Archiv für die Kategorie ‘Bayern & Baseler’

Ciri und der Schiri

Rrr am Dienstag den 29. September 2020

Servette-Basel 1:0 – hier kommt die Spielanalyse.

Im Studio von TeleBasel: Ciriaco Sforza und Erni Maissen. Wir haben die wichtigsten Aussagen kompakt zusammengeschnitten.

Kräftige Kontraste

Rrr am Montag den 14. September 2020

YB ist yberall! Der Gegner leider auch.

Der fünfte Teil unserer Erfolgsserie führt uns in den Westen von Bern.

Zugesandt hat uns dieses Bild unser Leserreporter Steffu W. aus N. “Ich kam zufällig mit meiner Spiegelreflexkamera im Westside vorbei. Nein, natürlich nicht zufällig, ich war auf der Jagd nach ersten Exklusivbildern vom Cupsiegertram, das neuerdings in der Stadt Bern verkehren soll. Bernmobil streitet zwar alles ab, aber man darf sich ja wohl noch eine eigene Meinung bilden, oder? Ich liege also mit klopfendem Herzen auf den Schienen bei der Wendeschleife, zuerst geschieht lange nichts, dann spüre ich urplötzlich die Vibrationen und wie sie immer stärker werden, in der Ferne zeichnen sich die Umrisse des Trams ab, es kommt näher und näher, noch 60 Meter, noch 40, 20; und dann kann ich es durch meine Brillenbloggerhornbrille glasklar erkennen: Ach nein, es ist nur das altbekannte Meistertram. Frustriert ziehe ich ab. Dann drehe ich mich noch kurz um, mache ein Foto für alle Fälle, vielleicht interessierts irgendwen, aber sehr wahrscheinlich nicht. Ein gebrauchter Nachmittag.”

Oha Lätz (MCMXI)

Rrr am Freitag den 28. August 2020

Wer findet den Unterschied?

Links Ciriaco Sforza am 26. August bei der Vertragsunterzeichnung, rechts Ciriaco Sforza am 27. August an der Pressekonferenz.

Wenn auch Sie wissen möchten, was für Zeit eigentlich ist: Ciri trägt die ORIS 125 JOOR FCB, erschienen 2019 in begrenzter Auflage von 125 Stück, Originalpreis 6300 Franken. Woher Sforza die hat? Keine Ahnung, vielleicht von Ricardo?

Das grosse Rechnen

Rrr am Samstag den 25. Juli 2020

Wer wird Meister? Vieles ist möglich!

Das Runde Leder zeigt Ihnen, wer unter welchen Umständen den Titel holt.

Der FC Basel wird Meister, wenn er die verbleibenden drei Spiele gewinnt, YB noch maximal einen Punkt holt und St. Gallen höchstens sechs.

Beispiel: YB remisiert gegen Luzern und unterliegt dann Sion und St. Gallen. Die Ostschweizer gewinnen gegen YB und Xamax, verlieren aber wie immer gegen den FCZ. Basel schlägt Lugano, Thun und Luzern. In der Schlussrangliste haben alle drei Titelanwärter 68 Punkte, Basel aber das beste Torverhältnis. Herzl Gratul!

Der FC St. Gallen kann es auch noch schaffen. Er muss einfach die nächsten beiden Spiele gewinnen und zugleich hoffen, dass YB gegen Luzern oder Sion verliert. Dann reicht St. Gallen ein Sieg in der Finalissima in Bern.

Etwas kniffliger wirds für die Ostschweizer, wenn YB einmal gewinnt und einmal Unentschieden spielt. Vorausgesetzt, dass beide Titelanwärter stets mit nur einem Tor Differenz siegen, muss der FCSG die Finalissima mit 9:0 gewinnen, damit wir ein herzhaftes Herzl Gratul in die Ostschweiz schicken können.

Die Young Boys haben ebenfalls Titelchancen. Schon am Wochenende werden sie Meister, wenn sie Luzern schlagen und St. Gallen den FCZ nicht bezwingt. In jedem Fall reichen YB 5 Punkte aus den letzten 3 Spielen für den Titel, faktisch braucht es sogar nur 4 Punkte (wegen des Torverhältnisses).

Wer es gerne noch ein bisschen exotisch hat: Die Young Boys könnten auch Meister werden, ohne in den letzten drei Spielen ein einziges Tor zu schiessen. 0:0 gegen Luzern, 0:0 gegen Sion, 0:0 gegen St. Gallen – herzl Gratul!

Coronaschutz im Cornaredo

Rrr am Donnerstag den 2. Juli 2020

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Akute Maskitis.

“Sie haben es sicher mitbekommen: Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr! Und an Demonstrationen. Und auch auf der Medientribüne im Cornaredo? Ich weiss es nicht, aber sicher ist es ratsam, wenn zwei Radioreporter nahe nebeneinander ein Spiel kommentieren und der eine vom anderen nicht wissen kann, ob er vielleicht gestern noch in einem Club war.

So gesehen verhielten sich René Häfliger und Pascal Flury vom FCB-Fanradio bei der Liveübertragung von Lugano-Basel absolut vorbildlich.

Andererseits: Herr Häfliger trägt die Maske verkehrt rum. Ich konnte kurz mit meinem Cousin reden, der am Spittel als Fachmann für medizinisch technische Radiologie arbeitet, und der versicherte mir: Der breitere weisse Streifen muss sich oben befinden, denn in ihm ist ein feiner Blechstreifen eingearbeitet, mit dem sich die Maske an die Nase anpassen lässt.

Ohne diesen Blechstreifen rutscht die Maske immer wieder nach unten, wie uns der Reporter in der nachfolgenden Sequenz eindrücklich demonstriert.

In der 30 Sekunden langen Liveschaltung auf Telebasel musste der bedauernswerte Herr Häfliger seine Maske viermal neu richten. Auf die Dauer des gestrigen Spiels von 95 Minuten umgerechnet bedeutet dies 760 Nachjustierungen, was die Konzentration aufs Spielgeschehen negativ beeinflusst haben könnte. Es wäre aus Basler Sicht zu vermeiden gewesen, wie so vieles. In dem Sinn Hopp de Bäse und alles Gute, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

Lauter Liebeserklärungen

Herr Winfried am Mittwoch den 1. Juli 2020

In Groningen stossen die Kontingente für Saisonabis bald an ihre Grenzen.

Man kennt es von den berühmten Berner Young Boys, als diese vor zwei Jahren die Gruppenphase der Champions League erreichten: Alle wollen dabei sein, alle wollen ihren Platz auf sicher haben. YB musste den Verkauf von Saisonkarten stoppen.

Wenn es so weitergeht, ereilt den FC Groningen aus der holländischen Eredivisie in absehbarer Zeit dasselbe Schicksal. Also, in der Königsklasse wird der aktuell Neuntplatzierte der Meisterschaft kaum spielen. Für den grossen Ansturm im Ticketshop reicht bereits der Name Arjen Robben.

Bild: Twitter (FC Groningen)

Herr Robben kehrt nach erlebnisreicher und erfolgreicher Karriere zu seinem Jugendclub zurück. Am Samstag wurde der Transfer offiziell bekanntgegeben, am Sonntagnachmittag hatten bereits 2100 Fans zugeschlagen.

Menschen, die sich längst vom Fussball abgewandt hatten, fanden zurück zur alten Liebe. “Endlich hat das Leben wieder einen Sinn”, schrieb einer in einem Fanforum. Freude herrscht auch beim Groninger Schatzmeister. Die unverhofften Einnahmen lindern den finanziellen Schaden, der durch die zuschauerlose Corona-Zeit entstanden ist.

Bleibt die Frage: Wird Herr Robben (36 Jahre alt) denn wirklich in Grün-Weiss auflaufen? Der chronisch Verletzte? Facharzt Dr. Ling sagt: “Ja! Und sonst heile ich ihn halt wieder.”

Erhebliche Erkenntnisse

Rrr am Mittwoch den 17. Juni 2020

Wer tätowiert ist, kickt besser.

Das zeigt eine umfangreiche Studie der Uni Basel. Im Visier hatten die Wissenschafter von der dermatologischen Abteilung die 736 Spieler, die an die WM 2018 teilnahmen (wovon 32,7 Prozent mindestens eine Tätowierung hatten). Das Runde Leder fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen:

✓ Südamerikanische Teams hatten den höchsten Anteil an Tätowierten mit 53,5 Prozent, gefolgt von Ozeanien (39,1), Europa (36) sowie Afrika und Asien (je 8,7 Prozent).

✓ Stürmer waren besonders oft tätowiert (40 %), Torhüter viel seltener (23,7 %).

✓ Tätowierte Spieler kamen überdurchschnittlich oft zum Einsatz (208,3 Minuten gegenüber Untätowierten mit 160,4 Minuten). Sie erhielten auch mehr gelbe und rote Karten, begingen deutlich mehr Fouls, wurden aber auch häufiger gefoult.

✓ Tätowierte schossen deutlich öfter aufs Tor, trafen aber nicht öfter als Untätowierte. Ausser bei Penaltys.

Die Forscher der Uni Basel gehen davon aus, dass tätowierte Kicker wichtige Persönlichkeitsmerkmale wie Aggresivität, Extrovertierheit und Risikobereitschaft aufweisen. Lauter Eigenschaften, die sich positiv auf den Marktwert auswirken. Man könnte auch sagen: Tattoos steigern den Marktwert.

In weiteren Studien wäre laut Uni Basel zu untersuchen, was die Kicker mit ihren Tätowierungen sagen wollen (“Verschönerung? Selbstermächtigung? Ausdruck persönlicher Werte? Gruppenzugehörigkeit oder religiöse Gefühle?”) und wie wissenschaftlich mit dem Fall Griezman umgegangen werden soll: Der Franzose hat zwar zahlreiche Tattoos am Arm, zeigt sie aber nicht. Er spielt fast immer mit langen Ärmeln.

Faszinierendes Farbduell (II)

Rrr am Sonntag den 7. Juni 2020

Neue Erfolgsserie, zweiter Teil! “YB ist überall (die Gegner leider auch).”

Heutiges Thema: YB und der FC Basel.

Papa Basler, Mama Bernerin? Dann wärs ein durchaus vernünftiger Kompromiss. Aber wir kennen die Hintergründe nicht.

Wenn auch Sie einen Beitrag zur Serie “YB ist überall (die Gegner leider auch)” leisten möchten, zögern Sie nicht und schicken Sie Ihr Bildmaterial unserem Dr. Rüdisühli.

Leidenschaft auf Knopfdruck

Rrr am Sonntag den 24. Mai 2020

Exklusiv im Runden Leder: Bernhard Beyeler hilft bei der Berufswahl.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn ich eines gelernt habe im Lauf meiner langen Karriere, dann dies: Es ist unglaublich, wieviel Talent in jedem von uns schlummert. Talent, das aber auch erkannt und gefördert werden muss!

Vor einiger Zeit war ein junger Basler in meiner Sprechstunde. Er berichtete mir, dass er in der Freizeit Liebesromane schreibe und auch beruflich irgendetwas mit Texten machen möchte. Nur könne man ja davon nicht leben. – Ich bat ihn, mir aus einem seiner Werke vorzulesen. Zuerst zierte er sich, doch dann legte er los.

Als Mark ins Leben von Sophie trat, war seine Ankunft geprägt von vielen Emotionen. Auf Knopfdruck waren beide voller Leidenschaft. Sie konnten das Hochgefühl in diesem Moment nicht richtig greifen, aber es fühlte sich an wie der Beginn von etwas Grossem. Leider war es nur eine Phase.

In den Wochen und Monaten, die da folgten, kratzten beide immer mehr an der Oberfläche dieser Emotionen. Und sie bemerkten Makel. Makel am Partner. Makel an sich selber, die durch den Partner hervorgehoben wurden. Wie bei einem Glas, das zu Boden fällt. Das Klirren der Scherben riss sie aus ihrem rosaroten Traum. Die Beziehung begann zu bröckeln, und …

“Junger Mann”, rief ich spontan aus. “Ich habs! Sie müssen Sportjournalist werden! Dort haben Sie ein viel grösseres Publikum als beim Musenalp-Express. Und es gibt ja so viele Qualitätsmedien, da finden Sie sicher etwas passendes.” Genauso kam es, und ich muss sagen, ich bin heute noch stolz, dass ich diesen jungen Mann so gut beraten habe. Irgendwo habe ich doch noch einen Link, wo war er gleich? Ah, hier! Voilà. Ihr Bernhard Beyeler”

Unglaubliche Emotionen

Rrr am Dienstag den 28. April 2020

Der 28. April, das 2:1 gegen Luzern, der Titel.

Wer könnte das je vergessen?

Genau drei Jahre ist es heute her: Am 28. April 2017 holte sich der FC Basel mit dem Sieg gegen Luzern den achten Meistertitel in Serie. Mehr noch: Er sicherte sich den zweiten Stern auf dem Vereinswappen. #STÄRNSTUND. Wer könnte das je vergessen?

Herr Baresi und Herr Gygax, zwei unserer vielen Leser vom Rheinknie, erinnern sich: “Wir waren damals in der Swisspor Arena. Wir wussten, dass wir es schaffen könnten – an jenem Abend oder halt dann eine Runde, zwei Runde später. Wir hatten ja grossen Vorsprung. Aber als es dann so weit war – das waren doch unglaubliche Emotionen.”

Zwei Basler Legenden schossen die Tore zum Sieg: Seydou Doumbia und Renato Steffen.

Nicht nur die Fans waren euphorisch, auch die Medien. Jedem Experten war klar, dass dieser FCB auf lange Zeit nicht vom Thron gestossen werden würde.

Geniessen Sie nun noch einmal die schönsten Bilder von der grossen Meisterfeier auf dem Barfi und gönnen Sie sich danach einige Takte Musik.

Nicht verwechseln!

Herr Winfried am Mittwoch den 18. März 2020

Dass ein ehemaliger Deutscher Fussballer mit losem Mundwerk Stellung zur EM-Verschiebung nimmt, verwundert ja eigentlich nicht.

Doch seit wann arbeitet Paul Breitner in der Schweiz? Hören Sie selbst! (bei 0:45 und 2:03)

Paul Breitner (Bild: spox.com/pa)

Robert Breiter (Bild: SFV)

 

 

Fantastisches Feuerwerk

Herr Winfried am Mittwoch den 4. März 2020

Pyrotechnika sind mal wieder in aller Munde.

Nun hat der 1. FC Saarbrücken also für ein hübsches Kapitel deutscher Aussenseiter-im-Pokal-Erfolge gesorgt. Das musste gefeiert werden, mit bengalischen Streichhölzern und sonstigem Material, was brennt und glüht.

Die Einlaufkinder freute es ungemein, ihre Augen glänzten. Sehen Sie selbst!

Oder flüchteten die etwa?

Achso, klar, Feuerwerk ist gefährlich. Die Saarländische Polizei nahm sich des Auftrags an und twitterte während des Spiels, der heimische Fanblock solle doch bitteschön keine Pyrotechnika mehr zum Einsatz bringen. Nur waren die Fans des FCS eher darauf bedacht, ihre politischen Botschaften an den Mann zu bringen.

Bild: Twitter

Ah, übrigens, bei Saarbrücken spielt Stephan Andrist. Der war bekanntlich mal beim FC Thun (und in Luzern) unter Vertrag. Gestern verschoss er seinen Penalty. Im Fanlager ist man sich nun nicht einig, ob sie ihn mögen oder nicht.