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Stress mit Tschekapuff

Rrr am Montag den 20. November 2017

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Hämatomitis.

“Sie haben es sicher mitbekommen: Der Spieler Von Bergen von Young Boys Bern musste gestern verletzungshalber ausgewechselt werden. Trainer Adi Hütter sagte an der Pressekonferenz, Von Bergen habe eine Muskelprellung erlitten. “Er hat – in der Schweiz sagt man glaubs: eine Tomate bekommen mit dem Knie. Genau in den Gesässmuskel. Von da an konnte er nicht mehr sprinten. Er konnte einfach nicht mehr weiterspielen.”

Ich konnte kurz mit einem befreundeten Linguistiker sprechen, der an der Universität Wien lehrt. Es ist absolut faszinierend! Denn ihm zufolge hat quasi jede Sprache, jeder Dialekt einen eigenen Ausdruck für die im Sport verbreitete Muskelkontusion.

In Österreich heisst das Schenkerl, Eisenbahner, Kaltsteller oder Tschekapuff, im ganzen deutschen Spachraum Hirsch, Eisbein, Schenkler, in Bayern Boandl, in Franken Knöck, in Südtirol Rosskick oder Schweinebiss. So viele Bezeichnungen für dasselbe Problem! Am verbreitesten ist wohl der Pferdekuss. Ich sage immer: Eine Gemeinschaft, die noch eine eigene Traktormarke und einen individuellen Ausdruck für Pferdekuss hat, ist eine lebendige Gemeinschaft.

Was ich dem Spieler Von Bergen zu seiner Heilung empfehle? Keine Ahnung, wahrscheinlich abwarten und Tee trinken. Oder vielleicht ein Tomatenwickel? Ich weiss es wirklich nicht, mein Linguistiker konnte mir da leider nicht weiterhelfen. Nichtsdestotrotz alles Gute und Hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

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31 Kommentare zu “Stress mit Tschekapuff”

  1. Durtschinho sagt:

    Erneut ein zum Nachdenken anregender Artikel. Zur Frage, was zu tun ist: Ich denke, da muss Steve einen Dermatistiker konsultieren.

  2. dres sagt:

    Guten Morgen. Der Beitrag stimmt sehr nachdenklich. So viele Wörter für eine Beule. Heilmethode bei uns: Blutegel ansetzen und absaugen lassen. Aber nur wenn es nötig ist. Ich hätte weitergespielt.

  3. Aschi das Abstiegsgespenst sagt:

    Hu hu, Herr dres.

  4. spitzgagu sagt:

    Ja haben wir denn noch eine Traktormarke, Herr Dokter? Hürlimann und Bührer sind doch verlumpt. Vevey auch. Ach herrje, keine lebendige Gesellschaft hier. Das ist ein Tiefpunkt zum Wochenstart.

  5. dres sagt:

    Ach herrje, Herr spitzgagu, das ist die heutige verweichlichte Gesellschaft. Kaum tut es ein wenig weh, suhlt sich sogar die Leserschaft in grenzenlosem Leiden.

  6. spitzgagu sagt:

    Wenn man Aebi in Burgdorf als Traktormarke ansieht, ist es ja gar nicht so schlimm. Und wegen einem Tomätli fangt man nicht mit grännen an, da haben Sie vollkommen Recht Herr dres.

  7. dres sagt:

    Oder machen die Leute hier auf Thorberg? Kommentarverweigerung wegen zu wenig Essen und noch weniger Sex?

  8. Rrr sagt:

    Wahrscheinlich gehen viele Leser einer Erwerbsarbeit nach und haben daher keine Zeit, am Montagmorgen viele Kommentare abzusondern, Herr dres.

  9. Durtschinho sagt:

    Ich finde ja, dass Herr dres und ich manchmal wie die einzigen sind, die sich noch darum kümmern, was hier drin abgeht. Meine Meinung.

  10. spitzgagu sagt:

    Ich hab heute frei. Drum komm ich nicht so zum kommentieren. Das Thema des werten Herrn Dokters ist irgendwie auch nicht so eingängig, finde ich. Diese linguistisch-geografisch-medizinische Abhandlung ist äusserst klomplex. Drum bin ich froh, dass noch Traktoren vorkommen.

  11. spitzgagu sagt:

    ..*komplex* – doofe Handytastatur…

  12. zuffi sagt:

    Richtig, Herr Rrr.
    Mit etwas Konzentration erledigt der Grossteil der Leserschaft das Wochenpensum bis jeweils Montag ,15:00. Dann Apéro und Fokus auf das nächste Spiel.

  13. all white sagt:

    Wahrscheinlich gehen viele Leser einer Erwerbsarbeit nach und haben daher keine Zeit, am Montagmorgen viele Kommentare abzusondern,

    Ich glaube es liegt eher am fehlenden historischen Helgen zum Wochenstart, Herr Rrr

  14. Briger sagt:

    Für Sie, Herr all White. 6. September 1969 Friedel Rauschs Hintern macht Bekanntschaft mit Rex.

    Dazu ein Zitat aus dem Nachruf aus der Süddeutschen:

    “Ich werde für immer der mit dem ersten Bundesliga-Tor sein”, sagte Konietzka einmal zu Rausch, “und du bist für immer der mit dem Hund.”

  15. Rrr sagt:

    Also für mich wird Timo Konietzka immer der mit den Güggeli sein.

  16. Herr Maldini (C) sagt:

    Für mich ist TImo Konietzka für immer der, von dem ich nicht weiss, wer er ist oder war.

  17. Briger sagt:

    Steht doch da oben, Herr Maldini. Der mit dem ersten Bundesligagüggeli.

  18. Durtschinho sagt:

    Er war sogar mal in der Halbzeit!

  19. Herr Maldini (C) sagt:

    Ich war schon zweimal in der Halbzeit, Herr Durtschinho!

  20. Durtschinho sagt:

    Aber Sie haben nicht auch noch das erste Bundesligator geschossen, Herr Maldini. Aber lassen wir es gut sein, ich bin ja nicht so!

  21. Herr Maldini (C) sagt:

    Das stimmt. Aber die Tore im RL-Derby, zählen die auch?

  22. Durtschinho sagt:

    Wer wäre ich, wenn ich das entscheiden könnte oder müsste, Herr Maldini?

  23. Rrr sagt:

    Herr Maldini ist für mich immer der mit der singenden Espressomaschine!

  24. passiver attacker** sagt:

    herr rrr ist für mich immer der mit der sexy siegermentalität.
    was hab ich gewonnen?

  25. Val der Ama sagt:

    Und aber auch der, der wo nächsten Sommer nicht mit dabei ist.

  26. Herr Maldini (C) sagt:

    Ich werde mit Herrn Frans einen äusserst geruhsamen Sommer verbringen, das stimmt.

  27. Briger sagt:

    Einen Spaziergang mit Rex, Herr p.a.

  28. nadisna sagt:

    Wahrscheinlich gehen viele Leser einer Erwerbsarbeit nach und haben daher keine Zeit, am Montagmorgen viele Kommentare abzusondern

    Die Arbeit an sich ist eigentlich nicht das Problem. Aber schwelgen dauert jeweils ein bisschen länger als abhaken. Und im Moment gibt es halt mehr von Ersterem. Und daher die Kommentare am Montag etwas später.

  29. dres sagt:

    Et voilà. Kleine Provokation, und plötzlich läuft das hier wie geschmiert. Gerne geschehen, Herr Rrr. Das Steak esse dann ich.

  30. Hängespitze sagt:

    Mich würde im Kontext dieses Beitrages noch die Expertenmeinung von Herr Dr. Almen-Lafti zu folgender Aussage von einer bekannten und allseits beliebten Fussballerpersönlichkeit alter Schule interessieren zum Thema “heutige Jugend” – allenfalls unter Beizug eines befreundeten Sozialpädagogen:

    “Wenn dir früher an der Messe eine gefiel, dann musste man hingehen und sagen: «Hallo, ich bin der lässige Alex, und wer bist du?» Heute gehst du zur Kollegin, findest ihren Namen heraus und suchst sie irgendwie auf den Sozialen Medien.”

    – Was bedeutet das? Eine Art Verweichlichung der Jungen?

    “Es geht in diese Richtung. Es ist einfach alles anonymer und einfacher. Wir haben früher auch viel mehr mit Verletzungen trainiert, wir gingen auf den Platz, haben auf das Tor geschossen und geschaut, ob der Muskel hält. Heute kommen die Physiotherapeuten und reden von Verletzungen, von denen ich noch nie etwas gehört habe.”

    Quelle (auf eigene Recherchegefahr)