Rundes Leder Tippspiel (3/2022)

Rrr am Samstag, den 25. September 2021 um 12:00 Uhr

YB empfängt Besuch aus dem fernen Osten.

Der FC St. Gallen ist zu Besuch im Wankdorf und möchte den ersten Sieg in Bern seit September 2004 feiern. Oder wenigstens einen Punkt holen, wie zuletzt beim 0:0 im November 2020.

Die Young Boys haben einen Lauf, den sie heute abend fortsetzen möchten. Mit einem Sieg würden sie in jedem Fall vom Ausgang des morgigen Spitzenspiels FCB-FCZ profitieren. Und nun sind Sie dran – wir haben da nämlich noch drei Fragezeichen:

Wieviele Fans? Torschützen?? Endresultat???

Beantworten Sie unsere luziden Fragen bis 17.59 Uhr und geniessen Sie das Spiel anschliessend im Stadion (23.700 Tickets wurden schon verkauft) oder auf Blue Sport 1. Toi toi toi!

864. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 24. September 2021 um 13:00 Uhr

Hauen Sie drauf!

Foto: Keystone SDA

Aber bitte nur auf die Tastatur! Sie sehen unten Fouad Chafik von Lausanne und oben die unteren Extremitäten von Ali Camara und wir erwarten von Ihnen: einen Untertitel. Einen möglichst kreativen natürlich und das bitteschön bis spätestens morgen Samstag um 20:00 Uhr. Die Rangverkündigung erfolgt dann gewohntermassen am Sonntag in aller Herrgottsfrühe. Ach ja, für den träfsten Titel winkt ein Preis nach Wahl. Viel Vergnügen!

Fabelhafte Vollständigkeit

Val der Ama am Freitag, den 24. September 2021 um 9:00 Uhr

Luis Suárez trifft jederzeit.

Der Stürmer aus Uruguay hat am Dienstag gegen Getafe in der 78. Minute getroffen und freut sich nun, dass er mit Ronaldo und Ibrahimovic zu den Stürmern gehört, die im Laufe ihrer Karriere in jeder einzelnen Spielminute mindestens ein Tor erzielt haben. Wie Sie richtig zählen können, hat Suárez auch in Bezug auf die Nachspielzeit eine eindrückliche Bilanz.

Messi? Dem fehlen noch die Minuten 1 und 2.

Bedeutende Bälle

Val der Ama am Freitag, den 24. September 2021 um 5:53 Uhr

Feel-Free-Morgen heute im Runden Leder.

Was und wie Sie es gerne hätten: Sie dürfen sich das Bild betrachten und meditative Gedanken hegen, Sie dürfen raten, was das Bild bedeuten könnte oder Sie dürfen meinetwegen auch das Runde Leder schliessen und um punkt 9 Uhr wieder hier erscheinen. Dann werden wir lösen.

Viel Spass und alles Gute.

Arsanukaevs Ausraster

Val der Ama am Donnerstag, den 23. September 2021 um 13:00 Uhr

Der STRUMA greift durch.

Sie ersehen es oben: Vor nur gerade zwölf Tagen war SPG Göfis/Satteins 1b gegen FC Viktoria 62 Bregenz in der 4. Landesklasse (9. Liga) in Österreich und eventuell hätten wir die Berichterstattung zu diesem Spiel sein lassen, aber es gab da beim Stand von 1:3 eine Szene, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Kurz vor Ende des Spiels deutete der bereits mit Gelb beschenkte Viktoria-Spieler Raschid Arsanukaev einen Kopfstoss an und kassierte dafür umgehend die Gelb-Rote. Der 28-Jährige enervierte sich darob, schrie “ich zeige euch, was strafbar ist” und vollzog den Kopfstoss erneut, aber diesmal richtig. Das Opfer von Arsanukaev musste wegen Nasenbeinbruchs operiert werden und fällt mehrere Wochen verletzt aus. Die Polizei nahm den Vorfall auf und zeigte den Russen bei Gericht an.

Auch der Straf-, Kontroll- und Meldeausschuss (STRUMA) des Vorarlberger Fussballverbandes hat sich darauf der Angelegenheit angenommen und verkündete vorgestern das Urteil: 48 Spielsperren. Viktoria Bregenz hat den Spieler daraufhin entlassen.

Auswärtssieg zum Apero

Rrr am Mittwoch, den 22. September 2021 um 19:51 Uhr

Die YB-Maschine läuft und läuft.

Beim 6:1 in Lausanne feierten die Young Boys den vierten Pflichtspielsieg in Serie. Die Berner dominierten das Spiel nach Belieben, die Tore schossen Garcia, Elia, Fassnacht (2), Siebatcheu und Kanga.

Transparent des Tages im Gästesektor. Was machen eigentlich die 300 mitgereisten YB-Fans beruflich?

Zahlen des Tages: 67 Prozent Ballbesitz für YB in Lausanne, 9:4 Schüsse aufs Tor. In den letzten vier Pflichtspielen hat YB 19 Tore erzielt.

Rückblick des Tages: YB feiert den ersten 6:1-Auswärtssieg in einem Meisterschaftsspiel seit 9. Oktober 1965 (damals bei GC). Den letzten Auswärtssieg mit fünf Toren Differenz gelang YB ebenfalls in Zürich, am 18. Juli 2020. (Statistik powered by Herr briger)

Young Boy des Tages: Wilfried Kanga mit seinem ersten Treffer in der Super League!

Weiter geht es am Samstag ab 18.00 Uhr mit dem nächsten Apero-Spiel, daheim gegen St. Gallen.

(Foto: Keystone)

Ungewohnte Unterlage

Herr Shearer am Mittwoch, den 22. September 2021 um 13:00 Uhr

Häbet nech am Bänkli!

Das muss sich auch Maximiliano Fornari gedacht haben, als er auf einem solchen neulich übernachten musste. Wie es dazu kam? Nun, Herr Fornari hatte da über einen Spieleragenten ein Angebot erhalten, im sonnigen Griechenland für Apollon Larissa zu spielen, und welcher Kicker träumt schon nicht von der hellenischen zweiten Liga, der sagenhaften Super League 2? Also folge er dem Lockruf, stieg ins Flugzeug und flog in die Heimatstadt des grossen Theofanis Gekas, um dort seine Karriere weiter voranzubringen.

Foto: Semenario

Dort angekommen, war dann aber nichts mit Vertrag. “Alles wurde kompliziert, ich weiss nicht, was passiert ist. Die Vermittler, die mich hierhin gebracht haben, liessen mich im Stich. Ich habe meinen vorherigen Klub verlassen, weil mir ein offizielles Angebot vorlag, aber den Vertrag habe ich nie unterzeichnet”. Ohne Geld in der Tasche kommt man dann auch nicht einfach so in ein Hotel rein – Herr Fornari übernachtete notgedrungen im Stadtpark auf einer Bank.

Immerhin, das Fachportal Transfermarkt notiert, dass der Transfer für 175’000 Euro stattgefunden haben soll. Die Webseite von Apollonia war während unserer Recherchen derweil down. Sollten weitere Hinweise zu diesem Fall bei uns eingehen, würden wir Sie natürlich sofort aufdatieren. Wir rechnen allerdings eher nicht damit.

Erbitterte Eroberungszüge

Herr Winfried am Mittwoch, den 22. September 2021 um 5:58 Uhr

Dieses uns zugespielte Funkbild wirft vielerlei Fragen auf.

Beginnen wir einfach: Wo befinden wir uns hier? 

Natürlich im Old Trafford. Aber die Frage sollte ja darauf abzielen, in welchem Land dieser Cristiano-Ronaldo-Old-Trafford-Minisupermarktstand steht.

Also wo?

In Lateinamerika, so viel dürfte angesichts der sprachlichen Anschrift klar sein. Weil, äh, Spanien ist es nicht. Bei der Bestimmung des korrekten Staates wird es knifflig. Ein Hinweis dazu befindet sich rechts der Kasse, wo das beliebte Süssgetränk zu 3 Einheiten der lokalen Währung angepriesen wird. Mit etwas Sinn für Realität lässt sich herauslesen, dass hier nur noch Guatemala (3 Quetzáles = 0,36 Franken) oder Perú (3 Sol = 0,67 Franken) in Frage kommen. Der Mobilfunkanbieter Tigo, zu sehen oberhalb der Kasse, ist in Guatemala deutlich stärker präsent. Es ist eindeutig in Guatemala!

Guatemala hat also viel Liebe für CR7. Warum?

Das erschliesst sich uns hier ebenfalls nicht.

Warum also das alles?

Der Teufel liegt in der Kommerzialisierung des Fussballs. Dieser Getränkestand muss Cristiano Ronaldo innig lieben (und er diesen ebenfalls). Der Sponsor “Pepsi” ist bekanntlich der meist deutlich unterlegene Konkurrent des Megasüssgetränkekonzerns “Coca-Cola”. Auf diesen Machtkampf nimmt CR7 bekanntlich gerne Einfluss. Sie erinnern sich nicht? Bittesehr!

Und damit wünschen wir Ihnen einen geruhsamen Mittwoch im Nebel Sonnenschein.

Kniffliges Quiz

Rrr am Dienstag, den 21. September 2021 um 13:00 Uhr

Hand aufs Herz: Hätten Sie’s gewusst?

(Aus der gestrigen Ausgabe von “Wer wird Millionär”.)

Katalanischer Kracher

Rrr am Dienstag, den 21. September 2021 um 5:55 Uhr

In Cadaqués wurde gleich zu Beginn der Saison um die Trofeu Joan Canaleta gespielt.

Von unserem Sonderkorrespondenten Dr. Eichenberger

‪Was für eine Affiche! Die heimische Unió Esportiva Cadaqués duellierte sich mit dem Club Esportiu Llança um den schönen Pokal, gestiftet von einer gewissen Joan Canaleta. Höhepunkt und Lokalderby zugleich, liegt doch Llança nur einen Katzensprung nördlich von Cadaqués. Beide Teams spielen in der Tercera Division Catalana. Diese wurde vor zehn Jahren gegründet und in 17 (siebzehn!) Gruppen aufgeteilt. In Spanien entspricht dies der siebten Liga, aber Catalunya (dt: Katalonien, die Red.) gehört bekanntlich nicht zu Spanien. Hier sprechen sie auch nicht Spanisch, sondern eine Geheimsprache, die alle anderen nicht verstehen: Catala (Katalanisch, die Red.)

  • Nicht leicht zu finden: Das Stadion in Cadaqués.

    Nicht leicht zu finden: Das Stadion in Cadaqués.

  • Beste Wohnlage: Der Platz liegt mitten im Quartier.

    Beste Wohnlage: Der Platz liegt mitten im Quartier.

  • Schmucklose Architektur: Die Stadionbar.

    Schmucklose Architektur: Die Stadionbar.

  • Kümmerliches Angebot: Immerhin gibt es Bier vom Zapfhahn.

    Kümmerliches Angebot: Immerhin gibt es Bier vom Zapfhahn.

  • Geheimsprache: Wahrscheinlich eine Aufforderung ans Publikum, sich anständig zu benehmen.

    Geheimsprache: Wahrscheinlich eine Aufforderung ans Publikum, sich anständig zu benehmen.

  • Heimvorteil? Ein Spieler der Blauen testet den Kunstrasen.

    Heimvorteil? Ein Spieler der Blauen testet den Kunstrasen.

  • Tolle Trophäe: Um diesen Pokal wird gespielt.

    Tolle Trophäe: Um diesen Pokal wird gespielt.

  • Man kennt sich: Gruppenbild mit Anhang.

    Man kennt sich: Gruppenbild mit Anhang.

  • Auf gehts: Gelb-Rot hat Anstoss.

    Auf gehts: Gelb-Rot hat Anstoss.

  • Cupfight: Gekämpft wird mit vollem Einsatz.

    Cupfight: Gekämpft wird mit vollem Einsatz.

  • Chance versiebt: Dieser Schuss Spielers geht leider knapp daneben.

    Chance versiebt: Dieser Schuss Spielers geht leider knapp daneben.

  • Teufelskerl: Der blaue Torhüter pariert auch diesen Schuss.

    Teufelskerl: Der blaue Torhüter pariert auch diesen Schuss.

Das Spiel: Natürlich begrüsste der Stadionsprecher das Publikum auf Catala. Ich konnte seinen Ausführungen nicht folgen und verpasste es, mir die Namen der Spieler zu notieren. Auch erschloss es sich mir nicht, welches Team in Gelb-Rot und welches in Blau auflief. Ich beschloss spontan, die mit den gelb-rot gestreiften Leibchen zu unterstützen, diese sahen aus wie die katalanische Flagge. Aber ohalätz: Blau legte los wie die Feuerwehr, ging bald in Führung und schoss bis zur Halbzeit weitere Tore. Da verlor ich den Überblick, weil die digitale Anzeigetafel im Stadion nicht bedient wurde und neben mir keiner laut mitzählte – gut, verstanden hätte ich eh nichts.

Das Stadidon: Heimat der U.E. Cadaqués ist das Camp de Futbol Municipal mit einem schönen Kunstrasen. Leider haben es die Gemeindebehörden verpasst, das Stadion auf den Namen ihres berühmtesten Einwohners zu taufen: Salvador Dalí. Die kulturaffinen unter Ihnen heben jetzt den Daumen in die Höhe und rufen aus: «Das ist der Künstler mit dem lustigen Schnauz!» Sein Wohnhaus am Meer ist eine beliebte Tourismusattraktion, hier lebte und arbeitet Dalí …. aber das gehört jetzt nicht hierher.

Die Stimmung: Handgezählt neunundneunzig Personen verfolgten diese wichtige Partie ohne grosse Emotionen. Umso katalanischer ging es auf den Ersatzbänken zu und her, aber schauen Sie selbst:

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Edis Exit

Rrr am Montag, den 20. September 2021 um 13:00 Uhr

Edi Gottlieb sieht Rot.

Gottlieb ist Innenverteidiger bei Hapoel Tel Aviv. Im Heimspiel gegen Maccabi Petah Tikva lief die 90. Minute, als ein Fan den Platz stürmte und einen Hapoel-Spieler von hinten attackierte. Kurz darauf brachte Gottlieb den Störenfried zur Strecke. (Bewegtbilder gibts hier.)

Der Ref zog den VAR bei – und stellte dann Gottlieb vom Platz. Der israelische Fussballverband hat inzwischen klar gemacht, dass das ein Fehlentscheid war. Trotzdem droht Gottlieb eine Sperre, denn rote Karten können in der israelischen Liga nicht nachträglich zurückgenommen werden.

Vom Platz verwiesen wurde natürlich auch der Fan. Mittlerweile sitzt er im Gefängnis. Nach Angaben der Strafvollzugsbehörde flucht er ständig und weigert sich, eine Maske zu tragen. Sein Anwalt sagte, er könne wegen dem vielen Fluchen nicht mit dem Mann kommunizieren.

Panins Panne

Briger am Montag, den 20. September 2021 um 5:56 Uhr

Was tun, wenn der Schiri die Münze vergisst?

Dieser Frage musste sich Spielleiter Igor Panin am Wochenende vor dem Spiel zwischen Krylia Sovetov Samara und dem FK Rostov stellen. Um doch zu einer Platzwahl zu gelangen, liess er die beiden Kapitäne Schere-Stein-Papier spielen. Rostows-Spielführer Maksim Ospienko ist darin offenbar nicht sonderlich talentiert, gleich dreimal liess er sich von seinem Gegenüber ins Papier schneiden.
Dies zog sich im Spiel dann weiter, welches Rostow mit 2:4 verlor.
Wenig Freude an der Aktion hatte der russische Fussballverband, der die Angelgenheit untersuchen will. Immerhin, Panin droht offenbar keine Strafe.

Und damit wünschen wir Ihnen einen guten Start in die kommende Woche.