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Rigorose Regenbogenstrategie (III)

Herr Winfried am Mittwoch den 23. Juni 2021

Oder: Farbenlehre von findigen Fussballfans.

Die Geschichte hatte schön begonnen und jetzt macht die Uefa auf Spielverderberin. Das Aussenkleid der Allianz Arena zu München soll heute Abend bei Deutschland gegen Ungarn nicht regenbogenfarbig leuchten. Eben – das Aussenkleid. Für die Innendekoration sind die Menschen drin zuständig, und die wissen sich zu helfen.

 

Die Nachricht wurde auf Twitter sogleich brav auf Englisch und auch auf Ungarisch übersetzt. Wenn es klappt, könnte es ganz ansehnlich aussehen. Zum Beispiel so, wie vor einigen Jahren in Mainz (das Funkbild rechts).

Alternativ zur Textilwahl gehen auch Vorschläge viral, den Bildschirm des Smartphones in der zugehörigen Farben leuchten zu lassen. In dem Fall sollten die Zuschauenden mit grosser Wahrscheinlichkeit eine mobile Ladestation für ihr Gerät dabei haben.

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29 Kommentare zu “Rigorose Regenbogenstrategie (III)”

  1. Frau Götti sagt:

    Eine schöne Idee. Könnte das runde Leder dies nicht auch machen? Also, der Herrr in Lila, der Wachtmeister in Blau und so weiter?

  2. Briger sagt:

    Nette Idee, nur wird das bei 25 % Auslastung ein grauer Regenbogen.

  3. Durtschinho sagt:

    Und was, wenn das Herr Orbán verärgert, ich meine, wäre das nicht fast kontraproduktiv?!

  4. Shearer sagt:

    Word, Herr Durtschinho! Der Mann ist schwer bewaffnet (Gulaschkanone!)

  5. dres sagt:

    Mich überzeugt diese Stadion-Regenbogen-Geschichte nur so halb. Regenbögelen müssen jetzt die Ungaren in Ungarn, die EU und viele andere Staaten endlich Eier zeigen – und zwar bevor es definitiv ganz dunkel wird beim Magyaren. MM.

  6. ManU97 sagt:

    Wobei Gulácsi ja zu den Guten, Weltoffenen gehört und dafür scheints viele Ärger in der Heimat hat.

  7. Herr Noz sagt:

    Auch Willi Orbán ist scheints ein guter.

    Selbst Willy Orban, Innenverteidiger von Ungarn, äusserte sich positiv über die Pläne. Ihm würde es gefallen, «wenn die Lampen bunt leuchten würden.»

  8. Herr Noz sagt:

    Und ja, ich glaube der weiss schon was er sagt.

  9. Briger sagt:

    Word, Herr dres.

  10. Alleswisser sagt:

    Wird Word, Herr dres

  11. Alleswisser sagt:

    Hmmmm, wo ist meine Lesebrille?!

  12. Briger sagt:

    Ich wage zu behaupten, Orbán sagt das sogar bewusst so, also der Vilmos Orbán, nicht der andere Löu.

  13. Herr Lich sagt:

    Ich habe Regenbogenfarben sehr gern, aber zum Sich-Reinwaschen sollten Sie nicht gebraucht werden. Item. Als Goalieexperte 1b und betone als solcher bekanntlich immer die Wichtigkeit der Fähigkeit zum peripheren Sehen.

  14. Herr Lich sagt:

    Oh, Satzbaupolizei, bitte!

  15. Fallrückzieher sagt:

    OT: Der Baseler wird frech und spricht offenbar schon wieder vom Meistertitel. Wo soll das alles noch hinführen?

  16. Gaius Christianus Arbiter sagt:

    Regenbögelen müssen jetzt die Ungaren in Ungarn, die EU und viele andere Staaten endlich Eier zeigen – und zwar bevor es definitiv ganz dunkel wird beim Magyaren.

    Mit Herrn dres Kommentar bin ich einverstanden. Allerdings möchte ich hinzufügen, dass es kein “Entweder-Oder” sein muss. Die LGBTQ community in Ungarn braucht Unterstützung – auch (und gerade) von aussen. Viele Menschen in Ungarn hätten sich über eine Regenbogen-Arena in München gefreut. Eine kleine Geste, welche die Menschen in Ungarn ermutigen könnte, Widerstand zu leisten. Der Kampf für gleiche Rechte muss für die LGBTQ-Menschen in Ungarn sehr schwierig sein, da Politik und Teile der Gesellschaft die community kriminalisieren und verfolgen.

  17. Rrr sagt:

    Seid gegrüsst, Gaius Christianus Arbiter!

  18. passiver attacker sagt:

    es heisst baseler**innen, herr fallrückzieher.
    und was herr arbiter.

  19. passiver attacker sagt:

    bravo herr rrr, top pr!

  20. Rrr sagt:

    Besten Dank, Herr p.a.

  21. gavagai sagt:

    Was die Herren dres und Arbiter schruben und was Herr Rrr bebildert.

  22. dres sagt:

    Herr Gaius Christianus Arbiter ich bin voll mit Ihnen. Aber dann hätte man ehrlicherweise sämtliche Arenen bei allen Spielen beleuchten müssen. In Russland, Polen, der Ukraine und diversen anderen Staaten sieht es nicht unbedingt besser aus als in Ungarn, und auch der LGBTQ community in der Schweiz hätte es gut getan. Das ist eigentlich meine kleine Kritik am Thema: flächendeckend sollte es sein, und nicht nur auf Ungarn fokussiert.
    Und ja, sehr schön Herr Rrr.

  23. Rrr sagt:

    Wir würdens ja gerne als Banner bringen, aber Tamedia braucht für so etwas rund sechs Wochen, und selber können wirs nicht wechsen. Egal, das Teil ziert unseren Twitter-Account.

  24. dres sagt:

    Rugenbräu liest sich ohne Brille wie Regenbogenbier.
    Ich wusste schon immer, dass wir sehr fortschrittlich sind bei uns oben.

  25. ManU97 sagt:

    Fake News?

  26. Durtschinho sagt:

    Herr dres, und dann muss man wohl noch unterscheiden, wo in welchem Land man hinschaut. Ich war eine Weile nicht mehr in Petersburg, aber eine Freundin, die neulich dort war, sagte, dass nach ihrer Meinung die Zahl der Gayclubs seit ihrem letzten Besuch vor Jahren deutlich zugenommen habe. Und ja, das ist Piter und nicht die Provinz; aber vielleicht lebt es sich als Schwuler dort unter Umständen leichter als, weiss nicht, im hintersten Obwalden.

    Wie auch immer.

  27. spitzgagu sagt:

    Fake News im Postillon? Ich bitte Sie, Frau ManU97. Die Pöstler haben nur das Zwischen-den-Zeilen-Gesagte zitiert.

  28. Gaius Christianus Arbiter sagt:

    Aber dann hätte man ehrlicherweise sämtliche Arenen bei allen Spielen beleuchten müssen. In Russland, Polen, der Ukraine und diversen anderen Staaten sieht es nicht unbedingt besser aus als in Ungarn, und auch der LGBTQ community in der Schweiz hätte es gut getan.

    Genau, Herr dres. Ich bin da auch Ihrer Meinung. Eine flächendeckende Aktion wäre ein ehrliches, tolles (und mutiges) Zeichen gewesen. Ich vermute, der Fokus liegt auf Ungarn, weil dieses LGBTQ-feindliche Gesetz meines Wissens erst vor wenigen Tagen oder Wochen verabschiedet worden ist. Es ist halt sehr aktuell, wir sind immer noch schockiert. Aber etwas Positives hat das Ganze auch so, scheint mir: Es wird jetzt gerade vielerorts über LGBTQ-Phobie, Menschenrechte etc. diskutiert. Immerhin.