Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Das Torhüterproblem

Rrr am Freitag den 24. November 2006

Sie haben genug von Zubi? Hier sehen Sie den Nati-Goalie Nummer 2 in Aktion.

Wenn Sie jetzt auch genug von Coltorti haben, trösten wir Sie mit der Heldentat von Herrn Petric im Tor von Basel. Wir fordern in unserer Verzweiflung: Mladen zu Köbi jetzt! Aber subito! Oder jedenfalls vor 2008.

Im Schlaf vom Bison zum Zug

Frau B am Samstag den 21. Oktober 2006

Michael Essien stand als einziger in allen elf Pflichtspielen des FC Chelsea in dieser Saison jede Minute auf dem Platz.

Als der Ghanaer vor einem guten Jahr von Lyon zu den ‹Blues› stiess, wurde er ‹The Bison› genannt. Nun solle er in ‹The Train› umbenannt werden, meinte sein Boss Jose Mourinho, nachdem der Mittelfeldspieler am Mittwoch Barcelona aus dem Gleis geworfen habe.

«Es ist mir egal, wie der Coach mich nennt» erklärte Essien darauf, «ich fühle mich stark.» Und er nannte auch die Gründe für seine herausragende Form. Einerseits erhält er seit dem Sommer eine auf ihn zugeschnittene Therapie von einem Mailänder Spezialisten. Professor Stefano Tirelli ist Experte in ganzheitlicher östlicher Medizin und behandelt den 23-Jährigen unter anderem mit Akupunktur. Ausserdem hat er ihm täglich 14 Stunden Schlaf verschrieben, damit er psychisch und körperlich topfit ist, wenn er für Chelsea spielt.

Aber noch wichtiger sind Essien, der auf dem Platz nicht gerade zimperlich zur Sache geht, die Gespräche mit seiner Mutter. «Meine Mum bedeutet mir sehr viel. Ich sehe sie nicht oft, und darum telefonieren wir häufig, mindestens eine Stunde täglich», erzählte er. «Ich liebe sie über alles, und sie hat mich immer dazu angespornt, es besser zu machen. Sie konnte mich leider noch nicht in England besuchen, weil meine Grossmutter krank war. Und jetzt ist es ihr zu kalt, also wird sie später kommen.»

Gefährliches Spiel

Frau B am Freitag den 20. Oktober 2006

Die Reading-Spieler, welche die Verletzungen von Chelseas Torhütern verursachten, erhalten keine Strafe.

Gleich beide Keeper erwischte es am letzten Samstag im Premier-League-Match Reading gegen Chelsea: Petr Cech erlitt durch die Kollision mit Stephen Hunt einen Schädelbruch und Ersatzmann Carlo Cudicini musste nach dem Zusammenstoss mit Ibrahima Sonko mit einer Gehirnerschütterung vom Platz.

Der Fussballverband hat die Zwischenfälle studiert und fand, dass keinem Spieler Absicht unterstellt werden könne. Chelsea-Coach Jose Mourinho ist da anderer Meinung und bezeichnete die Aktion von Hunt als «Schande» und meinte, Cech könne froh sein, dass er noch am Leben sei.

Niemand sonst glaubt ernsthaft, dass der Reading-Stürmer den tschechischen Nationaltorhüter verletzen wollte. Aber Rufe nach einem besseren Schutz für die Torhüter im englischen Fussball wurden von verschiedenen Seiten laut: Arsene Wenger, Jens Lehmann und Rafael Benitez meldeten sich unter anderen zu Wort. «So wie ich die Regeln verstehe, gehört der Fünfmeterraum dem Torhüter. Aber hier in England ist es jedem Spieler erlaubt, den Keeper in seinem Reich zu belästigen. Das ist gefährlich und ausserdem sind es Fouls. Früher wurde das abgepfiffen, aber heute wird es toleriert», meinte der Liverpool-Coach.

Petr Cech wurde operiert und macht gute Fortschritte. Gestern konnte er in ein Krankenhaus verlegt werden, das seinem Zuhause näher liegt. Ob er diese Saison wieder spielen kann, ist mehr als fraglich.

Prioritäten

Frans am Dienstag den 26. September 2006

Wir unterbrechen unser Programm aus aktuellem Anlass für die Wiederholung eines denkwürdigen Zitats.

«Von den 13 Jahren, in denen ich aktiv bin, war ich vier Jahre verletzt. In dieser Zeit hätte ich gut Medizin studieren können.»

Möglicherweise hätte diese Zeit – je nach gesetzten Prioritäten – auch gereicht für den Erwerb eines A-Diploms.

Lazarus

Frau B am Freitag den 22. September 2006

Steve Harper steht zurzeit für den verletzten Shay Given im Tor von Newcastle United.

Vorgestern durfte der 31-jährige Harper zum ersten Mal seit achtzehn Monaten wieder eine Premier-League-Partie bestreiten. Given fällt für mehrere Wochen verletzt aus. Am letzten Sonntag prallte er im Spiel gegen West Ham United mit Marlon Harewood zusammen und musste mit starken Unterleibsschmerzen ins Spital gebracht werden. Untersuchungen brachten einen Riss von einem Zentimeter im Darm des irischen Nationaltorhüters zutage, der operiert werden musste. «Der Chirurg verglich die Art der Verletzung mit solchen, wie sie bei einem Autounfall entstehen», sagte ‹Magpies›-Coach Glenn Roeder. «Dass Fussball eine solche Wunde verursachte, habe er noch nie gesehen.» Die beiden Spieler waren mit voller Wucht unglücklich zusammengeprallt, und Roeder gibt Harewood keine Schuld.

Harper freute sich natürlich über die Gelegenheit, seine Fähigkeiten zu zeigen. «Ich wünsche Shay schnelle und vollständige Genesung, aber ich werde mein Bestes geben, um es dem Coach schwer zu machen, mich wieder auf die Ersatzbank zu verbannen.» Harper – der sich bestens mit Given versteht – hat diesem den Übernamen Lazarus gegeben, weil er sich immer erstaunlich schnell von seinen Verletzungen erholt. Am Dienstagmorgen teilte Given Harper per SMS scherzhaft mit: «Am Mittwochmorgen habe ich einen Fitnesstest.» Am Mittwochabend stand aber natürlich Harper gegen Liverpool im Tor. Er sah gut aus – bis Xabi Alonso aus der eigenen Platzhälfte das 2:0 erzielte.

Auf nach Kairo

Herr Noz am Mittwoch den 6. September 2006

AKTUELL: Österreich-Venezuela 0:1 (1453 Zuschauer – alle Details hier)

Es folgt eine dringende kulturelle Weisung von Kulturkorrespondent Herr Noz.

«Sehr geehrte Damen und Herren, wie Sie alle wissen, bin ich als amtlicher Betreuer der kulturellen Belange dieses Blogs mehr als wählerisch, was Konsumempfehlungen betrifft. Es ist darum auch sehr selten, dass ich Ihnen den Besuch eines Anlasses nahe lege. Die vier Berner Konzerte des Aad Hollander Trio from Hell muss ich nun allerdings für alle Leserinnen und Leser des Runden Leders als obligatorisch erklären. Unser Leser Herr JimBobIII möchte Sie nämlich alle kennen lernen, und der Zufall will es, dass besagter JimBobIII beim Trio from Hell die Bassgitarre bedient. Das klingt dann zum Beispiel so wie in dieser Hörprobe hier (1.3 MB).

Finden Sie sich also bitte an sämtlichen Konzertdaten jeweils um 21.00 Uhr im Café Kairo am Dammweg 43 ein. Gesuche um Dispens sind schriftlich an unseren Juristen Herr Vanderfrans zu richten. Vielen Dank für Ihr Verständnis.»

Aad Hollander Trio from Hell: Surf/Polka/Blues
Freitag 8., 15., 22. und 29. September 2006, 21.00 Uhr, Cafe Kairo, Dammweg 43, Bern-Lorraine, Eintritt 10.-

Gute Besserung!

Frau B am Mittwoch den 23. August 2006

Sir Bobby Robson muss sich heute einer Operation unterziehen.

Am 5. August wurde der ehemalige Coach der englischen Nationalmannschaft notfallmässig ins Spital von Ipswich eingeliefert. Robson ist heute Präsident von Ipswich Town und befand sich gerade im Stadion, als er einen Schwächeanfall erlitt.

Bei den anschliessenden Untersuchungen wurde ein Tumor im Gehirn des 73-Jährigen gefunden. «Der Tumor ist noch sehr klein – traubengross – und an einer Stelle, wo er leicht entfernt werden kann. Zum Glück wurde er früh entdeckt, so dass ich mich vollständig erholen sollte», zeigte sich Robson zuversichtlich. Er hat schon drei Krebserkrankungen überlebt und die Ärzte fanden keine weiteren Herde in seinem Körper.

Robson trainierte im Lauf seiner Karriere Ipswich, Barcelona, Eindhoven, Sporting Lissabon, Porto und Newcastle. Heute ist er Berater der irischen Nationalmannschaft. Das Qualifikationsspiel gegen Deutschland am 2. September wird er verpassen, aber man hofft, dass er Anfang Oktober gegen Zypern und Tschechien wieder dabei sein wird.

Die Gelenkmaus

Dr. Rüdisühli am Montag den 21. August 2006

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, können Sie abschätzen wie schlimm Häkins linker Fussball-Gott-Knöchel verletzt ist? H.S., B.

Lieber Herr Struzzo, die BZ und auch der Bund schreiben heute, bei Hakan sei am linken Fussknöchel “die Gelenkmaus beschädigt”. Das ist natürlich Unsinn.

Die Gelenkmaus ist nämlich kein normaler Körperteil, sondern ein Knochen-Knorpel-Stück, das sich wegen Krankheit oder Unfall vom Gelenk getrennt hat. Es bewegt sich nun frei im Gelenk und verursacht starke Schmerzen.

Eine Gelenkmaus kann heutzutage mittels Arthroskopie entfernt werden. Der Patient ist anschliessend beschwerdefrei. Herr Yakin kann also kurz nach dem Eingriff das Training wieder aufnehmen und ist in spätestens einem Monat wieder einsatzfähig, eher früher. In der UEFA-Cup-Gruppenphase ist er auf jeden Fall wieder spielbereit. Mit freundlichen Grüssen, Ihr. Dr. Rüdisühli

Dhorasoo hat genug — Fabiäng nicht

xirah am Mittwoch den 9. August 2006

Dhorasoo & BarthezDhorasoo liess in einem Interview verlauten, er habe keine Lust mehr auf die Nationalmannschaft und fügte an, sein Geburtshoroskop habe sich geändert. Da hat wohl der Einfluss des guten Raymond gewirkt, der glaubt ja auch fest an die Sterne.

Sehr wohl Lust weiterzumachen hat hingegen Fabien Barthez und hofft weiterhin auf Angebote. Am liebsten wäre er beim FC Toulouse untergekommen, aber die wollten ihn anscheinend nicht. Doch Barthez lässt sich nicht entmutigen und will nicht nur Klubfussball, sondern auch für die Nationalmannschaft weiterspielen und das bis zur Euro 2008.

Soll man da einfach hoffen, dass Fabien keinen Klub mehr findet? Obwohl, für die Süper Ligue würde er wohl noch taugen…

Zidanitis greift um sich

xirah am Dienstag den 25. Juli 2006

Coup de boule

Herr Zidane hat mit seinem Ausraster nicht nur ein schändliches Vorbild für unsere Jugend geboten. Wie unser englisches Leibblatt berichtet, greift das aggressive Kopftütschen nun auch auf andere Sportarten über. Im Bild versucht sich Paul O’Neill gerade an seinem Pferd , das offenbar nicht so recht gehorchen wollte.

Dem Jockey droht nun eine Sperre von 21 Tagen, falls die <Horseracing Regulatory Authority> ihn für schuldig befindet.

Nicht auszudenken, wenn sich dieses Benehmen auch in anderen Bereichen ausbreitet, Christoph B. gegen Moritz L., Angie M. gegen Edmund S. etc.

Herr Blatter, tun Sie was!

Unglücksraben

Frau B am Sonntag den 23. Juli 2006

Darren Bent hat sich verletzt – mit dem Küchenmesser.

Der Stürmer von Charlton Athlethic wollte ein Sandwich zubereiten und schnitt sich beim Zwiebelnschneiden tief in einen Finger. Man fürchtete sogar eine Sehnenverletzung. Obwohl dies ausgeschlossen werden konnte, musste Bents Arm fixiert werden, damit die schlimme Wunde sauber verheilen kann.

Nicht nur den Start der Premier League dürfte der Stürmer verpassen – die ‹Addicks› beginnen die Saison mit Spielen gegen West Ham, Manchester United und Bolton -, sondern auch das Freundschaftsspiel Englands gegen Griechenland am 16. August. Dies dürfte ihn besonders ärgern, denn es wäre für Bent eine gute Chance, unter dem neuen Coach Steve McClaren einen Platz im Nationalteam zu erobern. Obwohl er in der letzten Saison 22 Tore geschossen hatte, wurde der 22-Jährige von Sven-Goran Eriksson nicht an die Weltmeisterschaft mitgenommen.

Bent ist nicht der erste, der sich ungeschickt anstellte. Auch andere Fussballer verletzten sich schon im Haushalt: Dave Beasant – ehemaliger Wimbledon-Keeper – brach sich den Fuss, als er eine Flasche Salatsauce davor bewahren wollte, auf dem Boden zu zerschellen. Barnsleys Darren Barnard fiel fünf Monate aus, weil er in einer Lache Urin seines Welpen ausrutschte.

Bei der Ausübung seines Hobbys – beim Fischen – renkte sich Ex-Nationalgoalie David Seaman die Schulter aus.

Aber auch auf dem Fussball-Platz gibt es ungewöhnliche Ursachen für Unfälle: Ex-Arsenal-Spieler Perry Groves knockte sich selbst aus, als er beim Torjubel von der Ersatzbank hochsprang und mit dem Kopf am Dach des Unterstandes anstiess. Und Alex Stepney – Torhüter-Legende von Manchester United – renkte sich den Kiefer aus, als er seine Verteidiger anschrie …

Nie ohne meinen Staubsauger

Rrr am Montag den 17. Juli 2006

Wayne Rooney hat eine interessante Zwangsneurose: Er kann ohne das Geräusch eines Staubsaugers nicht einschlafen.

Das verrät er in seinen Memoiren, die demnächst auf den Markt kommen.

Wir nutzen die Gelegenheit, um wieder einmal auf den Lieblingsstaubsauger von Urs Meier hinzuweisen: Es ist dies das Modell “Indian Summer” S 712 von Miele. Sie wissen ja: Das ist der Staubsauger mit dem intensiven, dunkel schimmernden Rot und die angenehm zu berührende, stoss- und kratzfeste SoftTouch-Lackierung für höchste Ansprüche.