Die Tabelle auf die Schnelle (28)

Rrr am Montag, den 12. April 2021 um 13:00 Uhr

Glaubt es oder glaubt es nicht: Der nächste Titel ist in Sicht.

Gewinnt YB am Sonntag gegen Lugano, ist die Meisterschaft in trockenen Tüchern. Ein Unentschieden reicht auch, wenn Servette in Basel den Sieg verpasst.

Machen die Young Boys den Sack in der 29. Runde zu, egalisieren sie den Rekord von 2019. Etwas später dran waren sie 2018 (32. Runde) und 2020 (35. Runde). Noch möglich ist diese Saison ein anderer Rekord: So wenige Gegentore wie noch nie. Die Bestmarke wurde 2019 mit 36 Gegentreffern aufgestellt.

Abstiegskampf. Ausser YB können noch alle Mannschaften absteigen. Am wahrscheinlichsten ist das im Fall von Sion, was für Guillaume Hoarau besonders hart wäre: Vom Double-Gewinner zum Absteiger in neun Monaten.

Sion liegt in der Jahresrangliste übrigens auf Platz 9, noch schlechter war nur St. Gallen. Da suttert es Zeters Zigi doch den Görtler in den Muheim! Das Double mit Cupsieg und Abstieg ist noch möglich, übrigens auch für den FC Luzern und für Vaduz. Beide haben dieses Kunststück schon mal geschafft (Luzern 1992, Vaduz zuletzt 2017). Der FCZ 2016 auch, aber diesmal besteht für ihn die Gefahr eines Cupsiegs nicht.

Soviel für heute, nächsten Montag schauen wir weiter.

Freistossvarianten aus aller Welt

Briger am Montag, den 12. April 2021 um 5:59 Uhr

In unserer beliebten Serie schauen wir heute nach England.

Neuerdings ist es Mode, sich bei einem Freistoss des Gegners hinter die eigene Mauer zu legen, damit die Mauer hochspringen kann, der Trick mit dem “Unter-der-Mauer-Durchschiessen” aber nicht funktioniert. Oder man stellt, wie Atalanta gegen Real in der Champions League eine eigene Mauer vor die gegnerische Mauer, um die verteidigende Mannschaft zu verwirren.

Atalanta mit einer “Stürmer-Mauer” via dailymail.co.uk

Die allerneuste Variante stammt von Oldham Athletic. Der Viertligist traf am Freitag auf Colchester und gewann mit 5:2. Bemerkenswert war der Freistoss vor dem 2:0. Leeds-Leihgabe Alfie McCalmont konnte kurz vor der Pause den Treffer erzielen, nachdem seine Teamkollegen sich offenbar kurz in der Disco wähnten.

Aber schauen Sie selbst:

Und damit wünschen wir Ihnen einen guten Start in die neue Woche.

ZWISCHENSTAND RL-TOTO
1. sub, 177; 2. herr_pavel, 174; 3. Lattenknaller, 172; 6. Herr Maldini, 170; 37. SwissFootyBot, 148; 58. Herr der Ama, 132; 67. Herr Winfried, 121; 80. Herr Briger, 98; 84. Herr Shearer, 77; 88. Herr Rrr, 63; Tipps des Spieltages: Lattenknaller; 15.

Wunderbares Wiedersehen im Wankdorf

Herr Shearer am Sonntag, den 11. April 2021 um 17:52 Uhr

Endlich – die Berner Young Boys sind mit einem 2:0 gegen den FC St. Gallen wieder auf die Siegesstrasse zurückgekehrt!

Nach endlos langen sieben Tagen hat YB heute wieder einmal gewinnen können. Nach der Cuppleite gegen den FC St. Gallen vom Donnerstag trafen die beiden Mannschaften im Wankdorf schon wieder aufeinander. Beide Trainer konnten übrigens heute ihren 100. Super-League-Match für ihre jeweilige Mannschaft feiern. Richtig freuen konnte sich am Schluss aber nur Gerardo Seoane, obwohl der über die 90 Minuten deutlich weniger körperlichen und stimmlichen Einsatz zeigte.

Das Spiel wurde zwar intensiv geführt, aber bei beiden Mannschaften konnte man eine leichte Müdigkeit feststellen, auch das auf acht Positionen umgestellte Heimteam liess vor Zigis Goal in der ersten Hälfte die nötige Gedankenschnelligkeit im Abschluss vermissen. Das vermeintliche 1:0 von Jordan Siebatcheu nach feiner Flanke Garcias musste wegen Offside annuliert werden. Nach der Pause drängten die Gelb-Schwarzen auf die Führung, welche nach einem Corner und einem Kopfball von Martins in der 62. dann auch kam. Danach fuhr YB die Offensive wieder etwas zurück, was dem Gegner Raum und der Berner Defensive zunehmend Arbeit verschaffte. Doch dann kam Jean-Pierre Nsame und er brachte die Entscheidung: Man mag monieren, dass eine kalibrierte Linie es anders gesehen hätte, doch Volketswil hatte zum Erstaunen aller Akteure nichts gegen sein Goal aus etwas offsideverdächtiger Position einzuwenden. Dass Fassnacht kurz darauf das 3:0 verpasste, fiel nicht mehr gross ins Gewicht, die Young Boys brachten das Ergebnis über die Runden.

Die Berner Young Boys stehen kurz vor dem vierten Meistertitel in Folge, sehr kurz. St. Gallen findet sich derweil nur noch einen Punkt vom Barrageplatz entfernt.

Rundes Leder Tippspiel (14/2021)

Rrr am Sonntag, den 11. April 2021 um 12:00 Uhr

Jetzt spielt YB schon wieder gegen St. Gallen.

Mit einem Heimsieg könnten die Young Boys einen weiteren Schritt in Richtung 15. Meistertitel machen.

Gegen St. Gallen hat YB letztmals 2005 ein Heimspiel verloren. Mit anderen Worten: Die Ostschweizer haben im neuen Wankdorf noch nie gewonnen. Sie erwiesen sich aber in den letzten Jahren fast immer als schwieriger Gegner.

In der laufenden Meisterschaft gabs nur einen YB-Sieg sowie zwei Unentschieden. Zudem ist St. Gallen die bislang einzige Super-League-Mannschaft, die ein Spiel im Wankdorf ohne Gegentor überstand (beim 0:0 im November).

Wir haben da noch eine Frage: Wie endet das heutige Spiel, und wer trifft?

Ihre luzide Antwort erwarten wir bis 15.59 Uhr. Das Spiel können Sie ab 16.00 Uhr auf Blue betrachten. Toi toi toi!

NACHTRAG: Herr gavagai gewinnt das Tippspiel mit einem 2:0-Volltreffer. Herzliche Gratulation!

Berühmt, brychtigt (v.l.n.r.)

Herr Shearer am Sonntag, den 11. April 2021 um 6:00 Uhr

Herr Eigentorschützenkönig netzt wieder ein!

Foto: Keystone-SDA

Mit seiner träfen Bildlegende holt er sich souverän den Sieg in der 842. Caption Competition, allerherzlichste Gratulation! Bitte melden Sie uns Ihren Wunschpreis an unsere Versandabteilung.

Heute ist der Tag der Abrechnung! Zumindest für die Berner Young Boys, die seit letztem Donnerstag mit dem FC St. Gallen noch eine kleine Rechung offen haben dürften. Beachten Sie bitte, dass bei einem allfälligen Sieg des Heimteams kein Anlass für eine spontane Meisterfeier besteht, da gestern Lugano gewonnen hat und somit weiterhin ein möglicher Meisterschaftskandidat bleibt. Das Spiel können Sie wie gewohnt ab 16:00 Uhr am Fernsehgerät verfolgen, das kostet dann aber (bei blue.ch). Gratis übertragen wird die Begegnung natürlich über Radio Gelb-Schwarz. Wir wünschen Ihnen einen unterhaltsamen Sonntag!

Flinker Friedensflitzer

Rrr am Samstag, den 10. April 2021 um 12:00 Uhr

Heute lernen Sie Olmo García Guerrero kennen.

Herr García demonstriert seit Jahren für den Weltfrieden und gegen den Klimawandel, und zwar nackt. Das tat der 37-Jährige schon auf Friedhöfen und in Kathedralen, auf den Skipisten der Sierra Nevada und an vielen anderen fotogenen Orten. Allein im vergangenen Jahr wurde er deswegen 15-mal festgenommen. Olmo Garcia lebt in Granada, weshalb ihn die spanische Presse “El hombre desnudo de Granada” nennt.

Vielleicht hätte man sich vor dem Europa-League-Viertelfinal gegen Manchester United fragen sollen, wo eigentlich der Nackte von Granada steckt. Nun, er steckte 14 Stunden lang unter einer dieser riesigen Planen, mit denen zurzeit in vielen Stadien leere Sitzreihen überdeckt werden. Morgens um 7 Uhr hatte er den Sicherheitsdienst des Stadions überlistet und es ins Innere des Estadio Nuevo Los Carmenes geschafft, wie spanische Medien berichten.

Abends um 21.05 Uhr hatte er seinen grossen Auftritt. In der sechsten Minute erzwang er einen kurzen Spielunterbruch, um für den Weltfrieden und gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Die Polizei nahm ihn umgehend in Gewahrsam. “Er war nackt und trug nicht einmal eine Maske”, konstatierte die Presse. Mittlerweile ist Olmo García Guerrero wieder auf freiem Fuss, und Sie werden sich ab heute bis zum Ende der Pandemie beim Anblick jeder Abdeckplane fragen, ob sich darunter eventuell der Nackte von Granada versteckt.

842. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 9. April 2021 um 13:00 Uhr

Sie sehen Herrn Klopp, Sie sehen Herrn Brych und jetzt sollten Sie in sich gehen.

Foto: Keystone-SDA

Wenn Sie wieder aus sich rausgekommen sind, ist Ihnen sicher ein passender Untertitel zum Bild eingefallen, den Sie nun bitte umgehend in die Kommentarspalte tippseln. Sie können sich natürlich auch etwas länger versenken, aber längstens bis morgen Samstag um 20:00 Uhr, anschliessend zieht sich nämlich unsere Jury zur Beratung zurück, bevor sie am Sonntagmorgen ihr Verdikt bekannt gibt. Viel Spass!

Attraktives Angebot

Rrr am Freitag, den 9. April 2021 um 5:55 Uhr

Ahmed Rüdüsülü Import/Export hat Superangebot für alle!

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Cupaus gegen St. Gallen

Val der Ama am Donnerstag, den 8. April 2021 um 19:52 Uhr

Kein Double diese Saison.

Besonders zu Beginn einer animierten ersten Halbzeit verspürte man recht deutlich, welchen Stellenwert der Cup bei beiden Mannschaften innehat. So insgesamt aber drückten die St. Galler effizienter und aber leider auch effektiver und gingen in der 33. Minute dank Adamu 1:0 in Führung.

In der zweiten Hälfte traf Nsame erst nur das Aussennetz und nur kurz später vergeigte dann Lefort den Ball und das Heimteam sofort schnell nach vorn und Duah zum 2:0 (50. Minute). Fassnachts Treffer nur eine schöne Ecke später (53. Minute) liess YB wieder hoffen und gut auch, dass das 3:1 nach Wiederanpfiff (Offside) und der gepfiffene Penalty in der 71. Minute vom VAR kassiert wurden. Camara hat da zwar gestossen, Guillemenot verstarb deswegen aber gar theatralisch.

Camara war es auch, der in der 83. erneut einen Penaltypfiff provozierte. Hands diesmal. Ruiz zum 3:1. Und immer schlimmer erzielten die St. Galler in der Nachspielzeit dann auch noch das 4:1. Guillemenot.

Damit ist YB die Doppelbelastung ab sofort los und muss sich bis zum nächsten Spiel am Sonntag gegen schon wieder St. Gallen den Vorwurf machen, dass man heute viel zu viel zugelassen und zu wenig Biss gezeigt hat. Aber bald Meister werden ist auch nicht schlecht.

(Bild: Gian Ehrenzeller (Keystone))

Zaubert Zigi oder zetert Zeidler?

Val der Ama am Donnerstag, den 8. April 2021 um 13:00 Uhr

Heute ist endlich mal wieder YB, wo es um etwas geht.

Es ist grad nicht einfach für St. Gallen. Die Espen sind seit fünf Spielen sieglos, sie sind in diesem Jahr das schwächste Team der Liga und nur vier Punkte hinter Ihnen lauert Vaduz auf dem Barrageplatz. Aber es ist ja Cup und da ist bekanntlich alles möglich, weil der Cup hat seine eigenen Gesetze.

Es ist aber auch so, dass zum Beispiel YB Spiel für Spiel nimmt und nur auf sich selbst schaut. Aber obschon das heutige Spiel das wichtigste ist, lügt der Totomat nie und der zeigt an, dass der aktuelle Cupsieger in den letzten zehn Gastspielen bei St. Gallen immerhin sechs Siege, drei Unentschieden und nur gerade eine Niederlage abholte. Überragend. Und noch dies: Die letzte Cupniederlage gegen St. Gallen war am 15. Dezember 1968, als sich die Ostschweizer im Achtelfinal zuhause mit 2:1 durchsetzen konnten.

So oder so: Bis der Schiedsrichter heute um 18:00 Uhr (SRF2, RTS2 und RSI2) das Spielgerät freigibt, dürfen Sie sich gerne im Prognostizieren üben:

Wie endet das Spiel und wer trifft?

Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie eine virtuelle Wurst Ihrer Wahl.

Denkwürdiges Debüt

Herr Shearer am Donnerstag, den 8. April 2021 um 6:00 Uhr

Heute vor 120 Jahren: Österreich und die Schweiz spielen ihr erstes Länderspiel.

Oder auch nicht. Offiziell wird diese Begegnung nämlich nicht in den Annalen des österreichischen Fussballverbands geführt und auch nicht beim SFV. Trotzdem gilt diese Begegnung als Österreichs Ur-Länderspiel. Beide Verbände gab es damals halt noch nicht. Ausgetragen wurde der historische Match am 8. April 1901 in Wien und Bilder sind offiziell keine überliefert. Was man weiss ist, dass beide Seiten keineswegs nur mit Einheimischen antraten. Bei den Österreichern standen zwei Engländer in der Startaufstellung, bei den Schweizern setzte man offenbar komplett auf Engländer und Amerikaner. Einige Spieler der Heimmannschaft gaben sich zudem englisch klingende Pseudonyme – aus Ignaz Blumenfeld wurde”Blooncy” und aus Max Johann Leuthe ein “Mac John”. Einige gingen noch weiter und spielten mit Perücken und aufgeklebten Schnäuzen. Sie hatten auch gute Gründe, denn als Schülern war ihnen das Fussballspielen damals verboten!

Für die Schweiz war der Ausflug sportlich enttäuschend. Mit 0:4 musste man sich den Österreichern geschlagen geben und die Heimreise antreten. Die Schweizerische Fussball-Nationalmannschaft hatte ihr offiziell erstes Spiel dann gute vier Jahre später, wieder im Ausland:  in Paris verlor man 0:1 gegen Frankreich.

Sie möchten diesen Beitrag lieber als Hörbuch konsumieren und auch noch etwas zur Taktik von damals erfahren? Bitteschön, schmeissen Sie Ihr Radio an! 

Unser Bild zeigt Johann “Jan” Studnicka, der damals auch dabei war. (Quelle Wikipedia)

Jetzt bügelt Frau Professor schon wieder ein schiefes Bild aus

Frau Götti am Mittwoch, den 7. April 2021 um 13:00 Uhr

Ilse v. Mueller-Fridnau begrüßt Sie zur heutigen Sprechstunde.

Also, auf mein kürzliches Angebot, weitere schiefe Bilder für Sie auszubügeln, hat bisher leider nur Herr Natischer reagiert. Aber immerhin, und grundsätzlich schön von ihm. «Leider» sage ich nur, weil er die Fragestellung nicht ganz richtig verstanden zu haben scheint. Aber item. Ich versuche trotzdem gerne, auf sein Problem einzugehen. Es lautet folgendermaßen (ich zitiere aus seiner elektronischen Depesche):

«Mich stört die inflationäre Verwendung von ‹überragend›, weil mehr als 1 Spieler kann ja nie alle(s) andere überragen».

Ein analytischer Kommentar hierzu gestaltet sich einigermaßen schwierig, da unklar bleibt, worauf der gute Herr hinauswill. Der Begriff bedeutet schlicht und einfach: «jemanden oder etwas Vergleichbares an Bedeutung weit übertreffend». Nun gut.

Wenigstens legt Herr Natischer noch ein zweites sprachliches Ärgernis seinerseits dar, und dieses hat schon eher mit einem der hier zu diskutierenden schiefen Sprachbildern zu tun (ich zitiere wieder aus besagter Depesche):

«und dann natürlich diese unsägliche ‹Spielgerät›, wenn man vom Ball spricht.»

In der Tat ist es abwegig, unser Studienobjekt derartig zu bezeichnen. Gemeinhin denkt kein vernünftiger Mensch bei einem «Spielgerät» an einen Fussballe, sondern eher an etwas Derartiges. Allerdings ist der Begriff auch im fußballerischen Zusammenhang korrekt und stellt keineswegs ein schiefes Sprachbild dar. Herrn Natischers Unbehagen bezieht sich wohl auf die häufige Verwendung, die ihm ungeeignet erscheint. Aber item, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Wissensdurstigen, die sich eingehender mit der Materie befassen mögen, empfehle ich folgende Lektüre.

Zum Schluss wie immer mein Angebot: Möchten auch Sie ein schiefes Bild ausgebügelt sehen? Gerne nehme ich mich des Problems via meinen geschätzten Kollega Dr. Rüdisühli an. Und wenn nicht: So widme ich mich nächstes Mal aus eigenem Antrieb einem schiefen Fussballbilde. Nur so viel vorneweg: Es handelt sich dabei um eine anthropologisch-geisteswissenschaftlich ebenso wie semantische Monstrosität.

Freundliche Grüsse, Ihre Ilse v. Mueller-Fridnau