Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Trümmliges Tattoo (VIII)

Val der Ama am Donnerstag den 5. Mai 2016

Eljero Elia erfreut uns mal wieder mit einer bemerkenswerten Dummheit.

Elia

Wenn einer die Bezeichnung Problemprofi verdient, dann der ehemalige Ladenhüter des SV Werder Bremen. Einst für mal gerade 5.5 Millionen Euro von Juventus aufgekauft, hat der den Norddeutschen eigentlich nur Sorgen bereitet. Schlechte Form, Motivationsprobleme, ab und zu auch Ärger mit der Polizei und schliesslich die Suspendierung wegen Blochens in aller Herrgottsfrühe. Nicht einmal einen Fernseher kaufen konnte er damals, ohne allgemeines Kopfschütteln zu provozieren.

Die Erleichterung in Bremen war gross, als man den Holländer erst nach Southampton verleihen und dann schliesslich an Feyenoord Rotterdam verkaufen konnte (Sie erinnern sich vielleicht noch an das Beastmode-Video).

Aktuell tut er sich gar nicht mal schlecht in Rotterdam. Elia spielt fast immer mit, hat bereits 8 Saisontore erzielt und ist dazu eben Cupsieger geworden. Höchste Zeit für einen erneuten Nachweis, dass er halt eben immer noch nicht der Hellste ist. Und selbstverständlich erbringt Herr Elia diesen Beweis statusgerecht mit einem Tattoo und später Social Media.

Tattoo

Toll getacklet

Val der Ama am Dienstag den 29. März 2016

Kanadas Chiropraktiker macht kurzen Prozess.

tackle

Was haben Planking, Rihanna und vielleicht Sojaschnitzel gemeinsam? Alle sind ungefähr gleich beliebig und uninteressant, wie das Flitzen anlässlich eines Fussballspiels.

Den korrekten Umgang mit so einem platzstürmenden Blödmann, zeigt Ihnen Garret Kusch im Rahmen der Partie gegen Mexico (0:3).

Fieses Virus

Rrr am Montag den 28. März 2016

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Akute Puckitis.

“Sie haben es sicher mitbekommen: In diesen Tagen grassiert wie so oft zu dieser Jahreszeit ein heimtückisches Hockeyvirus. Wie mir ein befreundeter Kollege vom Bundesamt für Gesundheit anvertraut hat, breitet sich die sogenannte akute Puckitis explosionsartig in unserem schönen Land aus. Schwerpunktmässig betroffen sind das Mittelland mit dem Grossraum Bern, das Genfersee-Becken und das Sottoceneri.

Infiziert werden die meisten Betroffenen am Feierabend, wenn sie arglos durchs TV-Programm switchen und zufällig an einer sogenannten Eishockey-Übertragung hängen bleiben. Wie es der Ausdruck bereits verrät, wird bei dieser Gelegenheit das hochansteckende Hockeyvirus auf die Zuschauer übertragen. Diese leugnen den Hockeykonsum in einer ersten Phase, ehe sie immer stärker in Mitleidenschaft gezogen werden und dabei sehr rasch verwahrlosen.

33Zu den typischen Symptomen gehören das spontane Bartwachsenlassen, das ungehobelte Benehmen im öffentlichen Raum sowie spontan ausgeführte Bodychecks in der Bahnhof-Unterführung. In einigen besonders tragischen Fällen wurden die Betroffenen sogar in sogenannten Eishockey-Tempeln gesehen, einer Art Aufnahmezentren für Schwerstinfizierte. Das Funkbild, das mir via Social Media zugespielt wurde, zeigt die bis anhin unbescholtenen Young-Boys-Spieler A.R., S.v.B. und R.N. in der Postfinance-Arena, als sie einem geistesgegenwärtigen Kameramann am Gründonnerstag in flagranti vor die Linse liefen. Die Gesichtsbalken wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes von der Redaktion des Runden Leders hinzugefügt.

Das Erfreuliche zum Schluss: In Fachkreisen ist man sich einig, dass die Infektion schon nach wenigen Wochen abklingt und spätestens in der zweiten April-Hälfte völlig verschwunden sein wird. Fast überhaupt nicht betroffen ist übrigens der Grossraum Basel. Das lässt darauf schliessen, dass der FCB-Sponsor Novartis die dortige Bevölkerung frühzeitig durchgeimpft hat. Wie auch immer, machen Sie stets das Beste aus Ihren Powerplay-Situationen und vermeiden Sie unnötige Zweiminutenstrafen, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti.”

Pragmatische Lösungen

Rrr am Sonntag den 20. März 2016

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Dentalhooliganismus und Pyroprothetik.

“Sie haben es in der Basler Zeitung sicher gelesen: Wenn alle Sportler so gut zu ihren Zähnen Sorge tragen würden wie Hooligans, hätten die Zahnärzte viel weniger zu tun. Das sagt Professor Andreas Filippi.

(null)Mein Kollege vom Zahnunfallzentrum der Uni Basel befragte für seine neue Studie 95 Hooligans. Dabei zeigte sich, dass viele Hools einen vom Dentaltechniker individuell angefertigten Zahnschutz besitzen, der mehr als 200 Franken kostete und wirksam vor schweren Verletzungen schützt.

Ich sage es ja immer: Es geht nichts über Vorsorge. Das gilt, wenn wir gerade beim Hobby Hooliganismus sind, natürlich auch beim Umgang mit Pyrotechnik. So ist bei Explosionen von Knallkörpern der Kategorie 4 ein Abstand von mindestens 30 Metern einzuhalten.

(null)Das wusste natürlich auch der Fussballprofi Andreas Schicker. Dummerweise war die Zündschnur zu kurz, möglicherweise bereits angesengt, so dass der Böller in Schickers Hand detonierte. Schicker begab sich sofort zur nächsten Polizeiwache, und da ergab sich dann ein Problem. “Ich wollte klingeln, aber da war keine Hand mehr.” Auch die zweite Hand war verletzt. “Ich habe mit dem Ellbogen geläutet.”

Sehen Sie, es gibt doch für alles eine Lösung. Und mittlerweile ist Schicker der erste Profi mit Prothese und sorgt nicht nur in Österreich für Schlagzeilen. In diesem Sinn, potztusig und hopp de Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti.”

Problematische Prioritäten

Val der Ama am Dienstag den 15. März 2016

Unser Kolumnist ärgert sich über Funktionäre, die Medien und den Kommentarpöbel.

Auch wenn Sie den 3:2-Sieg der Berner Young Boys über den FC Sion nicht live verfolgt haben, das Theater nach dem Spiel haben Sie sicher mitgekriegt. Ein Penalty hat das Spiel entschieden, ein Penalty nach einer Schwalbe von Sulejmani und dieser Sulejmani, der war erst noch im Offside, als er sich auf den Weg in Richtung Goalie Vanins gemacht hat. Ein Foul wars nicht, wissen wir heute alle. Der Penalty war ungerechtfertigt, die Rote Karte gegen den Goalie sowieso und überhaupt.

Und jetzt schäumen die Onlinemedien und deren Kommentierer. Entweder gegen FIFA-Schiedsrichter Sascha Amhof oder eben gegen den gefallenen YB-Spieler. Und mittendrin ein empörter Sion-Präsident, der unbedacht eine Strafanzeige wegen Betrugs gegen den Spielleiter in Aussicht stellt, und sein Angestellter Tholot, der sich schmollend der Medienkonferenz nach dem Spiel verweigert.

Lächerlich. Derartige Fehlentscheidungen gehören im Fussball ebenso dazu, wie des Stürmers Fallsucht im Strafraum. Und genau so lächerlich ist es auch, dann jedesmal mit aufgeplustertem Entsetzen über die Protagonisten herzufallen. Denn hinter all dem Schaum geht vergessen, dass die ganze Strafraumschwalbengeschichte (inkl. der leidigen Dreifachbestrafung) eine uralte ist und dass sämtliche Fussballverbände weltweit seit Jahrzenten genau überhaupt nichts Sinnvolles dagegen getan haben. Figuren wie Inzaghi, Robben, Möller oder auch Cristiano Ronaldo haben x-Spiele beeinflusst, indem sie sich zur richtigen Zeit richtig hingelegt haben.

Der beschämende Gipfel der Verlogenheit ist aber eine ganz andere Geschichte. Nur am Rande haben die Medien vermeldet, dass kurz vor Spielschluss was wirklich Schlimmes passiert ist. Der 26-Jährige Pa Modou hat sich bei einem Kopfballduell mit Florent Hadergjonaj eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Auch nach dem Abpfiff ist er minutenlang auf dem Spielfeld liegengeblieben, gepflegt von Ärzten und Pflegern. Weder die YB-Spieler, noch deren Fans haben in diesen bangen Minuten den Sieg gefeiert, manch einer hat sich an den verhängnisvollen Unfall von Emiliano Dudar erinnert. Pa Modou ist schliesslich auf der Bahre vom Spielfeld gerollt worden, bis gestern Mittag wusste niemand Genaueres über seinen Gesundheitszustand.

Pa Modou wird wieder gesund, wissen wir heute. Zum Zeitpunkt der grossen Empörung konnte das noch niemand wissen.

Liegen lernen

Val der Ama am Dienstag den 1. März 2016

Heute mit einem engagierten Schauspieler und einem widerlichen Gränni.

gaal

Den Schauspieler kennen Sie. Und sicherlich haben Sie davon gehört, dass Louis van Gaal mit seiner “Schwalbe” am Spielfeldrand beim Topspiel der englischen Premier League gegen den FC Arsenal Fans und Medien gleichermassen erfreut hat. Van Gaal hatte sich über eine angebliche Schwalbe eines Arsenal-Spielers derart erzürnt, dass er die Szene vor dem Vierten Offiziellen in der 75. Minute nachstellte.

Wobei. Ein Vogel wars schon, aber keine Schwalbe, wenn Sie uns fragen. Unser Holland-Beauftragte Herr Frans hat eindrückliches Bildmaterial (ab 00:15).

Einen spektakulären Auftritt leistete sich dieses Wochenende Marius Șumudică, Trainer von Astra Giurgiu, beim 1:1 gegen Dinamo Bukarest.

Irgendwas an den Kopf gekriegt hat er, möchte man meinen. Und dann erst Unglauben, dann Schmerzen, möchte man glauben. Ach, schauen Sie selbst.

Dummes Duplum

Val der Ama am Freitag den 26. Februar 2016

Nicht alle können Messi-Suárez.

Penalty

Es hat ziemlich lange gedauert, bis wir endlich eine abverheite Kopie des indirekten Penaltys sehen.

Sie sehen hier Roderick Mutuma vom Dynamos FC aus Zimbabwe. Beim Spiel gegen den Wha Wha FC kommt es eben zum Elfmeter und also spielt Mutuma auf Valentine Ndaba und der … nun ja.

Augenbrauenzupfen leicht gemacht!

Rrr am Montag den 15. Februar 2016

Wie immer am Montag: Coole Schönheitstipps mit Herrn Rrr

109“Hallo Fussifans, sicher habt Ihr den Höhepunkt des Wochenendes mitbekommen: Cristianos Auftritt am Samstag nachmittag gegen Bilbao! Und YESS, Ihr habt richtig gesehen: CR7 hat seit neuestem einen voll krass coolen Eyebrow-Slit. Schon beim Tor nach 3 Minuten wars am TV einwandfrei zu erkennen. HAMMER!

1Wir von der Rundes Leder Redaktion sind natürlich hin und weg. Ich war schon gestern nachmittag für einen Extra-Termin bei meinem Friseur Salvatore. Aber bevor Ihr jetzt neidmässig ausflippt von wegen mega teuer und so, mein Pro-Tipp: Das kriegt Ihr auch selber hin! Denn ich verrate Euch heute in meiner Beauty-Kolumne die angesagtesten Varianten für die gepflegte Selbstzupfung:

pinzettePinzette. Damit erfasst Ihr jedes einzelne, noch so kleine Augenbrauen-Härchen und zupft es an der Wurzel heraus. Einfach immer schön die Haut an der Augenbraue mit der freien Hand stramm halten. In der Drogerie Müller kriegt Ihr so eine Pinzette für schlappe 5 Franken, aber natürlich könnt Ihr auch Papis Pinzette von der Briefmarkensammlung verwenden. Wie auch immer, AAACHTUNG: Da man jedes Härchen einzeln zupfen muss, strapaziert man die Haut am Auge und Rötungen können auftreten, manchmal sogar Miniblutpunkte. Eklig!

fadenFadentechnik. So macht es Salvatore, und sehr wahrscheinlich auch CRISTIANO RONALDO!! Die Fadentechnik stammt aus dem muslimischen Raum. Dafür braucht Ihr einen ca 60 cm langen Baumwollfaden, mit dem Ihr durch Drehungen mit und gegen den Uhrzeigersinn die Haare einfängt und auszupft. Pro: Weniger Schmerzen. Eventuell geht es sogar ohne Ponstan. Kontra: Man muss eventuell mehrmals über eine Stelle gehen. NERV!

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Wegen wiederholtem Wadenzwicken

Val der Ama am Donnerstag den 28. Januar 2016

Gareth Bale wird bald wieder gesund.

BaleCR7

Vor ungefähr zehn Tagen beim Spiel gegen Sporting Gijón hats den Gareth Bale mal wieder an der Wade gezwickt und deshalb muss der unglaublich teure Spieler ein paar Spiele aussetzen. Das wissen Sie aber ja wahrscheinlich bereits.

Aber wissen Sie auch, dass es dem Waliser bereits wieder besser geht? So gut, dass er wieder laufen und nette Gesten mit dem Daumen machen kann? Aber ja, doch, schauen Sie nur:

Bale
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Nachspielzeit (IX)

Rrr am Sonntag den 10. Januar 2016

Edgar Davids ist zurück! Er heisst jetzt Alex Song.

song

Der Kameruner Song wechselte einst für viel Geld von Arsenal zu Barca, konnte sich aber dort nicht durchsetzen. Seit 2014 spielt er leihweise für West Ham. Gestern trat er mit einer Schutzbrille an, nachdem er im Training einen Finger ins Auge gesteckt bekommen hatte.

Sein Vorbild, der Holländer Edgar Davids, trat bekanntlich ab 1999 bebrillt an, offiziell wegen einer Augenoperation. Eigentlich wars einfach sein Markenzeichen. Und Song hofft vielleicht, dass er sich so bei Barca in Erinnerung rufen kann.

So oder so hat Davids die schönere Brille.

Basler Personalie

Rrr am Sonntag den 27. Dezember 2015

Wir unterbrechen unser Programm für eine redaktionsinterne Mitteilung.

herrbaresi“Liebe Leserinnen und Leser des Runden Leders, wir alle haben es nicht für möglich gehalten, aber jetzt ist es halt doch passiert. Unser langjähriger Basler Korrespondent Herr Baresi hat ein schweres Titel-Burnout erlitten und fällt bis auf weiteres als Autor unseres Fachforums aus.

Herr Baresi, der Verfasser von zahllosen weit über Basel hinaus beliebten, zum Teil bis ins Fricktal und ins Schwarzbubenland geschätzten Erfolgsserien wie Baselfan Baresi bestellt in der Bodega am Barfi Penne Cinque Pi oder auch Sopratutto Sei Sulla Seibi und natürlich Seibi 7 ist vor einigen Tagen an der Morgensitzung des Runden Leders zusammengebrochen, als ihm als letztem auf der RL-Redaktion plötzlich klar wurde, dass auch dieses Jahr kein Weg am Meistertitel des FC Basel vorbeiführt.

“Ich kann nicht mehr, ich will gopferglemmi nicht zum tausendsten Mal über eine Meisterfeier auf dem Barfi schreiben, das ist alles so deprimierend, ich habe g.e.n.u.g.” stiess er hervor und lachte dazu hysterisch. Details möchten wir Ihnen ersparen, aber glauben Sie uns, es war nicht schön. Dass ein Mann, der uns zeitlos aktuelle Rubriken wie Jeder kennt die Frage… und herrliche graphische Arbeiten hinterlassen und nebenbei noch den RL-Shirtshop betreut hat, wo er immer Wert darauf legte, dass das niemand spitz kriegt, wenn also so ein Mann auf diese Weise – aber item.

Wir haben Herrn Baresi in einem Sanatorium in Lappland untergebracht und werden Sie informieren, falls Besserung eintreten sollte. Der behandelnde Facharzt geht davon aus, dass es sich um einen besonders tragischen Fall von totaler Titelmüdigkeit handelt, deren Heilung bis zu 1893 Tage dauern kann.

Wir haben noch die letzten Worte im Kopf, als wir uns gestern früh von Herrn Baresi verabschiedeten: ,I’ll be back!’ Möge es so sein, lieber Freund. Auf bald und jetzt noch ein letztes Mal alle zusammen für unseren Herr Baresi, Strophe 1 reicht, merci.”


Bern, 27. Dezember 2015. Die Redaktion des Runden Leders.

Tetsujin

Val der Ama am Montag den 21. Dezember 2015

Felipe Melo mit dem Andy Hug-Gedenktritt.

Was für eine Referenz an einen grossen Kampfsportler.

Inters brasilianischer Mittelfeldspieler hat ein spezielles Faible für ausgefallene Foulspiele. Sie erinnern sich vielleicht noch an die WM 2010, als Melo im Viertelfinale Arjen Robben am Boden zertrampelte.