Archiv für die Kategorie ‘Auto’

Ein Pfundskerl

Herr Pelocorto am Donnerstag den 24. November 2011

Die Rede ist von Darren Bent, Fahrer und Stürmer bei Aston Villa.

Darren Bent weiss, was ihm zusteht und das ist jetzt auch amtlich.

2007 wurde er in seinem £72’000 teueren Mercedes AMG CLS 63R von einem Van gerammt; der Karosserie-Spengler rieb sich die Hände und macht sich an die Arbeit. Schlussendlich kostete die Reparatur £20’000. Aber nicht das war das Problem, sondern der Ersatzwagen, den Bent während drei Monaten mietete. Standesgerecht brachte er die Wartezeit in einem Aston Martin DB9 hinter sich, dessen Miete täglich £573.28 plus Mehrwertsteuer kostete.

Viel zu teuer, fand die Versicherung des Van-Fahrers und ging vor Gericht. Bent hätte ihrer Meinung nach einen billigeren Wagen mieten sollen als den £105’000 teuren Aston Martin. Am Schluss erreichte die Miete eine Höhe von £54’000, also fast den Preis des Unfallwagens.

Heute entschied das Gericht: Nichts da, alles in Ordnung bei Herrn Bents Wahl des Ersatzfahrzeugs. Nicht einmal die Tatsache, dass Bent zur Zeit des Unfalls im Besitz eines weiteren Fahrzeugs war (Cadillac), konnte Lord Justice Pill, Lord Justice Moore-Bick und Lord Justice Aikens umstimmen.

Vollgas II

Herr Pelocorto am Donnerstag den 22. September 2011

Carlos Tevez fährt wie Bond. Nur am falschen Ort und im falschen Fahrzeug. Das gibt drei Punkte.

Nach dem trostlosen 0:0 letzten November gegen Birmingham City wollte Manchester Citys Stürmer Carlos Tevez nur noch nach Hause. Aber 61 km/h sind einfach zu viel in der 50 km/h-Zone. Tevez wurde geblitzt und war später ‘nicht in der Lage, die Identität des Lenkers am Steuer seines Bentley Continental GT offenzulegen’.

Nach einigem Hin-und-her zwischen Gericht und seinen Anwälten erhielt Tevez vorgestern drei Strafpunkte und eine Strafe von £60 aufgebrummt und er muss £30 Gerichtskosten und £15 Opferzuschlag berappen.

Carlos Tevez gilt als bestbezahlter Spieler der Premier League; für seine Dienste erhält er £286’000 in der Woche. Wenn 11 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung £60 kosten, dann hätte Tevez mit einem einzigen Wochensalär mit 52’400 km/h durch das Quartier brausen können. Vollgas eben.

Dicke Fische

Herr Pelocorto am Samstag den 9. Juli 2011

Manchester City legt zu. Seine Fans auch.

Die ‹Citizens› haben diese Woche einen dicken Fisch an Land gezogen. Der Vertrag mit Etihad Airways wurde um 10 Jahre verlängert und massiv ausgedehnt. Neu heisst das Stadion nicht mehr City of Manchester Stadium sondern Etihad Stadium. Diesen Namenswechsel lassen sich die hellblauen Jungs mit gut £100 Mio. versüssen.

Wenn ihr Club schon so dick aufträgt, dann wollen die Fans nicht zurückstehen. Mit einer schäbigen Karre ans Spiel fahren? Kommt überhaupt nicht in Frage. Richtig protzig muss das sein, beschlossen Mike Radcliffe und Shaun Donohoe. Deshalb liessen sie einen 1975er Chevrolet Caprice Classic auf ManCity pimpen. Alledings trauten sie dem Airbrush-Künstler und dem Sattler nicht recht über den Weg, weil die beiden Handwerker Manchester United Fans waren. Eine peinliche genaue Kontrolle des Fahrzeugs brachte aber keine verdächtigen Spuren der ‹Red Devils› ans Tageslicht. Also losfahren!

Mike und Shaun

Der FA-Cup und die City Legenden Colin Bell, Franny Lee sowie Mike Summerbee

Innenleben

Nigel De Jong, David Silva und Carlos Tevez

Der Scheich am Ende

Das Runde Leder wünscht Gute Fahrt!

Pédaleur de charme

Herr Pelocorto am Montag den 19. Januar 2009

Cristiano Ronaldo und seine Fahrzeuge: Ein schwieriges Verhältnis.

Hit the pedal!Seinen schönen Ferrari hat er an einer Tunnelwand zerlegt und vor wenigen Tagen erhielt er eine Parkbusse, als er seinen Ersatz-Bentley mitten in einer Bushaltestelle parkierte.

Gut, gibt es noch Clubkollegen mit Humor. Um den neuen Weltfussballer zu necken, wurde unter der Leitung Rio Ferdinands ein Tretauto im Ferrari-Look beschafft, mit einem CR7-Nummernschild ausgestattet und im Trainingszentrum direkt neben dem Bentley parkiert, dort, wo vorher der richtige Ferrari 599 GTB stand.

CRon habe sich köstlich amüsiert, hiess es, und er werde zuerst selber ein paar Runden mit dem Tretauto fahren, bevor er es einem Kinderspital schenke.

Bleibt der grosse Ferrari. Trotz des Totalschadens soll das Fahrzeug repariert werden, denn die Lieferfrist dauert immer noch viel länger als die aufwändige Reparatur. Ronaldo hatte ein Jahr auf den Ferrari warten müssen …

Neville liefert aus

Herr Pelocorto am Montag den 29. Dezember 2008

Phil Neville hat seine Geschenke stilvoll unter die Leute gebracht.

Lenken beim Schenken oder die Nummer mit dem HummerEvertons Captain Phil Neville hat eine grosse Familie und einen ebensolchen Freundeskreis. Wie soll man da die Geschenke verteilen?

Herr Neville hat einen grossen schwarzen Hummer gemietet (Foto nicht typähnlich), den Wagen mit den Geschenken gefüllt, einen Kollegen beauftragt, sich als Samichlaus zu verkleiden und alles auszuliefern.

Ach ja, der Kollege erhielt dafür £100.

Warum ich mit dem Alfa an das Spiel fahre

Herr Pelocorto am Sonntag den 16. November 2008

Aktuelle Fälle zeigen, dass es nicht immer einfach ist, das Stadion zu erreichen.

Sicher ins Stadion mit dem Alfa Romeo Giulia 1600 StradaleDie englischen Fans, die gestern mit dem Zug nach Leeds reisen wollten, um ihr Team an der Elland Road zu sehen, mussten sich mit Geduld wappnen.

Diebe hatten in der Nacht zuvor die Kupferkabel aus dem Schienentrassee gestohlen, der Zugverkehr musste grossflächig umgeleitet werden.

So viel Geduld hatten die Fans des argentinischen Clubs Chacarita Juniors nicht. Als sie diesen Donnerstag realisierten, dass es wohl knapp werden würde mit der Anreise zum Stadion, kaperten sie kurzerhand zwei städtische Linienbusse, nötigten die Fahrgäste auszusteigen und zwangen die Chauffeure, sie zum Stadion zu fahren.

Der Polizei fielen die beiden Busse aber auf, die Fans wurden vor Anpfiff verhaftet und verpassten den 3:2-Sieg ihres Teams über Talleres de Córdoba.

Nicht ganz bei Trost

Herr Pelocorto am Donnerstag den 6. November 2008

«My Name is Wilson, Andrew Wilson.»

Andrew Wilson lässt unfreiwillig seinen Aston Martin pimpenEs ist nicht wirklich eine gute Idee, als Spieler in einem £135’000 teuren Aston Martin aufzukreuzen, wenn man in einer englischen tiefen Liga gegen den Erzfeind antreten muss.

Tatort ist die Tyne and Wear Business Houses League bei Newcastle. Es spielt Boldon Lad FC mit dem bereits erwähnten Andrew Wilson gegen den Luke’s Lane FC.

Die Spieler des zweiten Clubs machen Wilson schon bei Spielbeginn darauf aufmerksam, dass der Wagen wohl Schaden nehmen werde.

Das Spiel wird gehässig geführt, der Schiedsrichter notiert im Matchreport troublesome, niggling, with heavy tackles on both sides. Und es wird schlimmer: Nach einer Stunde wird Herr McShane von Luke’s Lane FC vom Platz gestellt, zudem gewinnt Boldon Lad FC das Spiel mit 7:2.

Nach Abpfiff reagieren McShane und ein jugendlicher Zuschauer ihre Frustration mit Pflastersteinen an Scheiben und Türen des Aston Martin ab. Wilson kann nicht eingreifen, weil er auf dem Platz von einem anderen Spieler von Luke’s Lane FC verprügelt wird.

Gestern war die Gerichtsverhandlung.

McShane wurde zu 18 Monaten Gemeinschaftsdienst mit Überwachung und £750 Busse bestraft. Der 16jährige Zuschauer muss während 18 Monaten an einem Erziehungsprogramm teilnehmen. Der Prügler erhielt drei Monate Halbgefangenschaft sowie eine einjährige bedingte Gefängnisstrafe.

Bond? Bond wäre nicht verprügelt worden.

Ausgefahren

Herr Pelocorto am Dienstag den 8. Juli 2008

Audi löst den Vertrag mit Manchester United auf. Alle müssen ihre Fahrzeuge zurückgeben. Fast alle.

Alex hits the pedalAudi ist enttäuscht über die Spieler von Manchester United. Jeder von ihnen hat ein Fahrzeug erhalten, nur herumgefahren sind sie damit fast nie, sondern haben die Wagen ihren Freunden und Bekannten ausgeliehen.

Die meisten Spieler verfügen über einen stattlichen Wagenpark. Nur Alex Ferguson, Paul Scholes und Rio Ferdinand (?) wurden gelegentlich in den Leihgaben gesichtet und dabei manchmal sogar fotografiert.

Wegen des fehlenden Werbeeffekts hat Audi jetzt den Vertrag aufgelöst und die Fahrzeuge eingefordert. Ferguson war aber so begeistert vom Wagen, dass er mit Audi einen Deal ausgehandelt hat, damit er den Wagen behalten kann und dafür Audi als ‹Ambassador› unterstützen wird.