Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Applauswürdige Aktion

Herr Shearer am Samstag den 16. Januar 2021

Nähen und drehen für den BSC Young Boys!

Mit Geburtstagsfeiern ist es ja derzeit so eine Sache; zu einer zünftigen Fete gehören viele Leute und gerne auch ein paar stimmungsaufhellende Kaltgetränke, aber aktuell ist das gerade und zu Recht etwas verpönt wegen Sie wissen schon. Am 14. März wird aber der BSC Young Boys 123-jährig und gehört damit eindeutig in die Risikogruppe. Ein Gratulationsbesuch ist also nicht angezeigt, über ein schönes Geschenk freut sich der rüstige Jubilar aber allemal! Und hier kommen Sie ins Spiel, sie sollen nämlich tätig werden. Kramen Sie also Ihre Nähmaschine und/oder ihre Videokamera hervor und werden Sie kreativ!

Der sehr, sehr löbliche YB-Fandachverband “gäubschwarzsüchtig” fordert Sie also auf, Ihren Teil zu einer Riesenfahne zu basteln oder Ihre Sequenz zu einem Glückwunschvideo zu drehen. Alle weiteren Details entnehmen Sie bitte direkt der Homepage.

Die Redaktion des Runden Leders möchte Sie dringend dazu aufrufen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Sie können die Aufgabe natürlich auch gerne an Ihre Kinder im Homeschooling im Rahmen des “handwerkliches Gestaltens” delegieren, wenn Sie selbst zu faul sind.

 

Verheissungsvolles Fussballjahr

Val der Ama am Freitag den 1. Januar 2021

Endlich 2021. Seher Ali sieht, was geschieht.

“Guten Morgen und willkommen im Neuen Jahr. Hier die richtigen Prognosen:

Super League 2020/21: 1. YB, 2. FCZ 3. FC Basel, 4. St. Gallen, 5. Servette, 6. Lausanne, 7. Lugano, 8. Luzern, 9. Sion, 10. Vaduz
Schweizer Cup: YB

Meistertitel International: England: Liverpool. Spanien: Atletico Madrid. Frankreich: PSG. Italien: Inter Mailand. Deutschland: Bayern. Österreich: Red Bull Salzburg. Portugal: Porto. Niederlande: Eindhoven.

Europa League: AC Milan.
Champions League: Bayern.
Europameisterschaft: 2022.

Irrtum ausgeschlossen. Besten Dank und ein weiterhin schönes und erfolgreiches 2021.”

Dramatisches Desaster

Val der Ama am Samstag den 5. Dezember 2020

Als die Schönheit starb.

Die erste WM, an die ich mich erinnern kann, war Spanien 1982. Unter Anleitung von Papi der Ama fand ich schnell Gefallen am Spiel der Brasilianer und insbesondere an Socrates. Socrates schaute irgendwie verwegen aus und war auf dem Platz der Chef und neben dem Platz schlau und Kettenraucher. Was kann man als Kind von einem Fussballer sonst noch erwarten? Ah, und dann gab es Zico, von dem es hiess, der habe den stärken Schuss der Welt und der Trainer hiess Telê Santana.

Brasilien spielte groassartig, die Vorrunde war eine Liebeserklärung an den Fussball, die Gegner UdSSR (2:1), Schottland (4:1) und Neuseeland (4:0) kaum mehr als Betrachter einer grossartigen Kunstperformance. Als die Seleção dann zum Abschluss der Zwischenrunde (gab es damals) noch gegen die kleinkariert spielenden Italiener (3 Unentschieden in der Vorrunde) antreten musste, rechnete niemand mit grossen Problemen. Die hatten einen alten Goalie und dazu einen Stürmer, der nie traf und ziemlich harmlos umherstolperte.

Und es kam, wie es kommen musste. Brasilien zauberte, aber fand das Tor nicht, Italien spielte mit System und Disziplin und vor allem Effizienz. Dass ausgerechnet der vorher erfolglose Paolo Rossi drei Tore erzielte passte irgendwie. Item, Brasilen verlor mit 2:3 und musste sich vom Turnier verabschieden. Zico nannte den Tag später den Tag, an dem der Fussball starb. Und Italien wurde Weltmeister.

Geniestreich gegen Gauchos

Val der Ama am Donnerstag den 3. Dezember 2020

Als der Karpaten-Maradona die Fussballwelt verzauberte.

Am Sonntag, 03. Juli 1994, war in der Rose Bowl zu Pasadena Anpfiff zum WM-Achtelfinale Rumänien – Argentinien und auf der Tribüne weinte Diego Armando Maradona. Ein paar Tage vor dem Spiel gab die FIFA bekannt, dass im Urin des Weltmeister-Kapitäns von 1986 fünf verschiedene Formen der leistungssteigernden Substanz Ephedrin nachgewiesen wurden.

Und so trat mit Gheorghe Hagi ein Mann in den Mittelpunkt, der schon damals als Ballzauberer bekannt war und in diesem Spiel damals seine ganze Klasse zeigte. Erst der geniale Pass zum 2:1 und dann noch der Treffer zum vorentscheidenden 3:1. Das 3:2 der Albiceleste war nur noch Dekoration – und Rumänien sensationell eine Runde weiter. Schauen Sie sich das mal an.

Für Hagi war die WM eine Runde später vorbei, als man im Viertelfinale gegen Schweden kurz vor Schluss noch den 2:2-Ausgleich kassierte und dann im Penaltyschiessen scheiterte. “Es war eine riesige Enttäuschung, die ganze Nacht nach dem Spiel waren wir in tiefer Trauer”, erinnert er sich. “Selbst heute frage ich mich noch, wie das passieren konnte. Wir hätten jeden schlagen können. Ich kann mich an kein Team bei dieser WM erinnern, dass besser war als wir. Aber so ist das Leben eben.”

Nach der WM wechselte Hagi zum FC Barcelona und 1996 zu Galatasaray Istanbul. Dort wurde er vier Mal türkischer Meister, zwei Mal türkischer Cupsieger und gewann 2000 den UEFA-Pokal. Heute ist er der Besitzer von Viitorul Constanța, das Traineramt dort hat er diesen Sommer abgegeben.

Elia, der Erlöser

Herr Shearer am Sonntag den 25. Oktober 2020

YB schlägt den FC Luzern vor leeren Rängen mit 2:1 und holt sich weitere drei Punkte.

Foto: Keystone-SDA

Im ersten richtigen Geisterspiel der neuen Saison legte der BSC Young Boys los wie die Feuerwehr, konnte aber trotz fünf Ecken in den ersten fünfzehn Minuten keinen Profit aus mehreren guten Gelegenheiten schlagen. Stattdessen waren es die Gäste aus der Leuchtenstadt, die nach 18 Minuten durch einen von Lefort verschuldeten Penalty in Führung gingen. Der FC Luzern kam danach besser ins Spiel und YB etwas weniger zur Geltung. Erleichterung dann in der 58. Minute – Meschack Elias Volley bedeudete den Ausgleich und gab YB auch neuen Schwung. Gute zehn Minuten darauf behielt Jean-Pierre Nsame nach feiner Flanke Ngamaleus die Lufthoheit und schoss die Berner in Führung. Die hatten danach nicht genug und versuchten das Skore zu erhöhen, scheiterten aber wiederholt an Luzerns bestem Spieler auf dem Platz, Goalie Marius Müller.

Die Tabellensituation schaut für YB damit ziemlich gut aus, wird aber durch die aktullen Corona-bedingten Spielverschiebungen verfälscht. Die Berner Young Boys gehen nächste Woche auf grosse Reise – erst ins schöne Cluj, dann ins schöne Lugano. Wir wünschen Ihnen eine beschwingte Woche!

Erfolgloser Eifer

Val der Ama am Donnerstag den 22. Oktober 2020

YB verliert in einem europäischen Clubwettbewerb erstmals ein Heimspiel gegen ein italienisches Team.

Nach immerhin 15 Minuten Spielzeit bei Regen und kühl sind die paar Zuschauer im Wankdorf erstmals zu hören. Weil da ist Christante, der mit seinem Hintern Fabian Rieder umhaut und darauf das 1:0 wegen Penalty Nsame. Danach ist es ruhiger, aber so richtig spielen tut eigentlich vor allem YB, wenn auch ohne zwingend. Die AS Roma verzichtet zu Beginn auf etliche Stars: auf der Tribüne lümmeln beispielsweise Dzeko und Mkhitaryan. Und die, die dürfen, die wollen kaum. Erst kurz vor dem Pausenpfiff engagieren sich die Gäste ein wenig mehr und sorgen für zunehmend Ärger vor von Ballmoos. Ohne zählbaren Erfolg.

In der zweiten Halbzeit tun die Römer dann mehr, aber YB spielt weiterhin flott und taucht immer wieder mal im gegnerischen Strafraum auf. In der 69. Minute leider alles blitzschnell: Der eben eingewechselte Dzeko passt tief, YB schläft, Peres schiesst und damit 1:1. Schade, dass Bürgys Kopfball nur wenige Minuten später knapp am Tor vorbeifliegt, weil wer weiss, obs dann auch zum 1:2 von Kumbulla in der 74. Minute gekommen wäre. YB aber weiter aktiv und in der 86. schiesst Elia aus bester Lage doch tatsächlich den Lopez an – wieder nichts. Auch danach immer wieder YB, aber vorne wills mal wieder nicht.

Es bleibt beim 1:2 und dem blöden Gefühl, dass heute einiges mehr dringelegen wäre, die Roma hatte genau 2 Schüsse aufs Tor. Aber eben: Nur mit Mühe geben gewinnt man keine Spiele. Gut heute Abend: Der Betreuer auf der YB-Bank, der jedes Fallen eines Römers mit “ä hör doch uf” kommentierte. Weniger gut: Jesus.

(Bild: Stefan Wermuth)

Notnagel

Briger am Freitag den 9. Oktober 2020

Der Ukraine gingen beim Freundschaftsspiel am Mittwoch gegen Frankreich die Torhüter aus.

Shovkovskiy (links) neben Andri Shevchenko. Bild via: kicker.de

Andriy Pyatov, Andriy Lunin und Yuriy Pankiv wurden alle positiv auf Covid-19 getestet. Während Pyatov in der Ukraine blieb, wurden Lunin und Pankiv erst in Paris positiv getestet. Es blieb also nur noch Georgiy Bushchan übrig. Allerdings bestand die Gefahr, dass auch dieser noch ein positives Testergebnis aufweisen könnte, oder dass er sich während des Spiels verletzen könnte. Also musste auch der 45-jährige Oleksandr Shovkovskiy, normalerweise Assistent von Trainer Andriy Shevchenko. Ja, es handelt sich dabei um den Torwart, der 2006 beim Achtelfinale zwischen der Schweiz und der Ukraine die Elfmeter von Marco Streller und Riccardo Cabañas abwehren konnte. Der ukrainische Verband gab bekannt: “Oleksandr Shovkovskiy beendete seine professionelle Spielrkarriere im Dezember 2016, aber er hält sich in guter Form mit konstantem individuellem Training.” Um dann aber gleich noch hinterherzuschieben, dass Shovkovskiy natürlich nur bei einem Ausfall von Bushchan zum Einsatz käme. Dazu kam es nicht, obwohl sich der bedauernswerte Bushchan sicher nicht beklagt hätte, musste er den Ball doch gleich sieben Mal aus seinem Netz holen. Sechs verschiedene franzöische Torschützen und ein Eigentor sorgten für den 7:1-Endstand.

Schlechter Stoff

Herr Shearer am Donnerstag den 24. September 2020

Geld sparen beim Trikotkauf!

Sie wissen: Fussballtrikots sind teuer. Jeder Klub bringt zu jeder Saison mindestens zwei neue Versionen raus, und wer ein echter Fan, der muss sie immer alle haben! Auch Alan Cox, er ist Fan der Wolverhampton Wanderers. Diese Mannschaft ist ja neuerdings das Farmteam des Schweizer Rekordmeisters (!) Grasshopper Club Zürich (–> Tschi Si) und dürfte deshalb auch in unserern Breitengraden inzwischen einigermassen bekannt sein.

Also, Alan hat im Internet das neue Auswärtsgewand seiner Herzensmannschaft gesehen und war nicht so erfreut über das, was der Klub unter “urbanem Design” versteht. Aber als er neulich von der Arbeit heimkam und seine Frau dieses  blaue Oberteil trug, da hatte er die zündende Idee – aber schauen Sie selbst!

Das ganze dann natürlich sofort fotografiert, auf Social Media gepostet und irgendwann wurden auch die Wolves darauf aufmerksam. Die nahmen es mit Humor und schnürten gleich ein Geschenkpäckli an ihren treuen Anhänger.

Das sind sowieso glatte Vögel, dort auf der Kommunikationsabteilung: als ein Fan vor etwa sechs Jahren bemängelte, dass auf seinem Trikot das Klublogo falsch herum aufgenäht sei, kriegte er umgehend einen korrekten Ersatz – der Entschuldigungsbrief auf dem offiziellen Briefpapier war ebenfallls kopfüber gedruckt…

Viel feiern

Val der Ama am Donnerstag den 10. September 2020

Parties wollen verdient sein.

Ronaldo Luís Nazário de Lima tanzt und trinkt auch mal gerne, Sie haben in diesem Fachforum bestimmt schon mal davon gelesen. Wobei, so schlimm wars im Fall nicht, erklärte er neulich in einem Interview, welches Sie hier anschauen können.

Grob übersetzt sagt er in etwa: “Manchmal habe ich vielleicht zu viel gefeiert, aber ich habe immer versucht, meinem Körper nicht zu schaden.” Und überhaupt habe er nie vor den Spielen gefeiert, immer danach und aber auch nur, wenn er als Sieger vom Platz ging. “Aber da wir immer gewonnen haben, war das ein Problem.”

Eine Person konnte mit der Professionalität von Ronaldo gar nichts anfangen: Präsident Florentino Perez. “Florentino schickte seine eigenen Sicherheitsleute, um mich im Auge zu behalten. Aber man konnte mit ihnen feilschen und der eine oder andere hat dann schliesslich mitgefeiert.”

Ach, früher wars schon auch schön, wenn Sie bedenken, wie manche Leute heutzutage Party machen müssen.

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum. Heute: Trocken ins Stadion?

Herr Winfried am Mittwoch den 2. September 2020

BREAKING NEWS: Schweizer Fussballstadien dürfen ab 1. Oktober wieder zu zwei Dritteln gefüllt werden. Kein generelles Alkoholverbot.

 

Wie würden Sie den Hopfensaft an Ihren StehSitzplatz schmuggeln?

Der Bundesrat hat es unterlassen, der sportbegeisterten Volksseele den Boden unter den Füssen wegzuziehen. Im Vorfeld wurde ein Alkoholverbot für Fussballspiele (und solche in gewissen Randsportarten) heiss diskutiert. Die Ligavertreter haben dem Vernehmen nach kräftig Lobbying betrieben beim Bundesrat. Ob bei den Treffen ein Glas Wein genossen haben, ist unbekannt. Auf jeden Fall hat es Wirkung gezeigt. Bald dürfen nicht nur 20’000 ins Wankdorf, diese Menschen dürfen dann auch noch Bier trinken dort.

Trotzdem interessieren wir uns für Ihre Gedankengänge zu dem Thema. Welchen Ordnungsdienst haben Sie bereits bestochen? Auf welchem kreativen Weg haben Sie schon Ihr richtiges Getränk ins Stadion gebracht? Können Sie sich einen Match mit Maske vorstellen? Und: Gehen Sie dann auch ans Spiel, oder bleiben Sie aus Protest zuhause? Wir sind gespannt auf Ihre Gedankengänge.

 

 

Wiedersehen mit Midtjylland

Briger am Montag den 31. August 2020

Die nächste Hürde in der Champions-League-Qualifikation kommt aus Herning.

Der 1999 gegründete Club aus Herning ist den Young Boys aus den EL-Playoffs der Saison 2012/13 bekannt. Nach einem 3:0-Sieg im Hinspiel verlor YB gestern vor acht Jahren zu Hause mit 0:2 und qualifizierte sich so dennoch für die Gruppenphase. In der zweiten Runde der diesjährigen Champions-League-Qualifikation konnte sich das Team mit 1:0 gegen Ludogorets Razgrad durchsetzen. Für die Champions League konnten sich die ambitionierten Dänen noch nie qualifizieren. 2015/16 reichte es für die Gruppenphase der Europa League, wo erst im 1/16-Final gegen Manchester United Schluss war.

Beste Torjäger der abgelaufenen Saison waren Evander und Awer Mabil mit je sieben Treffern.

Die Aufstellung aus dem Spiel vom 30.8.2012.

Die Tore beim letzten Auswärtsauftritt schossen Bobadilla, Farnerud und Costanzo.

YB tritt am 15. oder 16. September in Dänemark an.

Spielmanns Sonntagsschuss

Briger am Sonntag den 30. August 2020

YB gewinnt den Schweizer Cüplifinal. Erstmals seit 1987.

Burger King im Hause der Ama

Vor 1’000 ausgesuchten Personen ging Basel in der 29. Minute vermeintlich in Führung. derbund.ch vermeldete: “Pech für den FC Basel! Nach einem Standard kommt der Ball über Widmer zu Stocker, der den Ball in die Maschen haut. Der Basler Jubel wird allerdings durch den VAR unterbrochen: Widmer stand ganz leicht im Abseits. Bitter für den FCB!”

Die Basler konnten vor der Pause aber doch noch jubeln: Alderete traf nach 42 Minuten zum 1:0. Blick.ch wusste: “Innenverteidiger Alderete springt nach einer Ecke höher als alle anderen und nickt zur FCB-Führung ein.”

Nau konnte dann nach der Pause dies berichten:

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