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Boykott-Bulletin #11

Herr Winfried am Mittwoch den 30. November 2022

Heute machen Sie die Elf voll!

So viele Tage WM-Boykott wie eine Fussballmannschaft Spieler auf dem Feld hat, herzliche Gratulation. Einige gute Gründe für Ihr Vorgehen liefert der frühere Kommunikationschef der Fifa im Schweizer Rundfunk – bitte sehr.

Das boykottierten Sie gestern:

Zuerst wurden die Niederlande glanzlos Gruppensieger, Gastgeber Katar konnte auch im dritten Auftritt nichts. Parallel zog Senegal an Ecuador vorbei in den Achtelfinal.

Dann wurde es politisch. England traf auf Wales, Nachbarschaftshassliebe – ausgetragen bereits im sehenswerten Vorspiel auf der kanarischen Insel Teneriffa. In Katar gewann England 3:0 und ist weiter.

Auch recht aufgeladen war das Duell USA gegen Iran. Die Iraner sangen die Hymne ohne Emotionen, auf den Rängen gab’s verschiedene Transparente. Das Spiel verlief dann nicht so spektakulär, die USA bleiben dank Pulisics Tor im Turnier. Iran ist draussen.

Damit ist klar, dass Sie am Wochenende Niederlande – USA und England – Senegal boykottieren werden.

Und das boykottieren Sie heute:

Argentinien muss gegen Polen nochmal kämpfen, aber das können Sie sich schenken. Ihm würden wir es aber von Herzen gönnen, wenn Messi & Co. weiterkommen. Auch der Saudi (gegen Mexiko) hat weiter beste Chancen. Aber eben.

Und am Nachmittag wenn Sie eh noch BIP haben, in der Aare badend einen auf super-hipp machen, oder einfallslos auf dem Weihnachtsmarkt Glühweinplörre schlürfen, misst sich Dänemark mit Australien und Frankreich trifft auf Tunesien. Also lassen Sie das.

Sowieso tun Sie am besten überhaupt gar nichts! Ausser zuhören, wie Nichtstun so geht – um 18:15 Uhr im Collegium Generale der Universität Bern. Die Veranstaltung ist gratis, melden Sie sich aber vorher an.

 

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20 Kommentare zu “Boykott-Bulletin #11”

  1. imi sagt:

    Guten Morgen. Nichtstun ist prima! Unter anderem auch optimal fürs Klima.

  2. Rrr sagt:

    Diese Vorlesung können Sie dann aber nicht als Arbeitszeit verbuchen, Herr Winfried.

  3. Durtschinho sagt:

    Hallo, ich werde langsam hellhörig, resp. es macht mich stutzig, dass dann immer steht, was wir alle so boykottiert haben – die Redaktion wird doch nicht heimlich Fussi schauen?! Ich will ihr wirklich nichts unterstellen, aber doch mal nachfragen.

  4. Rrr sagt:

    Selbstverständlich boykottieren wir das, Herr Durtschinho. Alle Informationen stammen vom Schwager des Cousins eines Bruders vom Coiffeur der Freundin von Herrn Rrr.

    Der Schwager des Cousins eines Bruders vom Coiffeur der Freundin von Herrn Rrr hat nämlich überhaupt kein Gewissen und schaut sich die Spiele alle an. Dieses Monster. Sehr verwerflich.

  5. Durtschinho sagt:

    Ah, da bin ich beruhigt, Herr Rrr. Secondhand-News, was soll da schon schiefgehen.

  6. Svon Hetz sagt:

    Mich schockiert, dass die heutige Studierendenschaft das Nichtstun zuerst noch in einer Vorlesung lernen muss. Und dann sogar das noch bewusst machen will. Zu meiner Zeit haben wir das noch intuitiv unbewusst, bewusstseinserweiternd oder bewusstlos gekonnt. Sad.

  7. spitzgagu sagt:

    Oder man hatte zusätzlich den Standortvorteil Hallerstrasse, Herr Hetz. Beaulieu und Zähringerhof nur ein paar Schritte entfernt.

  8. Herr Lich sagt:

    Mein ZIel war immer, möglichst lange zu studieren und dann möglichst früh pensioniert zu werden. Die Zeit dazwischen verplämpere ich hier im Runden Leder.

  9. Winfried sagt:

    nicht als Arbeitszeit verbuchen

    das ist auch nicht nötig VateRrr solange meine Semestergebühren gedeckt sind, ich danke Ihnen.

  10. Briger sagt:

    Hallerstrasse beste Strasse, einfach bei der 12 hat’s manchmal so zwielichtige Gestalten.

  11. passiver attacker sagt:

    und die vorgärten in der hallerstrasse erst! die waren immer einen halt wert, damals auf dem weg vom neufeld zur reithalle.
    *schwelg*

  12. Durtschinho sagt:

    Herr passiver attacker, manchmal denke ich mir: Du kannst den Basler aus dem Vorgarten holen, aber du kannst den Vorgarten nicht aus dem Basler holen!

  13. Fallrückzieher sagt:

    den Basler aus dem Vorgarten holen

    Der wäre vielleicht schon froh, wenn er endlich aus dem Tabellenkeller Liga-Niemandsland kommen könnte. Guten Morgen.

  14. Winfried sagt:

    Vielleicht gelingt das ja mit Bundesrätin Herzog – womit wir wieder bei der Politik im Fussball wären.

  15. spitzgagu sagt:

    Immer noch Herr Briger? Ich dachte, das sei ab 1998 besser geworden.

  16. Natischer sagt:

    Bei der Hallerstrasse 12 geh ich manchmal ein PubliBike beziehen, aber deswegen bin ich doch noch lange keine zwielichtige Gestalt!

  17. Herr Maldini sagt:

    Mein ZIel war immer, möglichst lange zu studieren und dann möglichst früh pensioniert zu werden. Die Zeit dazwischen verplämpere ich hier im Runden Leder.

    Herr Lich mein Vorbild.

  18. flYBoy sagt:

    Selbstverständlich boykottieren wir das, Herr Durtschinho.
    Herr Rrr, boykott-Gott von einem anderen Hot-Pot.

  19. Svon Hetz sagt:

    Bei der Hallerstrasse 12 geh ich manchmal ein PubliBike beziehen, aber deswegen bin ich doch noch lange keine zwielichtige Gestalt!

    Wer ein PubliBike bezieht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. MM

  20. Natischer sagt:

    Es kommt evtl. aufs Abo an, Horr Hetz. Ich bin tatsächlich Heavy User.