuer Ajax-Trainer – GOTT SEI DANK.

Sein Arsenal-Shirt hat einen Fan vor schlimmem Schaden bewahrt.

Der zehnjährige John Hough spielte mit seinen Freunden im Garten. Er stieg auf ein Mäuerchen, um zu den Nachbarn hinüberzuspähen, als er ausrutschte und auf einen eisernen Gartenzaun mit fünfzehn Zentimeter langen Zacken fiel. Einer der Dornen drang zur Hälfte in seinen Brustkorb ein. Trotzdem schaffte es der Junge, sich selbst zu befreien, während seine Freunde die Mutter alarmierten. Der kleine ‹Gooner› – ein grosser Fan von Thierry Henry – wurde sofort ins Spital gebracht.

«Die Ärzte sagten, John hätte sehr viel Glück gehabt. Wäre der Dorn ein wenig tiefer eingedrungen, hätte er Lunge und Herz verletzt», erklärte Mama Jackie McGlade danach erleichtert. Das elastische Arsenal-Shirt hatte den Stoss abgefedert und Schlimmeres verhindert. Es dehnte sich ohne zu zerreissen. «Ich konnte es kaum glauben, als ich das Shirt nachher ansah: Es hatte keinen Schaden genommen, abgesehen von einer kleinen Delle und dem Blutfleck», staunte Jackie. Johns Wunde unter dem Arm wurde genäht, und er konnte wieder nach Hause entlassen werden.

Das Glücks-Trikot trug John natürlich auch während des Champions-League-Finals. Aber irgendwie scheint es für Wichtigeres gemacht zu sein …

Ohnmächtiger Eto'o

xirah am Mittwoch den 17. Mai 2006

Messi haut Etoo um.

Ein riesiger Schreck ist den Katalanen gestern beim Training in die Knochen gefahren. Messi war nach der Verletzungspause offenbar mächtig in Spielfreude und haute mit voller Wucht auf den Ball. Dummerweise traf der Hammerschuss Eto’o am Kopf, worauf dieser sich mal eben auf den Rasen legte und sich ein paar Minuten Ohnmacht gönnte. Zum Glück trug Eto’o aber keine Verletzung davon und Arsenal kann sich nicht die Hände reiben wegen gütiger Mithilfe der Azulgranas. Die Entscheidung fällt in 870 Minuten!

Auf allen Viren

Frau B am Freitag den 12. Mai 2006

Tottenham Hotspur muss sich definitiv mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Die ‹Spurs› mussten ihr letztes Liga-Spiel, bei dem es um nicht weniger als die Champions-League-Qualifikation ging, unter denkbar schlechten Bedingungen austragen: Zehn ihrer Spieler waren an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt. Dass man unter solchen Umständen das Match verliert, ist nahe liegend. Deshalb verlangten die Nordlondoner eine Wiederholung des Spiels gegen West Ham United. Ihre Bitte richteten sie schriftlich an die Football Association. Die FA antwortete umgehend: «Wir finden keine Gründe Ihrem Wunsch nach einem Wiederholungsspiel nachzukommen.» Tottenham hätte eben das Risiko eingehen und nicht antreten sollen. Dann wäre der Fall neu beurteilt worden.

Inzwischen wurden Proben der verdächtigen Lebensmittel sowie der Spieler (fragen Sie nicht!) untersucht, um der Ursache der plötzlichen Krankheit auf die Spur zu kommen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Speisen aus dem Marriott Hotel einwandfrei waren. Vielmehr scheinen die Fussballer von einem Norovirus befallen worden zu sein und einander selbst angesteckt zu haben.

"Tritt den Ball und nicht den Mann!"

Herr Noz am Dienstag den 11. April 2006

In einer weiteren Folge unserer schönen Serie wagen wir wieder einmal einen Blick zu unseren deutschen Freunden.

Die Osnabrücker NDW-Combo Krasse Fehlentscheidung beschenkt uns mit einem Fussballsong, der so richtig eingroovt, wie wir vom Feuilleton gerne sagen.

Das Stück “Rote Karte” können Sie hier hören (.mp3, 1.3 MB). Viel Spass.

Hau den Ball jetzt rein Jung’ | wühl Dich durch den Torraum
zeig dem Jupp wat Sache is’ | Mach’n alle wenn ‘en kriss….
Tritt den Ball und nicht den Mann | Sonst krisse Rote Karte (2x)
Tritt den Mann und nicht den Ball | Sonst krisse keine Karte
na warte – na warte

Hau den Ball ins Tornetz | Zeig dem Jupp den Hackentrick
Hau ihn in die Maschen | Tu den Kerl vernaschen
Tritt den Ball und nicht den Mann | Sonst krisse Rote Karte (2x)
Tritt den Mann und nicht den Ball | Sonst krisse keine Karte
Sonst krisse keine Karte – na warte

Hau den Kerl vors Wadenbein | benimm Dich wie ein Fußballschwein
tritt ihn dass er Sterne sieht | bis er dann vorm Schiri kniet
Tritt den Ball und nicht den Mann | Sonst krisse Rote Karte (2x)
etc.

Unfeine Methoden

Frau B am Sonntag den 9. April 2006

Ein Spieler der Doncaster Rovers wurde offenbar von gegnerischen Fans ausser Gefecht gesetzt.

David Mulligan wollte sich mit einigen seiner Teamkollegen einen schönen Abend in einem Nachtclub machen. Ihm wurde aber plötzlich schrecklich übel, und er musste in den frühen Morgenstunden des letzten Donnerstags ins Spital eingeliefert werden.

Nach einer kurzen Behandlung wurde er entlassen, aber der Clubarzt schickte ihn zurück, da er weiter unter Beschwerden litt. Verschiedene Tests sollen den Ursprung des Kollapses klären, und die Vermutung liegt nahe, dass Mulligan von Fans des Lokalrivalen Sheffield Wednesday Drogen in den Drink gemixt wurde. Gemäss Aussagen eines Freundes ist der neuseeländische Verteidiger davon überzeugt. Inzwischen ist er zu Hause, um sich von der Attacke zu erholen.

Die beiden Clubs spielen übrigens nicht einmal in der gleichen Liga.

"Vollgas Schwiizer Nati!"

Herr Noz am Samstag den 18. März 2006

In unserer beliebten Serie empfehlen wir Ihnen heute den WM-Song des extrem paraten FCZ-Fans Sexomodular.

Herr Sexomodular wurde bei seinem WM-Projekt unterstützt durch das legendäre Fridgemonster. Freuen Sie sich an dem lüpfigen Beat.

Vollgas Schwiizer Nati (mp3, 2.6 MB)

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen ein farbenfrohes Wochenende.

Wache Reflexe

Frau B am Sonntag den 12. März 2006

Der League-Two-Club Barnet musste gestern ohne seinen Captain gegen Grimsby antreten.

Ian Hendon verletzte sich in der Küche, als er für sich und seine Frau das Nachtessen zubereitete. Beim Versuch, einen zu Boden fallenden Teller zu stoppen, zog sich der 34-jährige Verteidiger einen tiefen Schnitt im grossen Zeh seines linken Fusses zu.

„Ich hätte es besser wissen müssen“, meinte Hendon zerknirscht. „Ich wollte das Essen aus dem Backofen nehmen und stiess an einen Teller. Automatisch versuchte ich mit dem Fuss zu verhindern, dass er am Boden zerschellte.“

Der FC Barnet verlor gegen Grimsby 3:0.

Der Verletzungskünstler

Frau B am Donnerstag den 9. März 2006

Ole Gunnar Solskjaer dürfte für den Rest der Saison ausfallen.

Nach einer knapp zweijährigen Verletzungspause befand sich der norwegische Stürmer endlich auf dem besten Weg zurück ins erste Team der ‚Red Devils’. Um seine Matchfitness wieder zu erlangen, spielte er am Dienstagabend mit den Manchester United Reserves gegen Middlesbrough. Nach nur sieben Minuten wurde Solskjaer vom gegnerischen Angreifer Ugo Ehiogu unabsichtlich im Gesicht getroffen und musste den Platz verlassen. Die Untersuchungen ergaben einen gebrochenen Wangenknochen. Die Heilung wird sechs bis acht Wochen dauern. Dieser erneute Rückschlag wird die Karriere des 33-Jährigen erneut in Frage stellen. Des Pechvogels Vertrag mit Manchester United läuft nämlich im Sommer aus.