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Loswerden

Herr Shearer am Donnerstag den 20. Juli 2017

Zu wenig Sonnenschein, zu viel Regen.

Kennen Sie “Loswerden” von Tilman Rossmy? Nein? Hören Sie mal rein, es ist ziemlich gut. Damit zum Fussball und zu Moussa Sissoko. Den wollen irgendwie auch immer alle nur noch loswerden.

Vor etwas mehr als einem Jahr war der Franzose gerade noch bei Newcastle unter Vertrag, verdiente schon dort ein fettes Gehalt und fiel vor allem mit äusserst pomadigen Darbietungen auf dem Platz auf. Für die Fans und die Presse war klar, Sissoko war mit seiner Lustlosigkeit auf dem Rasen einer der Hauptverantwortlichen für den Abstieg der Magpies. Weil sich der Mittelfeldspieler im Nordosten Englands die ganze Saison über schön geschont hatte, konnte er an der Heim-EM letztes Jahr dann so richtig aufrdehen und sich als einer der besten Akteure der Equipe Tricolore für einen Transfer aufdrängen. Zwischenzeitlich soll sogar Real Madrid an einer Übernahme interessiert gewesen sein! Schlussendlich griffen die Tottenham Hotspurs zu und legten sage und schreibe 30 Millionen Pfund auf den Tisch. Die Schadenfreude bei den Anhängern in Newcastle war auf alle Fälle fast grenzenlos, den überteuerten Spieler losgeworden zu sein und erst noch diesen komplett unverschämten Betrag aus London dafür zu kassieren.

Und wie lief’s bei Tottenham für unseren Helden? Acht Spiele, null Tore und der ganze Kredit bei Trainer Maurizio Pocchettino aufgebraucht. Die Spurs suchen nun dringend einen Käufer für Sissoko, der allerdings noch zwei Jahre Vertrag hat und sich einen Wochenlohn von 85’000 Pfund gewöhnt ist. Marseille soll Interesse haben, dürfte die monetären Ansprüche von Sissoko allerdings kaum erfüllen können.

Möglicherweise wird Tottenham den Irrtum noch eine Weile im Portemonnaie spüren, und das gleich dreifach: offenbar will man  Sissoko sogar dafür bezahlen, dass er geht und sich bei einem Abnehmer gegebenenfalls weiterhin an seinem Lohn beteiligen. Dumm auch, dass noch immer nicht sämtliche Raten von den 30 Milllionen Pfund an Newcastle United abbezahlt sind.

Der einzige, der die Spurs jetzt noch retten kann, ist wohl ein grössenwahnsinniger chinesischer Klub.

 

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25 Kommentare zu “Loswerden”

  1. Harvest sagt:

    In andere finanziellen Dimensionen ist das genau die Strategie bei Transfers des FC Luzern.

  2. dres sagt:

    Wie ist der Mann so charakterlich? Am Geld sollte ein Transfer zu uns nicht scheitern, wenn er nett ist.

  3. Dri Miro Eeler sagt:

    Sehr schön, dass Die Regierung hier Eingang gefunden hat. Nur tummeln sich ein l und n zuviel in Rossmys Name. Und ebenso spitze wie seine Version ist übrigens diejenige der Lassie Singers.

  4. Geni Meier 2 sagt:

    Super, nach Thun mit ihm. Dann gibt’s im Oberland einen freudlosen Christen mehr.

  5. Moussa S. sagt:

    Herr Shearer, von Kindsbeinen an wollte ich in keinen anderen Qualitätsvereinen reservieren als bei den Magpies und den Spurs.

  6. Dr. Rüdisühli sagt:

    Besten Dank Herr Dri Miro Eeler. Der zuständige Redakteur wurde soeben freigestellt und wird in Kürze einem Standgericht vorgeführt.

  7. Shearer sagt:

    Und ebenso spitze wie seine Version ist übrigens diejenige der Lassie Singers.

    Sehr schön auch die Version der Aeronauten, die ist online aber leider nicht auffindbar. Oha, jetzt klingelt glabus grad die Polizei bei mir.

  8. Durtschinho sagt:

    Wenn wir schon bei der Musik sind: Warum eigentlich nicht sowas vor YB-Basel? Natürlich käme dann das übliche lokale Fussiliedgut, und als Zeichen der Gastfreundschaft könnte dann jeweils auch etwas aus der Gegend, aus welcher das, äh, andere Team stammt, in die Darbietung einfliessen. Konkret am Samstag die Lovebugs, gegen Thun dann ein bisschen Gölä, bei Luzern fragen wir Herrn Harvest, der hat ja schon mal etwas Einschlägiges verlinkt, und so weiter.

    Das ganze natürlich nicht Militärisch, mir schweben Biberkostüme vor!

  9. Natischer sagt:

    Nach der Fasnachtisierung der OpenAir-Festivals ist selbige bei Staatsbesuchen und YB-Matchen nicht mehr als konsequent!

    _________________________
    Pro BiberMüsterliMusizieren!

  10. Harvest sagt:

    Warum eigentlich nicht sowas vor YB-Basel?

    Heute ist nun erstmal Europacuptag, Herr Durtschinho.

  11. Dri Miro Eeler sagt:

    Stimmt, werter Herr Shearer, und falls es doch nicht die Polizei war, die geklingelt hat, sondern der Digitalisierer, würde ich vorschlagen, drücken Sie ihm doch das SoundsSummerSession-Kassettli in die Hand.

  12. Lars Sohn sagt:

    Oha, jetzt klingelt glabus grad die Polizei bei mir.

    Sie haben den Kollegen doch hoffentlich eine Tasse Kaffee angeboten, haben Sie nicht?

  13. Max Power sagt:

    Ich wäre voller Freude einer dieser drei Songs bei YB als Einlaufsongs zu hören.

  14. Durtschinho sagt:

    Oder das? Oder wäre das zu pessimistisch?

  15. Durtschinho sagt:

    Ah, Hüpfen und brennende Liebe, quasi gemacht, um ein Fussistadion zum Kochen zu bringen!

  16. Gygax sagt:

    Oh, ich sehe gerade, Herr Hoarau hat seinen Vertrag auf unbestimmte Zeit verlängert!

  17. Shearer sagt:

    Verdammt, das hätte Herr Hoarau doch noch nicht verplappern sollen, das wäre eigentlich als grosse Überraschung für den nächsten Frühling gedacht gewesen!

  18. Natischer sagt:

    Pro AC/WC-Moratorium!

  19. Natischer sagt:

    Und mich nähm ja mal wunder, ob der olle Bl!ck überhaupt mit Hoarau gesprochen hat.
    Klingt verdächtig ähnlich wie die Kubi-Prognose neulich – von der Kubi vermutlich bis heute nichts weiss …

  20. Natischer sagt:

    «verdächtig ähnlich» im Sinne von “Wir lassen mal was Polarisierendes raus und hoffen, es gebe dann schön viel Traffic und Kommentare”.

  21. Max Power sagt:

    Scheint aber zu funktionieren Herr Natischer. Ämel hier im RL.

  22. spitzgagu sagt:

    Herr Natischer, ich Dubel habe nun nach der Lektüre Ihres obigen Kommentar das entsprechende “News”-Portal angeklickt. Entschuldigen Sie bitte, das dürfte kaum in Ihrem Sinn gewesen sein. Ich bin nun über Bademeister, Wetterfeen und Golferinnen-Outfits “informiert”, zu Sport habe ich nichts lesenswertes gefunden. Zur Strafe lasse ich das Apéro sausen.

  23. dres sagt:

    Eier sind gesund, und das erste Mal tut nicht immer weh, habe ich gelernt, Herr spitzgagu. Zudem hat der Basler wie keinen Goalie mehr. Zur Strafe gehe ich heute früher ins Apéro.

  24. spitzgagu sagt:

    Ihre Strafe gefällt mir wie besser, Herr dres.

  25. dres sagt:

    Jesus hat genug gelitten, Herr spitzgagu, deshalb dürfen wir jetzt Fussball und saufen.