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Fertig Fussball für Franco B. (21)

Baresi am Donnerstag den 8. Dezember 2022


Hörmruff Alte! Auf die Schweizer Nationalmannschaft kannst Du Dich verlassen wie auf ein Schweizer Uhrwerk. Seit fünf internationalen Finalturnieren ist sie präzis und konstant mindestens unter den besten sechzehn Mannschaften: mit durchzogenen Leistungen während den Gruppenspielen, nach dem zweiten oder dritten Spiel begleitet von einem kleinen Aufreger neben dem Platz, vor dem Achtelfinal gegenseitiges Beschwören und Versichern des gewachsenen Selbstbewusstseins der Spieler und der Reife der Mannschaft, nach dem Achtelfinal Aufarbeiten und Koffer packen. Läck, ist das langweilig, immer das gleiche Drehbuch. Früher, als Du spätestens ab dem zweiten Qualifikationsspiel für eine EM oder WM jeweils eine Gleichung mit zwei Unbekannten lösen musstest, um zu wissen, ob es für eine WM- oder EM-Teilnahme noch theoretische Chancen gibt, da war der Fussball noch anders, nicht so schnelllebig und kommerziell. Ehrenwort – so habe ich echt keinen Bock mehr.

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30 Kommentare zu “Fertig Fussball für Franco B. (21)”

  1. Newfield sagt:

    In diesem (WO)Zusammenhang einmal mehr ein grandioser Widmer …

  2. Newfield sagt:

    … aber was bzw. wen ich (stellvertretend für all die anderen, von Herrn Baresi nicht namentlich erwähnten, Nationalmannschaftsübungsleiter) eigentlich zeigen wollte:

    Wiki weiss: Von insgesamt 51 Länderspielen unter ihm verlor die Schweiz nur 15, erreichte allerdings keine Teilnahme an einer Turnier-Endrunde.

  3. Aarhus GF sagt:

    Grossartiges Wolfs-Bild! Danke Herr Newfield.

  4. spitzgagu sagt:

    Mit Wolf hat man damals den amtierenden Weltmeister geschlagen. Ich glaube, Ruedi Elsener hat getroffen, während Egli nur gelauert hat. Oder so.

  5. imi sagt:

    Vielen Dank für diese Worte, Herr Baresi! Das ist genau meine Antwort, wenn mich hier jemand fragt, warum ich bei den Endrunden so wenig euphorisch sei.

  6. Aarhus GF sagt:

    Der Basler pflegt offenbar eine

    Vokal-Verdumpfung

    wie mir mein Leitmedium heute mitteilt.

  7. Amatör sagt:

    Herr Baresis Zusammenfassung des Drehbuchs der letzten paar Meisterschaftsturniere trifft viele Nägel auf den Kopf. Wenn man dann noch in die Sprachgeschichte abtaucht und hervorkramt, dass der Nagel aus diesem Sprichwort eigentlich das Zentrum einer Zielscheibe bedeutet, dann wird es gerade unheimlich. Die einen treffen ab Achtelfinal nicht mehr und Herr Baresi dafür voll ins Zentrum.

  8. dres sagt:

    Ich fand es früher auch viel lustiger, als man regelmässig gegen Liechtenstein und San Marino verloren hat. Viel weniger kommerziell als heute.

  9. Nationalrat sagt:

    Wölfe sollte man natürlich vorbeugend regulieren. MM.

  10. Znuk sagt:

    Nach Wolf kam der Jeandupeux und dann der Wolf und dann kam Uli und dann der Roy. Hier begann man dann langsam Erfolg zu haben. Die Schweiz ist seither sehr verwöhnt mit dem Fussi, finde ich. Die älteren sollten Demuth lecken und froh sein, ist man überhaupt dabei.

    Fingi. So. Jetzt wird weiter boykottiert.

  11. Natischer sagt:

    Und damals, Herr Znuk, sind wir zB Italien-Fan geworden, weil die bei so Turnieren wenigstens dabei waren, und … tja … so habe ich echt auch keinen Bock mehr.

  12. El Tren sagt:

    Jammern auf hohem Niveau, dünkt mir. Anders als früher haben wir immerhin den VAR, der Emotionen und Überraschungen killt hervorbringt. Und meine (halben) Landsleute sorgen seit paar Jahren auch dafür, dass man sie bemitleidet anstatt zu hassen.

  13. Aarhus GF sagt:

    Jammern auf hohem Niveau können wir sowieso recht gut. Das kommt als Volkssport grad hinter dem Fussi. In Dänemark ist das natürlich ganz anders. Als erfolgsverwöhnte Fussballnation ist man mit einem frühzeitigen Ausscheiden begreiflicherweise schon recht unzufrieden. Da ist Kritik dann auch nicht Jammern, versteht sich, sondern notwendige Aufarbeitung.

  14. Rrr sagt:

    dass der Nagel aus diesem Sprichwort eigentlich das Zentrum einer Zielscheibe bedeutet

    Könnten Sie mir eine Skizze machen?

  15. Val der Ama sagt:

    Zielscheibe

    Eben Kniescheibe gelesen und mir dann den Schmerz vorgestellt.

  16. Entenmann sagt:

    “Spiel der letzten Chance” und “ehrenvolle Niederlage” waren in meiner Jugend untrennbar mit Qualifikationsrunden für WM- und EM-Turniere verbunden. Ich finde es besser so wie es jetzt ist.

  17. Rrr sagt:

    Herr Gygax spricht von einer Knieoperation und Herr Baresis Text löst die Assoziation einer Kniescheibe aus? Da merkt man, dass beide am Rheinknie zuhause sind.

  18. Rrr sagt:

    Stimmt, jetzt sind die Niederlagen nicht mehr ehrenvoll.

  19. Frau Götti sagt:

    Rheinknie

    Herzl Kondol auch noch dorthin.

  20. Baresi sagt:

    Danke Frau Götti! Sie wissen aber schon, Frau Herzog wurde nur nicht gewählt, sie ist nicht gestorben?

  21. Frau Götti sagt:

    Herzog

    Auch wieder wahr, gestorben ist sie nicht gerade, nur etwas zu gut für uns.
    Übrigens habe ich einen Anmerkung zu gestern: der Zauberwürfel hat natürlich zu als adverbiale Bestimmung gemeint. Keine Angst, hier ist es ganz einfach erklärt.

  22. ManU97 sagt:

    So macht Nachledern Spass: Wolf-Helgen, in der Jugend Alternativen bei den Turnieren gesucht und bei Italien oder England gefunden und dann trifft Frau Götti noch den Nagel aufs Knie auf den Kopf:

    nur etwas zu gut für uns

    wobei wir da wieder bei den alten, weissen Deutschschweizern Männern wären.

  23. Baresi sagt:

    nur etwas zu gut für uns.

    Tja, Frau Götti, es ist wie bei der Redaktion des Runden Leders. Unsere Parlamente in Bern oben mögen zwar blöd sein. Aber so blöd nun auch wieder nicht, dass sie freiwillig jemanden anstellen, der ihnen nach der Wahl dann auch noch während dem Apéro das Leben schwer macht. Schauen Sie unseren Chefredaktorrr an. Ein brillanter Typ, der dies aber hervorragend hinter seiner gmögigen Art zu verstecken weiss und für jeden Schnaps zu haben ist.

  24. Frau Götti sagt:

    Er schiebt eine ruhige Kugel, der Chefredakteurrrr, würde ich sagen. Und im Gegenzug stellt er gute Leute ein, die arbeiten. Kann man machen.

  25. Schaftszeiten sagt:

    Ich nehme an die Artikel der “gute Leute” sind hinter der Paywall zu finden, werte Frau Götti?

  26. Frau Götti sagt:

    gute Leute

    äh Frauen

  27. Frau Götti sagt:

    Gut, dafür muss man schon ein entsprechendes Abo haben.

  28. Schaftszeiten sagt:

    Von sowas kann das Prekariat aus den NFA-Geberkantonen leider nur träumen.

  29. Frau Götti sagt:

    ° Chef, wir brauchen etwas aus dem Topf für Härtefälle!

  30. Frau Tifosa sagt:

    äh Frauen

    Das wo Frau Götti sagt!