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Mehrfachbelastung weggebrüllt

Lars Sohn am Donnerstag den 4. September 2014

Anhänger von Grêmio Porto Alegre haben ihren Club mittels rassistischer Anfeindung eines Gegenspielers vor Überarbeitung bewahrt.

Während das Team des ehemaligen Nationaltrainers von Brasilien Luiz Felipe Scolari das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Santos 0:2 verlor, beleidigten dessen Fans Aranha, den dunkelhäutigen Torhüter von Santos. Die Disziplinar-Kommission des Obersten Sportgerichtes STJD schloss Grêmio vom aktuellen Cupwettbewerb aus und verdonnerte den Club zusätzlich zu einer Geldstrafe von rund 17k €.

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Der Schiedsrichter der Partie, Wilton Pereira Sampaio, hielt die Vorfälle trotz Aranhas Hinweise nicht im Matchbericht fest und wurde deswegen für 90 Tage gesperrt. Das für Mittwoch angesetzte Rückspiel liess man ausfallen. Grêmio hat gegen die Entscheidung bereits Einspruch eingelegt. Von der Polizei durch Fernsehbilder identifizierte Fans wurden mit einem zweijährigen Stadionverbot belegt. Weil Aranha Anzeige erstattete, droht ihnen zudem eine zivilrechtliche Strafverfolgung.

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24 Kommentare zu “Mehrfachbelastung weggebrüllt”

  1. Hängespitze sagt:

    Immer wieder schön zu sehen, wie der Fussball das Beste im Menschen hervorbringt. Danke für diesen Aufsteller zum Feierabend.

  2. Lars Sohn sagt:

    Schöntrinken, Herr Hängespitze. Ich sehe keine andere Variante.

  3. Hängespitze sagt:

    Schöntrinken

    Wenn das so einfach wäre. Ich getraue mich ja kaum noch “ich nehme lieber ein Blondes als ein Dunkles” zu rufen!

  4. sitting dino sagt:

    17k €

    ???
    Aufklärung bitte danke.

  5. Je sagt:

    k=kilo= Faktor tausend, herr sitting dino.

    Ausserdem möchte ich noch reklamieren, dass dieses “Schöntrinken” offenbar nicht mit jedem zu funktionieren scheint. Auch nach mehreren Versuchen ist es mir jedenfalls nicht gelungen…

  6. Hängespitze sagt:

    Das ist das gleiche wie 170 Lappen Chlütter, einfach mal 1.21, Herr sitting dino.

    Ich habe jetzt die Lösung für mein Trinkproblem: Ich bestelle einfach einen Waggis, damit beleidige ich niemanden.

  7. Lars Sohn sagt:

    Ist dem Basler die Fähigkeit, sich mit den dunkleren Seiten der Daseinsbewältigung zu befassen, völlig abhanden gekommen?

  8. Natischer sagt:

    Der €uro war Ende 20./ Anfang 21. Jahrhundert die Utopie einer gemeinsamen Währung in mehreren Ländern der sogenannten “Europäischen Union”, Herr dino. Sein Ende begann mit der Hyperinflation Mitte der 2010er-Jahre, welche in den “Final War” mündete, wie wir Optimisten uns auf unserem neuen Wohnplaneten zuzuflüstern pflegen.

  9. Natischer sagt:

    Wie? Ja, gerne noch ein Grosses.

  10. Hängespitze sagt:

    Danke Herr Natischer, auch wenn ich kein Wort verstehe.

    Aber jetzt muss ich doch noch fragen: Wird YB endlich Meister, wenn Bern die zweitgrösste Stadt der Schweiz ist? Hätte diese weitsichtige Strategie Bickel und Forte gar nicht zugetraut. Wobei, als ehemalige Zürcher…

  11. Hängespitze sagt:

    und natürlich noch als Nachtrag:

    dunkleren Seiten der Daseinsbewältigung

    Sehr schön, Herr Sohn! Sie haben recht, so ein schöner, pechschwarzer Doppelbock ist stärker als jede moralische Hemmung.

    Und nun noch ein paar Takte Musik zum Thema “Blondes oder Dunkles”:

  12. Hängespitze sagt:

    Oha, der Doppelbock führte direkt zum Doppelclick. Kann das bitte jemand wieder aufwischen? Merci & Prost.

  13. HTML-Polizei sagt:

    Das macht dann Fr. 890.35 inkl MWST, Herr Hängespitze.

  14. Natischer sagt:

    Zahlen Sie in Euro, Herr Hängespitze!

  15. Shearer sagt:

    Da wird dann aber noch 0.005% Leitzins fällig, Herr Hängespitze.

  16. Hängespitze sagt:

    Vielen Dank! Da Europa ja grossmachtpolitisch eher auf dem absteigenden Ast ist, und die Russische Alternative keine moralische Alternative darstellt, würde ich lieber dann in Grossbärner Mutzen bezahlen, sobald die neue Währung kotiert ist. Geben Sie mir einfach den Wechsel durch und ich gebe den Betrag Frey.

  17. dres sagt:

    Was ist denn hier los? Da werden ja komplizierte Themen diskutiert. Man könnte meinen, jeder komme jederzeit überall draus.
    Aber habe ich das zusammengefasst richtig verstanden: Der Euro ist eine doofe Währung und der Russe kann nicht nur nicht Fussballspielen, bei dem stimmt noch mehr nicht.
    Gut, hätten wir das, hopp Thun.

  18. Herr Maldini (C) sagt:

    Herr Frans, brauchen Sie einen Drink?

  19. Herr Maldini (C) sagt:

    Ebenfalls in Rückstand der FC Emmen (0-7 gegen Heracles) und die U21-Nati (0-2 gegen Russland die Ukraine).

  20. dres sagt:

    Die WM-Krisen spielen alle gross auf. Der Italiener in Front, der Spanier zumindest noch nicht im Rückstand – und haben Sie gestern den Engländer gesehen? Das war great im Fall. Die Petko-Boys (hat der Blick das auch schon geschrieben?) sind die einzigen erfolgreichen WM-Teilnehmer, die ihr Spiel souverän gewinnen durften.

  21. dres sagt:

    Hahahaha, jetzt habe ich ein wenig nachgeledert. Da wurde tatsächlich noch Stunden – was sage ich – den ganzen Morgen über Ruedi Elsener debattiert. Tami ist das eine Altersresidenz hier… Hätte jemand noch das Tor von Andy Egli gegen die Sowjets als Filmli? Doe Gerontos unter Ihnen wissen sicher, das 2:2. Da war ich nämlich das erste mal im Stade de Suisse, das damals noch den doofen Namen Wankdorf trug. Also ich meine bei einem Länderspiel war ich glaubs zum ersten Mal dort.

  22. Briger sagt:

    Sie haben Weissrussland vergessen, Herr Maldini. Die haben 6:1 gegen Tadschikistan gewonnen! Allerdings war der Tadschike 84 Minuten in Unterzahl, also noch länger als der Holländer. Was das alles jetzt für den zentralasiatischen Fussball bedeutet weiss ich auch nicht. Weil Usbekistan hat nämlich Jordanien 2:0 geschlagen, während sich Kasachstan und Krigisien erst morgen messen.

  23. Je sagt:

    Die 5:1-Spiele von gestern:
    Philippinen gegen Taiwan (Freundschaftsspiel) und Racing Club de Ferrol – Atlético Astorga FC (Copa del Rey)

  24. Baresi sagt:

    Oha, Herr Hängespitze tickt heute anders, wie wir Fusionsinitiativegegner ums Baselbieter Höhenfeuer feststellen.