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Rundes Leder Meisterapfentkalender (10)

Val der Ama am Samstag den 10. Dezember 2016

bild-2Endlich Meister mit dem Runden Leder.

Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: FC Red Bull Salzburg, Meister 1994, 1995, 1997, 2007, 2009, 2010, 2012, 2014, 2015, 2016

Das Schönste am österreichischen Fussball sind die Vereinsnamen. Gut, jetzt nicht unbedingt Red Bull, weil das tönt ungefähr so, wie diese widerliche Brause auch schmeckt. Aber früher, da hiess eben dieser Verein auch mal SV Austria Salzburg und dann TSV Austria Salzburg, später kurz Gerngroß A. Salzburg, dann SV Sparkasse Austria Salzburg, von 1978 bis 1997 SV Casino Salzburg, bis 2005 SV Wüstenrot Salzburg und seit 2005 eben FC Red Bull Salzburg.

Der Verein wurde am 13. September 1933 im Hotel “Schwarzes Rössl” im Zuge der Auflösung der beiden Salzburger Stadtvereine FC Hertha (ggr. 1923) und FC Rapid (ggr. 1928) durch deren Mitglieder als “Sportvereinigung Austria Salzburg” offiziell gegründet. Ziemlich aussergewöhnlich, denn schliesslich fanden mit der “bürgerlichen” Hertha und dem “Arbeiterverein” Rapid Clubs zweier grundverschiedener Lager zusammen. Vereinsfarben wurden Violett und Weiss, weil neutral.

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Es folgten ein paar Saisons in unteren Ligen, ein Weltkrieg, wieder das Dümpeln in den Niederungen der Liga, zum 20-jährigen Bestehen aber gelang dem Team 1953 dann erstmals der Sprung in die höchste Liga.

Den ersten Meistertitel feierte man in Salzburg 1994 und gleichzeitig erreichte der Verein damals das Finale des UEFA-Cups, welches im Hin- und Rückspiel gegen Inter Mailand jeweils mit 0:1 verloren ging. Zwei weitere Meistertitel folgten in den Jahren 1995 und 1997.

Die grosse Zäsur dann am 6. April 2005, als die Red Bull GmbH die Salzburg Sport AG zu 100 % übernahm. Unter dem Motto “Keine Kompromisse. Das ist ein neuer Club. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv” änderten sich Name, Vereinsfarben, Strukturen und vor allem die Zuneigung der Fans. Die richtig Enttäuschten gründeten kurz darauf die SV Austria Salzburg neu.

Die neuen Strukturen und Dietrich Mateschitz’ Geld wirkten quasi sofort. Bereits 2007 feierte der FC Red Bull Salzburg den ersten Meistertitel, viele andere folgten darauf. Einzig die Qualifikation für die Champions League bleibt für die Bullen bislang ein unerfüllter Traum. Das und der Respekt der Fussballpuristen.

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2 Kommentare zu “Rundes Leder Meisterapfentkalender (10)”

  1. Briger sagt:

    Tami, Herr natischer, da läuft was falsch inIhrer Heimat. Schenken Sie jetzt Ihrem Göttibub so ein YB-Abi.

  2. Newfield sagt:

    Saubere Salzburger Geschichtsschilderung, Herr Val der Ama, quasi Wunderwuzzi.

    repullpescara