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Unterwegs mit B

Rrr am Donnerstag den 27. August 2015

Was macht ein Fussballer in der Freizeit? Klar, er liest Macbeth.

122Der Nigerianer Bartholomew Ogbeche kam mit 17 nach Frankreich. Bei PSG war er drei Jahre lang eine Stammkraft, dann wurde er nach Bastia und Metz verliehen. Von dort ging es weiter in die Arabischen Emirate, dann für einige Jahre nach Spanien, Griechenland und England. Mit 30 Jahren ist er nun bei Cambuur in der niederländischen Eredivisie angelangt.

“Ich versuche gerade holländisch zu lernen”, sagte Ogbeche bem Magazin So Foot. “Das ist eine schwierige Sprache.” Aber er habe sich auf seiner Reise um die Welt überall bemüht, die Sprache zu lernen, das erleichtere die Integration. “Und zwar will ich die fremde Sprache nicht nur sprechen, sondern auch lesen und schreiben.”

Deshalb lese er viel. “Am Fernsehen und in der Garderobe kannst Du die Sprache nicht lernen.” Lieber nehme er eine Zeitung zur Hand, da könne er neue Wörter entdecken und sich mit den Satzstellungen befassen.

Zur Entspannung liest er dann auf englisch Bücher, historische Romane, dicke Schinken, alles. Schon zweimal habe er Macbeth gelesen. “Als ganz Junger habe ich nicht viel verstanden, das war so eine komplizierte Geschichte. Aber ich habs jetzt nochmals gelesen und muss sagen, jetzt begreife ich viele Dinge auf der Welt besser.”

Die Holländer haben übrigens Mühe mit seinem Namen. “Sie nennen mich jetzt einfach B”, berichtet Bartholomew Ogbeche.

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20 Kommentare zu “Unterwegs mit B”

  1. Frans sagt:

    Hup Cambuur Leeuwarden!

    Ein äusserst löblicheRrr Beitrag über Herrn Fransens Viertclub.

    In Leeuwarden/Ljouwert wird übrigens nicht nur niederländisch gesprochen, sondern auch friesisch.

    Dies nur zu Ihrer Information.

  2. Herr Maldini (C) sagt:

    Danke für diese Information, Herr Frans.

  3. Rrr sagt:

    Besten Dank auch von meiner Seite, Herr Frans.

  4. Frans sagt:

    Graag gedaan, meneer Maldini en meneer Rrr.

  5. Hängespitze sagt:

    Shakespeare? Fussballphilosoph nur Hilfsausdruck:

    Life’s but a walking shadow, a poor player,
    That struts and frets his season upon the pitch,
    And then is heard no more.

  6. Shearer sagt:

    Shakespeare? Nun ja, das muss er selber wissen. Aber sicher besser als im Teambus Marx zu lesen, wie das andere tun.

  7. Durtschinho sagt:

    Shakespeare? Wie eine Recherche in Google ergab, lässt der im King Lear einen zum anderen schimpfen: «Thou base football player.»!

  8. dres sagt:

    Ohne seine aufwändigen Literaturstudien hätte er womöglich nicht um die halbe Welt reisen müssen, um in Holland zu landen. Was wohl Shaqiri liest…

  9. auti Liebi sagt:

    ‘to B oder not to B’
    Warum wohl musste er Macbeth zweimal lesen ?

  10. Frau Götti sagt:

    Holland

    Hauptsache, er geht nicht nach Dänemark, denn in diesem Staate ist was faul, wenn ich mich recht entsinne.

  11. Frau Götti sagt:

    ‘to B oder not to B’

    Sehr schöne, Herr auti Liebi.
    Endlich ein Shakespeare-Blog.

  12. dres sagt:

    Endlich ein Shakespeare-Blog.

    Ha, hätten Sie wohl gerne. Ich schicke diesem B (tönt fast wie DJ René S.) mal richtige Literatur:

    Erst wenn er das versteht, versteht er die Welt. MM

  13. Frau Götti sagt:

    *seufz*

    Also bei diesen Oberländer Flegeln frage ich mich ja schon jedes Mal, whether ’tis nobler in the mind to suffer the slings and arrows of outrageous dres, or to take arms against a sea of Föhntuble, and by opposing end them.

  14. dres sagt:

    outrageous dres

    Das gefällt uns, wir möchten ab sofort so angesprochen werden. Auch wenn wir so Anglizismen eigentlich nicht mögen.

  15. Frau Götti sagt:

    Herr dres, Sie sind des englischen Idioms nicht wirklich mächtig, gellen Sie?

  16. Renz sagt:

    Herr Shearer, alter Kapitalist, wie ist die Stimmung so in Baku? Sie wollten ja mit dem Interregio dorthin fahren, wenn ich das richtig verstanden habe.

  17. thomet sagt:

    Frölein, bitte ein einszuzwei (hoarau, mvogo 90’+4) und ne stange egger, danke

  18. dres sagt:

    englischen Idioms nicht wirklich mächtig

    Zum Glück habe ich die Brille noch gefunden, Frau Götti. Zuerst habe ich glatt gelesen, ich sei ein nicht mächtiger, englischer Idiot.
    Aber für Engländer haben wir jetzt wirklich keine Zeit mehr, der Tscheche wartet vor dem Stockhorn.

  19. Frau Götti sagt:

    Dann wünsche ich allerseits alles Gute – Herrn dres beim Tschechen und uns beim Überschwemmen des KaraBach.

  20. Eidgenössisches Departement fürs Äusserste sagt:

    Herr Shearer, alter Kapitalist, wie ist die Stimmung so in Baku? Sie wollten ja mit dem Interregio dorthin fahren, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Herr Shearer wird Ihnen sicher antworten, sobald wir einige Differenzen mit dem aserbeidschanischen Justzizministerium geklärt haben – wobei, das könnte noch etwas dauern.