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Gefeiert und gefeuert

Rrr am Samstag den 10. Juli 2021

Vorsicht: Der Besuch eines Fussballspiels kann Sie den Job kosten.

Die Dame in der Bildmitte heisst Nina Farooqi. Sie arbeitet für eine auf Terrassengestaltung spezialisierte Firma namens Composite Prime und hätte am Mittwoch eigentlich arbeiten müssen. Doch ihr Freund gewann in einer Verlosung zwei Tickets fürs Halbfinale der Engländer gegen Dänemark.

Faroqi meldete sich beim Arbeitgeber krank, bestieg den Zug nach London und machte es sich im Wembley gemütlich. Die Freude war gross, besonders beim Ausgleichstreffer der Engländer. Dummerweise schwenkte da die Kamera genau auf Frau Faroqi (in der Bildmitte), was die halbe Welt sah – auch ihr Chef.

“Er rief mich am nächsten Morgen an und sagte mir, ich sei fristlos gefeuert”, erzählte Faroqi dem Daily Telegraph (Paywall). “Jetzt weiss ich gar nicht, ob ich glücklich oder traurig sein soll. Einerseits steht England im Final, anderseits habe ich meinen Job verloren.”

Das letzte Wort hat der Chef, Charles Taylor: “Hätte sie um einen freien Tag gebeten, wäre das in Ordnung gewesen. Aber sie hat mich angelogen.” Herr Taylor ist übrigens selber auch ein grosser Fussballfan. “Am Montagmorgen haben alle Mitarbeitenden frei, damit sie sich vom Final erholen können.”

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6 Kommentare zu “Gefeiert und gefeuert”

  1. Frau Villa sagt:

    Unverständlich, wieso diese Dame sich nicht vorgängig mit einer Perücke und einer Sonnenbrille verkleidet hat.

  2. Newfield sagt:

    InderTat, Frau Villa, aber sie wird wohl bald wieder einen Job haben. Gute Social-Media-Werbung für den:die neue:n Arbeitgeber:in.

    ihr Freund gewann in einer Verlosung zwei Tickets

    Mich würde mal interessieren, wie viele Zusehende eines solchen Events sich wirklich für die 94 oder gar 123 Minuten Fussballspiel interessieren, so ca. in % der Anwesenden.

    Und ich meine keinesfalls nur Damen. Herr Rrr hat uns von dieser Problematik vor einiger Zeit bereits anhand des Finals von Italia 90 erzählt, wenn ich mich richtig erinnere.

    But anyway, hopp YB in den neuen Dresses, and cheers!

  3. Briger sagt:

    Fussball? Dieser Proletensport! Ich gehe ins Stadion um mit Herrn 24 Frau xirah rund 2 h zu ärgern.

  4. Frau Villa sagt:

    Herr Briger, wie haben Sie dieses Bedürfnis während des letzten Jahres gestillt, wo das Stadion ja nicht zugänglich war?

  5. Briger sagt:

    Es gibt zum Glück auch noch Signal-Gruppen. Gut, in einer davon bin ich nun nicht mehr Mitadmin, aber das war‘s wert.

  6. xirah sagt:

    bestieg den Zug nach London

    Die Frau hat alles richtig gemacht. Verstehe diesen Chef nicht; zum Glück hab ich einen besseren.

    Frau Villa, Sie glauben gar nicht, über wieviele Kanäle mich dieser Herr Briger sonst noch örgert. Sollte ihn durchgehend blockieren, und bringe es doch nicht übers Herz.