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Purzelnde Rekorde

Briger am Montag den 26. März 2018

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Lieber Herr Doktor, beim FC Basel ging es ja in den vergangenen Spielzeiten mangels Gegner vor allem noch darum neue Rekorde aufzustellen – Rekordvorsprung, Rekordpunktezahl u.ä. Sind diese Rekorde nun in Gefahr?

Herzlich, C.L. B

Lieber Christian, schön dass Sie uns schreiben. Wir haben nachgeschaut. Auch wenn sich die Jungen das heute gar nicht mehr so richtig vorstellen können, aber der FC Basel war früher mal eine Macht im Schweizer Fussball. Letzte Saison beispielsweise stellte der FC Basel mit 92 Toren und 86 Punkten zwei Rekorde für die Super League (seit 2003/04) auf. Welche Rekorde der FC Basel sonst noch besitzt und ob die jetzt in Gefahr sind, beantworten wir Ihnen gerne:

Häufigste Meistertitel in Serie: Basel wurde zwischen 2010 und 2017 achtmal in Folge Meister. Diesen Rekord kann der FC Basel noch mindestens bis 2026 behalten.

Bester Saisonstart: Basel startete 2003/04 unter Titelgarant C.G. mit 13 Siegen in die Meisterschaft. Dies ist zugleich auch die längste Siegesserie in der Super League. Das 2:2 in Aarau dürfte viele Basler bis heute ärgern. Den besten Saisonstart können die Basler behalten. Die längste Siegesserie könnte am 28. April nach dem Spiel YB-Luzern Geschichte sein.

Am längsten ungeschlagen in einer Saison: Diesen Rekord teilen sich die Basler aus der Saison 2013/14 mit dem FCZ aus der Saison 2005/06: Beide Teams blieben 28 x ungeschlagen. YB kann diese Saison höchstens auf 19 ungeschlagene Spiele in Serie kommen, Thun und Lausanne sei dank.

Am wenigsten Niederlagen: In den Spielzeiten 2013/14 und 2016/17 verlor der FC Basel jeweils nur zweimal. Diesen Rekord behalten die Basler auch in dieser Saison, Thun und Lausanne sei dank.

Am meisten Siege: In den Spielzeiten 2003/04, 2015/16 und 2016/17 gewann der FC Basel jeweils 26 Partien. Dieser Rekord kann von YB mit sieben Siegen aus den letzten 10 Partien eingeholt werden. Der Rekord könnte also egalisiert werden oder fallen.

Grösster Vorspurung: Basel wurde 2011/12 mit 20 Punkten Vorsprung auf Luzern Meister. YB müsste in den letzten 10 Runden also noch mindestens 7 Punkte herausholen. Bei zwei verbleibenden Direktbegegnungen nicht unmöglich, aber eher unwahrscheinlich.

Am wenigsten Gegentore: Unter Heiko Vogel und Murat Yakin 2012/13 war der FC Basel besonders dicht. Nur 31 Gegentore. YB hat Stand jetzt 26 Gegentore eingefangen. Bei 10 verbleibenden Spielen darf YB also maximal ein halbes Gegentor pro Spiel erhalten. Wahrscheinlicher ist, dass der FC Basel seinen eigenen Rekord bricht. Stand jetzt hat der Meister erst 21 Tore kassiert.

Am meisten Tore geschossen: Letzte Saison stellte Basel mit 92 Toren einen neuen Rekord auf. Auch dieser Rekord wird von YB kaum gebrochen, es sei denn, die Berner erzielen in jedem der kommenden 10 Spiele im Schnitt 3 Tore.

Mit vorzüglicher Hochachtung, Ihr Dr. Rüdisühli

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13 Kommentare zu “Purzelnde Rekorde”

  1. Alleswisser sagt:

    vielen Dank Herr Briger

    Ihre Auswertung deutet nun wohl doch darauf hin, dass man (mehrheitlich) von einer verpfuschten YB Saison sprechen muss.

    Nun gut, hoffen wir auf Besserung 2018/2019.

  2. dres sagt:

    Vielen Dank Herr Briger und was Herr Alleswisser sagt. YB wird also mit höchst durchschnittlichen Leistungen Meister. Aber danke, dass Sie sich zweimal bei uns bedankt haben. Das tut gut.

  3. Baresi sagt:

    Aus so einer schönen Liste hätten Watson und Nau mehr gemacht statt nur inhaltlich und grammatikalisch korrekten Text. «Acht Statistiken wie YB den FCB zum Statisten macht.» oder so. Nimmt man im RL die Leser nicht mehr ernst?

  4. Shearer sagt:

    Aus so einer schönen Liste hätten Watson und Nau mehr gemacht statt nur inhaltlich und grammatikalisch korrekten Text

    Genau Herr Briger. Clickbait! Wir brauchen mehr Clickbait!

  5. Briger sagt:

    Was heisst hier nicht mehr, Herr Baresi?

    Wie es YB Basel so richtig besorgt, Herr Shearer?

  6. Val der Ama sagt:

    “Wenn Du diese Rekorde nicht kennst, wird YB nie Schweizer Meister.”

  7. Durtschinho sagt:

    «So lässt YB den Beppi endgültig die Hosen runter»; darunter mache ich es nicht! Meine Meinung.

  8. dres sagt:

    Falsch, meine Herren. “Purzelnde Rekorde” als Titel suggeriert doch, dass Rekorde purzeln. Nach intensiver Analyse der Fakten kommt man aber eher zum Schluss, dass YB eben nicht einmal den klitzekleinsten Rekord aufstellen kann. Ausser natürlich die längste Anzahl Jahre zwischen zwei Titeln.
    *duckundweg*

  9. Frau Götti sagt:

    Aus so einer schönen Liste hätten Watson und Nau mehr gemacht statt nur inhaltlich und grammatikalisch korrekten Text. «Acht Statistiken wie YB den FCB zum Statisten macht.» oder so.

    Guter Vorschlag, aber hallo Emotionen, wo bleiben die Emotionen??!

  10. Frau Götti sagt:

    Vielleicht: Sieben Gründe wieso Du alle bisherigen Rekorde jetzt in die Junkbox werfen kannst.

  11. Briger sagt:

    1898-2018: 120 Jahre titellose Thunert****.

    Wie wär‘s damit, Herr dres?

  12. Baresi sagt:

    Die bringen dänk wir mit einem Föteli von diesem Berner Fotoreporter der jeweils im Sick kommt!

  13. Rrr sagt:

    You dreamer you!