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Wirklich blöd

Val der Ama am Dienstag den 16. Januar 2018

#MeToo in der Bundesliga

Schlaue Leser erinnern sich bestimmt an die Aussagen von Nils Petersen vom Fussball-Bundesligisten SC Freiburg. Der 29-Jährige hatte anfang Dezember die Fussballbranche als “oberflächlich” und die Spieler als “nicht so belesen” beschrieben. “Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren”, sagte Petersen damals.

Jetzt gibt ihm der Peter Niemeyer von Darmstadt 98 in einem Interview mit der grossen Boulevardzeitung in Deutschland recht. “Ja, ich merke es an mir selbst: Ich bin hier in den Flieger gestiegen und war mir gar nicht sicher: Fliegen wir jetzt nach Alicante oder wo landen wir überhaupt? Unterbewusst weisst du: Es wird ein Mann mit Regenschirm vorneweglaufen und du läufst hinterher. Ich schätze Nils und seine Aussage. Dir wird als Fussballer extrem viel abgenommen. In dem Punkt verblödet man.”

Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfussballer, bestätigt nur teilweise, und überhaupt sollen mittlerweile zwei Drittel der Profis Abitur haben. Jedoch: “Nach unserer letzten Erhebung verfügen nicht einmal 20 Prozent der Profis über abrufbare berufliche Qualifikationen, und nur ein Drittel bildet sich parallel zum Fussball zielgerichtet weiter“. Allerdings, so Baranowsky, nicht wegen mangelnder Intelligenz. Es liege daran, dass die meisten Spieler nach der Karriere im Fussball als Trainer oder Sportdirektor weiterarbeiten wollen. Dies sei allerdings aufgrund der begrenzten Zahl der Arbeitsplätze nicht möglich.

Aber darüber hat man sich in der Fusssballbranche wahrscheinlich noch nicht so richtig Gedanken gemacht.

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14 Kommentare zu “Wirklich blöd”

  1. Durtschinho sagt:

    Ich sehe das Problem wie nicht. Im Wallis z.B. wird doch immer wieder etwas frei.

  2. Rrr sagt:

    Zum Glück haben alle Leser dieses Fachforums einen Hochschulabschluss. Alles andere wäre ein Hohn für die hohe Qualität wo wir täglich abliefern.

  3. dres sagt:

    Nicht nur Fussballer haben ein gewisses Risiko zu verblöden. Guten Morgen.

  4. Briger sagt:

    Abitur, das schafft doch mittlerweile jedes dressierte Meerschweinchen.

  5. Bäne II sagt:

    Wie viele dressierte Meerschweinchen kennen Sie, Herr Briger? Eben.

  6. Val der Ama sagt:

    Richtig, Herr Briger. Und viele studieren dann BWL oder Jus und merken erst im Praktikum, dass sie brätschblöd sind.

  7. Briger sagt:

    Zählt Herr Maldini als Meerschweinchen, Herr Bäne? Dann eins.

  8. dres sagt:

    Was hat eigentlich Vali studiert? Promenadologie, Eurythmie und Blockflöte?

  9. Bäne II sagt:

    Zählt Herr Maldini als Meerschweinchen, Herr Bäne? Dann eins.

    Keine Ahnung. Meine Kenntnisse der Tierwelt sind bescheiden. Fragen Sie Herrn Harvest, der kennt sich doch mit allerlei (komischen) Vögeln aus.

    Ausserdem will ich mich nicht schon wieder unbeliebt machen. Es reicht, wenn mir das ab und zu bei der CC gelingt.

  10. Harvest sagt:

    Wo sich Herr Maldini zuordnen lässt, Herr Bäne, weiss ich nicht. Seine Intelligenz kann ich aber ziemlich gut einordnen, wir sollten hier jedoch weder saubere noch dreckige Wäsche waschen.

  11. Briger sagt:

    Vali mag Biologie. Vielleicht weiss er es?

    Kommen Sie, Herr Bäne, von diesen Goaliegriesgramen lassen wir uns unsere Laune nicht verderben.

  12. Schweizerischer Gewerbeverband sagt:

    Viel mehr praktisches statt theoretisches Lernen

    Kennen Sie bereits die praktischen Berufslehren? Gerne informieren wir Sie über Ihre Möglichkeiten und begleiten Sie auf dem Weg zu Ihrer Berufung.
    #nobillag

  13. Bäne II sagt:

    wir sollten hier jedoch weder saubere noch dreckige Wäsche waschen

    Word, Herr Harvest.

    Und ja. Einmal mehr ein Hoch auf unser duales Bildungssystem, Herr/Frau Gewerbeverband.

  14. Aarhus GF sagt:

    wenn dort, wo viele der spieler dereinst hinwollen, keine ausreichende anzahl jobs besteht, wäre vielleicht ein berufswahlkurs mit eingehender branchenkunde nicht schlecht.
    andererseits: arbeitslose trainier erzählen immer wieder wie einschneidend der gang zum arbeitslosenamt war. so eine erfahrung sollte man keinem ehemals verhätschelten spieler mit zu viel karriereplanung nach der karriere wegnehmen.